Wie wird Einstellritzel für die Bremsbacken richtig mit der Einstellschraube verbunden

  • Hallo Iltis-Fahrer,


    ich habe da mal eine kurze Frage. Bei uns kam die Tage die Frage auf, ob es ein spezielles Werkzeug bzw. einen speziellen Kniff gibt, um die Einstellschraube für die Bremseinstellung im Radbremsgehäuse zu bearbeiten, damit das innere Einstellritzel auf seinem Platz bleibt. Ich habe mir einmal einen Link vom Iltis-Shop.be geliehen, um zu verdeutlichen welches Bauteil gemeint ist. Die Schraube die ich meine ist die rot eingekreiste. Das Ritzel sitzt dann auf der Innenseite der Ankerplatte.


    https://www.iltisshop.be/remme…t-voor-remregeling-op-rem


    Die Truppeninstandsetzung sowie die Feldinstandsetzung nehmen keinen Bezug auf einen Wechsel dieser Schraube bzw. des Ritzels. Zumindest habe ich nichts darüber gefunden.


    LG, Michael

  • Weiß nicht, wie ich es richtig nennen soll, das Teil wird quasi festgepresst. Kann man eigentlich auf dem zweiten Foto in deinem Link ziemlich gut sehen …


    Soll aber auch schon mal jemand ein Loch mit Gewinde in den Bolzen gemacht haben um das Ganze mit einer Unterlegscheibe plus Schraube zu fixieren.


    Grüße

    Sirko

  • ...hm wenn ich mir das Bild so anschaue ist die Schraube mit 3 schnitten geschlitzt und die verpressung wird durch das vorhandene Loch erfolgen in dem

    da ein "dorn" die entstandenen "keile" nach aussen drückt. Damit ist die Einstellscheibe auf der Ankerplatte fixiert.

    Gruß
    Stefan


    www.ig-hmt.de


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  • Ich stelle mir das so vor, das beim Hersteller eine Maschine mit mehreren Tonnen Druck die Verpressung erledigt. Ich könnte mir auch vorstellen, das dabei die Schraube angeglüht wird.


    Wenn ich die Teile zusammenfügen müsste, im Falle eines Austauschs, würde ich es mit dem Schweißgerät machen.


    Gruß Jozi.

  • Hallo Zusammen,


    das Einschneiden von Stefan und das erhitzen von Jozi hören sich gut an. Wäre nur noch zu überlegen womit man pressen könnte. Als Zugabe sollte das ganze im "eingebauten" Zustand erfolgen, sprich das die komplette Ankerplatte am Fahrzeug verbleibt.


    Vielen Dank bisher für Eure Überlegungen.


    LG; Michael

  • das mit dem Verpressen kannst Du vergessen, meine ich. Da musst Du schon die komplette Halb-Achse abbauen und mit der Ankerplatte auf ne vernünftige >20t Presse.


    ich bohre da einfach nen 3,2mm Loch, schneide nen 4er Innengewinde und setzte das ganze mit ner passenden Schraube + Unterlegscheibe ein. Schraubensicherung mittelfest aufs Gewinde, dann vibriert es sich nicht los.


    hält bei mir und anderen schon seit Jahren.

  • Hallo,

    ich bau ungern Verbindungen ein, die ich nur schlecht wieder zerstörungsfrei lösen kann.

    Btw. wie schmierst du denn dann richtig ?

    deshalb: Umbau auf die geschraubte Lösung (auch wenn ichs noch nie wieder lösen musste, aber wenn, dann....)

  • Dann verrat mir mal, wie Du das im eingebauten Zustand "verstemmst"..... ich habe da keinen Weg gefunden.

    Du darfst nicht vergessen, dass da zusätzlich noch ne "dicke" Unterlegscheibe und ne Federscheibe unter die "Krone" kommt, das ganze muss man irgendwie zusammendrücken und dann muss man die Welle von der Seite her verstemmen, ohne hinten vernünftig gegen halten zu können.... mach mal :lol:


    Die Variante mit der Schraube ist viel einfacher und noch dazu notfalls demontierbar, wenn mal erforderlich.



    ich behandle das ganze dünn mit Kupferpaste, bevor ich es einbaue. Ebenso den eigentlichen Verstellmechanismus, der ja gerne fest geht und so erst das Problem verursacht.


    Aber jeder wie er mag :dev:


    Gruß

    Holger

  • Moin,


    Du das ist kein Problem mit ein bisschen handwerklichem Geschick. Ich hab beides schon gemacht, verstemmt mit Hammer, Dorn und Meissel und ich hab das auch schon mit der Schraube gemacht.


    Klar kann man es im letzteren Fall wieder demontieren, braucht man aber normal nicht. Hat 35 Jahre so funktioniert.. Wenn das Ritzel festgegammelt ist, wird es in den meisten Fällen ein Wartungsmangel sein. Bremse 1-2 mal im Jahr öffnen, sauber machen und schmieren (bei Geländeeinsatz insbesondere Wasser und Schlamm) jedes mal, dann hast du da auch keine Probleme.

  • Wie die Ankerplatte beim Munga von hinten aussieht bzw wie da die Anordnung der Einstellschrauben ist, weiss ich nicht, aber beim Iltis sitzen die ja etwas verdeckt und da haben wir es so gemacht: Einer hält von hinten zB mit nem Kuhfuss gegen, also verkeilt diesen und übt somit Druck von hinten auf die Schraube aus (so das sie nicht weg kann) und der Andere verstemmt von vorne (wir haben es mit Dorn und Meissel gemacht) die geschlitzte Schraube.


    Bisschen fummelig - ja das stimmt, trotzdem hat es bei uns ganz gut funktioniert. Bei dem anderen Iltis hatten wir es ebenfalls so wie auch von Vorrednern erwähnt, mit Loch bohren, Gewinde einschneiden und von vorn mit Schraube nebst U-Scheibe sichern gemacht. Ist wie überall - viele Wege führen nach Rom.

  • Ich hab da noch einen Lösungsansatz.... Der Vorbesitzer einer meiner Iltisse hat sich dazu ein Werkzeug zur Fixierung des Ritzels gebaut:



    Allerdings weiß ich nicht wie er das Ritzel mit der Schraube verbunden hat. Selbst hab ich das auch noch nicht gemacht, wobei bei einem Ritzel vorne Links schon seit Jahren ein Zahn fehlt :wacko: Aber gut geschmiert und vorsichtig gedreht, funktionierts schon lange... Never touch a running System :lachuh:



    183-Grüße, Alex

    Iltis schrauben ist ein dreckiger und undankbarer Job, aber irgendjemand muss es ja machen! :schweißen: