Differenzialsperre?

  • Guten Abend,

    war mit dem Mowag jetzt am Wochenende im Gelände unterwegs. Und mir ist aufgefallen das ich schon ein bisschen ne diff Sperre vermisse.

    Original gibt es ja nichts oder?

    Hat da schon mal jemand was gebastelt oder auf andere Achsen umgebaut?

    Die vom Unimog s404 gibt es ja Recht günstig. Und das wären dann sogar Portalachsen. Müsste man mal ausmessen ob das klappen könnte.

    Wäre Klasse wenn da jemand was dazu sagen kann, vielleicht hat sich ja schon mal jemand Gedanken gemacht dazu. So ne Sperre ist halt einfach beruhigend wenn man weiß das man sie hat, also geht mir auf jeden Fall so ?.



    Grüße und noch nen schönen Sonntag

  • michi08

    Hat den Titel des Themas von „Differentialsperre?“ zu „Differenzialsperre?“ geändert.
  • Wenn die echt nichts aushalten wird mir nichts anderes als ein Umbau übrig bleiben. Ich will nächstes Jahr nach Rumänien und will nicht gleich im ersten Loch die Steckachse himmeln.


    Hab jetzt mal gemessen. Also von den Abmessungenen müsste die 404 Achse reinpassen.

    Das größte Problem das ich sehe ist die unterschiedliche achsübersetzung . Muss ich mal ausrechnen wegen der Endgeschwindigkeit.

  • Hallo,

    wenn die Achsen von DANA sind sollte es LSD`s und/oder Vollgesperrte geben

    (limited slip differential)!?

    Hinten würde ich eine Vollgesperrte einbauen, vorne eine LSD.


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • Nein, ich kann gerade nicht mehr dazu sagen. Aber so weit ich mich erinnern kann, hast Du auch die Michelin XZL verbaut. Die sind mind. 10cm größer im Durchmesser als die originalen 11.00R16! Und noch einmal 10-15cm größer als die originalen Dodge-Reifen. Dafür sind die Achsen leider nicht ausgelegt. Das muss mit ner Sperre schief gehen.


    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es in den USA verstärkte Steckachsen gibt. Leider hab ich dazu noch nie die Zeit gefunden, zu recherchieren :(

  • Ja genau die hab ich auch drauf. Ich kann dir da schon folgende und bin mir sicher das du da auch Recht hast. Werde jetzt mal Probieren ob ich so Steckachsen original bekomme, dann kann ich die ausmessen. Und vielleicht findet sich ja eine Lösung für die ganze Problematik.

  • Mal ein laienhafter Gedanke...

    Mowag basiert doch auf Dodge-Technik.

    Da sollte es doch in USA und Frankreich satt Teile und Alternativteile geben.

    Nachrüstung von Sperr-Diffs für US-Pickups ist ja schon fast eine Standard-OP bei denen.

    Natürlich setzt das entsprechend stabiles Material voraus...


    Ich weiß nicht, ob´s passt, aber hier wären noch alte Dodge-Ersatzteile zu bekommen: https://jeep-dodge-gmc.com/smi/dodge/1100

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Danke Navigator für deine Gedanken. So wie du sehe ich das auch. Bin aber leider auch noch totaler Neuling im Bereich Dodge und Mowag. Und danke für die Seite die werde ich heute Abend durchstöbern.

    Hab ja auch noch zwei Unimog s404 Achsen daheim liegen. Und hab auch schon gemessen. Ich denke die würde ich auch relativ einfach verbaut bekommen. Aber irgendwie sträubt sich da gerade noch was in mir. Ich weiß ja nicht Mercedes Achsen in nem Mowag ?.

    Jetzt mache ich erst mal meinen LPG Umbau fertig. Das wird sicher auch noch ein zwei Wochen dauern. Und dann schauen wir mal weiter.

  • Ich finde es immer sehr schade, wenn versucht wird, etwas schönes altes irgendwie zu optimieren.

    Schlimm genug, wenn man was verändern muss, weil Originalteile nicht mehr zu bekommen sind.

    Andere Achsen (auch wenn sie ungefähr aus derselben Zeit stammen) unter einen Oldtimer zu schrauben, passt irgendwie nicht, zumal, wenn die Konstruktion eine ganz andere ist. Fremd motoren, wie oft beim Munga praktiziert sind eine noch tiefgreifendere und sicher wertmindernde Veränderung.

    Etwas anders sieht es da sicher bei verbesserten Bremsen usw. aus.

    Eine Diff-Sperre einzubauen, eine Gasanlage zu installieren, sind ja noch in der Regel rückbaubare und nicht so extreme Veränderungen. Aber ganze Aggregate tauschen?


    Aber letztendlich kann ja jeder mit seinem Kram machen, was er will...:^:

    Grüße von der Küste! Til


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  • Ich bin zwar nicht so der original Fetischist ?. Aber ich kann dich da schon verstehen. Deswegen mache ich das mit der Unimog achse auch nur als letzte Option.

    Und LPG ist für mich einfach die einzige Option mit dem Motor. Sonst müsste ich auf Diesel umbauen und das will ich nicht. Aber ich werde nächste Jahr voraussichtlich 5-10000 km mit der Kiste fahren, diese werden es wahrscheinlich so 3000 km. Und das ist anders nicht bezahlbar.


    Und wenn ich das von Kristian so lese, muss ich mir mit der Achse einfach was überlegen. Da er bei mir eben beansprucht und gefahren wird. Und das soll auch so bleiben die nächsten Jahre. Und ich kann ja nicht 10 Steckachsen mit auf die Fahrt nehmen ?.

    Ich fahre ja beruflich jeden Tag im Gelände. Und es ist einfach was anderes ob du schön langsam mit bedacht und eingelegten Sperren wo lang fährst oder mit Schwung weil ich sonst da nicht durchkomme. Da geht einfach viel mehr kaputt. Also das ist meine Erfahrungen der letzten Jahre.

  • Hallo,

    es könnten DANA 44 Achsen sein?

    Die 44-er Frontachse kam 1950 auf den Markt, 44-er Heckachsen seit 1940.


    Wenn der Mowag 3500 - wie im Internet erwähnt - aus dem Dodge WC abgeleitet wurde - könnten auch noch die Vorgängerachsen (41-er DANA) verbaut sein.


    [https://en.wikipedia.org/wiki/Dana_44]


    Die Achse ist bis dato die amerikanische "Wald- und Wiesenachse".

    Für Bildersuche Diffdeckel hier lang:

    [http://www.differentials.com/t…ferential-identification/]


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • Hi Michi.


    Ich kann jetzt nicht mehr auf meinen Fingern sitzen. Ich muss jetzt mal meine Gedanken "zu Papier" bringen.


    Ich nehme an, du hast den Mowag gesehen und warst "Spontanverliebt". Musstest also einen haben.

    Bis dahin kann ich dich verstehen. Mir ging es genauso mit dem Borgward. Und auch ich hatte Träume von weiten Reisen mit dem B 2000.

    Und heute weiß ich, das ich mit dieser Autoliebe großes Glück hatte. Der Borgi taugt sowohl für lange Reisen, ( 18 Liter auf der Strecke.),

    als auch für`s Gelände. Er verwindet sich dermaßen, dass ich eine Sperre noch nicht vermisst habe.

    Und die Ersatzteilsituation ist auch entspannt.

    Aus Neugier habe ich dann später noch andere Autos probiert, ( Hilux, 109er Landy, Hanomag, Unimog404, GAZ 63, GAZ 66, MAN), um mal jetzt nur die reisetauglichen Modelle zu nennen. Keiner konnte aus meiner Sicht Borgi das Wasser reichen.


    Insofern denke ich, du hast dich in den Falschen verliebt. Du musst auf Gas umrüsten um ihn Reisetauglich zu machen, du überlegst, fremde Achsen einzubauen, um ins Gelände fahren zu können, und die Endgeschwindigkeit war auch nicht zufriedenstellend.


    Jetzt hast du schon viel Arbeit reingesteckt, aber das wäre ja nicht verloren, da du jetzt ja einen höheren Preis erzielen könntest. Denn noch ist er original. Wenn er erst mal verbastelt ist, wird es schwer, einen Käufer zu finden.

    Und vielleicht reicht dann das Geld für einen guten, reisetauglichen Borgi. Mit dem kannst du dann reisen und rödeln, und den Mowag kauft ein Sammler, der dreimal im Jahr zu `nem Treffen fährt und mit dem Auto glücklich wird wie es ist.


    Wie gesagt, meine Gedanke zu diesem Thema. hmmm


    Gruß Jozi.

  • Hallo jozi, und danke für deine Worte.

    Da sind wir aber glaube ich total unterschiedlich. Eine alternative zum Mowag wäre für mich nur der Pinzgauer und der Volvo. Aber auch bei diesen Fahrzeugen hätte ich umbauen müssen. Und sie gefallen mir einfach nicht so gut wie der Mowag.

    Ich habe mich vor dem Kauf sehr gut über den Mowag informiert und bin auch sehr glücklich damit. Vielleicht kommt das anders rüber dem ist aber nicht so.

    Es war schon vorher klar das der Mowag technisch nicht original bleiben wird. Da mein Ziel einfach ein Reisefahrzeug sein soll das meinen Anforderungen entspricht. Und dafür ist er für mich die beste Voraussetzungen. Endgeschwindigkeit ist für mich absolut okay, da es für mich einfach die totale Entschleunigung ist.

    Am Anfang wollte ich nen Diesel einbauen, da kenne ich mich auch einfach mehr aus. Aber der Dodge Motor gefällt mir einfach gut und deswegen darf er bleiben und bekommt ne LPG Anlage. Die aber rückstandslos wieder ausgebaut werden kann.

    Ich wusste zwar das die Achsen anfällig sind, aber nicht das es anscheinend so extrem ist. Aber ich bin mir sicher dafür finde ich eine Lösung. Und wenn ich mir im Notfall Steckachsen anfertigen lasse.

    Dank Benedikt bin ich ja auch schon ein ganzes Stück weiter gekommen was da überhaupt verbaut ist. Und Sperren gibt es für diese Achsen auch in der USA wie ich in einigen Shops gesehen habe.


    Ich wollte mir ein für mich perfektes Reisemobil bauen und das Ziel werde ich weiter verfolgen.

    Von außen soll er weitgehend original bleiben. Weil ich ihn so einfach mag.

    Ich glaube da haben wir einfach andere Ansichten dazu, aber ich kann gut verstehen das es Leute gibt die nicht meine Meinung teilen. Und davon gibt es in diesem Forum sicher einige.

    Und für einen Sammler ist er schon lange nichts mehr, da er innen zum Wohnmobil ausgebaut ist.


    Grüße Micha

  • Schönen guten Abend ?, Benedikt kannst du mir vielleicht sagen was das für eine Achse in meinem Link ist?

    https://drive.google.com/file/…1EMLIVE9aZjlSRU1uUXM/view


    Das müsste die Achse aus dem Mowag sein. Aber wenn ich dann Dana 44 oder 70 in Google eingebe wird bei denen immer das Differential von vorne geöffnet. Das Differential auf dem Bild aber ja von hinten. Wie das im Mowag.

    Vielleicht kannst du mir da ja weiter helfen.