Innenkotflügel für den Wolf

  • Hallo G-meinde,


    Ich möchte nun meine Innenkotflügel vorstellen. Es sind zwar die Innenkotflügel des G ohne Kotflügelverbreiterung aber eben vom 463er und der hat halt keine Zurrösen und keinen so großen Unterdruckspeicher (dazu später mehr).


    Also aufbocken, Rad runter und erstmal versuchen den Innenkotflügel rein zu bekommen (wird nicht klappen :heuldoch: )




    Dies ist der Innenkotflügel für hinten rechts. Man muss noch ein bisschen was abschneiden:

    damit er dann überhaubt passt.

    Hier wurden dann die Löcher gebohrt und die Schrauben eingesetzt. Ein bild aus dem Innenraum und ein Bild der Schrauben folgt noch.
    Die Linke Seite ist genauso anzugehen.


    Als nächstes habe ich mir erstmal den in Fahrtrichtung rechten Innenkotflügel vorgenommen.
    Dieser ging verhältnismäßig einfach rein. um Diesen fest zu schrauben, muss man einfach Löcher in den Kunstoffinnenkotflügel und in den Metallinnenkotflügel bohren, und miteinander verschrauben.
    Da der Innenkotflügel am Bereich des Rahmenquerrohres noch ein bisschen locker sitzt, haben wir eine Schraube mittels kunstvoll gebogenem Schweißdraht durch den Hohlraum der Karosserie eben an diese Stelle geführt (alleine das hat 2 Stunden gedauert.)



    Nun kommt der letzte und schwierigste Innenkotflügel. Vorne Rechts. Unterdruckspeicher :heul: .
    Also erstmal den U-Speicher ausbauen, Die Schläuche mussten mal gewechselt werden, Ventile Prüfen, die Metallteile Sandstrahlen, Grundieren und Lackieren.
    Dann den Innenkotlügel einsetzten und die zu entfernenden Teile makieren und abschneiden.
    Wenn er jetzt so passt, dann den Unterdruckspeicher wieder einbauen.
    Die Unterseite vom Speicher mit einer gut sichtbaren Farbe bepinseln und den Innenkotflügel da gegen drücken. So erhält man den Umriss den man zwei Zentimeter größer ausscheidet. (Nicht wegschmeißen!)




    Dann fährt man in den Baumarkt, und schaut sich nach geradem Schwarzen Kunststoff um.
    Meine Wahl fiel auf Speißkübel (Maurerwanne, Mauerbüt, kommt halt auf die Region an wo man lebt)
    der Kunststoff ist 3mm dick und man muss 25mm überbrücken. Also 9 Wannen für 2,99€ mitgenommen und wieder nach Hause.


    Das Teil welches man aus dem Innenkotflügel herausgeschnitten hat, dient nun als Vorlage.
    So schnibbelt und bohrt dann die 9 Teile fertig.

    Dann noch verschrauben.



    Zum Schluss noch Einbauen. Fertig :engel:


    Kostenrechnung:
    Innenkotflügel Je 88€+MWST
    Schrauben, Mutter, usw. ~50€
    9 Speißkübel ~30€


    Teilenummern:
    VL: 4638840222
    VR: 4638840322
    HL: 4638840622
    HR: 4638840722


    Gebt dem Rost keine Chance!
    Gruß Steffen

  • Hallo Steffen
    Ich hatte vor einige Jahren die Teilen an einer andere Wolf eingebaut. Das Speicher Teil am Linke Kant war kein Thema. Nix abgeschnitten - Wenn du die innere Kotfluegel einbaust brauchst du dan eh die Schutzstahl Platte nicht mehr -
    Das Einbau von Innerekotflugel wird dich noch viel Jahre Spass mit den Wolf zu haben - nun ab und zu nach schauen - und Waxschutz wieder frisch auftragen ;)


    BTW die ganze Schrauben haesttest du dich ersparren koennen in dem du die Teilen mit ein Alurahm befestigt haette ;) Haette schoener ausgesehen

  • Hallo,
    bei mir ist das Blech auch der Halter für die Kugeln. Daher ist der so geblieben. Und das wären auch keine ~25mm gewesen.


    Gibt es da ein Schutzblech für?


    Denn bei mir war keines dran.
    Die Schrauben sind mittlerweile unter Schwarzem Unterbodenschutz (Hält und färbt gut :D ).
    Der Einbau hat sich über mehrere Monate hingezogen, mit Winterpause. Wenn man konsequent dran bleibt, ist man nach ner Woche fertig. Sofern man nix anderes macht, und es zum ersten mal macht.
    Denn zu viel möchte man ja auch nicht abschneiden denn 88€+ ist ja ne Nummer :motz:


    Gruß Steffen

  • Hallo,


    Am Wochenende hatte ich die Innenkotflügel noch mal draußen um dahinter nachzusehen, ob sich dort der Rost eingenistet hat.
    Negativ.
    Da es aber ein bisschen dreckig dahinter war, und ich die Innenkotflügel so nicht davor schrauben wollte, bin ich zur Tankstelle und habe die Kotflügel mit dem Hochdruckreiniger gereinigt.
    Was mir schon auf der Hinfahrt aufgefallen ist, der Kunststoff Innenkotflügel dämpft die abrollgeräusche des LM 90 auf eine angenehme Lautstärke.
    Hallo dieser "schallschutz" gerade an der Hinterachs, da sich hier "der Schall wunderbar hinten in die Ecke setzten kann" ist bei anderen Reifen mit sicherheit noch besser, denn die sind ja meist von vorn herein leiser.
    Die Schalldämpfung merkt man ab etwa 50km/h deutlich.
    Wem also der Reifen zu laut ist, meine lösung INNENKOTFLÜGEL.
    Zudem ein sehr guter Rostschutz gerade wenn man sein Auto im Winter im Salz bewegt!
    Gruß Steffen

  • Das Argument, daß es unter Abdeckungen gerne gammelt ist nicht von der Hand zu weisen. Aber ich würde dennoch immer Innenkotfügel verbauen.
    Wichtig dabei ist es, den Bereich, der von den Innenkotflügeln abgedeckt werden soll, gründlich zu reinigen und anschließnd zu konservieren. Ich ziehe allen Wachsen, Fette ohne Weichmacher und Verdünner vor, da diese nicht aushärten und dauerhaft kriechfähig bleiben. Für mich hat sich als gute Kombination Mike Sanders Korrosionschutzfett mit Fluid Film erwiesen.
    Gerade der Bereich der Radhäuser steht unter "Dauerbeschuss" Sei es mit Steinchen, Staub, Schlamm oder "nur" Regenwasser. Am übelsten ist aber sicher Tauwasser mit Unmengen an Salz darin.
    Diesem Dauerbeschuss ist kein weiches Mittelchen dauerhaft gewachsen. Mike Sanders wird irgendwann einfach weggespült. Fluid Film hält etwas länger, aber in diesem Bereich auch nicht zufriedenstellend.
    Hat man aber den Bereich unter den Innenkotflügeln gut konserviert und anschließend die Innenkotflügel verbaut, kann man durchaus ein paar Jahre sorgenfrei fahren.
    wenn man allerdings den Karren bis über die Radhäuser im Schlamm versenkt, sollte man den Schlamm da wieder rauspulen. Wasser läuft einfach ab.
    Beim Verbauen der Innenkotflügel muß natürlich darauf geachtet werden, daß Verschraubungen ins Blech ebenfalls gut eingefettet werden. Karosseriedichtmasse ist auch i.O. aber härtet auch irgendwann aus und bildet Risse und Zwischenräume in denen es dann gammeln wird.
    Beim Bohren ins Blech etwaige Bohrspäne auffangen und entfernen. Dort wo das nicht möglich ist, den Bohrer mit Fett oder Kupferpaste einschmieren. Die Bohrspäne bleiben daran haften. Bohrspäne sind ein übler Rostherd.


    Das "Schallschutz-Argument" ist interessant. Habe ich noch nie drauf geachtet.


    Mir steht die Prozedur am Puch auch noch bevor. Innenkotflügel sind schon da. Den Puch bekomme ich hoffentlich auch noch diese Woche.


    Gruß


    Jörg

  • Ganau das ist das was ich meine.
    Man muss den Innenkotflügel mit Korrosionsschutzmittel kombinieren.
    Fluid Film oder Tectyl alleine bringt nicht viel, da es sich auswäscht. Daher als erste Hürde, der Innenkotflügel.
    Die Bilder der Schrauben reiche ich noch nach.
    Gruß Steffen

  • Tach,

    aktuell kämpfe ich die Innenkotflügel in meinen 230GE rein. Radkästen natürlich gereinigt und großzügig mit Mike Sanders eingenebelt.

    Hinten rechts ging ohne Probleme rein. Bischen hin und her geruckt, Schrauben durch und fest. Mußte auch nichts abschneiden. Der hintere Bürzel schließt bündig mit der Halterung für den Spritzlappen ab - kann man gemeinsam mit dem Lappen daran verschrauben.

    Aber hinten links gestaltet sich das Ganze deutlich schwieriger. Der hintere Abschluss ist auch etwas anders geformt als rechts. Irgendwie bekomme ich den Kotflügel nicht richtig plaziert.

    Hat hier Jemand schon (ähnliche?) Erfahrungen gemacht? Liegts an mir? Benötige ich mehr Mut zur rohen Gewalt? Oder ist es etwa schon bekannt, daß man das Teil formtechnisch anpassen muss...:/

    Die Teile sind die Gleichen, wie oben gezeigt.

    Gruß

    Jörg

  • Vielleicht verstehe ich Dich ja nur falsch, aber Mike Sanders hat nach meinem Verständnis nichts auf der Außenseite des Blechs zu suchen, sondern ist für die Hohlräume gedacht. Falls Du das tatsächlich im Radlauf hast, wird sich da ordentlich Dreck einnisten, das Fett wird mit Spritzwasser dann abgewaschen (speziell wenn voller Dreck) und der Gammel kann beginnen. Ich würde da eher zu einem Wachs raten oder anderen Produkten für den Unterbodenschutz.

  • Danke Rotkäppchen!

    Aber ich weiß was ich tue. Genau diese Vorgehensweise hat sich bestens bewährt. Ich kann mir heute noch rostrfeie Geländefahrzeuge (hauptsächlich Niva und UAZ) angucken, die ich vor ca. 15 Jahren mit MS versiegelt habe.


    Auf den Blechen des Schweizer G ist bereist eine bituminöse Masse aufgetragen. Diese wird aber irgendwann spröde und rissig werden. Feuchtigkeit wird erst unbemerkt unterwandern und unter dem Rostschutz beginnt der Gammel.

    Um diese Masse geschmeidig zu halten und entstehende Risse direkt versiegeln zu können, sprühe ich diese mit MS ein. Anschließend kommen die Innenkotflügel darüber. Natürlich kann Schmutzwasser hinter die Innenkotflügel gelangen. Aber was soll es da machen? Das Wasser läuft ab, Schmutzpartikel trocknen.

    Die Innenkotflügel schützen die Radhäuser vor Steinschlag und Partikelbeschuss. Das bischen Wasser was dahinter gerät kann das MS nicht wegspülen.


    Mit Wachs ist es im Übrigen ähnlich wie mit Bitumen: Es verliert mit der Zeit die Weichmacher und/oder die Lösemittel, verhärtet, zieht sich zusammen, wird spröde und rissig. Rost kann unbemerkt sein zerstörerisches Werk aufnehmen. Mike Sanders macht das nicht.

    Auf ungeschützten Außenflächen wird es natürlich irgendwann weggespült aber erstens dauert das ne Weile und zweitens sind die Radkästen ja dank der Innenkotflügel nicht mehr ungeschützt.


    Ich werde es auch flächig auf dem Unterboden auftragen. Aber dort werde ich es regelmäßig (so etwa alle 2-3 Jahre, da kein Salzbetrieb) auffrischen.

    Sind die Hohlräume erstmal mit MS geflutet besteht hier eigentlich für den Rest des Fahrzeuglebens kein Handlungsbedarf mehr.


    Wie gesagt: Erfahrungsbasiert, getestet und für gut befunden

    Gruß

    Jörg

  • naja, der erste Grund ist sicherlich der, dass ich seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen mit MS mache und die ganze Handhabung halt mitlerweile gut drauf habe, weil ich es schon oft gemacht habe (never change a running system :denk:). Wenn ich was zu FF sagen sollte, dann könnte ich nur sagen, was ich irgendwo gehört oder gelesen habe. Aber FF soll nicht so langzeitbeständig wie MS sein. Es soll sich wohl zersetzen und den Weg allen Organischen gehen... ist aber wie gesagt nur Hörensagen.

    Gruß

    Jörg

  • habe hierzu gerade was im Netz gefunden. Zum Test selber kann ich nichts sagen. Gab es Fehler in der Handhabeung? ist er representativ? Das weis ich alles nicht.

    Aber das deutliche Ergebnis deckt sich zumindest zum einen mit meinen Erfahrungen und zum anderen mit dem, was mir Bekannte berichteten.



    Gruß

    Jörg

  • Hallo Zusammen,


    ich benutze Mike Sanders und FF in unterschiedlichen Viskositäten.

    Also meine Erfahrung kurz zusammen gefasst. Beide haben in gewissen Bereichen ihre Vorzüge. Auf etwas angerostetem ist Mike Sanders nicht unbedingt geeignet, FF hingegen ist da perfekt.

    Also beides TOP für den passenden Anwendungsfall.


    Grüße

  • Hallo,


    über das zweifellos wichtige Thema Rostschutz lässt sich vortrefflich diskutieren. Einen aus meiner Sicht sehr aussagekräftigen Test über mehrere Jahre findet ihr hier(ist auch an anderer Stelle im Forum zu finden):


    https://www.oldtimer-markt.de/rostschutztest


    Die 3 teilige Reihe behandelt das Thema ausführlich und gibt einen guten Überblick.

    Ich persönlich habe mich danach für Liquid A und Liquid AR entschieden und dies mit einer Druckbecherpistole eingebracht(alles vom freundlichen Forumsbetreiber :-)). Von beiden Mitteln habe ich die 5 Liter Gebinde geordert und jeweils ca. 1,5l übrig behalten. Liquid A(3,5 bar) lässt sich auch gut bei kälteren Temperaturen verarbeiten, für AR(6,5 bar) sollte es besser um die 20°C sein, sonst geliert das Produkt trotz vorwärmen auf gut 40°C in der Sonde. Anschließend sämtliche Stopfen neu und mit Unterbodenschutz versiegelt.


    Beste Grüße und ein sonniges Osterfest,


    Kai

    Wer glaubt, führen zu können, ohne dass Ihm die Leute folgen, geht nur spazieren.

  • So, nach dem kurzen Exkurs in die Welt der Rostschutzmittel zurück zum Thema Innenkotflügel.

    Es hätte alles so schön sein können, wenn ich sie nicht falsch beschriftet hätte :streb:.

    So habe ich viel Zeit, Mühe und Arbeit damit verbracht, einen vorderen Innenkotflügel in den hinteren Radkasten zu fabrizieren :T

    Naja, habs dann doch irgendwann gemerkt. Nun ist alles an Ort und Stelle.

    Und genau genommen muß ich sagen, daß die Innenkotflügel für den 463 sehr gut in den 461 passen. Ich mußte nichts zerschneiden.

    Gruß