Militärische Zeltöfen

  • Ich hatte mir gerade ein gebrauchtes (neuwertiges) Militärzelt geholt.


    Nun die Frage: Wie beheize ich es ?!


    Klar gibt es diverse Zeltöfen, nur was ist gut und auch noch händelbar ?!


    Thema ist auch: Mit und ohne Schornstein ?!

    Wolf 250 GD "Lang" + Menzi Militär-Anhänger Bj 64.
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  • Ich habe zur Zeit einen Petromax 2000 Petroleumofen, der allerdings ohne Schornstein direkt im Zelt glüht.



    Gefahr ist natürlich immer der Sauerstoffverbrauch und die Freisetzung von Kohlenmonoxid (CO)


    Feldheizgeräte der Bundeswehr haben aber wieder ihre Größe und sind somit nicht unbedingt leicht transportabel (Palettengröße) !


    Die Ammis (US-Armee) haben da einige gute Modelle !


    Army Heater Hunter SHA


    Genial für Fest und Flüssigbrennstoffe (Diesel). Leider so gut wie nicht mehr zu bekommen ! (Der wäre aktuell mein Favorit) !


    Army Heater H45



    Auch für Fest und Flüssigbrennstoffe (Diesel). Ich findes das Faß aber schon wieder zu groß und unhandlich !


    So, wie sind nun da die allgemeinen Erfahrungen ?!


    Gruß Dirk

    Wolf 250 GD "Lang" + Menzi Militär-Anhänger Bj 64.
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  • Ich benutze neben Petroleumöfen durchaus auch den ein oder anderen "normalen" Ofen. Anbei eine kleine Auflistung:
    POD 8K Petroleumofen
    POD 62 Petroleumofen
    Turm Petroleumofen
    Toyo Petroleumofen (ein recht moderner)
    Valor 202 Petroleumofen (Ex. UK-Army)
    Feldheizgerät 1 Bundeswehr
    Wildo Ofen Schwedische Armee


    Zu all diesen Heizgeräten kann ich sagen das sie mehr oder minder das Zelt heizen, die Petroleumöfen teils ok bist gut (je nach Größe, Wetterlage und Grundtemperatur) sind dafür aber auch mit weniger Betriebsaufwand. Anzünden, heiss werden lassen, nachregeln und ansonsten ab und an mal nen Blick auf die Flamme werfen ob noch alles ok ist. So laufen die dann Stundenlang.
    Die Feststofföfen Wildo und Feldheizgerät haben einen Schornstein und sind entsprechend aufzustellen und bedürfen durch ihre große Hitzeentwicklung mehr Beobachtung als die Petroleumöfen. Wenn man nicht grade das Feldheizgerät mit Flüssigbrennstoff betreibt muss man hier auch wieder Holz nachlegen, schüren, Asche rausholen etc und natürlich die Luftzufuhr etwas regeln. Dafür geben diese Öfen nat. auch mehr Hitze ab bzw heizen ein Zelt schneller auf und haben die Nebenmöglichkeit einen Kessel Wasser heiss zu machen für Tee. Das geht prinzipiell auf den Petroleumöfen auch, dauert aber länger durch den geringeren Hitzeausstoß.


    Beim Transport sind die Petroleumöfen etwas gnädiger, nehmen sie doch nicht so viel Platz weg. Das Feldheizgerät zB füllt den Kofferraum eines Skoda Octavia I Combi schon wirklich sehr gut alleine aus. Ein Petroleumofen der mir das Zelt ein paar Grad angenehmer als draussen macht braucht da nicht so viel Platz (ungefähr die Größe von 2 Wasserkisten übereinander, das Feldheizgerät hat ca das 2,5 fache an Volumen, wenn nicht noch mehr).


    Bei ALLEN Öfen habe ich immer einen CO-Warner im Zelt angebracht, meist an der Mittelstange meines Hexis ungefähr auf 1,30m Höhe. Sollte also zuwenig Sauerstoff in das Zelt gelangen (Schneefall, Regen etc dichten eine Zelthaut teilweise sehr gut ab) habe ich immer noch den Warner der dann Alarm gibt. Einschlafen sollte man trotzdem nicht bei offener Flamme, da sollte ein warmer Schlafsack besser geeignet sein.


    Nachteil der Petroleumöfen: Petroleum kostet recht viel im Vergleich zu Holz das man im Zweifel aus der Umgebung besorgen/auflesen kann. Und wenn das Petroleum leer ist, ist die Heizung dann auch aus. Nachkaufen in benötigen Mengen geht (1l-Flaschen im Supermarkt, davon gibts aber meist ja nur 5 bis 6 im ganzen Laden.) wenn man auf einen Qualitätsverlust bei der Reinheit eingehen kann. Dann müffeln die Öfen allerdings auch etwas. Ich nutze hier Petroleum aus dem 20l-Kanister in Shell-D60-Qualität das man früher auch "Luxuspetroleum" nannte, da es besonders rein ist.


    Bei den Feststoffbrennstoffen für die anderen Öfen gibt es ein paar Empfehlungen meiner Seite: Koks/Kohlebriketts machen langsam und dauerhaft warm, produzieren aber auch Unmengen Asche (fast 1:1 das Volumen das du reingibst). Ich nehme gerne diese Pressspan-Holzbriketts die fast Rückstandsfrei verbrennen, da bleibt nur recht wenig Asche über und die Hitzeentwicklung ist ebenfalls sehr gut. Dosierung ist auch einfach, man bricht im Zweifel die Briketts auseinander mit einer Axt. Der einzige Nachteil bei den Pressspannbriketts: Sie sind Feuchtigkeitsempfindlich -> Bei Wasserkontakt verlieren sie ihre Form und bröseln auseinander, brennen nach dem trocknen zwar noch, aber man muss dann halt die Sägespäne in den Ofen werfen.... etwas unhandlich.



    Soviel dazu, ich glaube ich habe erstmal genug geschrieben.

  • Die gute alte Eberspächer Schwingfeuerheizung mit Turboheizer wäre auch eine Alternative. 10.000 Watt Heizleistung, Abgase werden nach draußen mittels Abgasschlauch geführt, das Turboheizgebläse sorgt für schnelle Aufheizung des Zeltes.