Sind Längstsitze zur Benutzung in Fahrzeugen noch erlaubt?

  • Hallo Jungs,
    Ich hätte da mal ne Frage zur Benutzung von Längstsitzen in Fahrzeugen.
    Die gibt es ja hinten in vielen Fahrzeugen wie Land Rover, Munga, G Modellen usw.
    Darf man die im öffentlichen Strassenverkehr noch nutzen oder ist das untersagt ?
    Grüsse
    Chris

  • Also bei mir hat der TÜV den Puch als 8 Sitzer eingetragen mit dem Hinweis "davon 6 Notsitze quer zur Fahrtrichtung". Benutze das aber sowieso nur mal ab und zu im Jagdrevier um einen Jagdfreund an der Kanzel abzusetzen. Ob das im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt ist....keine Ahnung. Da wissen doch unsere Rechtsexperten hier bestimmt Bescheid hmmm

  • ..nicht bei allen genannten Fahrzeugen gibt es dieses schutzgitter. Teilweise Sind hinten ja einfach nur zwei zweiersitzbänke zum runterklappen auf den kotflügeln. Klar ist dies deutlich gefährlicher da hast du recht. Nur ist es dennoch erlaubt ? Ist interesant in zu wissen ob nen Fahrzeug nun nur nen einfacher zweisitzer ist oder ob man die Sorte hinten auch offiziell nutzen darf.

  • trotzdem möchte ich hier keinen Unfall haben wenn hinten jemand sitzt


    Stehplätze in Bus und Bahn sind auch nicht sicher und trotzdem erlaubt.


    Es gibt keine 100% Sicherheit.


    Wenn eingetragen dann auch erlaubt.



    Gruß

    Wer weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als der, der nicht weiß, dass er nichts weiß.

  • Beim Munga kommt man ja noch an der Anschnallpflicht vorbei.
    Der Wolf hat ja Gurte,wenn alle die hinten sitzen angegurtet sind,
    dann ist das sehr wohl erlaubt.
    Was anderes,die Wissenschaft hat festgestellt ,das Personen die in
    normalen Fahrzeugen hinten sitzen, neuerdings bei nen Unfall mehr
    Verletzungen haben als die vorne.Grund sind nicht einstellbare
    Kopfstützen und keine Gurtstraffer.Das Problem ist bekannt ,wäre
    technisch lösbar, es wird aber nichtmal als Aufpreis angeboten.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Ist aber Pflicht.Nicht das hinten sitzen ist verboten ,sondern das
    unangeschnallte sitzen im bereich der STVO.
    In der Land und Forstwirtschaft ist unangeschnallt
    erlaubt,man muss aber ne Sitzgelegenheit haben,kein Heuballen oder ne Kiste.
    Insofern uninterresant ,da sowieso nicht im Bereich der StVO.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Seit 1979 sind Gurte hinten Pflicht, außer bei Notsitzen.
    Es gibt beim Sternehändler Nachrüstsätze für die seitlichen Rückbänke, nach der Nachrüstung können die Sitzbänke im Bereich der STVO genutzt werden. Die Nachrüstsätze kosten aber ein Schweine Geld.
    Habe auch nur Notsitze eingetragen.
    Mungamike

  • Ist aber Pflicht.Nicht das hinten sitzen ist verboten ,sondern das unangeschnallte sitzen im bereich der STVO.


    Das hängt ja wohl vom Baujahr ab.
    In der BRD gilt:
    Pkw-Vordersitze (Dreipunktgurte) 1. Januar 1974
    Nachrüstung für Pkw mit Erstzulassung nach dem 1. April 1970 wurde rückwirkend vorgeschrieben:
    Pkw-Rücksitze 1. Mai 1979
    Pkw-Rücksitze (Dreipunktgurte außen) 1. Januar 1988
    Es gibt keine Pflicht der Nachrüstung.

  • So, um die Zweifel zu beheben, wo was eingebaut werden muss, der Ausschnitt aus der ECE R 16, aktueller Stand. Das gilt auch in der BRD.


    Woraus zu ersehen ist, das es für Längssitze KEINE Anforderungen gibt hinsichtlich Sicherheitsgurte. Ob ich also jemanden auf Längssitzen mit oder ohne Sitzgurte (Wort ist bewusst so gewählt) mitnehme, obliegt meiner eigenen Sicherheitsphilosophie.
    Gruß
    Wolf

  • Auch wenn ich "noch" nicht zum Kreis der Wolffahrer gehöre so habe ich bisher sehr interessiert mitgelesen da es mich auch einmal betreffen könnte.


    Die eigentliche Frage ist ja nun geklärt, ich erlaube mir eine weitere anzuhängen, eventuell wisst ihr ja da auch bescheid.


    WAS ist ein Notsitz ? Wann darf ich diesen nutzen und wann eben nicht ?


    Ich gehe doch davon aus das wenn ich ein anderes Fahrzeug in Schlepp nehme, ich deren Passagiere mittels Notsitz aufnehmen darf ist das richtig ?


    Die Hübsche Blonde die vom Supermarkt nachhause läuft und keinen Schirm dabei hat bei beginnen Regen darf ich so doch sicher nicht mitnehmen denke ich mal.



    Ich meine mich erinnern zu können das wir in unseren Reisebussen während einem Schulausflug ein Schildchen hatten wieviele Sitzplätze zu finden sind und auch ein Notsitz, das war meist der im Eingangsbereich neben dem Fahrer. Hier nahm ab und zu der Lehrer Platz und oftmals hat hier der Reiseleiter seinen platz. Daher die Frage, ist das erlaubt ?



    Gruß Kris

    o This is Schäuble.
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  • Das ist in der StVO nicht genau beschrieben.
    Das kann der Schwiegermuttersitz im Vorkriegsauto sein,
    ein Sitz hinten quer in den Pagodensl,
    genauso wie ne 3te Sitzreihe für 2 Kinder im Mercedes Tmodell.
    Desweiteren sitzen Personenschützer in Limos auf Klappsitzen.
    Wenn da Anschnallmässig keine Gründe gegen sprechen ,wie ihr
    erläutert habt,dann dürft ihr da auch Leute mitnehmen.
    Erst wenn was passiert ist,dann drehen euch die Versicherungen
    da fahrlässigkeit an.Passieren kann immer was,es gibt da keine
    Ausschlussregel das 25 Kmh auf der Landstrasse erlaubt wäre und
    120 auf der Autobahn nicht.Allgemein sollte man erst jemanden auf
    nen Notsitz setzen, wenn alle vollwertigen Sitze belegt sind.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo
    Ich habe im P4 eingetragene Sitze: 6.
    Die werden auch genutzt. Hinten ohne Gurte.
    Wieso soll es im Wald ungefährlicher sein als auf gerader geteerter Fahrbahn?
    Wenn Du bei 15-20 km/h durch ein Loch im Waldweg oder über einen Stamm im Laub fährst, fliegt Dir dein Jagdkumpan glatt durchs Auto der Frontscheibe entgegen.
    Sorry, sehe ich als falsche Moral.
    Entweder nutzen und dazu stehen oder es lassen.
    Vorausschauende Fahrweise heißt hier das Zauberwort. Der Gelegenheit angepasste Geschwindigkeit, ein 2. ;)
    Gruß Birgit


  • Erst wenn was passiert ist,dann drehen euch die Versicherungen
    da fahrlässigkeit an.


    Und dann passiert was? Die allermeisten Schäden passieren durch Fahrlässigkeiten. Daraus kann sich keine Haftpflichtversicherung winden.



    Birgt,
    Kraft = Masse X Beschleunigung
    Und da die Beschleunigung solch eine nette, kleine, hochgestellte 2 in der Einheit hat, verändert sich die einwirkende Kraft auch noch im Quadrat, also bei doppelter Geschwindigkeit die vierfache Kraft.
    Es ist also ein riesiger Unterschied, ob man mit 20km/h auf eine Wurzel fährt, oder mit 60-90km/h ein Unfall passiert.
    Ich habe bei mir im Büro jede Woche mindestens einen sitzen, der meinte, ihm würde ob seiner Fahrpraxis und seiner vorausschauenden Fahrweise nie ein Unfall passieren und dann hat es doch gekracht und wir nehmen einen Schaden auf.
    Mal war es ein anderer, mal war er selber und mal ein ausfallendes Fahzeugteil Schuld - scheißegal, passiert ist passiert.


    Ich will niemandem die Nutzung dieser Sitze ausreden, hab im /8 selber den vorderen Mittelsitz gern genutzt - ohne Gurt, wenn mal 6 Personen zu befördern waren ;)

  • Zusätzlich zu dem, was Kristian ganz richtig über die Geschwindigkeit gesagt hat, die im Quadrat in die Bewegungsenergie eines Fahrzeuges (und somit auch in
    die der Insassen...) eingeht, sollte auch die profane Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht außer Acht gelassen werden. Die Gefahr, daß man von irgendeinem
    Idioten abgeschossen wird, ist bei großer Verkehrsdichte auf stark frequentierten Straßen doch um ein Vielfaches höher als auf wenig/kaum befahrenen Feldwegen.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Es gibt fahrlässigkeit und grob fahrlässig.Da das im Gesetz nicht genau behandelt wird und passieren kann immer was,versuchen dann die Versicherungen vor Gericht hinterher, einen
    nicht wegen der unklaren Gesetze ,sondern um sich aus der finanziellen Haftung zu winden,
    was anzudichten.Das ist zwar ihr gutes Recht, was zu versuchen,wenn sie davon überzeugt sind.
    Es belastet aber die Gerichte und es geht dann nicht um Grundsätze die man einmal verhandelt und dann für alle gelten.Nein man behauptet wenn einer den Schaden hat,das nur im Einzelfall
    und dann mal so und mal so, je nachdem auf welcher Seite man steht.
    Immer nur den Einzelfall ,weil man sich sonst auch mal ins eigene Fleisch schneiden kann.
    Es gibt zb keine Fahrradhelmpflicht,eine Versicherung hat aber behauptet das ein Opa
    nicht genug zur eigenen Sicherheit getan hätte und hat vor Gericht verloren.
    Wenn man jetzt bei jeder Fahrradrempelei sich den Helm verkratzt und von der Versicherung
    Geld holen wollte ,dann sagen die wieder es ist keine Pflicht.
    Das Gesetz erlaubt das sitzen ,sogar unangeschnallt.Angeschnallt wäre es auch nicht sicherer.Ich wüsste nicht was man da noch machen sollte,aber wenn die Versicherung
    zahlen soll,dann fällt denen schon was ein.Wie können sie so fahren, ohne Sicherung das
    die Mitinsassen runterfallen und dann von hinterherfahrenden LKWs plattgemacht werden,zb.
    Deshalb kann man nicht sagen 25Kmh wären ok und Autobahn wäre verboten,die würden
    auch was für 25 Kmh sagen und das nur weil sie zahlen sollen und nicht um irgendwie Klarheit
    in die Sache zu bekommen.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

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