Eine Hobbywerkstatt entsteht...

  • Hallo Kristian


    Tolles Projekt. Mit alten Mauern kenne ich mich etwas aus. (Wir bauen gerade das fünfte Althaus mit Naturmaterialien aus) Nachdem du den Boden nachhaltig versiegelt hast, wird dir in den Mauern etwas Feuchtigkeit aufsteigen. Mein Vorschlag, wie Pi Jay schon sagte einen Putzträger aufbringen. Dann allerdings keinen Zement, sondern nur einen leichten Kalkputz. Darauf eine Lamperie (Holzverkleidung mit Hinterlüftung) anbringen. Solltest du eine Heizung vorsehen, eine Leitung in Bodenhöhe anbringen.


    Frohes schaffen wünscht Ewald d. Ä

  • Genial!
    Eine Bodenplatte eingebaut, die seinesgleichen sucht und die Hütte fällt auseinander.


    Tschuldigung Kristian, den konnte ich mir nicht verkneifen.


    Gruß Rudi (Maurer-und Betonbauermeister

    Oldtimer fahren ist wie fliegen.
    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)


    Das Glas ist nie halbleer sondern immer halbvoll. (Denke immer Positiv)

  • Genial!
    Eine Bodenplatte eingebaut, die seinesgleichen sucht und die Hütte fällt auseinander.


    Tschuldigung Kristian, den konnte ich mir nicht verkneifen.


    Gruß Rudi (Maurer-und Betonbauermeister


    Woran machst Du fest, dass “die Hütte“ zusammenfällt?


    Da der Boden fest eingeplant war, habe ich keine Veranlassung gesehen, mich um die Wände zu kümmern, bevor ich mich nicht mit einem Fahrgerüst
    ordentlich bewegen kann.

  • Hallo,


    na, wenn der Bauherr keine Vorsatzschale akzeptiert,
    dann bleibt nur ein Kalkputz.


    Das mit dem Hühnerdraht erinnert so ein wenig an Tunnelbau.


    Es wird immer ein Problem der Haftung (im mechanischen Sinn) bleiben.


    Vorspritzen mit Zementmörtel auf dem gereinigten Untergrund ist nicht schädlich.


    Nur, es darf eben kein Zementputz (Eierschale) aufgebracht werden.


    Als zweite Variante gibt es dann noch die brutale Variante:
    - Wand innen reinigen (mech. Drahtbürse)
    - Schalung 50 cm hoch, 14 cm vor die Wand stellen
    - Mattenbewehrung
    - Beton
    - Schalung 1/2 Meter höher
    - Beton
    - usw.


    Das nennt sich dann Kletterschalung


    Hinterher hat man eine superebene Wand, an der man sogar Regale andübeln kann.


    ...

  • könnte man nich auch einfach so lassen, außer vielleicht nem antibröselanstrich und dann lieber für zu verdübelnde sachen die dübel da setzen , wo es geht bzw wandtechnisch klug wäre und dann einen zwischenrahmen bauen, an dem man das letztlich anzubringende teil später befestigt.


    erscheint einigen evtl umständlicher, aber vielleicht ists, je nach dem was du da alles befestigen möchtest, unterm strich einfacher und kostengünstiger. schließlich machste mit metall da drinnen, dann haste schweißgerät und flex. was brauchste mehr für solche zwischenrahmen...


    der gedanke kam mir vor dem hintergrund, daß die wand nich grade werden soll. so sparste dir das verputzen nämlich ganz und die wand ist trotzdem nicht grade ;) und mit antibröselanstrich bröselts auch nicht mehr so.


    als alternative zum dübel gibts doch auch so bodenankerklebemörtel oder wie der heißt, den spritzt man aus der kartusche ins bohrloch nachdem man so n metallsiebschlauchstück ins loch stopft, danach gewindestange rein.


    alternativ dazu könnte man solche montagerahmen komplett durch die wand bohren und außen mit nem gegenanker, blech mit loch oder sowas, konstruieren.


    sowas gibt eine gewisse grundstabilität zum montieren von hängenden regalen oder dergleichen.


    vielleicht wäre auch n gedanke, rechteckige räume oben rum mit nem u-eisenprofil als so ne art Sims auf stehenden winkeleisen in den ecken auszustatten und von da ausgehend ständerwerke bis auf den boden zu führen , an denen man dann wandregale und sowas befestigt. geht natürlich dann auch für kabelkanäle.


    so umgeht man bröseligen mörtel ganz praktikabel find ich, sieht allerdings n bißchen aus wie ne werkstatt mit überrollkäfig ;)

  • Ich finde den letzten Vorschlag von Wurstpfeife gar nicht übel. Eventuell nicht in ganz so Brutalem ausmaß das man den Gesamten Raum damit ausstattet. Aber wenn ich jetzt die Wahl hätte, würde ich, alleine schon um die Wand nicht beschädigen zu müssen, folgendes vorziehen.


    Ich würde mir Arbeitsplätze Schaffen. Zum Beispiel Bremsenprüfstand braucht ja ne Anzeige, und vermutlich auch etwas Zubehör, dafür vielleicht ein Regal, das kann ich am Boden verankern. Schon mal nix an der Wand.


    Reifenmontage und schlüssel und Handwerkzeuge will ich vielleicht am Lochblech aufhängen. Dann kaufe ich im Baumarkt Pfostenschuhe zum Aufschrauben. z.b. 40x40 oder 60x60. die Grundplatte ist meist so 100x100, darin sind 4 Löcher, darauf ist ein 4kant Rohr geschweißt. Davon schraube ich 2 Stück auf den Boden. Zwei Vierkant Stahlrohre, oder auch 4 Kant Holzbalken hinein, verschrauben, und zwischen die zwei stehenden Balken kommt nur das Lochlech geschraubt. Mit ner Verstrebung zwischen den Holzbalken ist das ganze hoch belastbar. Und du bist vollkommen von der Wand weg.


    Wenn du die Arbeitsplätze so nach und nach einrichtest, könntest du einen Kabelkanal, oben drauf laufen lassen, unter der Decke hängend. und du könntest am jeweiligen Arbeitsplatz einfach mit einem Rohr nach unten Leiten. So wird es in etlichen Industrie anlagen doch schon Jahrzente gehandhabt.


    Und das einzige was du brauchst, ist ein Stabiler Boden, den solltest du ja jetzt bald haben :-)

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  • Vor die Wände, um die es hauptsächlich geht, wird später ein Palettenregalsystem gestellt (das gesamte rechte U). Ich möchte nicht, dass es dahinter in aller Ruhe vor sich hin rieselt. Und ob ein Nachverfugen am Ende nicht mehr Zeit kostet, als der Verputz, ist noch die Frage.


    Und was was an die Wand muß, bekomme ich da schon fest, ohne komplizierte Rahmenbauten.


    Klakputz scheint mir das Mittel der Wahl zun sein. Danke!

  • wie sieht es eigentlich mit Dämmung aus ?


    Wir lasen hier ja schon von aufsteigender Feuchtigkeit. Ergo hast du im Winter ja auch ein Problem durch Frost. Jetzt bin ich bei Bauchemie nicht sehr bewandert, bröckelt der nicht hauptsächlich dann wenn der ausgeschwemmt ist, da diese Salze raus sind ?


    Eine Feuchtigkeitssperre von unten und von Außen, sowie vielleicht eine Austrocknung mit einem Bautrockner und eine mögliche Dämmung, wäre das nicht ein Mittel zur Wahl ?


    Wie sieht es später generell aus mit dem Thema Heizen ? Du hast ja viele Arbeits und Betriebsstoffe die bei Niedrigen Temperaturen sowieso Schaden nehmen, Farben, Lacke etc.

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  • Hallo Kristian,
    lasse dich nicht verwiren, das MG heißt lediglich Mörtelgruppe - jetzt Mörtelklasse M.


    In der MG1 bzw. M1 sind reine Kalkmörtel untergebracht, d.h. meistens
    im Mischungsverhältnis 1 zu 3 bis 4 mit Sand angemischt, ohne Zusatz von Zement.


    Ab MG2 bzw, M2,5 ist dann immer auch Zement im Spiel.


    Kalkmaschinenputz ist auch Kalkputz aber fertig gemischt und Putzmaschinen geeignet
    was ich aus Gründen der Rationalität empfohlen habe, da ein Mann an der Spritze und 2 - 3 Helfer die ganzen Wänden an einem Tag verputzen können.
    Man kann den Putzmörtel aber auch selbst mischen im Bottich, oder in der Maschine, und
    von Hand verputzen nach alter Väters Sitte. Das könnte man dann auch mit Luftkalk mischen,
    aber der braucht Co2 zum aushärten, oder eben mit hydraulischem bzw. hochhydraulischem
    Kalk. Ich denke aber wenn du dich für Putz entscheidest wird nur die Maschinenputzvariante
    in Frage kommen.


    Fugenmörtel würde ich aus den gleichen Gründen wie bereits beim Putz erörtert aus der MG1
    bzw. M1 wählen. Es gibt aber auch speziellen fertig gemischten Fugenmörtel für die unterschiedlichsten Anforderungen - wie da die Mischungen genau sind weiß ich nicht.

  • Ich unterstütze die Position von TDV nachdrücklich.


    Maschinengängigkeit wird gerne durch Zuschläge hergestellt die die guten langfristigen Eigenschaften des reinen althergebrachten ( und nur handverarbeitbaren ) Kalkmörtels negativ beeinflussen.
    Die Probleme beginnen erst wenn der Putzer schon eine ganze Weile weg ist.
    Innen ist das geringfügig unproblematischer, aber eben auch nicht ohne.


    Grüße


    freddy

  • Moin, ich hätte da eine Idee für die Verlegung der Kabellage.
    Anstatt Kabelkanäle, die eine relativ ebene Montagefläche benötigen und sehr häufig befestigt werden müssen und in hinsicht auf die Bröckelwand, würde ich eine Kabelrinne mit Deckenstielen und Wandauslegern an den Holzbalken unter der Decke befestigen. Ist Preislich etwas teurer, aber bei der Montage einfacher,denn keine beeinträchtigung durch Unebenheiten, wenige Befestigungspunkte (alle 150cm), weg von der Bröckelwand und es können die Leitungen für Druckluft usw. mit an den Befestigungen Verlegt werden. https://www.hagemeyershop.com/…/2022103?prevPageNumber=0


    Die senkrechte Verlegung würde ich mit KuPa-Rohr machen, auch nur 80cm Schellenabstand, relativ biegsam und dadurch für Unebenheiten geeignet.



    Gruß


    Benny

  • Moin Kristian,
    gib mir mal bitte deine Telefonnummer.
    Dann kann ich dir das näher erklären mit dem "zusammenbrechen".
    Gesprochenes Wort ist immer besser als geschriebenes Wort.


    Gruß Rudi

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    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)


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  • Moin Kristian,
    gib mir mal bitte deine Telefonnummer.
    Dann kann ich dir das näher erklären mit dem "zusammenbrechen".
    Gesprochenes Wort ist immer besser als geschriebenes Wort.


    Gruß Rudi


    Kann mein Angebot nur wiederholen.


    Gruß Rudi

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  • Na dann, es soll weiter gehen.
    Die 'Alten' im Dorf empfehlen mit einer dünnen, aber groben Sand/Zementschlempe auf den Wänden (nach Entfernung der Brösellei) vorzuarbeiten, um einen besseren Untergrund für denn späteren Putz zu schaffen. Das 'haben die immer so gemacht'. Gut, die Sachsen sind auch 'immer' mit in der Krieg gezogen :S


    In meiner Laienhafrigkeit denke ich eben, wenn es ein Problem mit Gefügewanderung, oder was auch immer, geben kann, dann doch in dem Moment, wenn ich das 'böse Zeug' direkt aufbringe und den Kalkputz erst danach, oder?!


    Ich würde sonst jetzt diesen Putz verwenden: http://www.baumit.de/produkte/…kalkputz-klima-rk-39.html Ich habe versucht herauszufinden, was da alles drin ist, leider ohne zu erfahren was Zusätze zur besseren Verarbeitung sind. :( Ist jemand von Euch erfolgreicher im lesen der ganzen Datenblätter ;,(


    Klar, man könnte selber Mischen, ich will es uns aber etwas einfacher gestalten...

  • Hallo Kristian,
    also losen Putzbestandteile müssen runter.
    Ich würde eine große Topfbürste nehmen.
    Dann alle Löcher die nicht sein sollen verschließen.
    Sollten Installationen unter Putz verlegt werden den Leistungs-
    verlauf klären und verlegen.
    Alle Wandfflächen mit Draht (Hasendraht reicht) abspannen.
    Befestigung mittels Schlagdübeln - man sieht ja noch die
    Fugen und kann die eigentlichen Steine meiden.
    Dann mit einer leichten Zementschlämme als Putzträger vorspritzen,
    und danach mit einem reinen Kalkmaschinenputz (z.B. Schaefer-Kalk)
    mit leichter Körnung verputzen.
    Den Putz von grob abziehen bzw. von Hand glätten. Am nächsten Tag
    frisch mit dem Schwamm und/oder Kleisterbürste leicht feucht bearbeiten
    und die gewünschte Struktur - welche ruhig die Natursteinstruktur darunter
    ahnen lassen kann - heraus arbeiten.
    Das kann man dann auch noch tagelang weiter tun um
    z. B.um kleine normale Schwundrisse wieder zu verschließen.
    Verzichten würde ich auf Putzeck- und/oder Abziehschienen
    der Putz soll ruhig der Maueroberfläche folgen, und die nicht brett-
    eben sein, dann bleibt das Ambiente erhalten.
    Nach der Trocknung kann man den Putz noch mit einer Silikatfarbe
    anstreichen. Die Silikatfarbe verkieselt mit dem Putzuntergrund und macht
    die Oberfläche stabil und abwaschbar, und man kann die Farbe sofern gewünscht
    tönen, oder auch mit verschiedenen Farbtönen arbeiten, oder umlaufend einen Meter
    hoch eine dunklere Farbe verwenden und und ....
    Des ganze Aufbau bleibt dampfdiffusionsoffen, d. h. die Wand kann atmen, je nach
    Jahreszeit von innen nach außen oder umgekehrt.