Umbau auf 711.113 Getriebe Tipps gesucht

  • Hallo zusammen,


    Ich hol das Thema nochmal hoch da ich gerade am überlegen bin ein 711.113 Getriebe in den Wolf einzubauen.

    Jetzt hab ich aber irgendwo mal gelesen das die Kardanwelle GT-VTG verlängert werden muss und der Flansch am 113er 6loch ist. Finde das leider nicht mehr…

    Bin jetzt etwas verunsichert. Weiss hier jemand mehr dazu?


    Danke schonmal


    Grüsse Simon

  • Moin!


    Habe auch ein Getriebe .113 und werde es im Zuge meiner Komplett-Restaurierung einbauen.


    Den 8-Loch-Flansch muss man entweder vom originalen Getriebe nehmen oder bei MB neu kaufen, lag letztes Jahr bei rund 80€.

    Gibt aber auch Leute, die für deutlich mehr Geld einen 6/8-Adapter anbieten.


    Ob jetzt die Kardanwelle verlängert werden muss weiß ich noch nicht, kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen.


    Ich habe auch schon ein Schaltgerät aus einem zivilen G liegen, damit die Gänge nicht so "merkwürdig" liegen.

    Eventuell kann man das aber auch über ein Drehen der Hebel am Getriebe beheben, wurde auch irgendwo hier im MFF schonmal gepostet.


    Für das Loch vom Tacho-Getriebe wird einfach ein Frostschutz-Stopfen für ein paar Euro (MB) eingesetzt.



    Gruß

    John

  • Moin,

    die Getriebegehäuse des .116 und .113 sind gleich, daher passt auch der Kardan wenn kein (überflüssiger) Adapter verbaut wird.


    Der Umbau eines GETRAG-Getriebes auf eines der o.g. erfordert eine kürzere Kardanwelle bzw im umgekehrten Fall eine längere.


    Und was, bitteschön, ist ein Schaltautomat aus einem zivilen G? Das .113 unterscheidet sich vom .116 durch andere Übersetzungen der Gänge. Mehr nicht. D.h. du kannst die Schaltstangen und auch den Schaltautomat aus dem Wolf beibehalten.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Entschuldigung, sollte "SCHALTGERÄT" heißen!


    Wenn man das Schaltgerät (MB-Bezeichnung!) vom Wolf nimmt hat man meiner Meinung nach ein anderes Schaltschema.

    Das 711.113 hat folgendes Schaltschema mit dem regulären zivilen 5-Gang-Schaltgerät:


    1. 3. 5. Gang

    I---I--I

    2. 4. R. Gang


    Das wurde m.M. schonmal im MFF behandelt.

    Mit dem Schaltgerät für Wolf-Getriebe würde das .113 folgendermaßen geschaltet werden müssen:


    R* 2. 4. Gang

    I----I----I

    1. 3. R* Gang

    R*= Da bin ich mir nicht mehr sicher, ob der Rückwärtsgang oben links oder unten rechts wäre.


    Aber wenigstens sind wir uns einig, dass die Kardanwelle beim Umbau weiterhin passt...:thumbsup:


    Gruß

    John

  • Wenn- falls Du Tempo 100 fährst- wie hoch dreht der Motor dann?

    Bei dem in meinem 290er verbauten Getriebe sind es so ca. 3200 U/min bei Tempo 100 (nach GPS)

    Danke

  • JohnK

    Du bringst hier einiges durcheinander...

    Jedes Getriebe benötigt das passende Schaltgerät/Schaltautomaten. Das .116 und das .113 haben identische Anordnung der Gänge.

    Hier der Schaltknauf mit der Ganganordnung aus dem T1, der das .113 Getriebe verbaut hat.



    Was hier der 1. ist, ist beim Wolf der L-Gang und entsprechend die anderen Gänge.


    Das GETRAG .443 und .445 hat ein anderes Schaltschema, nämlich so:



    Dazu passend muß immer auch der Automat und das Gestänge sein. Hier nebeneinander links das Gestänge für das .116 und .113 Getriebe, rechts das Gestänge und der Automat für das GETRAG.



    Da ich Erfahrung mit dem .116 in meinem eigenen und auch dem .113 aus dem T1, verbaut in einem Wolf habe, kann ich mit Bestimmtheit sagen, daß das Schaltgestänge und der Automat vom Wolf beim .113 (und auch .110) verbaut werden muß.

    Wer behauptet, daß man einen anderen Automaten/Gerät verbauen kann und damit das Schaltschema ändert, liegt schlicht & ergreifend falsch.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin!

    Es wäre schön, wenn man mal ein gutes Bild sehen könnte, wie letztendlich die

    Schaltstangen am 711.113-Getriebe nach Umbau in den Wolf verbaut sind.

    Deutsch ist wirklich eine schwere Sprache. :wacko:
    -Tagsüber: ...................... - Abends:
    Der Weizen. ------------------ Das Weizen.
    Das Korn. --------------------- Der Korn.
    :saint::lol:

  • Hallo,


    auch wenn ich es noch nicht gemacht habe:

    der 1. (L) und der Rückwärtsgang liegen auf der gleichen Schaltklaue - im Uhrzeigersinn bewegt wird der 1. (L) eingelegt, andersrum der Rückwärtsgang.

    Mit dem Schaltgerät an sich ändert man daran gar nichts. Aber: Um das andere Schaltgerät verwenden zu können, kann man den Schalthebel mit dem Auge nach oben auf den Vielzahn der Schaltklaue stecken - statt nach unten. Damit kehrt sich die Schaltrichtung um. Bei den anderen beiden Schaltklauen analog. Da die Sperre für den R-Gang im Schaltgerät ist (und nicht im Getriebe) sollte das funktionieren.


    Ob das sinnvoll ist, liegt im Empfinden des Nutzers, ich habe das auch so vor.


    Grüße


    Martin

  • Moin,

    ihr zerredet das ganze Thema...: .116er 'raus und .113er 'rein. Dabei die Kupplung und die Gummis an den Schaltstangen erneuern, diese dann nach Vorgabe TDv einstellen und gut ist.


    Hier kann man die Teile des .116 mit denen des .113 vergleichen.


    Ergänzung: Ggf. muß man die Hebel am Getriebe umbauen. Und hier noch ein Bild wie ein .110er Getriebe (mit Nebenantrieb) aus dem T1 aussieht.


    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

    Einmal editiert, zuletzt von JottKa ()

  • Hallo und danke euch für die vielen aufschlussreichen Antworten.


    In dem Fall kann ich wenn ich das jetzt recht verstanden habe das Getriebe relativ problemlos tauschen.

    Kardan müsste passen und den Flansch kann ich einfach umbauen.

    Das mit der Schaltkulisse leuchtet auch ein.


    Grüße Simon