Nato-Anhängerkupplung & TüV

  • Ich war heute zur haupuntersuchung beim TÜV und wollte die Original Anhängerkupplung eintragen lassen, da sie ja keine e-Nummer hat, meine ich das dies nötig ist. Aber: sagt der TüV Ingenieur zu mir „muss nicht eingetragen werden“ :S

    Ich bin nun schon etwas irritiert hmmm .....

    Die Hauptuntersuchung und AU hat ein Kollege von ihm gemacht, er hat auch nicht beanstandet das sie nicht eingetragen ist.

    Wie sind eure Erfahrungen mit der NATO-Kupplung ?

    PS: Plakette bekommen ohne Mängel :thumbsup:


    Gruss

    Thomas

  • Bei meiner Emma eingetragen mit dem Zusatz "nur zur Verwendung mit Anhängern die mit Nato-Zugöse ausgestattet sind".

    Logisch, was soll man da sonst auch 'ranhängen? :T

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Hallo,


    der Prüfer hat nicht genau hingesehen.


    Er weiß, daß Anhängekupplungen mit e-Nummer nicht mehr eingetragen werden müssen.


    Hätt er genau geprüft wäre ihm der Fehler aufgefallen.


    Aber es gibt doch alle wg-Hakenkupplungen jetzt auch mit e-Nummer.

    Ggfs. von Ringfeder ein neues Typenschild schicken lassen.

    Für meine 50 mm - KUpplung hat es nichtmal was gekostet.


  • Ich habe nun beim Hersteller nachgefragt:


    lt. ABG ~F3226 ist diese Kupplung nur an Bundeswehrfahrzeugen zugelassen.

    Für den zivilen Einsatz liegt diese Genehmigung nicht vor.

    Sie können diese Kupplung vom TÜV eintragen lassen, was einer Einzelabnahme gleichkommt.


    Der Austausch des Typenschilds gegen eines mit ECE-Genehmigungsnummer ist nicht erlaubt.


    Dann muss die Kupplung ausgetauscht werden gegen RUwg K0E. Diese hat die entsprechende Genehmigung.

    http://www.ringfeder.de/int/pr…ngs_RUwg_K0D-K4D_2018.pdf



    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Angenvorth
    Auftragszentrum / Order Processing


    VBG GROUP TRUCK EQUIPMENT GMBH
    Girmesgath 5
    47803 Krefeld
    Germany


  • Hallo Thomas,


    war bei meiner AHK beim Mog das gleiche. Es gibt in deiner Nähe jemand, der dir das Ding

    abnehmen kann. Bei Interesse schreib mir einfach ne PN, dann geb ich dir die Kontaktdaten

    durch. Sollte aber nicht unbedingt eilen ;-)


    Gruß

    Simon

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Hallo.


    hatte ich doch geschrieben:


    wg - Kupplung


    F-Kupplungen brauchen einen Eintrag - keine Einzelabnahme.

    Geht hier aber seit 20 Jahren völlig Problemlos.

    Ich will mich nicht genau festlegen, aber es dürfte so an die 70,- EUR kosten.

    Braucht man aber eigentlich auch nur wegen der Versicherung.

    Die Sheriffs kontrollieren das schon lange nicht mehr.

    Wenn die AHK gut gepflegt aussieht, geht die durch jede Kontrolle.


  • lt. ABG ~F3226 ist diese Kupplung nur an Bundeswehrfahrzeugen zugelassen.

    Für den zivilen Einsatz liegt diese Genehmigung nicht vor.

    Sie können diese Kupplung vom TÜV eintragen lassen, was einer Einzelabnahme gleichkommt.

    Moin,


    das ist ein juristisches Problem: Die Bundeswehr hat dazumal die Hersteller/Lieferanten verpflichtet die entsprechenden Betriebserlaubnisse und Teilegutachten für die Fahrzeuge und deren Anbauten (wie Räder, Anhängeböcke, Kupplungen, etc) beim KBA zu erwirken und im Rahmen der Lieferungen an den Auftraggeber (die BW) zu übereignen.

    Somit kann zunächst niemand (TÜV, private Prüforganisationen, etc) mit den Kupplungen "etwas machen", da hat die BW Exklusivrechte.


    Der TÜV trägt die per Einzelabnahme ein, kann und darf sich dabei aber nicht auf die BW-Gutachten beziehen.


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • Hallo,


    wahrscheinlich rein theoretisch richtig.


    Bei mir steht aber die original F-Nummer aus dem Bundeswehrgutachten drin.


    Ich habe sogar eine K3D (ohne wg) umgebaut (Drehbank-Vierbackenfutter), so daß sie in die Stangenführung der K4Dwg passt.

    War auch einwandfrei einzutragen.


    Nachdem die Geschichte mit den e-Nummern aufkam, habe ich die Eintragerei dann abgebrochen.

    Den Vogel abgeschossen hat mal das hiesige Straßenverkehrsamt.

    Die wollten mal eine ASU-Bescheinigung für eine PKW-Anhängekupplung.

    Aber ist ja nun auch bei PKW's vorbei.



  • " Die wollten mal eine ASU-Bescheinigung für eine PKW-Anhängekupplung."


    Was für Idioten :lach::lach::lach:


    Wobei, wahrscheinlich war nur der falsche Textbaustein erwischt worden und die wollten eine ABE hmmm


    Gruß Birgit

  • Hallo,


    nee, nee.


    Schon richtig - ASU-Bescheinigung für Anhängekupplung.


    Die hatte ich aber nicht dabei - nur die ABE.


    Deswegen kein Eintrag.


    Habe ich dann bis zum Petitionsausschuß Ndrs. getrieben.



  • Hallo,


    bei der Zulassung meines Unimogs hatte ich damit auch Probleme. Bei der Abnahme hat der Prüfer verlangt, daß ich sie abbaue. Da mein Anhänger zu der Zeit schon da war, wollte ich das natürlich nicht. Ich hab daraufhin auf die Kriterien des Originalzustands zum H-Kennzeichen verwiesen und behauptet, damit wäre es ausgeschlossen, daß irgendwas abgebaut werden müßte. Ergebnis: Die Tarnbeleuchtung durfte dranbleiben mit dem Eintrag, sie im öffentlichen Verkehrsraum nicht zu benutzen und für die Anhängekupplung wäre eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Diese wollte das Landesamt für Straßenverkehr aber nicht erteilen mit der Begründung: "Wieso? Die Kupplung hat doch ein Prüfzeichen und kann eingetragen werden..." Erst nach langem hin und her hab ich dann doch eine Ausnahmegenehmigung bekommen. Seitdem hat aber auch noch nie jemand danach gefragt und meine Prüfstelle ist jedesmal begeistert, da Oldtimer-affin (mindestens ein Prüfer hat selbst einen Unimog).


    VG

    Andreas

  • Man sollte denken das es klare Regeln gibt....:stupid:

    Da der Ingenieur bei den ich den Termin hatte meinte sie müsse nicht eingetragen werden (und er etwas unter Zeitdruck war) hat ein anderer Prüfer die HU und AU gemacht. Dem hat weder die AHK, die (funktionsfähige) tarnbeleuchtung noch die Scheinwerfergitter interessiert.... :^:

    Gruss Thomas

  • Da ist wieder unser Dilemma!

    Einerseits wollen wir überall einheitliche und klare Regeln.

    Aber die könnten auch so aussehen, dass manches ganz eindeutig nicht möglich ist. Das will auch keiner.

    Ich glaube, wir werden noch lange mit solchen Einzelfallentscheidungen leben müssen.

    Zum Glück gibt es noch den Ermessensspielraum, auch wenn der immer seltener angewandt wird, da auch die Prüfer unter Druck stehen.

    Ein echter Gewinn wäre, wenn die fachlich von ihrem Arbeitgeber unabhängig und nur auf Grund von Vorschriften und ihrem Fachwissen agieren dürften.

    Trotzdem gebe ich den Traum von klaren positiven Regeln in unserem Sinne nicht auf!


    Wäre doch schön, wenn es eine Verordnung gäbe, in der drin steht, dass historische Behörden-Fahrzeuge mit allem ausgestattet sein dürfen, was in der Dienstzeit montiert war: Tarnlichter, Anhängerkupplungen, Blinklichter...


    Man wird ja mal träumen dürfen:^:

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Das wäre eine Idee.

    Nur müsste man das dann sehr gut formulieren und auf rege Beteiligung hoffen.

    Was dann beim Petitionsausschuss daraus wird, ist weiter offen...

    Das allgemeine öffentliche Interesse ist für sowas vermutlich zu gering, als dass man da Chancen hätte, eine Gesetzesänderung herbeizuführen.


    Einfacher könnte es sein, über die Oldtimer-Eigenschaften sowas in untergeordneten Verordnungen unterzubringen.

    Z.B.die "Richtlinie für die Begutachtung von „Oldtimer“-Fahrzeugen (VkBl 1997, S. 515)" und den darin enthaltenen "Anforderungskatalog zur Begutachtung von Oldtimern" vom TÜV Süd.


    Leider werden in den Anforderungen Anhängerkupplungen gar nicht erwähnt.

    Grüße von der Küste! Til


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