Motoröl Frage

  • Hallo zusammen,


    ich will meinem Iltis vor einer Urlaubsfahrt noch was gutes tun und einen Motorölwechsel machen :thumbsup: .
    Wären diese beiden öle für die Ilse geeignet?
    Habe die noch vorrätig aber es steht nichts von einer Freigabe durch VW drauf.
    Oder ist der Benziner der Ilse ncht so wählerisch und nimmt was er kriegt ?( .
    Im Netz habe ich nicht wirklich was aussagekräftiges gefunden


    Danke und Grüße
    Bomra



  • Moin,


    laut TDv 2320/050-12


    http://www.vw-iltis.com/downlo…-12_betriebsanleitung.pdf


    ist als Motoröl ganzjährig ein Öl O-236 / OY1145 (SAE 15W-40; ACEA E3/B3) vorgesehen:



    Das Öl muss nach Motorenöle der Bundeswehr BSTFL Bw 2016 des BAAINBw


    https://goo.gl/aRVEvc


    folgende Anforderungen erfüllen:



    TL 9150-0063 (Schmieröl, Verbrennungsmotor (SAE 15W-40); NATO-Kode: O-236; Bw-Kode: OY1145) siehe hier:


    http://tl.baainbw.de/AG-Bund/TL/Daten/91500063.pdf


    Ich kann auf Deinen Fotos nicht erkennen, ob die beiden 15W-40 Öle die ACEA E3/B3 erfüllen.


    Aber so auf den ersten Blick sollte das passen.


    Beste Grüße,


    Semjon

  • Moin Ralf,


    laut https://www.oest.de/media/pdf/de/Oest_Automotive_DE.pdf hat


    zum Beispiel das unten abgebildete OEST HDC-Motoröl 15W40 die Normen


    • ACEA A2/B2, E2
    • API CG-4, SG



    Motoröle für Pkw-Anwendungen werden grundsätzlich kombiniert für Otto- und Dieselmotoren gekennzeichnet (z.B. ACEA A3/B4 oder ACEA C3). Die nachfolgende Zahl differenziert innerhalb einer Klasse den Leistungsunterschied der verschiedenen Motorenöle. So erfüllt z.B. ein Öl gemäß ACEA A3/B3 höhere Anforderungen als ein A1/B1-Motorenöl.



    Für Deinen Iltis brauchst Du ACEA E3/B3. Das OEST HDC-Motoröl hat aber nur ACEA A2/B2, E2.


    Nominell also NICHT geeignet.


    Ich persönlich würde es ohne Bedenken einfüllen.


    Warum?


    Ich habe die aktuellen Anforderungen für O-236 / OY1145 gem. TL 9150-0063 aufgeführt, also das was Motoröle im Jahr 2017 leisten müssen, um der Bundeswehr Norm zu entsprechen.


    Zu der Zeit als Dein ltis gebaut wurde, waren die Anforderungen an ein Motoröl Typ O-236 ganz anders und vor allem viel geringer.


    Meiner Meinung nach ist jedes Markenöl SAE 15W40 für den Iltis geeignet.


    Ich halte das behutsame Warmfahren und regelmäßige Wechseln von Ölen und Filtern für viel wichtiger als die philosophischen Diskussionen um die "richtige" Ölsorte.


    Beste Grüße,


    Semjon

  • Hallo Semjon,


    danke für deine ausführliche Darstellung und deine Einschätzung zu dem OEST Öl.
    Einfach Super dieses Forum und deren Mitglieder :thumbsup: .


    Für Deinen Iltis brauchst Du ACEA E3/B3. Das OEST HDC-Motoröl hat aber nur ACEA A2/B2, E2.


    Nominell also NICHT geeignet.


    Ich persönlich würde es ohne Bedenken einfüllen.


    Sehen das andere Genauso?


    Gibt es noch Meinungen/Fakten zu dem Meguin öl?


    Grüße Bomra

  • Ich würde die beiden Öle 15/40 auf jeden Fall hernehmen und aufbrauchen.
    Wenn Du Bedenken hast, kannst Du ja noch eine Dose Öladditiv BSP. von LM zugeben.
    Bedenklicher und weniger geeignet wären moderne, synthetische Öle etc. aufzubrauchen.
    Grüße

  • Moin,
    an dem ILTIS Otto-Motor ist ja nichts besonderes dran, wie zb. Turbolader, Kompressor, Pumpe-Düse... Katalysator oder Partikelfilter.
    So kann der mit jedem 15W40 fahren. Hauptsache das schmiert.
    Bei mir ist z.zt. sogar vollysnthetisches 15W40 drauf. (vom Restposten bekommen)

  • die BW hat oft und gerne, und vlt sogar noch heute... aufgearbeitetes altöl verwendet..


    "Rerefined Oils


    Bestimmte gebrauchte Schmieröle (Altöle), die in einer Raffinerie zu Zweitraffinaten aufgearbeitet werden (Entwässerung, Reinigung, Destillation, Raffination, Mischung, Additivierung, usw.). Sie können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen."



    ...alles an Ersatzteilen und Zubehör für den VW Iltis


    Tobias Drechsler
    Heylstr. 39-43
    63571 Gelnhausen
    info@iltisteile.com

    Die AGBs, Infos zur Gewährleistung & zum Anbieter durch klicken auf das Bild oben

  • So, Ölwechsel ist erledigt und Probefahrt gemacht :thumbup: .
    Jetzt dürfte der Schottland Reise hoffentlich nichts mehr im wege stehen.


    die BW hat oft und gerne, und vlt sogar noch heute... aufgearbeitetes altöl verwendet..


    "Rerefined Oils


    Bestimmte gebrauchte Schmieröle (Altöle), die in einer Raffinerie zu Zweitraffinaten aufgearbeitet werden (Entwässerung, Reinigung, Destillation, Raffination, Mischung, Additivierung, usw.). Sie können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen."


    tobi: was haben die dann für Spezifikationen?


    Grüße Bomra


  • tobi: was haben die dann für Spezifikationen?


    Ich bin zwar nicht Tobi, aber:

    Sie können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen.


    Idealerweise die selben Spezifikationen wie Erstraffinate. Das ist das Ziel der Verfahrenstechnik!
    Je einfacher die Spezifikationen, umso leichter ist es, dieses auch mit einem Zweitraffinat zu erreichen.

  • wir reden von 4,5l pro jahr bei den meisten nutzern...


    ich empfehle:


    Mobil Super 1000 X1 15W-40



    Mobil Super 1000 X1 15W-40 Viskosität, ASTM D 445 cSt bei 40º C107cSt bei 100º C14.4Sulfatasche, wt%, ASTM D 8740.91Phosphor0.147Flammpunkt, ºC, ASTM D 92230Dichte bei 15°C, kg/l, ASTM D 40520.89Pourpoint, ºC, ASTM D 97-30



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    Tobias Drechsler
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  • oder....


    Castrol GTX 15W-40 A3/B3


    Spezifikationen ACEA A3/B3 API SL/CF Meets Fiat 9.55535-D2 MB-Freigabe 229.1 VW 501 01/ 505 00


    Typische Kennwerte Prüfmethoden Einheit GTX 15W-40 A3/B3 Dichte bei 15 °C, Relative ASTM D4052 g/ml 0.871 Viskosität, kinematisch bei 100 °C ASTM D445 mm²/s 14.31 Viskosität, kinematisch bei 40 °C ASTM D445 mm²/s 102 Viskosität, CCS -20C (15W) ASTM D5293 mPa.s (cP) 5260 Viskositätsindex ASTM D2270 None 144 Pour Point ASTM D97 °C -33 Flammpunkt, PMCC ASTM D93 °C 200 Sulfatasche ASTM D874 % wt 1.02



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  • Hallo Leute,
    ich möchte hier bewusst nicht auf Einzelheiten eingehen. Aber wer es wirklich wissen will, der sollte mal einen Besuch beim Ölgroßhändler versuchen, am Besten in Begleitung eines selbständigen KFZ-Meisters, der dort einkauft. Da wir der "Ölheini" meist schnell gesprächig, wenn man andeutet, das man seine Kleinmengen (60 l Fässchen) in Zukunft geneigt ist, bei ihm einzukaufen und auch geeignete Gebinde mit bringt, um aus der 1200 l Palette abzufüllen.
    Aber grundsätzlich mal: Man verwende immer die SAE-Viskositätsklasse, für die der Motor mal gemacht wurde. Die Ölklasse spielt auch eine Rolle, es sollte schon mal ein SD/CC sein. Aber so was schlechtes dürfte kaum noch zu kriegen sein. Selbst Baumarktöle erfüllen normalerweise SH/CF. Das hat auch sehr viel mit den Dichtungen zu tun. Denn ein Motor, der SAE 15 oder SAE 10 kann, bei dem wird ein Leichtlauföl SAE 5 oder 0 unweigerlich durch die Dichtungen entschwinden. Ich weiß sicher, das in der LKW-Industrie die Motoren ab 2000 umgestellt wurden, um mit 0W irgendwas dichtungsmäßig klar zu kommen.
    Ich kann daher nur empfehlen, die Bedienungsanleitung zu studieren und möglichst die SAE-Klasse zu verwenden, die da genannt ist. Die ganz alten Motoren, die noch mit Sommeröl und Winteröl gefahren sind, also W30 und W10 oder W0, die kann man nach meinen Erfahrungen problemlos mit 15W45 betreiben. Wenn die dann z.B. aus dem Kurbelwellendurchtritt zur Kupplung inkontinent sind, dann liegt das nicht am Öl, sondern an der Dichtung.
    Die S?/C? Klassen sind für diese Motoren egal.
    Mein MMC fordert 15W40, SC/CB. So schlechtes Öl kann ich nicht mehr kaufen. Er geht auch mit 15W40 SH/CF ohne auffälligen Ölverbrauch.
    Wenn es hilft, gerne,
    Gruß
    Wolf