Getriebe konservieren

  • Wie im Titel angekündigt geht es um das konservieren eines Getriebes.
    Bei unserer Restauration haben wir das Getriebe ausgebaut.
    Nun würden wir es gerne reinigen und anschließend konservieren.


    Das reingen selbst ist kein Problem, aber es anschließend richtig zu konservieren.


    Wie habt ihr das gemacht? Was könnt ihr empfehlen?


    Beim "Waffenöl" denke ich noch an früher, als wir nach dem reinigen der Waffe nochmal im Gelände waren...
    mehr Staub dran als vorher :evil:


    Gruß
    Alex

  • von innen würd ich im fachhandel nach konservierungsöl fragen und dann das getriebe in tetra-pack mit ein paar trockengranulatbeuteln einschweißen, nachdem ich es auf eine angepasste holzpalette ´montiert´ hätte. genau wie die die teile beim bund damals eingebunkert hatten.


    von außen würd ich nur tectyl oder sowas draufmachen und dann trocken irgendwo lagern.


    willst du beides, also außen und innen, dann lass tectyl evtl weg, je nachdem wie unrostig das getriebe von außen ist, aber schaden würde es normalerweise nicht, zumindest nicht auf blankem metall.


    öl zieht irgendwann immer irgendwie wasser, falls vorhanden bzw möglich, daher das einschweißen. beim einschweißen drauf achten, daß du scharfe kanten oder ecken mit schaumstoff, gummi, klebeband oder dergleichen entschärfst. keine pappe nehmen, die könnte ne relevante menge wasser enthalten.



    beispiele für außen:
    https://www.baumann-oil.de/doc…ionsschutzm_industrie.pdf

  • Morgen ihr Beiden,


    vielleicht habe ich mich etwas falsch aus gedrückt,
    aber uns geht es darum das äußerlich gereinigte Aluminium zu schützen wenn wir das Getriebe wieder einbauen.


    Innen wird das Getriebeöl gewechselt.


    Bekanntlich kann man ja Alu polieren bis es glänzt. Ohne zusätzlichen Schutz im eingebauten Zustand wird das Getriebe jeder Witterung gnadenlos ausgesetzt.


    Was war denn beim Bund vorgesehen, oder beim Auslieferungszustand?


    Gruß
    Alex

    Vertrau mir, ich bin Lagerist 69711-bordeaux-klein-png

    :ilseo:

    Einmal editiert, zuletzt von Alex ()

  • Moin,
    die Fragen höre ich öfters.
    Ich mache ja Getriebeinstandsetzungen für T3-Getriebe (kein Automatik).
    Nach der Zerlegung gehen die Gehäuse alle durch die Waschmaschine, sind danach also sauber.
    Manche Getriebe sehen gut aus, andere sind recht korrodiert.
    Einige Instandsetzer meinen sie müßten Ihre Getriebegehäuse dann pulvern. Gut, sieht dann erst einmal toll aus.
    Hat aber funktionelle Nachteile. Das Getriebegehäuse muß ja in der Lage sein die im getriebe entstehende Wärme abzugeben. Die Schcht Pulver ist da aber wie ein Isoliermantel und hält die Wärme schön fest.
    Stattdessen könnte man auch lackieren, aber Grundierung und Farbe hat quasi den gleichen Effekt.
    Und dann hat man immer noch das Problem das die Farbe nicht überall gut halten wird, es sei denn man strahlt das Gehäuse vorher.
    Wenn man das Gehäuse schützen will kann man entweder einen transparenten Schutzwachs aufsprühen oder einen transparenten Motorschutzlack.
    Viel mehr geht eigentlich nicht.

  • Wie angekündigt möchte ich euch berichten.


    Wir haben uns für den Motorschutzlack entschieden und das Getriebe vorher gereinigt. Das Mittelteil wurde mit Hammerlack Schwarz gestrichen. Es war aber nie vorgesehen das Getriebe auf Hochglanz zu polieren :rolleyes:





    Mal schauen wie es sich auf längere Sicht bewährt.


    Gruß
    Alex

  • Hallo,
    na wenn du dir da nicht mal eine gute Grundlage für weitere Korrosion geschaffen hast:
    unbekannte Rostursache
    Bereits korrodierte Teile zu lackieren ist keine gute Idee, Hammerschlaglack muß man meiner Meinung nach auch nicht unbedingt nehmen.
    Gruß Stefan


    Hallo Stefan,


    ich habe diesen Fred gelesen, da war aber die Rede das Bakterien am Eisen es eventuell verursacht haben. Das Getriebe wurde entfettet bevor der mir vorgeschlagene Motorschutzlack verwendet wurde.


    Wie würdest du es lösen bzw. wie wäre deine Herangehensweise?


    Gruß
    Alex

  • Hallo,
    wenn schon leicht ankorrodiert, dann würde ich zuerst eine dünne Schicht mit durchdringendem weichen Wachs (gibt es auch von Techtyl) und dann, wenn die getrocknet ist, eine weitere Schicht vom festeren Techtyl K19 auftragen. Jedenfalls würde ich nichts lackieren. Wenn alles trocken ist, kann man das Getriebe auch noch luftdicht in einem durchsichtigen Plastikbeutel verpacken und Trockenmittel (das was man auch zur Raumentfeuchtung nimmt) mit hineinpacken, vorrausgesetzt man hat genug Platz zur Lagerung. Aber wachsen alleine sollte schon besser sein als lackieren. Und regelmäßig kontrollieren ist auch nicht verkehrt.
    Gruß Stefan

  • Stefan, das Getriebe soll eingebaut nicht langzeitverpackt werden ;)


    Alex, lass Dich nicht verunsichern, das passt schon so. Benutzt man ein Fahrzeug wird man diese Nutzung über kurz oder lang immer sehen, egal ob Wachs, Fett oder Motorschutzlack...

  • Stefan, das Getriebe soll eingebaut nicht langzeitverpackt werden ;)


    Alex, lass Dich nicht verunsichern, das passt schon so. Benutzt man ein Fahrzeug wird man diese Nutzung über kurz oder lang immer sehen, egal ob Wachs, Fett oder Motorschutzlack...


    Hallo Kristian b,


    ich sehe es nicht als Verunsicherung, sondern eher als Neugierde wie andere solche Dinge lösen. Dafür is ja so ein Forum perfekt.
    denn dadurch kann jeder sein Wissen/ Erfahrungen mit anderen austauschen. Aber das wisst ihr ja :thumbsup:


    Wir haben uns wie erwähnt für die Methode entschieden und die Zeit wird uns die Antworten liefern :H:


    Gruß und euch allen ein gesundes neues Jahr


    Alex