Vaupel-SEA-Anhänger

  • Hallo,


    wie hier Generatoranhängers (ex LSHD) schon angekündigt, habe ich für unseren Verein den bei ebay angebotenen Stromerzeuger-Anhänger ersteigert.

    Vor zwei Wochen war es dann soweit - mein Kollege Mathias und ich haben ihn abgeholt. Von Kiel in die Gegend von Pforzheim ist es doch eine ganz schöne Fahrerei, die das dann zu einem mehrtägigen Unternehmen gemacht hat. Freitag nachmittag begann die Hinreise, in Pfungstadt nahe Darmstadt wurde übernachtet und am Samstag morgen verladen.



    Wie erwartet gab es Schwierigkeiten mit den Abmessungen (warum gibt es kaum Mietanhänger mit einer größeren Ladebreite als 1,50 m?).

    Darum hab ich zur Reduzierung der Breite erstmal die Kotflügel abgebaut.



    Der Verkäufer war sehr nett und hat mit großem Gerät fleißig die Verladung unterstützt:




    Er hatte auch viele andere hübsche Spielsachen z.B. alte Trecker; ich konnte mich kaum lösen...

    Dann mußten wir zurück:



    (Bitte keine Hinweise auf den noch nicht gesteckten Anhängerbeleuchtungsstecker, das wurde natürlich noch erledigt...)


    VG

    Andreas

  • weiter gehts:

    Am Sonntag wurde dann abgeladen, leider diesmal ohne Radlader/Gabelstapler und unter beengten räumlichen Verhältnissen:



    Die Rampen waren da schon weggeräumt.

    Zu meiner großen Überraschung läuft der Anhänger sehr leicht und verträgt sich wunderbar mit meinem Polo:



    Ein kurzer Check der Elektrik ergab, daß diese bis auf eine Rücklichtbirne sogar vollständig funktioniert hat. Allerdings hab ich sie trotzdem erstmal komplett entfernt, da nach Möglichkeit der ursprüngliche Schaltplan auch wieder hergestellt werden soll. Außerdem war mir das alles nicht so richtig wetterfest:



    VG

    Andreas

  • Mathias, der freundlicherweise den Platz für die Restaurierung zur Verfügung stellt, ist täglich damit beschäftigt, alle Schraubverbindungen mit WD40 zu behandeln. Er hat auch schon etliche Anbauteile abgebaut und insbesondere die vom Vorbesitzer als Bodenplatte reingelegte OSB-Platte entfernt. Darunter fanden sich mehrere kleine Wespennester, die vorsichtig umgesiedelt wurden. Ein weiteres tauchte nach Abbau des Ersatzrades auf...


    Da ja auch eine Zulassung geplant ist, würde ich hier schonmal um Hilfe bitten:

    Wir bräuchten eine Briefkopie oder technische Daten oder alles, was es so dazu gäbe, denn bisher konnte ich auch kein Typenschild finden. Typenschilder für Deichsel und Bremsanlage sind vorhanden (Eisenwerke Grümer), die Achse ist von BPW.

    Gibt es dazu sowas wie eine TDV, die auch das Stromaggregat selbst und die Einbauten abdeckt?


    VG

    Andreas

  • Hallo,


    nachdem nun eine Weile nichts sichtbares passiert ist, haben wir heute versucht, die Auflaufbremse gängig zu bekommen. Hat zufällig jemand Unterlagen dazu? Bisher hab ich mich an der TDV von meinem BW-Eintonner orientiert, aber so ganz übertragbar scheint das nicht zu sein.

    Sehe ich richtig, daß man hinten an der Zugstange den quer eingebauten Spannstift rauskriegen muß und dann die Stange nach vorn rausgehen müßte?


    VG

    Andreas

  • Hallo,


    mal zwei ganz blöde Fragen:

    Wofür sind die großen runden Löcher außen an der Heckschürze?

    Weiß zufällig jemand, was der Anhänger original für Rückleuchten hatte?


    Gemäß Lochbild könnte er die runden BW-Zweikammerleuchten gehabt haben, evtl. sogar mit Tarnbremslicht. Zumindest war eine der BW-Kennzeichenleuchten neben dem linken Rücklicht, allerdings wurde das Gehäuse modifiziert, weil die Einbaulage nicht zur Ausrichtung des originalen Lichtfensters in Richtung Kennzeichen passte. Darum schließe ich drauf, daß hier ggf. mal ein Tarnbremslicht gewesen sein dürfte. Allerdings habe ich keinerlei Hinweise auf eine andere Kennzeichenbeleuchtung gefunden.


    Wenn also jemand ein Foto vom Originalzustand so eines Anhängers von hinten hat, wäre ich für ein Posting sehr dankbar.


    VG

    Andreas


    PS: die Frage nach Unterlagen zur Bremsanlage ist noch aktuell...

  • so, weiter gehts...


    Nachdem noch eine weitere witterungsbedingte Pause eingelegt werden mußte, konnte nun Platz im Carport geschaffen werden und wir haben dann gestern mal wieder was gemacht:

    Der Aufbau wurde abgehoben, die Bodenplatte erstmal von einem Eimer Schmutz und Sägespänen befreit und begonnen zu begradigen. Damit meine ich, daß die abgeflexten Reste von irgendwelchen senkrecht auf die Platte geschweißten U-Profilen entfernt wurden.

    Auch wenn der Anhänger zukünftig einen anderen Verwendugszweck haben wird, möchte ich ihn so original wie möglich belassen, daher hab ich erstmal nur die Teile abgeflext, die offenichtlich nachträglich irgendwann mal draufgebraten wurden. Erkennbar war das an den schlechten und nicht wie die Originalteile überlackierten Schweißnähten.




    Auch sind jetzt die Klemmschrauben an den hinteren Stützrohren wieder gängig. Leider sitzen die Rohre trotzdem noch in ihrer Führung fest, aber das dürfte sich mit WD40 und Zeit auch lösen.


    Es wäre nett, wenn einer derjenigen, die so einen Anhänger restauriert haben, erklären würde (gern auch mit Bild), wozu die einzelnen Teile gedacht sind. Auch sind die obigen Fragen nach den originalen Rücklichtern, Unterlagen zur Bremsanlage und den Löchern außen an der Heckschürze noch nicht beantwortet.


    Simon87 : Du hast eine PN.

    Die Löcher vorn im Aufbau meinte ich nicht, freue mich aber trotzdem über die Antwort.

    Ich meinte die Löcher außen direkt neben den Rücklichtern im senrechten Heckblech.


    VG

    Andreas

  • Hallo,


    wir sind zwar noch nicht auf Seite 2, aber ich gehe doch recht in der Annahme, daß der Anhänger ursprünglich komplett, also auch das Fahrgestell usw., in RAL 7008 lackiert war?


    Weiterhin suchen wir eine zivile 40mm-Zugöse sowie eine NATO-Zugöse für diesen Anhänger. Die Verzahnung hat 37 Zähne und ca. 80mm Durchmesser und dürfte damit identisch zum Pulverlöschanhänger sein. Eine Bezugsquelle oder ein Hersteller würde mir schon reichen.


    VG

    Andreas


    Löschknecht

    Danke für den Tip, der meine Vermutungen bestätigt hat.

  • Hallo Peter,


    ich wäre interessiert. Momentan plane ich gerade die Abholung weiterer Teile in Melle und Celle, daher bitte Info, ob eine Abholung wochentags tagsüber möglich ist. Ich versuche, das in einer Tour zu koordinieren.


    VG

    Andreas

  • Liebe Leute,

    ich bin neu hier und habe mich extra wegen dieses Beitrags angemeldet.


    Ich bin ebenfalls im Besitz des gleichen Anhängers und plante bis vor kurzem, diesen zum Campinganhänger umzubauen.

    Das Projekt aber ruht derzeit, wegen Vollzeitjob, Familie, Haus und anderen Hobbies.


    Mein Anhänger befindet sich in einem tollen Zustand und hat von mir bereits neue Heidenau P29 gespendet bekommen. Ich habe ebenfalls die klassische Kugelkopf- als auch die LKW-Zugöse dran.


    Leider fehlen mir für alle drei Türen die Schlüssel und eine scheint abgeschlossen zu sein. Wisst Ihr, wo ich Ersatz bekommen kann?

    Die Substanz bei meinem Anhänger ist enorm gut - er hat nur wenig Flugrost. Er ist zwar Bj. 65, aber seit 84 abgemeldet und stand wohl die meiste Zeit UV- und wettergeschützt. Die Bremsen sind frei, der Handbremshebel funktioniert, rastet jedoch nicht ein. Knopf und Feder fehlen nur. Die Beleuchtung funzt super, trotz Birnchen aus der Nachkiegszeit. ;-)


    Bei meinem Modell fehlt das Stromaggregat - er ist damit leer.

    Kennt jemand das Leergewicht des Hängers OHNE Stromaggregat? Zum Wiegen müsste ich mit roter Nummer zu einer öffentlichen Waage fahren - nur sind rote Nummern kaum noch zu leihen.


    Was ist bei meinem noch zu tun:

    - Bremsen-Check, gfs. neue Beläge, Trommel säubern

    - Gummimanschette an der Auflaufeinrichtung erneuern, die ist bretthart

    - Auflaufeinrichtung (sieht total clean aus) checken, schmieren...


    IM Netzfindet man das Modell auch teilweise mit 850kg zul. Gesamtgewicht - ich denke, hier kann man bei gutlauntem TÜV-Prüfer eine Auflastung vornehmen, gell?


    Welche Infos kann ich Euch geben (original Papiere vorhanden, Abmeldebestätigung von 85 ebenso), damit Ihr mit Euren Vorhaben weiterkommt?


    LG,

    Jan

  • Hallo Jan,


    die Griffe müßtest Du hier http://www.muehlinghaus.de/uploads/pics/R03.pdf bekommen. Sieh mal auf Seite 3-45. Bei der Firma könnte man sicher auch die Gummimanschette bekommen, hab ich aber noch nicht geprüft. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sie vorn 75mm Durchmesser und hinten 90mm.


    Das mit den 850kg kommt mir bekannt vor. Ich hab für unseren ja auch noch keine Papiere, aber ich hab hier mal eine Briefkopie bekommen, und da waren die 850kg sogar als Leergewicht angegeben, d.h. als Rüstsatz komplett. Für uns wäre das insofern interessant, weil er bei uns ja auch wieder Einbauten kriegen soll und dann nach Möglichkeit steuerbefreit als Arbeitsmaschine oder als Anhänger für Sportzwecke zugelassen werden soll.


    Unserer ist eigentlich auch in gar nicht so schlechtem Zustand, allerdings mit etwas mehr Flugrost.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,

    danke für Deine Antwort und den Tipp zu den Griffen!


    Kann ich Dir denn irgendwie eine Hilfe sein, mit meinen Papieren, oder weiteren Fotos - irgendwas, was Dir beim TÜV und der Wiederzulassung hilft?

    Viele Grüße,

    Jan

  • So,


    nun ein Update.

    Nachdem wir bereits vor ein paar Wochen mal die linke Bremstrommel abgehabt haben, sind wir zu meiner großen Überraschung auf eine verbogene Bremsbacke gestoßen, was erklärt, warum er nur auf einer Seite gebremst hat. Leider hatte ich den Tag meine Kamera nicht mit (war aufgrund des schönen Wetters spontan angesetzt worden). Das senkrecht auf dem Belagträger stehende Teil war an einer Ecke abgeknickt und wurde daher vom Bremshebel gar nicht erreicht. Es konnte gerichtet werden, der Belag wurde für gut befunden und nach Reinigen und neuem Fetten des Radlagers wurde alles wieder zusammengesetzt.

    Zwischenzeitlich ist der Anhänger vom Carport in die mittlerweile geleerte Garage umgezogen, so daß nun witterungsunabhängig gearbeitet werden kann.

    Beim letztenmal haben wir uns mit dem Richten des verbogenen Handbremshebels beschäftigt. Nun ist auch der Verriegelungsknopf wieder gängig und auch die Betätigungsstange wieder gerade. Davon hab ich auch keine Fotos gemacht, weil da nicht so richtig was sehenswertes angefallen ist. Nun wird es an die Lackiervorbereitung und Lackierung der Deichselteile gehen, damit dann auch die Handbremsmimik wieder zusammengebaut werden kann. Auch die rechte Bremstrommel wird noch abgenommen und das Radlager neu gefettet.

    Leider haben wir die hinteren Stützen noch nciht dazu bekommen, sich wieder bewegen zu können. Die Knebelschrauben sind zwar gelöst, aber die Stützen selbst sind offensichtlich in ihren Führungsrohren festgerostet.

    Hat jemand eine Idee, wie man das möglichst zerstörungsfrei beheben kann?


    VG

    Andreas

  • weiter gehts, gestern war dann die andere Bremstrommel dran. Erstmal die Nabenkappe ab:



    Da die Bremstrommel sich nach Lösen der Kronenmutter nicht bewegen wollte, mußte ein Hilfswerkzeug gebaut werden:



    Hier gab es keine Überraschung, nur den Schmutz der letzten Jahrzente:



    Nach weiterer Demontage stieß ich auch hier wieder auf eine verbogene Bremsbacke, hier allerdings nicht so stark geknickt wie auf der anderen Seite:



    VG

    Andreas

  • Stützen selbst sind offensichtlich in ihren Führungsrohren festgerostet.

    Hat jemand eine Idee, wie man das möglichst zerstörungsfrei beheben kann?

    Moin,

    in diesem Fall würde ich die Führungsrohre erhitzen. Dann mit gezielten Schlägen mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf der Stützen, sie versuchen zu lösen.