Wolf Lackieren

  • Hallo zusammen,


    Ich brauche mal wieder eure Hilfe.
    Da mein Wolf ja in nächster Zeit Lackiert werden soll, wollte ich mal fragen wie man das am besten macht.
    Hatte gestern ein Gespräch mit dem Lackierer meines Vertrauens, und der wusste auch nicht wie er das angehen soll. Sowas hat er bis jetzt auch noch nie gemacht.
    Stand der Dinge ist bis jetzt, das er die Karosse erstmal komplett Grundiert, und von Innen schon mal Grün Lackiert mit Klarlack.
    Dann das Fahrzeug zusammenbauen und dann von Außen .
    Wie habt ihr das so gemacht ?


    Wie am besten die Tarnflecken Lackieren ?
    Da haben wir auch noch keine gute Lösung für gefunden.
    Hat da einer vielleicht ein paar Tips ?


    Gruß Sascha

  • Hallo Sascha,
    bevor das Thema wieder ausartet:
    Tarnfleck wird nach einem festgelegten Muster lackiert, d.h. nicht irgendwie vom Zettel abgeguckt oder freischnauze.
    Auf den Wolf wird ein Schablonengestell aufgelegt und dann zuerst die braunen Flecken, anschl. die schwarzen Flecken aufgetragen.


    Ich häng gleich noch ein Bild an.


    Gruß Sven


  • An der Wand hängen solche Schablonen für diverse Fahrzeuge, da jedes Fahrzeug sein eigenes Schema hat , um die Konturen zu verwischen.


    Und noch einen Tip:


    MWB Fahrzeugtechnik in Langen bietet einen außergewöhnlichen Service für zivile Militärfahrzeuge an.
    Gruß Sven

  • Hallo,


    also ich fand die Sache gar nicht so schlimm. Ich habe mir den Flecktarntplan, der im Netz zu finden ist, in Illustrator importiert, das Tarnschema dann digital ausgemessen, mit einem Zimmermannsbleistift die wichtigen Punkte angezeichnet und die Konturen dann Freihand mit dem Bleistift nachgezeichnet. Mein Lackierer hat daraufhin die Konturen abgeklebt und Farbe für Farbe lackiert.
    Gruß


    Sebastian






  • Hallo,


    weil es bei diesem Wolf nicht mein Anspruch war, ihn in den Originalzustand zu versetzen. Ich wollte einen Geländewagen nach meinen Vorstellungen, auf Basis des Wolfs.
    Nun bin ich am Anfang meines 2. Projektes: Ein Wolf lang - der wird dann nach Restauration 99% original. ;-)

  • Hallo,


    leider ist der Wolf noch nicht fertig. Mein Ziel ist es, das Projekt bis zum Mai '18 abgeschlossen zu haben. Daher eine kleine Selektion meiner ca. 1500 Fotos von der Restauration. Mehr soll es dann hier nicht sein, denn ich möchte den Thread nicht in die falsche Richtung lenken. An anderer Stelle dann gern mehr. So, den fertigen Wolf müsst Ihr Euch nun einfach denken:



















  • @'dehngitter


    Respekt, sehr geile Arbeit. Wie lange sitzt du schon daran ?
    Wenn ich dran denke wieviel Zeit und Geld ich in meinen gesteckt habe, und in deinem steckt ja noch mehr Arbeit.


    Hat dein Lackierer alles auf einmal Lackiert ? oder mit 1Tag Pause dazwischen ?
    Meiner ist der Meinung, das man alles an einem Tag zügig hintereinander Lackieren muss.

  • @xXSaschaXx


    Danke, ich habe im November 2013 mit der Restauration begonnen und bin dann mit der Zeit Opfer meines eigenen Perfektionismus' geworden. :-) Ich weiß also gar nicht mehr wie es ist, einen Wolf zu fahren.


    Zur Lackierung: Zunächst wurden die entsprechenden Teile komplett in RAL 1039 (sandbeige) lackiert. Dann vergingen z.T. Wochen, bis dann das eigentliche Flecktarnmuster lackiert wurde. RAL 8031 (sandbraun) und RAL 6040 (helloliv) wurden dann mit ca. einem Tag Pause lackiert.

  • Die Kanten von den Flecken sind leider nur zu scharf sonst eine tolle Arbeit


    In manchen Rüstungsindustrien wird der Flecken tarn Anstrich frei Hand lackiert
    Dabei erst den gundton durchtrocknen lassen und am nächsten Tag Flecken


    Wenn nicht frei Hand gibt es selbstklebende schaumstoffrollen über die man lackieren kann das macht einen feinen Übergang mit wenig Nebel
    Gruß Pascal

  • Die Grundlackierung der Karosserie sollte ein Lackierer schon beherrschen. ;)
    Beim Tarnanstrich gibt es verschiedene Möglichkeiten.
    Da der Wolf bereits im Tarnanstrich geliefert wurde, ist die rationelle Methode mit dem Rahmen so original und richtig.
    Vom Prinzip her war die Umsetzung des Tarnmusters bei der Truppe vorgesehen.
    Da gab es verschiedene Arten der Umsetzung.
    Die üblichste Methode dürfte die Projektion des Tarnmusters mittels angelieferter Folien in einer abgedunkelten Halle und Nachzeichnung der Muster mittels Kreide gewesen sein.
    Diese Felder auf der einfarbigen Grundlackierung in bronzegrün wurde dann mit Pinsel und Rolle freihand ausgeführt.
    Wenn materialmäßig verfügbar konnte natürlich auch mit der Pistole lackieren.
    Man war von scharfen Kanten der Farbflecken und nicht von fließenden Übergängen ausgegangen.
    Die entstanden durch die Arbeitsweise mit dem Rahmen und der Lackierpistole.

    Grüße von der Küste! Til


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    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Bitte, woher nehmen Herr General diese Meinung ?


    Erstens: Wenn schon dann "Herr Admiral" ;)


    Zweitens: Es ist keine Meinung, sondern eine Erkenntnis aus der zugrund liegenden Vorschrift.
    In der TDv 037 ist folgendes zu lesen:
    Nr. 6.3.3 (1): "Nachziehen der Linien des Fleckenplanes mit dem Pinsel in der jeweils vorgesehenen Farbe.Dadurch werden die Farbfelder deutlich gegeneinander abgegrenzt."
    Zur Ergänzung:
    Nr. 5.3 "Achtung: Die Grenzlinien dürfen nichtmehr als 5 cm in jeder Richtung vom Plan abweichen."


    In der TDv ist ausschließlich die Methode mit dem Plan und der Kreide beschrieben.
    Ich halte es für sehr anspruchsvoll, mit Rolle oder Pinsel einen weichen Farbübergang zu gestalten und wie will man dann eine Abweichung von 5 cm definieren?
    Die Lackiermethode mit dem Rahmen ist ein Zugeständnis an rationelle Fertigung immer gleicher Fahrzeuge.
    Deshalb nur geduldet und nirgends (bis zum Beweis des Gegenteils ;) ) vorgeschrieben.

    Grüße von der Küste! Til


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