mechanische Benzinpumpe

  • ich fürchte, dass die Benzinpumpe in meinem Renault R2067 Zuwendung braucht. ;,(

    Beim Startversuch zeigte sich, dass hinter der Benzinpumpe auch nach langem orgeln nichts ankommt.


    Tank ist voll und der originale Spritfilter tropft, wenn man die Ablassschraube öffnet. Den habe ich vor ein paar Monaten intensiv gereinigt und bin auch danach noch gefahren.
    Also kommt der Sprit zumindest bis da hin und darin kann er auch nicht verdunsten.
    Von da aus sind es nur noch ca. 40 cm bis zur Pumpe.
    Die Pumpe hat eine scheibenförmge Membran, die über einen Stößel, der durch einen Hebel von der Nockenwelle betätigt wird, auf und ab bewegt wird.
    Eine neue Pumpe soll 350 € kosten. im Tausch immer noch 228 €. =O
    Einen Reparatursatz gibt es auch. ich weiß nur nicht, ob er passt, weil die verbaute Pumpe etwas anders aussieht, als in der technischen Dokumentation.


    ich denke über eine elektrische Pumpe nach.
    Entweder als Überbrückung der vorhandenen oder als Unterstützung des Zulaufs.
    Habe ich das richtig im Kopf, dass das so beim Munga und Borgward ist?


    Wenn ich eine elektrische montiere, wie wird die geschaltet? Und welche sollte man nehmen? Der Wagen hat 24V.


    Bin gespannt auf Eure Ratschläge und Einschätzungen.

    Grüße von der Küste! Til


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    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Die Pumpe wird einfach an Klemme 15 angeschlossen und läuft sobald die Zündung eingeschaltet wird. Es gibt prinzipiell zwei Typen, als motorgetriebene Pumpe wie bei einer Scheibenwaschanlage oder als Stößelpumpe wie z.B. beim Munga. Welchen Typ man verwendet bleibt eigentlich dem persönlichen Geschmack überlassen... eine summt beim Betrieb, die andere tickert oder klackert ;-)


    Edith sagt, bei Verwendung einer elektrischen Pumpe kannst Du ggf. auch auf die originale Pumpe ganz verzichten, sie ausbauen und die Öffnung mit einem Blinddeckel verschließen.

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    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Das klingt doch schonmal ganz gut.
    Wie reagiert die el. Pumpe darauf, wenn der Vergaser zu macht und nichts mehr abnimmt?

    Grüße von der Küste! Til


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  • Im Munga "tickert" sie dann langsamer, eine motorgetriebene würde dann weiterlaufen und weiterhin den Druck halten. In modernen Fahrzeugen hat man ja teilweise Druckschalter oder -regler die den Strom zur Pumpe steuern.


    Ich würde es mal mit einer Membranpumpe von Facet o.ä. probieren. Die gibts auch für 24V.

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  • Wichtig bei einer elektrischen Pumpe ist auch die "Pump"-Leistung, Förderhöhe, Ansaugung und l/min. Und dann kann man ja auch noch eine Rücklaufleitung zum Tank einbauen, falls der Druck zu groß für den Vergaser wird.
    Eine defekte Membran in der mechanischen Pumpe kann man mit viel bastelarbeit vielleicht auch ohne Reparatursatz ersetzen. Die Pumpen sind ja nicht so kompliziert aufgebaut, die vom Unimog 404 läßt sich einfach zerlegen und wieder zusammenbauen.
    Gruß Stefan

  • Am Unimog 404 mit Koffer war so eine Pumpe zur Versorgung der oben liegenden Schwingfeuerheizung verbaut. Meines Wissens war die auch von Hardi.

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  • In diesem Thread wurde auch eine 24 V-Pumpe angeboten.


    BW 24 Volt Kraftstoffpumpe "Hardi" neu z.B. für Schwingfeuerheizung


    Irgendwo sollte hier sowas auch noch liegen hmmm


    Edith hat sie gefunden... hab sie mal an Spannung gehängt, ist anscheinend keine Membranpumpe sondern eine Flügelzellenpumpe.



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    Einmal editiert, zuletzt von Don Lorenzo ()

  • Habe den Shop von Hardi gefunden.
    Muss mal überlegen, welche da passt.
    ich finde bei der kleinen bis 60 PS die Förderleistung mit 60-80 Liter/h recht üppig. Der Renault hat 64 PS und verbraucht 15 Liter/100 km.

    Grüße von der Küste! Til


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  • 15l/100km ist aber nur der Durchschnittsverbrauch bei warmen Motor. Unter bestimmten Betriebsbedingungen z.B. nach Kaltstart in den ersten Minuten kann der Verbrauch sehr viel höher sein. Der 404 säuft da dann umgerechnet auf 100km bestimmt mehr als 40l.

  • Moin,
    ich würde die Mechanische reparieren und wieder 50 Jahre ruhe haben. :top:
    Mach doch mal die Pumpe auf und setze hier Bilder von der Membran
    mit Maßen ein.
    Vielleicht kann ja einer Helfen. Universalmaterial zum selber zuschneiden
    würde ich Dir auch umsonst zuschicken, wenn Du basten mußt/willst.


    Pumpe aufmachen, reinsehen würde meine erste Maßnahme sein.
    Oft sieht man sofort was los ist. Dreck zum Beispiel.


    Achtung: Diese Art Pumpen müssen im gespannten Zustand wieder zusammengeschraubt werden !!!
    Pumpen einer Epoche sind meist mehr oder weniger identisch, meist ist nur der Antriebsfinger
    unterschiedlich. Es lohnt sich evtl. mal bei anderen französischen Fahrzeug-Herstellern nachzusehen.


    Ist übrigens ein typisches Teil, das man immer als Ersatz im Fahrzeug haben sollte, so eine Pumpe.
    Daher macht die Suche nach einer zweiten Pumpe so oder so Sinn.


    Gruß
    Klaus

  • Deine Beschreibung hört sich nach dieser Pumpe an:
    https://www.ebay-kleinanzeigen…?id=v1%7C162733224839%7C0
    Wenn ja, paßt wahrscheinlich die Membrane vom Borgward/Unimog/Munga usw.


    Diese Renault Pumpe paßt wahrscheinlich sogar beim Borgward:
    https://www.ebay-kleinanzeigen…r9-r11/726723250-223-5641
    genauso wie einige alte mechanische VW-Golf Pumpen.


    Hier, zum Vergleich die typische deutsche Pumpe der 50/60er Jahre:
    https://www.ebay.de/itm/Benzin…ksid=p2060353.m1438.l2649


    Gruß
    Klaus

  • Mach doch mal die Pumpe auf und setze hier Bilder von der Membran
    mit Maßen ein.

    Eine Quelle für eine neue Membran habe ich schon gefunden. Durchmesser 70mm und 6 Schraublöcher.


    Pumpe aufmachen, reinsehen würde meine erste Maßnahme sein.

    Das habe ich auch als nächstes vor. Aber heute wird das nichts mehr.


    Achtung: Diese Art Pumpen müssen im gespannten Zustand wieder zusammengeschraubt werden !!!

    Zum Glück habe ich eine Schnittzeichnung. Da ist das schon zu erkennen. Also muss die Pumpe erstmal raus. Allerdings ist das etwas eng an der Stelle :wacko:


    Es lohnt sich evtl. mal bei anderen französischen Fahrzeug-Herstellern nachzusehen.

    Habe ch schon. Die günstigen, die von Händlern für 50€ angeboten werden, wie die in Deinem Link, haben leider einen falschen Flansch. Beim R2067 ist der asymmetrisch.


    Danke schonmal für Eure zahlreichen Ratschläge :thumbup:

    Grüße von der Küste! Til


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  • Seit Jahren rüste ich jeden Borgi, der durch meine Hände läuft, mit einer zusätzlichen elektr. Pumpe aus.
    Die wird nah am Tank verbaut, in die vorhandene Leitung eingeschleift und über einen extra Schalter betätigt.
    Der Einfachheit halber wird eine Bendix aus dem Munga oder dem Iltis verwendet.
    Das Ticken sagt mir, ob Benzin anliegt ( langsames ticken ), ob sie erst mal viel Pumpen muss, oder der Tank leer ist (hektisches ticken ), oder ob kein Strom kommt (Stille).
    Der Clou dieser Pumpe ist das Druckventil im Pumpenkolben. Wenn das Schwimmernadelventil dicht macht, pumpt sie zwar weiter, der Kolben schaltet aber auf Durchlass. Kann das die Hardy-Pumpe auch ?


    Die elektr. Pumpe benutze ich nur nach langen Standzeiten, damit der Anlasser nicht so lange nuddeln muss, oder bei zeitweisen Defekten der originalen Pumpe. Denn sowas gibt es tatsächlich. Das Ding pumpt nicht, ich nehme es auseinander, finde keinen Fehler, baue alles wieder zusammen, dann gehts wieder, bis zum nächsten mal. Nun wird einfach kurz die Elektrische eingeschaltet, und weiter gehts.


    Gruß Jozi.

  • Das mit der zusätzlichen Pumpe ist interessant, besonders dass sie Sprit liefert wenn dmechanische Pumpe defekt ist. Nur waas ist wenn die Membran der mechanischen Pumpe gerissen ist? Pumpt sie dann nicht Sprit in das Kurbelgehäuse??

  • Die Pumpe wird einfach an Klemme 15 angeschlossen und läuft sobald die Zündung eingeschaltet wird.


    MOMENT! Ich sehe das wie Andreas:


    Hallo,


    Ihr denkt bei der elektrischen Version auch an die Sicherheitsschaltung https://www.hardi-automotive.c…chaltung-cps-fuer-12volt/ ?


    VG
    Andreas


    Ob es jetzt ein spezielles Relais ist, oder man einfach ein billiges Wechselrelais nutzt und Lichtmaschinenkontrolle oder, noch besser wenn vorhanden, den Öldruckschalter nutzt, ist dabei egal. Ich verbaue keine E-Pumpen ohne Sicherheitsabschaltung. Auch wenn das beim Munga immer so war...



    Til, Wenn Du eine Pumpe suchst, ist die Fördermenge (l/min) nach oben eigentlich egal, sofern der Förderdruck für Vergaser (glaube max. 0,3bar) passt. Dann drückt es auch das Nadelventil nicht auf.

  • @ theomobil, in all den Jahren hatte ich noch keinen Riß in der Membrane. Die sind beim Borgi dreilagig.
    Außerdem gucke ich mir die mech. Pumpen ja vorher an, also auch innen.
    Und dann ist da noch ein kleines Loch im Pumpenunterteil, durch welches der Sprit dann rauskleckern würde. Und ja, wäre dieses Loch mit Schlamm verstopft, würde der Sprit ins Kurbelgehäuse laufen !


    Gruß Jozi.

  • na ja, Hauptsache der Rest paßt. Den Flansch kann man umschrauben.

    Leider nicht.
    Ich müßte dann neue Löcher in den Block bohren =O . Wenn ich einen Adapter bauen würde, müßte der Hebel zur Nockenwelle länger sein. Und ich bekomme ernste Platzprobleme.


    Die sind beim Borgi dreilagig.

    Beim Renault auch.


    Wenn die Membran einen Riss hat, ist das Hauptproblem, dass der Unterdruck zum Ansaugen des Kraftstoffes nicht ausreicht. Also kann auch nur sehr wenig durch den Unterteil der Pumpe in den Motor laufen ;) Wenn überhaupt...


    Ich werde mal versuchen, vor der Pumpe mechanisch Benzin anzusaugen. Dan sehe ich, was dann passiert.
    Wenn nichts kommt, liegts nicht an der Pumpe. Wenn Sprit kurz vor der Pumpe steht, hat sie es vielleicht leichter, da dann nicht die kompressible Luft in der Leitung mühsam angesaugt werden muss. Mal sehen, was dann passiert.
    Erst dann mache ich die Pumpe ab und auf.
    So mein aktueller Plan.
    Die Idee mit der el. Hilfspumpe ist aber noch nicht vom Tisch. ^^

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
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