Kit - Kübelwagen Modellbausätze

  • Hallöle.


    @Matze , murkser möchte auch so eine Wohnzimmereinrichtung habe :thumbsup:


    In den 1990er Jahren tat sich allerhand beim Plastikmodellbau. Da wurde gegossen, geätzt, tiefgezogen und gesupert was Harz und Plastic Sheets nur so her gaben.
    Die Trends zum Resinharz-Guss und das Herstellen filigranster Kleinteile, in der aus der Elektronik- Platinen Fertigung stammenden Fotoätz-Technik, sind von Tüftlern und Kleinserienhersteller für den Plastikmodellbau entdeckt und verfeinert worden. Die Grossserienhersteller haben die Techniken in ihre Sortimente übernommen und immer anspruchsvollere und auch teurere Modellbausätze auf den Markt gebracht.


    Der Plastikmodellbau wandelte sich von einem eigentlich recht erschwinglichen Hobby, zu einer immer kostspieligeren, ja, schon beinahe Kunstform.


    Stellten früher die Bausätze eine meist preisgünstige Ausgangsbasis dar, von der auch der Anfänger ein ansprechendes Modell zustande brachte, wurden durch den Einzug der neuen Techniken die modellbauerischen Anforderungen höher. Und die Bausätze teurer. Aber nicht nur für die "Hightech"-Bausätze muß der Bastler mehr Geld im Laden lassen, auch die altbekannten Kits, deren Formen von Hersteller zu Hersteller wandern und oft schon 30- und mehr Jahre alt sind, gehen preislich in Richtung der Premium Sparte.



    Einer der rührigsten Hersteller für Nieschenmodelle war (ich weiß nicht ob es die Firma noch gibt) die Firma Hobbymodellbau Schmidt aus Mutterstadt.
    Die Firma fertigte Flugzeug - und Fahrzeugmodelle, sowie Umbausätze in Tiefziehtechnik und Metallguß. Die "Vakus" sind etwas anspruchsvoll in der Bearbeitung und eher etwas für den fortgeschrittenen Bastler. Scale-modelling for runaways..... :rolleyes::D


    Links zwei Umbausätze zum Erstellen der Panzerattrappe auf Kübelwagen. Dafür können 1:35 Modelle von Italerei oder Tamiya benutzt werde.
    Rechts der Vacu-Bausatz für den VW 181 in 1:35 mit Metallteilen. (die runden Metallteile am unteren Bildrand gehören zur Zeltbahn als Unterlage)



    Einer der wahrscheinlich anspruchvollsten und detailiertesten Modellbausätze für den Typ 82, der diesen auch sehr originalgetreu wieder gibt dürfte so um 1990 der von Verlinden Productions aus Lier/Belgien sein. Das 1:15 Modell ist zur Haupsache aus Resin gegossen. Windschutzscheibenrahmen und das ganze Verdeckgestänge und viele weitere Kleinteile sind in eine schwere Kupferplatte geätzt.

    Nebenbei, der Karton für den Verlinden 1:15 Kübel ist kleiner als der vom Heller 1:35 Modell.


    Der "Kubelwagen Type 82 1:16 (120mm) multi-material scale model" - Kit stammt von der Firma Kirin, aus einem Ort der sich "City of Industry" nennt und im sonnigen Californien, U.S.A. beheimatet ist.
    Das Modell ist ebenfalls aus Resin Harz. Eine Satz Fotoätzteile darf nicht fehlen und die Abziehbilder sind ordentlich. Wie man schon an dem in einem Klotz gegossenen
    Heckteil sehen kann, ist beim Kirin-Kübel nicht so viel Liebe zum Detail investiert worden wie beim Pendant von Verlinden. Die Aussenansicht ist ganz o.k., aber es fehlt an den "inneren Werten".


    Das 1:16 Modell vom Typ 82 von Tamiya ist, wie üblich im Plastik-Spritzguss hergestellt. Dieses Modell lässt was die Details angeht kaum Wünsche offen.
    Die RC Variante muß freilich für den Antrieb und die Lenkung ein paar Kompromisse am Chassis machen.



    Seit es dieses sehr gelungene 1/16 Modell von Tamiya gibt, wird wohl kaum mehr jemand die Harz-Klötzchen von Verlinden, geschweige denn Kirin zusammenfügen wollen.


    Eine der Varianten, die man von diesem Kit bekommen kann, ist die mit Sandreifen und Erwin.




    Der größte mir bekannte und auch schon ziemlich alte Plastikmodellbausatz 1:9 vom Typ 82 Kübelwagen, ursprünglich von Revell, kam so um etwa 1975 in die Läden.
    Später dann von ESCI fortgeführt, haben der Bausatz und seine Formen anscheinend bis heute überdauert. Bei der dritten Auflage des Modells, wieder unter dem Label von Revell, sind ein paar kleine Änderungen vorgenommen worden.




    Die Farbgebung der Sitzpolster wurde dann bei dem, `denke 3. Erscheinen, wieder bei Revell, auf schwarz geändert. Die Ausführung der Polsterteile aus Weichplastik war ja wohl gut gemeint, lässt die Teile aber nicht unbedingt "echter" aussehen. Im konventionellen Spritzguss könnte man die Teile bestimmt originalgetreuer modelieren.
    Auch der Verdeckstoff ist aus einem zu steifen Material, das sich beim aufklappen des Verdecks nicht gut zusammenfaltet.


    Die Abziehbilder unten stammen von der 3. Auflage. Die ausgeschnittenen Lücken sind die Version für den Absatzmarkt Bundesrepublik Deutschland.


    Vergleich der 1:9 Schwellerteil mit der Teileskizze im original Ersatzteilekatalog vom Typ 82.


    Als Vorbilder für die Modelle von Verlinden, Kirin und Revell/ESCI sind von den Bausatz-Konstrukteuren vermutlich keine tatsächlich original erhaltenen KdF Typ 82 herangezogen worden. Auch wurden wohl keine originalen Unterlagen ausgewertet. Wie anders wäre es sonst möglich, daß es keiner der Spezialisten fertig gebracht hat eine korrekte Vorderachse zu bauen. Auch ist der komplette Motor mit Lüfterkasten und Lichtmaschinensockel beim 1:9er aus dem `60er Jahre VW Käfer.
    Daß die Autos an der Hinterachse Hebelstoßdämpfer hatten ist auch verborgen geblieben.
    Man sieht, auch hier bleibt immer noch etwas zu verbessern.




    Da gehts dann noch weiter.... :yes:

  • Der "kleine" steht bei mir auch noch herum...schamhaft in der Ecke weil halbwegs wieder in Teilen...auch wenn ich vor Jahren (35?) den passenden Spezialkleber genommen hab ....nichts ist für die Ewigkeit....



    ..aber es wird kommen der Tag an dem es auch für eine Hauptinstandsetzung des Kübels Zeit hat....


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D


    Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!

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  • Grüß´euch,


    ja genau @mungaist , den Dragon 1:6 gibt es auch noch, der ist bei mir eher in die Sparte "Action-Figuren Zubehör" gerutscht,
    obwohl es natürlich auch ein Plastikbausatz ist. Den habe ich aber nicht.







    Zu der Zeit als diese Modelle auf den Markt gekommen sind habe ich gerade meinen Typ 82 1:1 Bausatz angefangen......


    Nee, Tc in 1:25 habe ich, denke ich kein Kübelmodell. Jedenfalls keines das aus einem Bausatz entstanden wäre.



    Servus der murkser

  • Hagewasa hatte natürlich auch den Sandreifenkübel in 1/35.

    Und in 1/24 den Otto als erstes bevor Tamiya den nachmachte.Mit
    Metallfigur.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo Leute,
    Schmidt Mutterstadt gibt es schon lange nicht mehr. Ich hätte als Nachlieferung noch Detailsätze für die KAT der Bundeswehr zu bekommen. Ich warte seit 25 Jahren darauf.
    Die in Nürnberg vorgestellten Kübelwagenbausätze zielen auf die Anime-Player. TC, das ist eine Zielgruppe, die du nie verstehen wirst. Du müsstest dich in die japanische Denke einfügen, was dir nie gelingen wird. Ich verstehe das, weil meine beiden Töchter nach der Mil.FZ.-Scene jetzt seit über 10 Jahren in dieser Scene tätig sind, auch beruflich und nicht ohne Erfolg. Ich finde das ganz lustig, welchen Aufwand die betreiben, mit selbst genähten Kostümen eine japanische Komikfigur nachzustellen. Aber das ist ja kaum was anderes, als was wir mit unseren grünen Autos betreiben.
    Gruß
    Wolf
    Mogi, ich glaube, auch du wirst das nicht verstehen..... Matze wohl auch nicht.....

  • Hallo,


    den Dragon 1:6 gibt es auch noch, der ist bei mir eher in die Sparte "Action-Figuren Zubehör" gerutscht

    das sehe ich auch so Wolfgang, denn wäre dieses Modell ein Fertigmodell gewesen, so wie es damals in den 70ern auch fertige Spielfahrzeuge (z.B. Willys Jeep ) für die 1:6 Action Team Figuren gab, hätte er es wohl nicht hier rein geschafft, aber so ... ist es halt auch ein Modellbausatz und darf hier nicht fehlen. Schön das du ihn trotzdem gezeigt hast :thumbup:


    Gruß
    Gerd

  • Das ist ein Modellbautread, bitte verschandel den nicht,mit japanischen Charakteranalysen.
    Wer will kann ja mal eigenständig, die weiteren Modelle und deren abstrusen Farbgestaltungen
    bei Google suchen.Aber ohne hier später irgendwas an Beiträgen zu hinterlassen!
    Ich habs nur der Vollständigkeit halber und als Quelle für das Modell gepostet.
    Niemand muss ja ,die Mädchenvariante davon machen.


    Tamiya hat natürlich auch mal nachgelegt,man bekommt den jetzt auch in den 3
    verschiedenen Masstäben.

    Die haben ürsprünglich nur Holzmodelle gebaut,das erste Plastikteil war die Yamamoto.
    Die hiessen auch Tamiya/Mokei weil die Platikabteilung von Mokei dazugekauft wurde.
    Die hatten dann ganz seltsame Masstäbe wie 1/50 oder 1/21.
    Hier mein ältester Bausatz von denen,den ich mal gehabt habe und teuer weiter vertickert habe.
    Man beachte die umgedrehten Sternfarben, zu späteren Modellen.


    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Nachtrag
    Deren Kleber der damals beilag,ist zum Klebstoffschnüffeln abhängig machen, sehr gut geeignet
    gewesen.Heute haben die unmengen von Messern,Klebern usw.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen