Y - LKW für Jordanien

  • Das ist wenigstens mal ne Berichterstattung und nicht nur Bilder.
    Ansonsten ,besteht halt auch immer ne Gefahr der andersdeutung.
    Dann kommts sozusagen an den Stammtisch und es wird
    rumgerätselt.Das hat eigendlich garnichts mit Politik zu tun.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Zitat, Süddeutsche:
    Die Schützenpanzer wurden einst von der Bundeswehr genutzt und dann von der Industrie zurückgekauft

    Was da aber nicht steht, ist dass man ja unterstellen muss, dass die Marder sodann
    wieder vom Bund zunächst der Industrie abgekauft worden sein müssten, und wenn das so ist
    auch nicht zu welchem Preis die Marder verkauft bzw. zurückgekauft wurden.
    Denn die Industrie selbst wird wohl kaum Marder auf ihre Kosten aufarbeiten - um diese
    dann zu verschenken.
    Ebentuell verbergen sich hinter der Zahl von "nur" 32 Millionen, auch zumindest teilweise
    nur die Buchwerte zum 31.12.2017 - der geschenkten LKW und Panzer und sonstiger Hilfen.

  • Pi-Jay,wer lesen kann ist klar im Vorteil.


    Insgesamt 50 Schützenpanzer des Typs Marder
    bekommt die jordanische Armee in diesem und dem nächsten Jahr, es ist
    die Ausrüstung für ein komplettes Bataillon, das bislang mit
    niederländischen Schützenpanzern unterwegs ist. Bislang sind 16 Marder angekommen, 34
    weitere sollen folgen, von der Leyen übernimmt auf dem Exerzierplatz
    die offizielle Übergabe, symbolisiert durch die drei Fahrzeuge, die für
    die Zeremonie auf den Hof gefahren wurden. Die Schützenpanzer wurden
    einst von der Bundeswehr genutzt und dann von der Industrie
    zurückgekauft. Nun sollen sie in Jordanien eingesetzt werden.
    Das Geld dafür stammt aus der sogenannten Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung: Im Haushalt 2016 wurden erstmals 100
    Millionen Euro bereitgestellt, um ausgewählte Partnerstaaten zu
    unterstützen - was eben, wie im Fall Jordanien, übersetzt bedeuten kann:
    aufzurüsten. Neben Jordanien werden bislang Tunesien, Mali, Nigeria und Irak unterstützt, im nächsten Jahr soll Niger hinzukommen. Im nächsten Haushalt sind bereits 130
    Millionen Euro vorgesehen, über deren Vergabe das
    Verteidigungsministerium und das Auswärtige Amt gemeinsam beraten und
    entscheiden. Der Wert der Unterstützung für Jordanien beträgt in diesem
    Jahr 32 Millionen Euro, worunter neben den Mardern unter anderem 70 Lkws und 56 Kleinbusse fallen. Geliefert wird auch Technik, mit der sich etwa Mobilfunk überwachen lässt.
    Die Marder sind laut von der Leyen für die Grenzsicherung vorgesehen. Die Grenze zu Syrien
    und Irak stehe "immer wieder unter Druck", auch durch IS-Terroristen,
    sagt die Ministerin, als sie vor der Übergabezeremonie das riesige
    Flüchtlingscamp Zaatari besucht. Jordanien, sagt von der Leyen, beweise
    durch die Aufnahme vieler Flüchtlinge, dass es sich um die Probleme in
    der Region kümmere. Es gehe darum, das Land trotz der Nachbarschaft zum
    Bürgerkriegsland Syrien stabil zu halten.


    Jordanien: "Ein ganz entscheidender Stabilitätsanker in der Region"


    Doch nach welchen Kriterien werden jene Staaten ausgewählt, die
    man unterstützt? Waffen und Ausrüstung liefere man nur "in die Länder,
    denen wir vertrauen", sagt von der Leyen. Das Königreich Jordanien etwa
    sei "ein ganz entscheidender Stabilitätsanker in der Region". Was sie
    nicht sagt: in einer Region, in die man üblicherweise möglichst wenig
    Waffen aus Deutschland
    liefert. Doch das Land schlage "die Brücke zwischen der
    muslimisch-arabischen Welt und uns", sagt von der Leyen. "Jordanien ist
    ein Bollwerk gegen den Terror, und deshalb ist es unendlich wichtig,
    Jordanien auch zu unterstützen." Wobei es bei dieser Art der
    Unterstützung nicht immer um Waffen geht. In Mali etwa wird mit dem Geld
    aus Deutschland eine Munitionslagerstätte gebaut, Nigeria bekommt
    180 Minensuchgeräte.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

    Einmal editiert, zuletzt von Tc ()

  • Der Wert der Unterstützung für Jordanien beträgt in diesem Jahr 32 Millionen Euro, worunter neben den Mardern unter anderem 70 Lkws und 56 Kleinbusse fallen

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Der Wert der Unterstützung für Jordanien beträgt in diesem
    Jahr 32 Millionen Euro, worunter neben den Mardern unter anderem 70 Lkws und 56 Kleinbusse fallen


    Tc
    Mein Text bezieht sich auf diesen Satz.
    Mit Wert muss wohl der Buchwert gemeint sein, und nicht der höhere Istwert.
    Denn, einmal angenommen:
    70 Lkw á 30.000 € = 2.100.000 €
    56 Vonderkleinbusse á 20.000 € = 1.120.000 €
    Bleiben dann pro Marder noch um 600.000 €,
    naja könnte eventuell doch hinkommen.


    Hier noch eine kleiner Artikel aus der ZEIT:
    http://www.zeit.de/2013/21/bun…nzer-verkaeufe-indonesien

  • 32millionen in diesen Jahr,das heisst es wird im nächsten Jahr weitergeschenkt.
    Die ganzen Marder werden also auf Jahre verbucht.
    Bitte keine Milchmädchenrechnungen.
    Ein 6X6 Zetros kostet bestimmt mindestens 125000 euro.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Ausgewählte Partnerstaaten ???


    Zitat

    Neben Jordanien werden bislang Tunesien, Mali, Nigeria und Irak unterstützt, im nächsten Jahr soll Niger

    "Banning Guns because criminals have too many ist like castrating yourself because your neighbor has too many kids!"
    (Clint Eastwood)

  • Buchwert Marder?? Nach GOB gleich null....KFZ sind etwas schneller als über 40 Jahre abzuschreiben...


    Handelswert Marder lag vor einiger Zeit bei um die 30.000,- ...weil für moderne/reiche Armeen zu alt und für den Rest trotzdem zu kompliziert...


    So ist dass halt...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D


    Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!

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    "Band III in Vorbereitung - Von Eisenschweinen und Erdferkeln"
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  • Pit : habe die von dir genannten Fahrzeuge jahrelang selber gefahren, kenne also deren Qualitäten.


    Trotzdem, warum sollte sich der Beschenkte mit 1017 zufriedengeben wenn er auch Actros haben kann?


    Hätte meinen Fuchs übrigens auch nicht freiwillig gegen einen Boxer getauscht.

  • ...ach ja... bedenkt, wie viele Konsumenten derzeit ihre perfekt laufenden Euro 4 Diesel zur Verschrottung beim NeumodischeKFZ-Händler abgeben weil sie sich davon die Erlösung erhoffen... tut zwar der Umwelt in echt nicht gut, aber beruhigt das Gewissen... wie "Bio" beim Discounter kaufen...


    Will sagen: für Viele ist das Thema, dass der KAT, der 1017 oder der U1300 das bessere Fahrzeug für den Einsatz ist kein Thema, weil modern ist besser. Sauberer Arbeitsplatz für den Bediener, der hat ja in D Anspruch auf EUR6. Das man im Indianerland ggf. totgeschossen wird, weil der EUR6 dank Schwefel im Sprit nach 4 Wochen liegen bleibt, weiss der besorgte Bürger nicht, der war weder bei den Pfadfindern noch hat er sich mit dem Thema beschäftigt.. wie gesagt, für den klingt "modern" immer besser...


    Und Ländern als "Ertüchtigung" Hardware liefern ist immer besser als "Software" in Form von € ... Hardware kann still liegen, aber nicht so einfach versickern wie € ...


    Jens

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  • Buchwert Marder?? Nach GOB gleich null..


    Jens,
    diese Marder wurden aber von der Industrie zurück gekauft und
    wenn man dem Bericht glauben darf - auch wieder hergerichtet -
    das wird aber nicht mit 30.000 € erledigt gewesen sein. Wenn
    jetzt genau diese Marder verschenkt werden muss vdLeyen dafür
    kürzlich Geld in die Hand genommen haben, um diese erst wieder anzu-
    schaffen, um diese anschließend wieder zu verschenken.
    War es jetzt so - oder ist der Presseartikel irreführend - oder verstehe
    ich ihn nicht ?.

  • Peter, das der Spass nicht umsonst ist ist mir klar, und das die industrie nix für umsonst macht ist auch klar. Aber man muss nicht so tun, als sei ein Mader noch ein Milionenobjekt ...


    Das die BW die selbst noch länger als geplant braucht ist eher ein Witz, vor allem weil man jetzt fahrzeuge bzw. Baugruppen aus Rockensustra zurückkauft um die gewünschte Restnutzungszeit von locker 10 Jahren hin zu bekommen....


    Bei dieser sogenannten "Ertüchtigungshilfe" ist das in der Regel so, dass den Ländern Geld zur Verfügung gestellt wird, mit dem sie dann zweckgebunden und mit Hilfe von Beratern Material kaufen können ...bevorzugt natürlich in D. Und so kann es sein, das Jordanien die Panzer nicht geschenkt bekommt soondern mit deutschem Geld bei Rheinmetall und Co. kauft...


    Jens

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  • Ich glaub nicht das die Marder zurück gekauft werden
    die Bundeswehr zahlt für die Verschrottung !
    sicher wird eine Platzmiete erfolgen!
    und bei der Industrie wieder einsatzbereit gemacht und daher werden die 30000 Euro
    stammen

  • Die Marder sind so ein Sonderangebot,wie damals NVA-Gerät.
    Es verbietet sich aus Staatmännischer,Militärischer und Firmenpolitischer
    Sichtweise,denen was neueres anzubieten.


    Wenn ich politisch sein würde, würde ich jetzt Saudi-Arabien ins Spiel bringen.
    Aber das lassen wir lieber.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Ramet, Du kannst mir das schon glauben ... 30.000,- war der Preis, für den vor einiger Zeit Marder angeboten wurden - für Firmen, die die einlagern und bei Gelegenheit irgendwohin verkaufen wollen (...nach Genehmigung durch Bafa natürlich).
    Die Preise der Battle Tank Dismantling - heute Teil der KMWNexter Gruppe - kenn ich nicht ...


    Jens

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  • Nein. Für 30.000 konnten die Fahrzeuge von den Firmen gekauft werden- für späteren Export, Umbau zu Feuerwehr oder was weis ich - und wie bei jedem Handelsgut ging auch der Besitz über, die Teile gehören dann der Firma.


    Jens

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  • Es gibt einige Firmen die Panzer der BW kaufen, um sie dann zu modernisieren und wieder zu verkaufen. Die Flensburger Fahrzeugbaugesellschaft hat z.B. M113 gekauft und der Marder ließe sich sicherlich auch noch gut weiterverkaufen, Griechenland wollte welche, hatte aber nicht genügend Finanzmittel übrig. Alles wofür es bereits einen Nachfolger gibt, könnte man doch lieber verkaufen und nicht verschrotten. Beim Leopard 2 gibt es ja noch keinen Nachfolger und die wurden auch verkauft. Kann da bei Bedarf eigentlich auf die Schnelle so ein Panzer neu nachgebaut werden?
    Gruß Stefan

  • Nein,der Bund hat die, an Firmen für 30000 Euro pro stück verkauft.
    Die haben die überarbeitet und dann hat Flintenuschi die zurückgekauft
    und den Jordanieren geschenkt.So haben die Firmen null Risiko und
    brauchen nichtmal die Bafa fragen.Es ist aber keine Waffenlieferung
    sondern nur die Ertüchtigungshilfe,die eine eigene Geldmittelbewilligung hat.
    Wieviel jetzt die Firmen verdient haben,oder was einer kosten soll,
    bekommst du nur raus ,in dem du den Rechnungshof fragst.
    Da kann es sein,das man bestimmten Firmen was zugeschanzt hat,
    bzw die denen durch Lobbyarbeit das so eingeredet hat,
    das den Firmen mal kurz erlaubt wurde, selber Geld zu drucken.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen