Wolf Verschrottung

  • Das haben die Amis in den Achtzigern mit den Ford Mutts auch gemacht.
    Ein Freund war damals in den Staaten stationiert und war bei einer Versteigerung.
    Nachdem man das Fahrzeug ersteigert hatte bekam man Zeit die Teile die einem Wichtig waren auszubauen
    dann wurden die Karosserien geschreddert oder geschnitten.
    Traurig aber wahr.


    mungamike

  • Die Wolf-Felgen sind doch noch wie neu zu gebrauchen!
    Wir haben so eine Verschrottung ´mal in der Innenstadt von Hannover mit einem Sperrmüllfahrzeug gemacht. Das fraß einen PKW - als Maßnahme gegen Falschparker. Die Gesichter der Passanten - unbeschreiblich!


    Gute Fahrt!


    Jürgen

  • Ja, die Holländer gehen da anders mit dem gebrauten Material um.


    Ist wirklich schade.


    Aber leider muss man garnicht so weit schauen. Bei einem Mercedes Händler hier in Hamburg werden auch diverse Wolf Modelle langsam geschlachtet.


    Hier am Beispiel des gepanzerten SSD Modells. Offenbar ein Rückläufer aus dem Afganistan Einsatz der Bundeswehr.


    Vor einem guten Halben Jahr (kurz nach Boostedt) noch in brauchbarem Zustand




    Hier eigentlich noch mit allen Anbauteilen


    Einige Wochen Später:



    Hier sind schon diverse Teile abgebaut. Der Wolf, der links Stand, schon kompl. zerlegt !



    Wandelt er sich langsam in eine Ruine !



    Wirklich schade drum !


    Gruß Dirk

  • Das ist doch eine von 3 Niederlassungen die die komplette Erhaltung der G Modelle seitens Mercedes übernommen haben.
    Hamburg, Leipzig und Koblenz.


    Vielleicht wird er ja sogar noch mal aufgebaut......, ich glaube es aber nicht:-(


    Jörg

  • Vielleicht wird er ja sogar noch mal aufgebaut......, ich glaube es aber nicht:


    Hallo Jörg,
    das glaube ich leider auch nicht. Wäre ja auch widersinnig
    erst so viel zu strippen, nur um dann eventuell sogar mit
    teuren neuen Teilen den G wieder auferstehen zu lassen.
    Ich glaube einfach, dass der Teilehandel so lukrativ ist dass
    eine Komplettabgabe des Fahrzeuger wirtschaftlich die
    schlechtere alternative darstellt.
    Und wir wissen ja cuh nicht ob vielleicht ein Motor- und/oder Getriebe-
    schaden vorgelegen hat

  • erschreckend ist, wie viel "Rost" die gerade mal 10 Jahre alten Wölfe haben


    Hallo Dirk,
    ja das ist sehr erschreckend.
    Da kommen vermutlich 2 Dinge zusammen:
    1. Bei der Bestellung/Beschaffung wird auf eine höherwertigere Versiegelung
    ab Werk verzichtet. Würde vielleicht 1.000 € in Graz kosten, also eigentlich ein Witz
    bei den Gesamtbeschaffungskosten und dem zu erzielenden Vorteil.
    2. Dann erstmal ausgeliefert sieht alles in Neu wie geleckt aus. Dann wird munter
    gefahren - im Gelände - unter Salzbedingungen - und dann wird nur liederlich
    oberflächlich gekärchert und vermutlich auch keinerlei kriechende konservierende
    weitere Rostvorsorge mehr aufgetragen.


    zum Ergebnis ikönnte man auch sagen:
    Mutwillige Zerstörung von Volksvermögen.

  • Es könnte auch gut sein, dass der Händler die sondergeschützten Wagen nur mit der Auflage der Ausschlachtung und Verschrottung bekommen hat.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Hallo Jochen, hallo Til,


    da es sich bei dem "Händler" um die MB-Niederlassung Hamburg handelt, gehe ich sehr stark davon aus, dass die Fahrzeuge bzw. Teile davon im Rahmen einer MES 4 Überholung verwendet werden. Üblicherweise macht dass die Nutzfahrzeugabteilung von MB: Hamburg Center Hohe Schaaf, Hohe-Schaad-Kamp 5, 21107 Hamburg. Dort wurden in den vergangenen Jahren diverse Wölfe für die Bundeswehr überholt. Die Fragmente der Ersatzteilträger (aus drei mach eins) werden regelmäßig über die Vebeg versteigert. Daher sind Kaufanfragen sinnlos. Ob aus Gründen der Auslastung oder wegen der Geländewagenkompetenz (die Ndl. Kollaustraße ist ein sog. Geländewagencenter von MB) die Fahrzeuge jetzt dort verarbeitet werden, weiss ich nicht, könnte ich ggf. über einen Insider herausfinden.


    Schönen Gruß aus Hamburg


    24-volt

    Das Buch zum G-Modell im Dienst bei Armeen, Behörden, Hilfsdiensten und Feuerwehren:


    titel_buchqjrwu.png


    Bestellung hier über PN oder E-Mail.

  • Leute, setzt mal die Oldtimer/Resi Brille ab ...


    Weite Teile der Bevölkerung ( :D ) sind doch eher irritiert, mit welch "altem Schrott" wir unsere Soldaten in den Einsatz schicken. Gewerblich betrachtet sind die Kisten schon lange anbgeschrieben, jede grössere Firma hätte die Autos schon lange durchgetauscht... das Fahrzeuge wie der KAT oder diverse U1300 noch im Einsatz sind und es noch lange bleiben werden ist doch nur der Tatsache geschuldet, dass nach 1990 die sogenannte "Friedensdividende" eingefahren wurde, sprich man zur Freude der Masse der Steuerzahler mindestens eine Generation Fahrzeuge eingespart hat ... wäre es nach Plan gelaufen wären jetzt eigendlich die damaligen Ersatzfahrzeuge zu ersetzen...

    Das also - wie gesagt ohne Oldtimer/ Resibrille - solche Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungsdauer sind ist fakt ...


    Das dabei "neue" Fahrzeuge wie die geschützen G auch auf dem Schrott stehen ist u.a. der Tatsache geschuldet, das viele Typen für KFOR und ISAF als cots-Produkte (Commercial of the shelv) angeschafft wurden weil man schnell geschütztes Gerät brauchte... diverse Typen, keine Serien, die besser als nichts waren, aber heute z.T. nicht mehr ins Konzept passen oder auch nicht mehr in der Stückzahl benötigt werden ... und man zudem geschütze Fahrzeuge eh nicht an zivil verkauft!


    ...warum die Autos dort stehen?


    Es könnte auch gut sein, dass der Händler die sondergeschützten Wagen nur mit der Auflage der Ausschlachtung und Verschrottung bekommen hat.


    Til erfasst das passend ... und wie weiter oben steht sind diverse Händler/ Firmen in der Instandsetzung tätig ... eben weil man einige Jahre geschlafen hat ist man ja nun hektisch dabei den Fuhrpark zu analysieren was man noch länger nutzen kann oder wie schnell ersetzen kann. Dabei ist aufgefallen, das man zwar den Wolf in allgemeinen Funktionen kurzfristig gegen neue Fahrzeuge tauschen kann, aber diverse Rüstsatzvarianten noch mindestens 10 Jahre in Nutzung bleiben müssen, da man die Rüstsätze entweder nicht umsetzen kann oder will (macht ja keinen Sinn, wenn das übergeordnete System in 10 Jahren aus der Nutzung geht)


    Es werden jetzt also die Rüstsatzträger zu den MB Häusern gesteuert mit dem Auftrag diese so aufzuarbeiten, dass sie mindestens weitere 10 Jahre halten. Da bei diesen sicher dann auch Leichen auftauchen ist es sicher wirtschaftlich, dass man zu deren Rettung andere Autos zur "qualifizierten Ersatzteilgewinnung" heranzieht. Denn - das wisst ihr sebst - es gibt nicht mehr alles und billig ist anders...


    Das Verfahren ist übrigends auch eher geeignet Steuergelder - und vor allem Mittel des Wehretats -zu sparen ... denn die Vebeg-Erlöse gehen in den Bundeshaushalt und sind so zu sagen für den Einzelplan 14 verloren. Würde man die Teile bei MB neu kaufen müsste man erstens ein langwieriges Ausschreibungsverfahren starten und dann frisches Geld in die Hand nehmen um die neuen Teile zu bezahlen. Zudem müsste man dann ja auf gut Glück Teile bestellen und hoffen, dass man diese und keine anderen braucht. Aber einfach zu den x aufzuarbeitenden Autos 20 andere zuzusteuern, die ich aus dem Bestand streiche, kostet den Nutzungsmanager nichts, die Werkstätten bauen ab was sie brauchen, die Reste bringen am Schluss auch noch Geld...


    ...es gibt sicher noch weitere Aspekte, aber dann git`s Texte in Romanform ...


    Jens


    P.S.: Ich hab ein wenig länger geschrieben .. .daher die scheinbare Wiederholung einiger Passagen des Vorposts... der Rest ergänzt sich.

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D


    Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!

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    "Band III in Vorbereitung - Von Eisenschweinen und Erdferkeln"
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