Gerichte am Lagerfeuer

  • Wir haben im Dialekt "BaunschweigePlatt" halt fast kein "ei" daher auch "Schwane" :thumbsup:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

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  • Doch das Ei ist sogar in Braunschweig drinne ,wird aber anders ausgesprochen.
    Wo kommst denn du wech?“ – „Aoos Broonschwaaich
    Müssten dann nicht Schweine= Schwaaine heissen?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Ich erinnere auch mal an einen Beitrag in diesem Fred wo jemand Edelstahlbierfässer umfunktioniert hat. Ich hätte 2 davon im Angebot, 1x 30L und 1x50L. Der Deckel oben wurde grobmotorisch mit dem Schweissbrenner rausgetrennt ansonsten ok.
    Gebe sie gegen Gebot ab. Ich weiss falscher Fred aber hier kommts hoffentlich zu jemandem der was hübsches draus baut ^^

  • Hallo Gemeinde.
    Am We habe ich endlich mal mein Gulaschkesselchen einweihen können. ^^
    Zu Beginn erst mal eingeheizt und mal zarte 500gr Bauchfleisch zerlassen, darin dann 1kg Zwiebeln schön glasig gedünstet.



    Geht gleich weiter. Muss schliesslich noch arbeiten

  • Nachdem die Zwiebeln einen schönen Glanz haben und der Speckgeschmack sich schön breitgemacht hat wird die Mischung kurz in einem anderen Topf zwischengeparkt und dann kommt der Hauptbestandteil ins Spiel. Ca 5kg Fleisch von Kuh und Schwein das ich liebevoll ~24 Std eingelegt habe.



    Nachdem das Fleisch leicht angeröstet ist und sich am Topfboden ein leichter Satz gebildet hat lösche ich das ganze mit einer kräftigen Rinderbrühe ab damit sich der Saucenansatz bildet.
    Anschliessend wird das ganze mit einer selbstangerührten Würzsauce aus Tomaten und Paprika aufgegossen.


    Egal welchen Plan man hat, es gibt immer Änderungen

    2 Mal editiert, zuletzt von mariosaar ()

  • Dann geben wir " Schnippelschesgemies" (Wurzelgemüse) dazu, gießen das Ganze mit dem Rest Kraftbrühe auf und lassen das ganze auf kleine Flamme köcheln und einreduzieren.
    Nachdem das ganze einreduziert ist nehme ich ca 4 Pfund Kartoffeln, schälen und waschen, anschließend würfeln und mit Wasser bedecken, ( Hatte ich auch am Vorabend vorbereitet )
    und gebe die Kartoffeln samt Wasser zu meinem Kesselgulasch.
    Die Kartoffeln und vor allem das stärkehaltige Wasser sorgen für eine natürliche sämige Bindung.
    Und jetzt einmal kraftig durchkochen und über Nacht die Gewürzsauce ihre Arbeit machen lassen, denn aus meiner Sicht ist nur eine Suppe vom Vortag eine gute Suppe ^^



    Irgendwie finde ich jetzt kein Foto vom Endprodukt, aber wie es ausging seht ihr hier.
    Es waren ca 20L und 10 Personen ^^



    Und noch ein paar Impressionen


    Egal welchen Plan man hat, es gibt immer Änderungen

    2 Mal editiert, zuletzt von mariosaar ()

  • Hallo Mario,
    du hattest aber höfliche Besucher -
    die dir wohl gesonnen waren, und kein Fitzelchen
    von dem Fraß übrig gelassen haben. :dev:


    Nein - find ich Klasse ! Gut - dass es keinen Thread mit
    Geruch gibt :thumbsup:

    Gruß
    Peter

    "Man who dies with most toys wins!"








    Einmal editiert, zuletzt von Pi-jay ()

  • Hallo Mario,
    sehr lecker sieht das aus :top:
    Aber ein Anmerkung zum Fleisch anbraten sei mir erlaubt: Ich brate das Fleisch handvollweise an. Wenn die Hitze groß genug ist, tritt dabei KEIN Fleischsaft aus, was bei Deiner Menge unausweichlich ist. Ich fülle das angebratene Fleisch dann immer wieder in einen zweiten Topf, bis alles angebraten ist. In dem zweiten Topf tritt dann teilweise der Fleischsaft aus.
    Der Fleischsaft kann so im Endprodukt landen und muss nicht verkocht werden, um überhaupt eine Bräunung ins Fleisch zu bekommen.
    Den Einsatz von Brühe kannst Du Dir dann eigentlich sparen. Wenn ich etwas wie Brühe verwenden will, nehme ich gerne Glutamat-/Hefefreien Rinderfonds. Braucht man aber nur wenig, der Rest geht einfach mit Wasser :yes:


    Zugegebenermaßen dauert das Anbraten auf meine Art sehr lange (bei dieser Menge Fleisch), aber es lohnt sich, habe ich schon mehrfach auf Treffen so praktiziert.


    LG,
    Kristian

  • Danke Pi-Jay


    @ Kristian
    Das Fleisch wurde portionsweise gebraten, ich wollte die Fotostrecke nur nicht unnötig verlängern. ^^
    Der Kessel hat am Boden immer noch knapp 45 cm Durchmesser, da geht etwas mehr als ne Handvoll Fleisch rein.
    Und die Brühe war selbst hergestellt. Reste von Tafelspitz bzw wenn ich Kochschinken koche wandern in brauchbaren Portionen in den Froster und werden bei Bedarf verbraucht

  • Hey Mario,

    endlich sieht man dein Weihnachtsgeschenk mal im Einsatz.
    Sieht extrem lecker aus und ist gut bebildert und beschrieben.

    Im vorletzten Bild (das mit dem Arm drin) sieht man, was das für ein riesen Kessel ist. Muss wohl wirklich lecker gewesen sein.

    Dabei fällt mir der 27. Februar ein. Da habe ich mal wieder nen Feuerchen entfacht.
    Was bei dem Gericht rauskam, war nicht ganz so lecker. Da ist mir das erste Mal ein kleiner Fauxpas passiert.

    Dazu aber später was. War bis eben noch mit - naja – ich sage mal Reinigungsmaßnahmen beschäftigt.




    ...........Zugegebenermaßen dauert das Anbraten auf meine Art sehr lange (bei dieser Menge Fleisch), aber es lohnt sich...............


    Das stimmt der Mehraufwand lohnt sich wirklich.


    Gruß
    Carsten

  • Das stimmt der Mehraufwand lohnt sich wirklich.


    Absolut,
    immer einmal wieder je nach Jahr und Temperatur machen
    wir hier ein erstes Treffen mit Grillen o.ä. und Übernachten
    bzw. durchmachen im freien oft klappt das zwichen dem 15 März
    und 15.April.
    Nicht immer aber schon mehrfach habe ich dazu auch eine
    Riesenpfanne Paella gemacht (ihr wisst mit der Pfanne aus ViaRiba).
    Das gemeine beim Paella machen ist, dass erstmal alle Zutaten
    für sich einzeln gebruzzelt werden - dann in ein Nebentöpfchen kommen - und wenn
    alles gebruzzelt ist - zum Reis in die Pfanne - welcher laaaaaangsam quellen muss -
    hinzuzugeben sind.
    Es gab schon Ohnmaachtsanfälle vor Hungergefühlen bei den Wartenden.
    Ein Topf Siedewürstchen kann Wiederbelebungsversuche hilfreich
    unterstützen - bis die Paella fertig ist.
    Muss mal nach Fotos graben.

  • Guten Tag Leute,

    wie oben erwähnt habe ich bei meinem letzten Lagerfeuer am 27.02.2018 einen kleinen Fauxpas erlebt.
    Ich fange aber erstmal beim Kochgericht an:

    Nach Anregung vom Patrick (pipi) wollte ich mir mal den

    Erdäpfelauflauf oder so

    zubereiten.

    Zubereitung siehe hier:



    Einfach eine Schicht Kartoffelscheiben im Topf auslegen, Zwiebel und Speck drauf und mit Pfeffer und Salz würzen.
    Das Ganze wiederholen bis der Topf voll ist oder die Zutaten ausgehen ^^
    Vor dem Kochen noch nen halben/ganzen Liter Milch dazu und ne halbe/ 3/4 Stunde Kochen.
    Kurz vor Ende oben noch etwas Käse verlaufen lassen.


    Ich schneide auch noch gerne Kohlrabi hinein, bzw. würze zusätzlich mit Paprika und Petersilie.


    mfg Patrick


    Allerdings habe ich anstelle eines Dutch Ovens mal wieder meinen Potjie herausgeholt.
    Wohl eine nicht so ganz gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

    Trotz -13 Grad lief alles einwandfrei. Feuer knistert gut, der Potjie dampft mächtig, und ein angenehmer Duft lag in der Luft.



    Bilder:



    Feuer. Knister, knister



    Volldampf aus dem Potjie



    Der fertige Erdäpfelauflauf oder so




    Schon beim Herauslöffen des Auflaufes habe ich am Boden des Pojies einen gewissen Wiederstand verspürt, den ich noch nicht kannte.
    Nun ja, vermutlich ein wenig angehackt dachte ich. Macht ja nichts.

    Der Auflauf war eigentlich ganz gut, ich kann aber nicht verheimlichen, dass er schon ein wenig zu kräftig nach Geröstetem geschmeckt hat.
    Das lag ganz sicher nicht am Rezept, sondern wohl eher daran, dass ich darauf vertraute, beim Potjie nicht umrühren zu müssen.
    Ich denke, die Milch war dran Schuld und hat viel dazu beigetragen, dass da viel angebrannt ist.


    Nach dem Aufräumen am nächsten Tag (habe im Zelt geschlafen), habe ich mir den Potjie mal näher angeschaut.
    Alles eingebrannt. Ohne Ende. Einweichen und Herauskratzen ging gar nicht. Stahlwolle: nutzlos.

    Bilder:





    O.K. dann musste also die härteste aller Reinigungsmöglichkeiten für Gusseisen ran:

    Die Stahldraht-Rundbürste für die Bohrmaschine.

    Diese Vorgehensweise musste ich noch nie durchführen. Gleichwohl stellt sie ein fast unvergessliches Erlebnis dar.
    Durch die schnelle Rotation sind die Essensreste nur so durch die Gegend geflogen. Und das in feinst zerkleinerter Weise.
    Naja, letztendlich war der Potjie nach ungefähr einer halben Stunde wieder sauber.




    Danach das übliche Prozedere: heiß auswaschen, einfetten, 2 Stunden im Backofen einbrennen (Rauchmelder deaktivieren).


    Noch eine kleine Anmerkung zur Qualität von gusseisernen Töpfen:

    Mein Potjie ist eine der günstigeren Varianten. Ich dachte immer, dass ist egal.
    Bei der eingehenden Reinigung habe ich aber festgestellt, dass der Topf innen doch recht grob gegossen ist.
    Und zwar dermaßen, dass dort Vertiefungen und Erhebungen sind, welche die ordentliche Reinigung erheblich erschweren bzw. unmöglich machen.
    Vielleicht sollte man da doch besser zu einem Markenprodukt greifen.


    Bitte jetzt keine Antworten posten, die den Inhalt „Wer billig kauft, kauft zweimal“ enthalten. Das trägt nicht viel zu Thema bei.



    Gruß
    Carsten

  • Oha,
    Nja, Das Verbrannte am Boden kenne ich auch :whistling:


    Ich stelle dann immer den Topf, mit Wasser drin, aufs Restfeuer über Nacht.
    Am nächsten Tag dann Ausspülen, Abtrocknen und Trocken stehen lassen.
    Ruhig ein paar Tage, das restliche Verbrannte, dass noch drinnen ist, Löst sich meist von alleine.



    Hast du ohne Oberhitze gekocht? Wie lange?
    Irgendwie war wohl auch zu viel Milch drinnen .


    Grüße Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Oha,..........


    Hast du ohne Oberhitze gekocht? Wie lange?
    Irgendwie war wohl auch zu viel Milch drinnen .


    Grüße Patrick


    Nein, Oberhitze geht beim Potjie nicht so richtig. Der Deckel ist nach oben hin zu gewölbt und dort bleibt keine Kohle/Glut liegen. Außerdem felht dazu der hohe Rand am Deckel.
    Ich denke auch: "Die Milch macht´s". Kennt den Slogan noch wer? In diesem Fall hat sie wohl zu viel gemacht. ;,(


    Gruß
    Carsten

  • Was bei angebrannten gut funktioniert ist folgendes:
    Topf gut erhitzen und dann einen guten Schwall Wasser reingiessen, während das verdampft kräftig drin rumrühren.
    Wobei ich dies bei einem Gusstopf noch nicht ausprobiert habe.

  • Hallo,
    was zum reinigen massiver Töpfe und Pfannen hervorragend
    funktioniert ist Sand.
    In den Wüstengegenden dieser Welt ist Sand normalerweise reichlich vorhanden
    und das Procedere spart Wasser.

  • mein magen fängt anzu knurren, wenn ich die seite hier lese. :bier:

    "Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fußmarsch zur Folge haben."

  • Ah, du hast auch einen der billigen Potjes. Ich bin damit eigentlich zufrieden und nehme diese schlechte Gußqualität als "gegeben" hin. Wenn mir was anbrennt reinige ich den Topf mit der Kraft des Feuers: ich stelle den aufs Feuer und lasse das angebrannte Zeugs darin einfach RICHTIG verbrennen, danach lässt sich das alles sehr gut mit einem Stock rauskratzen.
    Danach einmal mit Wasser aufkochen, neu einfetten und fertig.

  • Ja, so hätte ich das auch gemacht.


    Ich brate zuhause fast ausschließlich nur noch auf zwei solchen Gussplatten. Die eine überdeckt vier Kochfelder (zwei für Töpfe bleiben übrig), die andere überdeckt zwei Kochfelder.
    Egal was ich mit diesen Platten anstelle, Spülmittel ist STRENG VERBOTEN! Das einzige was zur Reinigung dran darf, ist fließendes Wasser und grobe Stahlwolle. Damit ist die Platte in wenigen Minuten gereinigt, die Schwarze Patina bleibt. Ich kann die Platte auf beiden Seiten benutzen, die eine geriffelt (Bild), die andere glatt. Bratkartoffeln mache ich auf der glatten Seite. Viele Dinge brate ich mittlerweile ganz ohne Fett, hier haftet eigentlich nichts dauerhaft dran. Bei solchen empfindlichen Sachen wie dem Fisch, pinsele ich die Platte vorher mit Pflanzenöl ein, mehr ist nicht nötig.


    Das ganze geht Zuhause auf dem Induktionsfeld, draußen auf dem Grill, oder auch auf einem mobilen, zweiflammigen Induktionsfeld und beim Campen auf dem dreiflammigen Campinkocher. Ceran wird sicher auch gehen. Ich liebe diese Platten!