Suche Handreibahle 30N6

  • Hallo zusammen,


    um eine Übermaßpassung definiert herstellen zu können, benötige ich eine Handreibahle 30 mm mit der Toleranzklasse N6 (zur Not ginge auch N7).

    Obgleich man bei ebay mit Reibahlen totgeworfen wird, sind die meisten H7 oder der Verkäufer hat keine Ahnung, was Toleranzklassen überhaupt sind :no:

    Bei ebay-Klaz ist eine 30N7 drin, die ist aber leider schon verkauft.

    Vor dem Neukauf schrecke ich momentan noch etwas zurück, da:

    • ich zum einen noch nichts Online fand
    • der Preis mich wohl erst mal erden wird.


    Daher die Frage, kenn jemand eine (preiswerte) Quelle, oder hätte jemand vielleicht sogar so ein Teil und würde es verleihen (natürlich gegen Unkostenerstattung).


    Gruß


    Peter

  • verstellbare Reibahale nehmen.

    Das Problem ist, daß die Bohrung ja auf Untermaß bleiben muß. Sobald also die Buchse hinein paßt, ist es zu spät. Ich bräuchte dann einen separeten Prüfdorn mit Untermaß (Gut-Seite) und mit Nennmaß (Ausschuß-Seite). Aber wenn die reingeht, ist es auch zu spät.

    Auch bei dem Prüfdorn bleibt das Beschaffungsproblem.


    Gruß


    Peter

  • Du kannst doch ohne Probleme Probebohrungen machen...natürlich experimentiert man nicht am Werkstück.

    Ich habe eine Reibahle um die 20mm...komme super damit klar.

    Verstellbar heißt du kannst die so einstellen wie du die brauchst ..selbst zehntel Untermaß ..oder Millimeter .


    Verstellbare Handreibahle HSS 29,5 - 33,5 mm YT-28964

    https://www.arturus24.de/verst…2eYAwkEAQYASABEgKOD_D_BwE


    Verstellbare Reibahlen kosten wirklich nicht viel.

    such dir eine passende.. nicht den billigsten Chinamüll nehmen!!!



    Prüfdorn ist kein Beschaffungsproblem, Bolzen drehen oder schleifen lassen...du wirst den ja nicht täglich zum Prüfen nutzen wollen.

    Meine alte Drehmaschine von 1941 dreht auf eine Länge von 150 mm ein hundertstel konisch.

    auf 150 mm!!!!!

  • Ist das zubearbeitende Teil beweglich, so dass es auf eine Honbank könnte? Wahrscheinlich nicht..., Du fragst ja extra nach einer Handreibahle.


    Eine verstellbare Maschinenreibahle habe ich wahrscheinlich in passender Größe da. Bei den Handreibahlen muss ich nach den Toleranzklassen gucken. Falls was dabei ist, leih ich sie Dir gern, auf das Versprechen, dass sie nur rechtsrum gedreht wird ;)

  • Habe auch nur verstellbare...

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.


    Für mehr Integration von Bevölkerung mit Emissionshintergrund
    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Gut schmieren dann werden die Bohrungen kleiner ^^

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  • Werde die Woche die Augen mal aufreißen

    Aufreiben - nicht aufreißen ^^

    Obgleich das Ergebnis nicht wirklich befriedigt und eher an aufreißen erinnert. Zu deutsch, die mit H7 aufgeriebenen Bohrungen sind eindeutig zu groß. Wie viel sie zu groß sind kann ich noch nicht sagen, nun steht erst mal die Organisation eines Innenmikrometers auf dem Plan.

    Da ich ja 'freihändig' reiben musste, hat die Reibahle gerattert und somit wohl auch zu einem unerwünschten Übermaß beigetragen.


    Also neuer Plan: Materialauftrag durch Flammspitzen (war ja für das ausgeschlagenen Auge eh schon geplant), dann neu reiben. Entweder finde ich doch noch was in N6 (bei ebay gäbe es gerade was in N7- aber als Maschinenreibahle mit Mk3 - da fehlt mir die passende Maschine zu) - oder doch mit 'ner verstellbaren Reibahle und ständigem nachmessen.


    Gruß


    Peter

  • Wenn ich da mal meinen Senf dazugeben darf: Sofern das zu bearbeitende Werkstück noch einigermaßen

    transportierbar und auf einen Maschinentisch spannbar ist, würde ich einen solchen Durchmesser nie

    reiben, sondern zu jemandem mit einer ordentlichen Fräsmaschine bringen, der das Teil aufspannt

    und dann das Paßmaß sauber ausspindelt (eine Bohrungsbearbeitung mit einem einschneidigen Werkzeug,

    wie eine Art Drehstahl, nur daß dabei das Werkzeug rotiert und nicht das Werkstück).


    Eigentlich nutzt beim heutigen Stand der Fertigungsmaschinen schon seit vielen Jahren kaum noch jemand

    Reibahlen im Produktionsprozeß, weil die Herstellung von Paßmaßen mit den Dingern einfach viel zu

    Fehlerbehaftet und nicht Prozeßsicher ist.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • also wenn ich sehe, wie oft wir beim maschinen zusammenbauen ausgespindelte passungen nacharbeiten, dann ist dort kein "fortschritt" zu erkennen.


    außerdem geht es ja darum, wellen aus den 50ern mit methoden aus den 50ern (handarbeit) instand zu setzen ;)

  • Reibahlen sind eigentlich wiederholgenau, wenn die Umfeld Parameter stimmen. und wiegesagt Die Schmierung bzw. das Schmiermittel selbst kann beim Reiben sehr viel am Passmaß beeinflussen, sowohl von Hand als auch Maschinell.


    Wenn es aber ums nachreiben einer Kreuzgelenkbohrung geht, würde ich das nicht von Hand machen, sondern ordentlich aufgespannt und Eingerichtet auf einer Maschine.


    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
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