Büssing Restauration im Ruhrpott

  • woher kommst du auf die gewaltigen 340Nm drehmoment? Mit diesem Wert wärst Du wahrscheinlich nach Till der zweite in der langen Borgward-Geschichte, der ein Lager tötet. :nono:


    Ansonsten gilt: trau Dir doch einfach mal was zu. Wenn du bei jedem Schritt bestätigung suchst, wird das Auto nie fertig. Das mag ein generelles Problem deiner Generation sein, aber der Borgward hat doch eine so deteillierte Reparaturanleitung, daß man da auch ohne online-tutorial mit zurecht kommt.

  • Komisch ist auch das die Scheibe die vor dem lager sitz, sich Freibewegen lässt wenn nur die Mutter davor sitzt. Sobald ich die 2 Mutter gegen die erst Konter lässt sich die scheibe nicht mehr Bewegen. Das kann doch normalerweise nicht sein da die 1Mutter beim anziehen der 2mutter nicht mit drehen kann.

    So 'ne Mutter hat immer axiales Spiel auf dem Gewinde. Wenn nun gekontert wird, dann drückt die zweite Mutter die erst noch ein wenig Richtung Lager und klemmt dann u.U. die Scheibe ein. Dann die erst Mutter noch ein klein wenig zurückstellen.


    Gruß


    Peter

  • Moin Moin,



    @ Arne: Wie komme ich auf 340 Nm ? Nunja haber hier das Forum durchstöbert und bin auf den Theard von Jozi (Bremsen Hinterrad). Dort beschreibt er sehr gut wie man den Wechsel der Hinteren Bremsbeläge durchführt, nochmal in eigenen Worten und für mich sehr gut verständlich. Dort wird beschrieben das es Wichtig ist die erste Achtkantmutter " richtig an zu knallen" danach sie wieder zu lösen ... u.s.w. In der TDV steht geschrieben " Mutter Bis auf Wiederstand festziehen danach um 90° lösen. Nunja ich finde für einen Laien sind beide aussagen auslegungssache. Für mich der in der Industrie an Hochdruckleitungen Arbeitet sind 340 Nm jetzt nix ungewöhnliches. Mit der Aussage anziehen bis auf Wiederstand kann ich nix anfangen, denn wenn man die Mutter nur bis auf "Wiederstand" festzieht dan wird man festellen, das die Radlager noch enormes Spiel haben.


    Ich bin nun so vorgegangen das ich die Mutter soweit angezogen habe, bis ich kein spiel in den Lagersitzen mehr feststellen konnte danach um 90° gelöst, und die Zweit mutter gegengekontert. Anschließend habe ich mit dem gummi hammer ein paar mal gegen die Trommel geschlagen um zu schauen ob sich danach noch ein Lagerspiel feststellen lässt, was aber nicht der Fall war.


    Bestätigung suche halte ich für falsch ausgedrückt, nur hab ich mit der Restaurierung von Autos keinerlei erfahrung und auch niemand im nähren Umfeld der mir Weiterhelfen könnte. Deshalb gilt für mich, wenn ich was nicht weis und/ oder mir bei was nicht sicher bin Fragen!, voraldingen wenn es um dinge geht die bei fehlerhafter Montage mit ernsthaften Beschädigungen einher gehen.


    Ich finde deswegen ist dieses Forum Gold wert und ich bin dankbar für die Hilfsbereitschaft.


    Grüße Luca

  • Nabend alle zusammen,



    nach dem ich gestern mit dem Borgi die erste kleine Probefahrt gemacht habe, viel mir das Problem der Lichtmaschine wieder ein bzw. das nicht Laden der Batterie. Nun habe ich das glcük gehabt eine 2te Lichtmaschine sowie Regler zu erwerben. Nach dem ich den schon verbauten Regler auf klemmende Kontakte geprüft habe,bzw Oxidation an den Kontaktflächen und dabei nix Festellen konnte, nahm ich also den neu erworbenen Regler und siehe da, es Passiert nix. Ladekontrollleuchte leuchtet und Batterie wird nicht geladen.


    Nun habe ich die 2te nicht verbaute Lichtmaschine Zerlegt um sie zu reinigen und die Kohle zu kontrollieren. Dabei ist mir aufgefallen das alle Kohlen Bürsten untereinander Verbunden sind bis auf eine ist das Richtig oder hat da jemand was vergessen? Oder Kommt an den Bürstenhalter die Leitung zum stecker hin, habe mal wieder dummerweise kein Foto von vor dem auseinander nehmen gemacht.





    Grüße Luca

  • Guten Abend alle zusammen,


    danke erstmal für den Informativen Link.


    Jetzt auch nochmal was zum Thema Lichtmaschine bzw. das die Batterie nicht lädt/ Lade Kontrolle geht nicht aus. Nach dem ich die verbaute Lichtmaschine ausgebaut habe, und sie einfachmal an 24 Volt als Drehstrommotor laufen ließ, war eigentlich kla das es nicht an der Lichtmaschine liegen können. Nun habe ich zusammen mit einem etwas erfahrenen Kumpel am Regler gemessen aber auch da nix eigenartiges Feststellen können. Als wir dann nochmal den Motor gestartet haben, drückte mein Kumpel einfach mal an der Großen spule die schaltkontakte zusammen. Einer der Kontakte, gibt die Erregerspannung an die Lichtmaschine weiter, nach gut 30 sek gedrückt halten war die Lichtmaschine wieder erregt. Das System Arbeit wieder einwandfrei.


    Bedeutet im Kurzen: Sind keine auffäligkeiten, am Regler bzw. der Lichtmaschine zu finde einfach mal die 3 Kontakte an der Große spule zusammen drücken um die Lichtmaschine wieder zu erregen.



    Nun nach den ersten kleinen Probefahrten geht es nun an das Motor einstellen:


    Kann mir jemand sagen wie viel Grad vor bzw. nach OT der Zündzeitpunkt eingstellt werden soll? (Dynamische Zündeinstelllung) Oder ist es Sinnvoll den Zündzeitpunkt einfach nur mit der Prüflampe zu bestimmen?


    Desweiteren habe ich das Gefühl das manchmal das gestänge zum Gasgeben irgendwo hängt und somit der vergaser nicht wieder ganz auf standgas kommt und somit der Motor im stand aufeinmal höher dreht...?!?!




    Zum Thema Bremsen:


    Ich bin mit meinen 27 Jahren noch nie so ein Auto gefahren, mir ist kla das die Bremsen eine Gewöhnungs sache sind, aber ist das normal das erst ab der hälfte des Pedalwegs die Bremsen anfangen zu Blockieren oder anders gefragt,habe ich noch eine andere Möglichkeit der Verstellung, als die an den Exzenterbolzen an den Ankerplatten?


    Liebe Grüße aus Dortmund


    Luca

  • Wow, deine Bremsen blockieren ! Du Glücklicher ! Das schaffe ich nicht bei jedem Borgi.

    Wenn du willst, dass der Pedaldruck früher einsetzt, musst du exakter nachstellen. Da sich die neuen Beläge aber noch nicht richtig an die Trommeln angepasst haben, dürfte das schwierig werden. Machst du das Spiel zu klein, schleift es, wird heiß und noch enger.

    Auf den ersten Kilometern also immer die Felgen, hinten die Trommeln, kontrollieren ! Und immer einen 22er Maul im Auto haben um das Spiel wieder vergrößern zu können. Merk dir die Drehrichtung !


    Gruß Jozi.

  • Hallo Luca,

    Du kannst auch das Bremsgestänge am Hbz einstellen.

    Das sollte nur minimal Spiel haben.

    Aber es muss Spiel haben bzw. soll der Hbz sicher in die Grundstellung gehen können, sonst kann der den Bremsdruck zu den Rbzs nicht ganz abbauen.

    Ansonsten hat Jozi eh schon alles dazu geschrieben.

    Die Bremse wird einfach mit dem Einlaufen direkter.

    Also regelmäßig nachstellen.


    Einstellen via Prüflampe genügt.

    Dass er manchmal im Stand höher läuft, kann auch an einer falschen Vergaser Einstellung liegen.

    Oder am Zzp.

    Aber das Gestänge ölen und auf Freigängigkeit prüfen schadet auch nie ^^


    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Moin Moin,


    hatte das Glück, von meinem Hallennachbar das Co messgerät zu benutzen und wir haben den Motor sehr gut eingestellt bekommen, allerdings müssen die ventlie noch eingestellt werden, dies wird aber erst nach dem Warmfahren des Motors geamacht. Zurzeit sind sie auf 0,25mm eingestellt(kalter zustand).


    Ich habe in einem Bericht von Jozi gelesen, das beim fahren das Gasgestänge den geist aufgegeben hat, da der Vergaser keine Rückhohlfeder hat, dreht dan ensprrechend der Motor hoch. Hat jemand solch eine Rückhohlfeder nachträglich montiert. Wenn man die Ersatzeilliste sich von dem 32ndix vergaser anschaut findet man auf der Explosionszeichnung solche eine Feder, allerdings ist die Mimick des dargestellten vergasers eine andere wie beim Borgward. Hat da jemand erfahrungswerte? Positon 192-191




    Grüße Luca

  • Moin Luca,

    die Borgward-Motoren haben Vorrichtungen, damit diese nicht überdreht werden können.


    Beim 2,3 ist es ein externer Drehzahlbegrenzer.

    Dieser ist vor der Spritzwand neben den Zündkerzen 5 und 6.

    Das Gestänge geht neben den Zündkerzen zum Vergaser.


    Beim 2,4 sind Kugeln großen Zahnrad (Grad vergessen, wie das heißt)

    verbaut, die diese Funktion erfüllen.

    Hier geht das Gestänge über dem Auspuffkrümmer zum Vergaser.

    Also rechts im Fahrzeug, von vorne in den Motorraum geschaut also links neben dem Vergaser.


    Aber diese Gestänge haben nicht mit dem Gasgestänge zu tun.


    Aber was soll den da den Geist aufgeben, bei der Verbindung Gaspedal/Vergaser. hmmm

    Der Bowdenzug völlig zugerostet oder am Ende, am Vergaser, sich gelöst.

    Viel mehr kann da nicht passieren.


    Gruß

    Klaus

  • Mist, muß mich berichtigen:


    Der beschriebene Bowdenzug gehört zum Starterzug.

    Das Zahnrad ist das Nockenwellenrad.


    Das Gasgestänge besteht ja fast nur aus Stangen mit den

    Verbindungen, die ja einschnappen.

    In diesen "Schappern" kann ja höchstens mal was wegbrechen,

    wegrosten, oder ausleihern.

    Kommt aber eigentlich nie vor.

    Habe ich auch noch nix von gehört.

    Aber möglich ist alles auf dieser Welt.


    Gruß

    Klaus

  • Moin,

    doch, kann passieren.:yes:

    Selbst erlebt.

    Die Hebel auf der Welle an der Spritzwand sin mit Spannstiften gesichert. Mir ist einmal ein solcher Stift während der Fahrt 'rausgefallen.

    Daraufhin drehte der Hebel vom Gasgestänge frei auf der Welle, und es kam keine Bewegung an der, in diesem Fall Einspritzpumpe, an.

    Dank Rückzugsfeder ging der Motor einfach aus.

    Mit einem verbogenen Nagel provisorisch repariert, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

    Gruß aus HL

    Andreas

  • Bei mir war diese besagte Welle ausgeschlagen, sodass diese nicht mehr vollständig in die Null Lage zurückkehrte.
    Das komplette Gestänge in neu NOS bei Matz gibt es für 11,90€ Gasregulierwelle.

    Gruß Schufte

    et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jot jejange

  • Der Vergaser hat schon eine Rückholfeder, nur sitzt die nicht am Vergaser, sondern ist ums Gestänge an der Spritzwand gewickelt.

    Die bricht selten, hatte ich in 30 Jahren erst 2 X.


    Aber man hat ja auch einen Zündschalter, den man ausschalten kann, wenn der Motor mal zu schnell dreht.


    Und statt der Feder tut es dann ein Bindfaden oder Draht der, durch die Spritzwand geführt, das Gasgestänge wieder zurück holt.


    Gruß Jozi.

  • Mahlzeit alles zusammen,



    oke dann ist mir da ein bisschen die Angst genommen.


    Aktueller zwischenstand ist, der Wagen wird ab morgen auf der Straße bewegt, mit kurzzeitkennzeichen. Ich hoffe das sich bis donnerstag die bremsen so eingearbeitet haben das er über den TÜV kommt.


    In 4 Woche geht es dann endlich los wenn nix mehr dazwischen kommt. Plan ist von hier nach Portugal, dort freunde besuchen, anschließen weiter bis nach Marocco, wenn es der Borgi mit macht.


    Nun da ich viel Autark stehen werde und mir jetzt einen 24V kühlschrank besorgt habe. Möchte ich gerne nochmal zusatzbatterien verbauen. Ich hab gelesen das Autos die bis in die 70er produziert wurden, häufig das Problem hatten das die Laderegler nicht gut Funktioniert haben und deswegen häufig die Batterien überladen wurden, muss ich mir beim Borgi sorgen machen. Ich werde die 2Zusatzbatterien (in Rheie geschaltet) sobald der Motor läuft über ein nato knochen zu den starter Batterien Parralel schalten.


    Was haltet ihr davon


    Grüße Luca

  • Hallo Luca,


    bist Du sicher, daß Du ein Kurzzeitkennzeichen bekommst, wenn Du keinen TÜV hast? Das ist ja irgendwann mal geändert worden, damit man nicht mit nicht zulassungsfähigen Fahrzeugen mit Kurzzeitkennzeichen die Gegend unsicher macht.


    Zu Deiner Frage mit den Batterien:

    Mach es so, wie es in den Funkfahrzeugen gemacht ist: mit einem Trennrelais. Damit sind die Zusatzbatterien in Stand vom Fahrzeug getrennt und können den Funksatz/Aufbau speisen, ohne, daß die Starterbatterien leergezogen werden. Wenn der Motor läuft, zieht das Trennrelais an (angesteuert von Kl. 61, das ist die Ladekontrolleuchte) und die Zusatzbatterien werden parallel zu den Starterbatterien geladen.


    VG

    Andreas

  • Hallo,


    das ist nicht mehr so (zumindest bei uns)!

    Wenn ich mit einem unzugelassenen Fahrzeug zum TÜV will, muß ich die Zulassung beantragen und bekomme dann mit der EVB eine Bescheinigung, mit der ich mit ungestempelten Kennzeichen zum TÜV und dann zur Zulassung darf.


    VG

    Andreas

  • Aber auch nur für die direkte Fahrt zum TÜV oder Zulassungstelle.

    Geht übrigens auch mit ungestempelten Kennzeichen, wenn nicht anders vergeben, und eVB.

    Probefahrten ohne TÜV sind nicht mehr möglich.


    Gruß aus HL


    Andreas