Wolf in Japan

  • Hallo,

    es gibt Mercedes GD290 in Malaysia als Rechtslenker

    Mercedes-Benz_G-Klasse_GD290_Malaysia.jpg


    und in Australien gibt es als Ersatz für die Perentie natürlich auch Rechtslenker Mercedes G. Und die britische Armee hatte einige G als Versuchsfahrzeuge (Waffenträger). Einen ähnlichen G wie den BW-Wolf mit Lenkrad auf der falschen Seite gibt es wohl in Zypern beim Militär. Die wurden bei ELBO in Griechenland gebaut:

    http://mercedesgwagen.galeon.com/familia677285.html

    Gruß Stefan

  • Die Japaner stehen auf Linkslenker. Klingt etwas komisch, ist aber so, daß sie damit einen gewissen Status ausdrücken. Ich habe in den letzten Jahren etliche deutsche Fahrzeuge begutachtet, die alle Linkslenker waren. Das waren besonders hochwertige Fahrzeuge, also MB AMG, oder BMW Alpina. alle in Bestzustand , da wenig gefahren. Alle für den japanischen Markt gebaut, aber in der Ausführung, bis auf die Scheinwerfer für Linksverkehr, mit den deutschen Fahrzeugen identisch.

  • Guten Morgen,


    tolle Bilder !!

    bei meinem früheren Arbeitgeber haben wir, das war so ca. 2000-2005 , viele Japanische Fahrzeuge gehandelt...

    Da waren tolle Autos dabei , die mit reichlich guter Ausstattung nicht verschont wurden... sehr viele Mercedes wie z.B.:

    W126 560SEL, W124 500E , W140 600er und und und

    Leider nichts Militärisches .....

    Die bekamen aber alle mit der Zeit wohl probleme mit der Elektrik, weil die schon in die Jahre gekommenen Fahrzeuge das salzige Klima auf der Rückfahrt

    wohl nicht so gut vertragen haben.


    Aber schön zu sehen, daß sie unsere Fahrzeuge so gerne mögen, und mit der (Lackierung) keine Probleme haben.....

    Grüße Markus



    Meine Pünktlichkeit drückt aus, daß mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene...

  • Guten Morgen,

    man liest aber immer wieder, dass der Tachostand bei japanischen Reimporten leider nicht sehr aussagekräftig wäre, ein Stundenzähler wäre wohl deutlich aufschlussreicher bei den vielen Stau-Kilometer die diese Autos hinter sich haben. Ist von mir aber nur Hörensagen...


    Das Mercedes gerne mal Motorkabelbaumptobleme hat, gibts aber auch bei nie Deutschland verlassenen KFZ‘ :wacko:

  • Moin,


    ja Betriebsstunden haben die viele: man ging/geht bei PKW von 2.500-5.000 Betriebsstunden aus. Bei der Durchschnittsgewschwindigkeit von 30-60 km/h kommen da zwischen 75.000 und 300.000 km alle Varianten raus. Aber zu dem Thema schreibt KaiserJeep sicher etwas.

  • Hallo Leute,

    da ich nun mal direkt angesprochen wurde, gerne.

    Es ist in Japan ein Statussymbol, einen Linkslenker zu fahren, weil das auf Eigenimport schließen lässt. Deshalb verkauft Jaguar z.B. in Japan nur Linkslenker, obwohl die Originale aus England natürlich Rechtslenker sind. Aber das zählt nicht.

    Fahrleistungen / Betriebsstunden: In den großen Städten ist das durch die Staus natürlich so, das die dort gefahrenen Fahrzeuge mehr Betriebsstunden als km sammeln können, na ja fast, 2 Stunden für 7 km ist ja fast noch schnell auf der Kampatchi Dori am Sonntag. Z.B. zeigte ein 7ner BMW nach 1500 km auf der Ölverschleißanzeige blutrot, obwohl das Ölwechselintervall von den Bayern mit mindestens 20000 km angegeben wurde.

    Außerhalb der großen Städte geht es aber, man kann da auch Tagesetappen von 700 km zusammenbringen auf der Autobahn (Mautpflichtig). Auf der Landstraße sind 400 km am Tag schon reichlich, weil man eigentlich maximal nur 60 km/h fahren kann / darf. Man fährt hat weitestgehend durch geschlossene Ortschaften. Auf der Nordinsel (Hokkaido) ist das allerdings irgendwie anders. Da steht auf der Straße 30, du fährst 60, ein Polizeiauto überholt dich mit locker 80. Außerhalb der Touristensaison. Auf Nachfrage bei den Insulanern hörst du dann, das die Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb der Saison von allen Einheimischen missachtet wird, ist halt nur für die aus Tokyo. Die können eh nicht schneller sicher fahren, kennen die halt nicht.

    Mit diesem Wissen kann man durchaus 4000 km in 2 Wochen fahren. Habe ich September 1990 mit der Nordschleife (Hokkaido, einschliesslich Hakodate, Otaru (einschließlich Eisenbahnmuseum), Sapporo, Sobetsu, Hama-Tombetsu, Wakkanai, Abashiri (einschließlich Gefängnismuseum) Noborutombetsu (einschließlich Tierpark), natürlich ohne korrekte Reihenfolge) und der Südschleife April 1991 (Insel Kyoshu mit Yamagawa, Kagoshima, Nagasaki, Sendai, Kirishima National ,Park, Miyasaki, Kumamoto, Ishinomiya, Sasebo, auf dem Rückweg auch noch Hiroshima (o.k., die Reihenfolge stimmt nicht ganz) mit dem Mitsubishi Jeep und Anhänger gemacht, mit Familie. Beides unvergessliche Erlebnisse.

    Gruß

    Wolf

  • Die haben hohe Einfuhrzölle,wer da nen Mercedes fährt der muss schon richtig Kohle haben.


    Wolf,was gäbe noch für Autos aus Japan ausser nen Jeep,

    wo grossgewachsene Europäer reinpassen?


    Zudem ist doch deren Hauptuntersuchung sehr aufwendig.

    Dann heisst es Autos vorher Exportieren, zb nach Russland.

    Gebrauchtautos werden die nur los, wenn die wieder wie neu aussehen.

    Deshalb werden da 3 jahre Autos neulackiert.

    Deren Gebräuche werden uns immer fremd bleiben.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo Leute,

    da sind auch schon wieder verschiedene Falschinformationen aufgesessen.

    Der Shaken, also die TÜV-Abnahme wiederkehrend, kostet selber nur 1200 Yen, was zur Zeit etwa 15 Euro sind. Es kommt hinzu die Karftfahrzeugsteuer für 2 Jahre (bei Fahrzeuen über 10 Jahren für 1 Jahr, was ca. 40000 Yen aus macht, auch abhängig von der Fahrzeugart) und die Kosten für die vorgeschriebene Inspektion, was noch mal 50000 Yen ausmacht. Deshalb kostet der "TÜV" so um die 100000 Yen..

    Dabei ist zu beachten, das jedermann die vorgeschriebene Inspektion unterschreiben darf, was die allermeisten Japaner nicht wissen. Und weil die das nicht wissen und der Shaken so teuer ist, machen die meist in den ersten 3 Jahren nix am Auto oder besser lassen nix machen. Da kostet die Inspektion dann leicht schon mal was mehr, weil ja alle Schäden der letzten Jahre mit gemacht werden müssen, also z.B. kaputte Leuchten ersetzt werden. Auch müssen die Radlager aufgemacht werden (wobei von den Werkstätten das gerne geschlampert wird, weil z.B. bei Semiflouter Achsen die nicht aufgemacht werden, weil das zu aufwendig ist und auch in die Hose gehen kann).

    Ca. 70000 Werkstätten in Japan haben die Lizenz, den Shaken ohne Shakenstation selber machen zu dürfen. Da wird dann oft "Papershaken " gemacht, d.h. die Werkstätten unterschreiben einfach, machen nix. Nicht mal das Motoröl wird gewechselt. Habe ich bei meinem Mitsubishi selber erlebt, als ich den 12 Jahre alt gebraucht gekauft habe. Bei großen LKW kann so eine Praxis natürlich mit fürchterliche Konsequenzen enden, weil da schon mal LKW neuen Shaken bekommen, die eigentlich keine Bremse mehr haben. Endet dann meist mit vielen Toten. Ich habe damals eine Gutachten geschrieben über Großraum- und Schwerverkehr, mit Beispielen für verschiedene Fahrzeugarten, die in Deutschland im allgemeinen nur mit Genehmigung unterwegs sein dürfen unter bestimmten Auflagen. Gab es in Japan alles nicht. 88ger Nummer, also "Sonderfahrzeug, und los geht's. Ausnahmen für Übermäßiger Gewicht, hat niemanden Interessiert, Überladung, z.B. 16 Tonnen statt der 8 Tonnen, die der LKW darf: It is only a little. Und das bei 100% Überladung (O.k., der LKW konnte das technisch schon, aber eben zulassungsrechtlich nicht.). Ist halt Asien. Als dann ein Sattelzug, der offiziell 40 Tonnen Gesamtgewicht hatte, mit 55 Tonnen Ladung und neuem Shaken 5 Autos mit 8 Toten vor einer roten Ampel wegen versagender Bremsen platt gewalzt hatte, kamen die Gutachten von verschiedenen Seiten zu dem Thema. Eins davon habe ich geschrieben. Es hat sich was danach getan auf der Vorschriftenseite, weniger in der Praxis. Überladung ist in Asien immer noch an der Tagesordnung, Und da fängt Asien am Bosporus an.

    Ach, und die Autos werden nicht alle 3 Jahre neu lackiert. Der Rost wird kunstvoll mit poliert. Durchrostungen sind eher kein Mangel, sondern Schönheitsfehler. Abgefahren Reifen, wen interessiert das, solang sie noch Luft halten. Die werden meist erst gewechselt, wenn sie Luft verlieren oder einem schon um die Ohren geflogen sind.

    Gruß

    Wolf

  • ich habe mir in 2016 einen japan reimport gegönnt, 98450Km, in 20 jahren


    innenraumluftfilter war noch der erste....

    scheibenwischer von 2003

    birnchen in den armaturen defekt

    vorderachse neu gelagert und neue bremsschläuche

    ansonsten top, habe es nicht bereut



    bild bei der abholung

    japanische exportpapiere

    Gruss Andreas :thumbsup:


    "DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT"
    (Heinrich Heine)


    1./PzBtl 213 - FM Grp. (1987/88 W15)


    31078057ns.jpg

  • Überladung gibts überall,die Polizei in NRW, darf jetzt die Strafe nicht nach Bussgeldkatalog,

    sondern nach den geldwerten Vorteil ,dem der sich damit erschlichen hat, aufrufen.


    Die werden auch nur neu lackiert, wenn sie Verkauft werden.

    Da Vorbesitzer nix machen,soll der aussehen wie neu.

    Ich hoffe das die auch mal die Bremsen machen,Verkaufslackierung gibts ja auch bei uns.


    Ansonsten hat sich doch was geändert,wie ich dem Netz entnehmen kann.



    Tokyo – Die Zahl der Verkehrstoten ist 2017 auf ein Rekordtief von 3.694 gesunken, teilte das Nationale Polizeiamt mit.

    Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 2.010 Tote weniger gegenüber 2016 und damit auf dem niedrigsten Stand seit Aufzeichnung der Zahlen. Laut des Sprechers sei das auf die verschärften Verkehrsregeln zurückzuführen.

    Die neuen Verkehrsregeln sind im März 2017 in Kraft getreten, seitdem hat die Polizei ihre Kontrollen ausgeweitet und auch die Strafen sind verschärft worden. Zudem ist nun ein Demenztest für ältere Menschen, die ihren Führerschein erneuern wollen, Pflicht.

    Die Zahl der Verkehrsunfälle durch Alkoholkonsum sank um 5,6% auf 201.

    Laut des Berichts liegen die Todesfälle von Fußgängern bei 1.171, 1.106 Autofahrer und 463 Fahrardfahrern.

    Die Zahl der Todesopfer der über 65-jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr um 118 auf 2.020 gesunken, aber der Anteil dieser Altersklasse ist mit 54,7% weiterhin sehr hoch. Um dieses Problem anzugehen, will die Regierung ältere Menschen ermutigen, freiwillig ihren Führerschein zurückzugeben. Außerdem arbeiten japanische Firmen an automatischen Bremsen, die Unfälle vermeiden sollen.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen