Welcher Iltis Besitzer kennt das nicht.....

  • Hallo Leute,


    das man an unserem Iltis etwas tun muss, war bekannt. Aber aus dem "Etwas" hat sich eine schöne Baustelle entwickelt! :/


    Geplant war eine Erneuerung der beiden Seitenteile Einstieg, entrosten von Teilstellen Bodengruppe und einige Reparaturen am Heck.
    Ein durchgerostetes Loch vor dem hinteren rechten Radlauf war auch auf der Liste mit notiert. Das Schöne an solchen Projekten ist doch die Hoffnung ganz am Anfang, die Reparaturliste ist kurz, sie lässt einen hoffen das es "ja nicht zu viele Baustellen" sind und man bald wie gewohnt mit dem Iltis über Stock und Stein fahren kann.
    Manch einer weiß wovon ich schreibe wenn dann die Hoffnung schnell in Ernüchterung umschlägt. Was soll man auch machen? Nur oberflächlich reparieren? Aufgeben?


    AUF KEINEN FALL!!!


    Schließlich hat jeder seinen Draht zu seinem Fahrzeug entwickelt, ihn liebevoll behandelt, sich manchmal mit ihm geärgert und dann letzten endes
    doch seine Freude daran gehabt. :love:


    Nun geht es an die Arbeit, wenn nicht jetzt alles restauriert wird, wann dann? Diese Stelle noch, die andere Ecke gleich mit, das kleine Eckchen noch mit, halbe Arbeiten? Nein nein...
    der Anteil der Ersatzteile wird größer, von der Zeit ganz zu schweigen und die Reparaturliste wird länger, länger und länger....


    ...ja..welcher Iltis Besitzer kennt das nicht.... :huh:


    nachfolgend einige Bilder:


    Seite hinten links




    Seite hinten rechts


    Innerer Bereich hinten rechts sieht doch gut aus....


    Aber nur solange man nicht die äußere Seite anschaut



    Hinten links



  • Weiter gehts,


    es kommt die Erkenntnis das doch schon einiges vom Vorbesitzer getan wurde. Spachtel verdeckt vieles.... man sollte sich vorher überlegen
    an welche Stelle man unbedacht klopft... :no:



    Das erwähnte Loch vorm Radkasten



    Nach dem Tankausbau



    Halterungen durchgerostet, der Rahmen hat auch was abgekriegt.


    Der innere Rahmen




    So geht es also weiter bis eine klare Bestandsaufnahme vorhanden ist.


    Gruß
    Alex

  • Hey Namenskollege...
    na da hast du ja auch den Rost - Jackpot geknackt...


    JA, ich weiß wovon du schreibst... Gleiches hab ich schon 2 mal hinter mir. Schau Dich mal im Forum um, war vor kurzem erst wieder aktuelles Thema...


    Jetzt nur nicht aufgeben... Wie du schon richtig sagst, einmal richtig, und man hat Ruhe die nächsten Jahre.



    183-Grüße, Alex

    Iltis schrauben ist ein dreckiger und undankbarer Job, aber irgendjemand muss es ja machen! :schweißen:

  • Moinsen!
    Läuft schon, ich bin selbst gerade drüber, wie du selbst schreibst hier und da ein kleines Loch....
    Ist bei mir auch schlimmer geworden als angedacht, und bei mir war der Vorbesitzer
    die belgische Armee....... die sind leider nicht wie wir!


    Gruß Thomas

  • Moin Alex,


    viel Erfolg beim Aufbau - das wird zeit- und kostenintensiv werden....Dein Foto von der Stoßecke ist sehr aussagekräftig bezogen auf die Stahlqualität vom VW Iltis....eine derartig "schlechte" Ecke von einem Bombi vergleichsweise habe ich bisher noch nicht gesehen...der Hilfsrahmen hinten beim Tank sowie das Heckblech weisen auch bei den Bombis derartige Durchrostungen auf.....(nicht grundsätzlich) die Schweller beidseitig ebenfalls....die Radläufe und die vorderen Radkästen sind oftmals bei den Bombis wieder in einem besseren Zustand vorzufinden....in der Ruhe liegt die Kraft - nicht aufgeben - nochmals viel Erfolg!


    Bin auf weiteres Fotomaterial gespannt.


    Viele Grüße aus Hamburg,


    Philipp

  • Die Ilsen waren 1987 beim Bund schon am rosten wie blöd.... da hat vw wohl die rostvorsorge komplett gespart

    Gruss Andreas ,:)


    "DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT"
    (Heinrich Heine)


    1./PzBtl 213 - FM Grp. (1987/88 W15)


    31078057ns.jpg

  • Das wird eine Vollrestauration. Viel Erfolg und Geduld wünsche ich dir!


    Danke, Geduld werden wir gebrauchen :whistling:



    Ich habe den Thread des "Kollegen" aufmerksam mit verfolgt. Bei dachte ich schon boah ey.....viel zu tun. Gleichgesinnte unter sich :lol:


    Moinsen!
    Läuft schon, ich bin selbst gerade drüber, wie du selbst schreibst hier und da ein kleines Loch....
    Ist bei mir auch schlimmer geworden als angedacht, und bei mir war der Vorbesitzer
    die belgische Armee....... die sind leider nicht wie wir!


    Gruß Thomas



    Die "Behandlung" der Belgier habe ich schon mal gehört...


    Und vor einiger Zeit habe ich KLF 7000 noch stolz verkündet:" kein Rost am Tankstutzen" :lachuh:


  • Und vor einiger Zeit habe ich KLF 7000 noch stolz verkündet:" kein Rost am Tankstutzen" :lachuh:


    Das hast du jetzt davon :P


    Ich selbst habe unterhalb des Tankstutzen auch ein Loch entdeckt... Jetzt graut es mir davor, hier weiter zu öffnen...
    Trotz alle dem, viel Erfolg bei der bevorstehenden Arbeit! :schweißen:

  • Die Ilsen waren 1987 beim Bund schon am rosten wie blöd.... da hat vw wohl die rostvorsorge komplett gespart


    Ich hab mal gelesen, daß VW damals (als quasi Staats-Konzern, der VW nun mal ist), im Zuge einer politisch gewollten
    Subventionierungmaßnahme große Mengen an Blech aus dem damaligen Ostblock (Tschechoslowakei) gekauft und
    verwendet hat. Dieses Blech war wohl sehr minderwertig und entsprechend rostanfällig.
    War beim 1er Golf auch so, da konnte man die ersten Fahrzeuge auch nach einem halben Jahr mit der Kehrschaufel entsorgen.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • richtig. Bei der Beschaffung geht man von den aktuellen TTF ( technisch/taktischen Forderungen) aus. Daraus resultieren die zukünftigen TTF und es wird bewertet ob das Fahrzeug zu dieser Zeit X noch Stand der Technik ist und es den Einsatzzweck erfüllt.
    Geht man von einer Einsatzzeit von 20 Jahren aus war das Fahrzeug einmal in der Depotinst und wurde überholt. Danach Schrott. Keiner plant für die Verwendung danach in ziviler Nutzung.
    Die aktuelle Planzeit der leichten Fahrzeuge ist 10 Jahre. Das heißt noch weniger Rostvorsorge und schlechtere Qualität.

    "Banning Guns because criminals have too many ist like castrating yourself because your neighbor has too many kids!"
    (Clint Eastwood)

  • Ist schon richtig, was Sergeant sagt, mit der kleinen Korrespondenz, dass die 20 Jahre Nutzungsdauer für Ketten-Kfz zugrunde gelegt werden. Bei Rad-Kfz sind es planerisch nur 10 Jahre.
    Die schlechte Blechqualität bei VW ist von den Golf-Baujahren 1975/76 bekannt. Stammte aus einem staatlichen DDR-Geschäft und hätte eigentlich für die Iltis-Produktion ab 1977/78 keine Rolle mehr spielen dürfen. Rostbefall ab 1987/88 darf also nicht verwundern. Die Nutzungsdauer des Iltis war erreicht.

  • Und es sind fast die selben Stellen wie beim Munga die gammelig sind. Nur soll der Iltis vom hörensagen her, oft noch schlimmer gammeln.
    Man hat also nichts dazugelernt....
    Beim Munga findet man im Prinzip in jedem Hohlraum Rost, oftmals ist drunter nur blankes Blech gewesen. Wer hätte den schon gedacht das im Jahr 2017 immer noch ein paar "verrückte" mit solchen Fahrzeugen fahren möchten...


    Gruß
    Seba

  • Beim Iltis wurden nach Verlagerung der Produktion von Ingolstadt ins VW-Werk nach Brüssel und Übernahme der dortigen Entwicklung und Produktion durch die kanadische Firma Bombardier, zumindest nach Verbrauch der vorhandenen Vorräte, Stahlbleche mit einem geringeren Kohlenstoffanteil verbaut. Diese Bleche weisen einen langsameren Oxydationprozess auf. Sie rosten also langsamer. Zudem wurden jetzt auch werksmäßig vorhandene Hohlräume konserviert.


    Aber nach 30 Jahren Nutzung relativiert sich das Ganze dann auch. Nach dieser langen Zeit rosten dann auch bessere Bleche durch und die werksmäßige Hohlraumkonservierung ist schon lange hart und brüchig, so dass deren Wirkung heutzutage gegen Null tendiert.


    Als Resümee bleibt festzuhalten:


    Ob VW- oder Bombardier-Iltis, beide benötigen heute viel Zuneigung in Blechfragen und dringend eine Erneuerung der Hohlraumkonservierung.


    Grüße Jörg

    Ein olives Auto im Wald ist wie eine Schneeflocke am Nordpol - unsichtbar! :D

  • Absoluter Respekt wer an solche Arbeiten selber rangeht! :G


    Ob Blechkleid oder Technik... Wenn Du Dir selber die Ärmel hochkrempelst und es anpackst...Das ist was den Besitzer und Wagen zusammenschweißt. ;)


    Niemals aufgeben! Selbst wenn DU das denkst :^: Zeig es nicht!


    Ich wünsche Dir gutes gelingen. :thumbsup:


  • Danke für den Zuspruch :top:


    Heute wieder etwas gemacht und nebenbei @Laubfrosch zu Besuch gehabt.
    Es war ein sehr nettes Gespräch und es hat mich gefreut dich kennen zu lernen.


    Hier ist die Rückwand abgenommen:



    Und hier die bereits erwähnten Schweisspunkte:



    Selbst mit einem Schweisspunktbohrer muss man aufpassen... :yes:


    Gruß
    Alex

  • Warum tut man sich das an?


    Das ist was für Spezialisten, Hut ab, der sowas angeht.



    Im Frühjahr mach ich erst mal eine Mike Sanders Kur bei meinem, damit er Rostfrei bleibt.


    Ist ja richtig Glück, wenn man das sieht, und man keinen Rost findet.


    Servus

    Originalität ist Pflicht. Hochglanz und Militär passt nicht zusammen!

  • Hallo Leute,


    momentaner Stand: seitlich im inneren Bereich Bleche eingesetzt und die ersten Bleche quer bei der Benzinpumpe.
    Geplant ist die Querstrebe fertig zu stellen um dann den vorderen Boden oberhalb der Batterien zu ersetzen. Nebenbei laufen Arbeiten um Karosserie vom Rahmen zu trennen.




    Hat hier jemand Tipps worauf man achten sollte?


    Gruß
    Alex