Rücklichter für M100

  • Hallo,


    kann mir jemand erläutern, welche Rücklichter der M100 haben müßte?

    Ich hab ja den Belgier von Philipp, der den Kasten mit den Iltis-Rückleuchten unter der Heckklappe hatte. Da dieser die Bodenfreiheit hinten doch sehr beeinträchtigt, wollte ich ihn eigentlich nicht wiederverwenden.

    Was wäre eine authentische (gern auch zulassungsfähige) Alternative? Ich dachte schon an die alten französischen Tarn-Rücklichter (einen Blinker würde ich dann dezent darübersetzen), bin aber nicht so überzeugt von der Qualität im Hinblick auf Korrosion und Spritzwasserdichtigkeit.

    Ich hätte theoretisch auch die neueren P4-Rückleuchten, weil damit auch Halter für diesen Anhängertyp mitgekommen sind, aber das ist mir eigentlich zu schwer und zu sperrig... (siehe auch hier: Suche ein französisches Mil-Rücklicht (P4 usw.) )


    VG

    Andreas

  • Die französischen Jeep-Rückleuchten sind sicher optisch und funktionell am Besten geeignet.

    Die originalen US-Leuchten mit den seltsamen Leuchteinheiten würde ich eher meiden.https://jeepest.com/fr/electri…e-us-stop-service-6v.html Bei den Franzosen kann man immerhin normale Leuchtmittel verwenden und damit auch zwischen 6, 12 und 24 V wählen.

    Die modernen P4-Lampen würde ich nur in Kombination mit einem entsprechenden Zugfahrzeug für gelungen erachten.

    Falls es beide nicht sein sollen, würde ich in jedem Falle auf epochegerechte, runde Rückleuchten setzen.


    Bei den französischen Leuchten gibt es verschiedene Varianten. An meinem Renault habe ich wohl die älteste Form mit Bajonettsockeln oben und unten in beide Richtungen, zur Verwendung mit den klassischen Jeep-Kabeln.https://www.jeepsudest.com/bou…v-ou-24v-la-paire/?fam=14

    Man könnte dann Zweifadenleuchten verwenden und eine Einkreisblinkanlage (Bremslicht blinkt)

    Spätere Varianten hatten eine roten Doppellinse mit einer Doppelfassung im Gehäuse. Ich habe diese Lösung ausprobiert, habe sie aber verworfen, da die Leuchtwirkung miserabel war. http://www.retroptic-auto.com/…-sev-marchal-2131775.html


    Ein guter Kompromiss könnten die folgenden Leuchten der Nachfolgegeneration sein: http://www.retroptic-auto.com/…e-sev-marchal-212700.html. Die äußere Form ist nicht ganz so schön geformt, da eher für den Einbau vorgesehen, aber immer noch besser, als die P4-Lampen oder was aus dem Standard-Zubehör. Man könnte da prima gefärbte Leuchtmittel einbringen. z.B. rot für das Rücklicht und gelb für Blink-Bremslicht. Muss man nur etwas suchen.


    Bei all diesen Lampen muss man sicher für eine gute Abdichtung selbst Sorge tragen, wobei der Deckel tatsächlich eine Gummidichtung enthält.


    Falls es doch zusätzlich gelbe Blinker sien sollen, könnte man vordere Tarnpositionslichter umbauen auf gelb. https://jeep-dodge-gmc.com/smi/description/jeep/WOA665REP Das würde stimmig und dezent aussehen. Oder man nimmt Halogen-Motorrad-Blinker von den bekannten Handelshäusern (Louis oder Polo). Das ist meine Lösung für den Renault gewesen und funktioniert gut und dezent, da die Gläser dunkel getönt sind, aber sehr hell leuchten. Solche Gläser könnte man natürlich auch in die Tarnpositionslichter reinfrickeln.


    Die Lampen würde ich alle seitlich am Kasten anbringen und so ist es auch vorbildgerecht.


    Zulässigkeit hängt natürlich vom Baujahr ab.


    So, da sollte erstmal reichen;)

    Grüße von der Küste! Til


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  • Ach ja, die Leuchte von retroptic, die ich verlinkt habe, mit dem klaren Glas, ist natürlich eine für vorne (Blinker und Positionsleuchte). Im selben Shop gibts auch eine mit rotem Glas zum selben Preis. Ein weiterer Unterschied ist natürlich das Tarnlicht.

    Grüße von der Küste! Til


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  • Hallo Til,


    erstmal vielen Dank für die erschöpfende Antwort. Auf das Lampenpaar bei Jeepsudest bin ich vor ein paar Tagen auch schon gestoßen und habe sie in die engere Wahl gezogen.

    Das mit der Bremsblinkleuchte wird schwierig, wenn das Signal nicht schon so vom Zugfahrzeug geliefert wird (was modernere Fahrzeuge dann ausschließt), daher komme ich wohl nicht drumrum, separate Blinkleuchten dazuzubauen. Du hattest ja schon diverse Links zu dem Thema geposted.

    Mein vordringliches Problem ist es allerdings, erstmal eine brauchbare Zugeinrichtung (Kugelkopf) herzustellen und mir Gedanken über die Zulassung zu machen (hab natürlich keine Papiere und bisher auch kein Typenschild gefunden, nur eine Fahrgestellnummer und die Angaben von Philipp). Notfalls hab ich noch die runden Hella-Dreikammerleuchten da, die ich für die Abnahme anbauen kann. Schön machen kann ich später...


    VG

    Andreas


    Wolltest Du denn am Renault beleuchtungstechnisch noch was verändern?

  • Das mit der Bremsblinkleuchte wird schwierig, wenn das Signal nicht schon so vom Zugfahrzeug geliefert wird (was modernere Fahrzeuge dann ausschließt)

    Das ist natürlich richtig. Aber hat das schonmal jemand ausprobiert? Wie sieht das aus, wenn man einen Anhänger, der für Zweikreis vorgesehen ist und keine separaten Blinker hat, an ein modernes Fahrzeug mit Einkreisanlage angeschlossen wird?

    Vielleicht könte man da was am Anhänger elektrisch ändern und per Schalter umschaltbar machen? Da bin ich als Elektro-Laie aber eher raus. Interessieren würde mich das aber trotzdem sehr...

    Der Vollständigkeit halber: Bei den französischen Anhängern mit den P4-Leuchten gab es einen Umschalter, um die Leuchten fallweise an P4 oder Hotchkiss als Zugfahrzeug anpassen zu können. Wäre sicher interessant, mal für einen solchen Anhänger einen Schaltplan zu bekommen. Ich such schon länger danach...

    Mein vordringliches Problem ist es allerdings, erstmal eine brauchbare Zugeinrichtung (Kugelkopf) herzustellen

    Hmmm. Da hilft wohl nur das Anschweißen oder Anschrauben von Universal-Kugelkupplungen. Für letztere Lösung benötigt man dann natürlich die ideale Kombination hinsichtlich Rohrdurchmesser.

    Wolltest Du denn am Renault beleuchtungstechnisch noch was verändern?

    Eigentlich schon. Ist aber erstmal zurückgestellt.

    Grüße von der Küste! Til


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  • Hallo Til,


    der Schalter ist mir an den Rücklichthaltern, die mit den P4-Leuchten gekommen sind, auch aufgefallen. Ich muß mal sehen, ob ich aus den Resten der Verkabelung was rausinterpretieren kann. Im amerikanischen Handbuch zum Original-M100 ist auch ein Schalter am Anhänger, der soll zwischen Normal- und Tarnbeleuchtung umschalten. Das liegt aber wohl mehr daran, daß der Jeep ursprünglich nur eine fünfpolige Steckdose gehabt hat und die für die verschiedenen Schaltzustände nicht gereicht hat. Damal gab es aber auch noch keinen Blinker...


    Was bei Einkreisanhängern an Zweikreis-Zugfahrzeugen passiert, ist ganz einfach: Der Anhänger blinkt, hat aber kein Bremslicht. Erfahrungsgemäß ist die Verkabelung dafür wenn überhaupt nur rudimentär vom Stecker bis zum Verteilerkasten vorhanden. Es gibt eine Relaisschaltung, um eine Einkreisanlage zu simulieren; mit der funktioniert aber dann die Blinkerüberwachung im Zugfahrzeug in der Regel nicht mehr. Außerdem bräuchte sie dauerhaft eine Stromversorgung, die ja normalerweise nicht unbedingt an der AHK-Steckdose (zivil) vorhanden ist. Daher soll sie dann an die Rücklichter angeschlossen werden. Das setzt voraus, daß man ständig mit Licht fährt, außerdem belastet man den Lichtkreis mit mindestens 2x21W zusätzlich. Ich halte da eigentlich nichts von, zumal ich auch nicht nachvollzogen habe, inwieweit die geforderte Vorrangschaltung Warnblinken vor Richtungsblinken vor Bremslicht funktioniert.


    Was meine Kugelkopfkupplung angeht, so gibt es da die von Dir beschriebene Lösung, die aber aufgund der vorgeschriebenen Höhe der Zugeinrichtung am PKW dazu führt, daß der Anhänger nicht gerade steht. Deshalb suche ich eigentlich nach einer Lösung, die die Kugelkopfkupplung am anhänger tiefer setzt. Sonst könnte ich wirklich den Iltislampenkasten hinten wieder anbauen...


    VG

    Andreas

  • Ach so. Das klingt sehr plausibel.

    Für manchen dieser Anhänger gab es ja Ringösen, bei denen man durch Drehung die Höhe verändern konnte.

    Aber wenn Deiner das hätte und das eine denkbare Lösung wäre, gäbe es ja dieses Problem gar nicht;)

    Könnte man vielleicht ein Rohr mit der richtigen Kröpfung schweißen (lassen)?

    Grüße von der Küste! Til


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  • Hallo Til,


    das mit der gekröpften Zugöse hab ich auch schon gesehen, hat meiner aber nicht.

    Die Zugöse wird von vorne in eine Aufnahme geschoben und hinten dann mit einer zentralen Mutter gehalten. Deshalb hab ich Bedenken, ob das mit einem Rohr geht, wenn da noch Gewinde draufgeschnitten werden muß. Ich glaub, ich muß das Teil mal ausbauen und jemanden fragen, der sich mit Metallbearbeitung auskennt, denn es ist ja auch noch ein Bund als vorderer Anschlag an der Zugstange dran.

    Ich finde mich schon damit ab, mit dem schrägstehenden Anhänger zu leben. Ich hab auch schon drüber nachgedacht, die Aufnahme einfach umzudrehen und auf dem Kopf stehend einzubauen, aber damit würde ich die Stütze vorn verlieren (die dann nach oben klappen würde).


    Wenn Du Schaltpläne vom P4 und Hotchkiss hast, könnte ich vielleicht was über den Schalter rauskriegen.


    VG

    Andreas

  • Die Pläne für die beiden Autos findet man problemlos im Netz.

    http://www.willysjeep-m201.de/elektrik.htm

    Aber das hilft ja leider bei der Verkabelung des Anhängers nicht weiter.

    Hier noch was zu der gekröpften Zugstange: http://m201.pagesperso-orange.fr/Remorque.htm

    Hier ein Link zur Beschaffung der geraden Variante: https://www.jeepsudest.com/bou…neau-plat-de-timon-ecrou/

    Hier gibt es die gekröpfte Variante: https://jeep-dodge-gmc.com/smi…morque%20benhur/AMB14047C

    Keine Ahnung, ob die Teile austauschbar sind.

    Und zum Umschalter der Lichtanlage noch ein Bild: http://m201.pagesperso-orange.…e_fichiers/Rem-BT1482.jpg

    Grüße von der Küste! Til


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  • Hallo Til,


    erstmal danke für die Links. Die gerade Zugstange würde ich auch bei Neiske & Pinn kriegen, da ist sie aber etwa 100,- teurer als in Frankreich.

    Meine Halterungen sind genau die, die auch an den Anhängern auf den Bildern drauf sind (und reichlich schwer sind...). Ich hab mir eben mal in der Garage den Schalter angesehen, aber da die meisten Adern abgeschnitten sind, konnte ich nur zwei Leitungen zu dem danebensitzenden Rücklicht erkennen sowie ein oder zwei Brücken von einer zur anderen Schaltebene. Der Schalter selbst ist ein dreipoliger Umschalter.

    Da ich die Rücklichter selbst bei der Arbeit liegen habe und noch nicht die Steckerbelegung des runden sechspoligen Anschlußsteckers ermittelt habe, kann ich da erst nächste Woche was zu sagen.

    In den Original-Schaltplänen sind beim Hotchkiss nur Rücklicht und Bremslicht an der Steckdose, eine Blinkanlage ist gar nicht da. Ist die Steckdose beim P4 genauso belegt wie bei uns (davon ausgehend, daß das auch die gleiche Dose ist. Ich bin ja mit französischen Fahrzeugen nicht so bewandert.)?

    Ich werd wohl mal am Wochenende den Anhänger selbst untersuchen, aber da ich ihn ohne Rücklichter gekriegt habe, verspreche ich mir da nicht so viel von.

    Interessant fand ich aber im Text des ersten Links die Aussage, man hätte geteerte Baumwoll-Leerrohre zur Kabelführung verwendet. Das wäre für Deinen Renault interessant, wo man die herbekommen könnte.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    wenn Du einen Belgier hast, dann ist es kein M100.

    Leider hat es sich so eingebürgert und steht teilweise auch so in den Papieren eingetragen, doch ist ein M100 ein US Anhänger, der aus einem Willys MBT für den M38 und M38A1 "Kampfwertgesteigert" wurde.


    Man nehme einen MBT und baue die E Anlage auf Wasserdicht und 24 Volt um. Mit dem dicken 12 poligen Anhänger Stecker und den Standart M-Serie Rückleuchten.

    Dann nimmt man anstatt Combat Felgen vom MB, die einteiligen wie vom M38 oder M38A1 und nimmt 700x16 Reifen mit NDT Profil.

    An den Ecken der Wanne noch jeweils einen Griff angeschweißt und an die Stirnwand noch eine Blechkiste angeschraubt, damit die Plane verstaut werden kann und das Anhängerkabel bei den frühen Modellen mit einem Stecker an beiden Enden. Dann noch längere Sicherungsketten, denn anders als beim MB oder GPW, wurden die Sicherungshaken beim M38 und M38A1 nicht in die Ösen womit die Anhängerkupplung verschraubt wurde eingehangen, sondern in die hinteren lifting shakles.

    Der M100 hat somit folgerichtig, exakt die gleichen Abmessungen wie der MBT oder T3.


    Folglich sind die einzigen "richtigen" Rückleuchten weder die Französischen, noch die WW2 Rückleuchten, sondern die ab den 50er Jahren verwendeten wasserdichen, runden Rückleuchten von Autolite, ACCO, DC, usw.

    Diese hatten immer Fassungen für normale Glühlampen und unterscheiden sich je nach "Baujahr" nur in Details, wie die Aufnahme der Fassungen im Gehäuse, oder das die späteren keine Linse mehr aus Glas hatten, sondern eine aus Kunststoff.


    Die linken Rückleuchten haben drei Fassungen ( oben links Rücklicht, oben rechts Bremslicht , unten Tarnstandlicht), die rechten nur zwei (oben Tarnbremslicht, unten Tarnstandlicht).

    Da der M100 den 12 Poligen Stecker verbaut bekommen hatte, brauchte man anders als bei den Vorgängermodellen MBT und T-3, keinen extra Schalter zum Umstellen auf Tarnlicht.

    Das wirst Du wohl nicht im M100 TM gelesen haben, sondern im MBT Handbuch aus den 40er Jahren.


    Als die Army dann Anfang der 60er Jahre die Fahrzeuge mit Fahrtrichtungsanzeigern versah, wurden anfänglich die rechten Rückleuchten gegen linke getauscht und das somit fehlende Tarnbremslicht als externe Lampe mit einem Gehäuse eines vorderen Tarnstandlichtes mit einem geänderten Tarneinsatz, hinten rechts am Fahrzeug montiert.

    Auch wurden für den Blinker extra Blinkleuchten in orange vorne und hinten angebaut, welche es heute noch im Hella Sortiment gibt.


    Somit hätte man alle Funktionen, die man braucht, oder nicht braucht original zur Verfügung.


    Jetzt kommt das Problematische.


    Es ist gar kein "echter" M100, sondern ein Belgier.

    Der Anhänger ist anders Verkabelt, als das Zugfahrzeug ( nicht ganz so einfach, wenn es ein zivil PKW sein soll).


    Nur braucht man eine Tarnlicht Funktion an einem Anhänger, der hinter einem normalen PKW hängt, abgesehen davon, ob man ein Tarnlicht überhaupt braucht?

    Ich Persönlich stehe da unheimlich drauf, wenn meine Anhänger hinter einem Jeep hängen. Brauchen = nein - haben = ja - dürfen= anderes Thema.


    Ein großer Vorteil ist, das beim original, die Zuleitungen für das Tarnstandlicht über zwei Kabel erfolgt, womit es relativ einfach ist, wahlweise entweder die Blinker, oder die Tarnleuchten benutzen zu können, wenn man die Kabel umklemmt und andere Rückleuchtendeckel verwendet.


    Die Amis hatten dann für die Blinkleuchten eine Relaisbox verbaut, da ja später, bekannter Weise das Blink und Bremslicht über eine Glühlampe in der Rückleuchte geschaltet wurde.

    Diese Relaisbox wurde dann später durch den Standart Lenkstockschalter mit einem normalen Blinkrelais ersetzt.


    Das macht die Sache dann wahrlich schwer, will man den Anhänger, der original verkabelt sein soll hinter einem "normalen" Fahrzeug bewegen.


    Da bleibt eigentlich nur ein Sinnvolles Umklemmen über.


    Die gekröpfte Zugöse haben die Franzosen vom Ben Hur für die 1/4ton Anhänger übernommen.

    Somit kann man, einfach ausgedrückt, wenn es schnell gehen muß, die kleinen Anhänger an große Fahrzeuge hängen und große Anhänger an kleine Fahrzeuge.

    Doch auch diese gekröpfte Zugöse gab es beim US M100 nie.

    Das nur mal so zum "US" M100 und der US Elektrik.


    Bei den Belgiern und Franzosen bin ich mehr außen vor.

    Dafür braucht der US M100 keine geteerte Baumwoll-Leerrohre zur Kabelführung, da tun es zwei Rollen schwarzes ISO Band und es ist wie original.



    Das soll keine Belehrung oder Klugscheißerei sein, sondern nur Zeigen, das M100, nicht gleich M100 sein kann.


    Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    vielen Dank für Deine erschöpfenden Antworten.


    Daß ich keinen echten M100 habe, sondern einen Belgier, ist mir schon bewußt. Ich hab die Bezeichnung lediglich als Sammelbegriff verwendet, da es dadurch sicher den meisten eher geläufig ist, wovon ich spreche als wenn ich einen Schmidt TLR 0,25t erwähne.

    Was die Verkabelung angeht, hab ich damit überhaupt kein Problem, weil ich die sowieso komplett erneuern muß. Die Rücklichter incl. Verkabelung fehlten beim Kauf und der Klemmkasten ist irgendein Plastikkasten aus der Hauselektrik, den ich mit Sicherheit nicht weiter verwenden werde. Wiederverwendbar ist nur das Kabel mit Stecker zum Zugfahrzeug. Zusätzlich werde ich eine zivile Steckdose vorn anbringen, so daß ich ihn mit einem separaten Kabel an alle möglichen Zugfahrzeuge anpassen kann. Wer sich schonmal mit den Bundeswehranhängern der ersten und zweiten Generation und ihren Schaltplänen beschäftigt hat, übernimmt diese einfach, weil sie nahezu alle Eventualitäten abdecken. Ein Muster für diese Universalelktrik ist gerade bei unserem Vaupel-Anhänger im Entstehen.

    Hast du nähere Informationen oder einen Schaltplan für die von Dir erwähnte Relaisbox?


    Das mit den geteerten Baumwoll-Leerrohren bezog sich auch nicht auf meinen Anhänger, sondern auf die schon länger geplante Erneuerung der Elektrik an Tils Renault.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas!


    Um auf deinen Eingangs-Post zu kommen:

    Du hast einen belg. Anhänger mit Iltisleuchten unter dem Heck?

    Warum nicht die (guten, wasserfesten, optisch passenden) Iltisleuchten nehmen und vertikal an die Seite neben die Heckklappe verfrachten?

    Ich habe da ganz sicher ein Bild von, wo das bei der Armee so gemacht wurde. Suche aber noch. ;-)


    Gruß

    Pitter

  • Hallo Pitter,


    wenn ich ehrlich bin, hab ich über diese Variante auch schon nachgedacht. Ist beim Geroh-Anhänger ja auch so.

    Aber da ich ja sowieso irgendwas besorgen muß (sie fehlten ja), hab ich gedacht, ich informier mich mal über Alternativen.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas!

    ..wenn ich ehrlich bin, hab ich über diese Variante auch schon nachgedacht. Ist beim Geroh-Anhänger ja auch so.

    Aber da ich ja sowieso irgendwas besorgen muß (sie fehlten ja), hab ich gedacht, ich informier mich mal über Alternativen..

    Ah, dass die Leuchten fehlten, war mir nicht bewusst.

    Da du ja auf der Suche bist, hier einige Anregungen aus Belgien. :-)


    Die Seitwärts-Variante mit Iltis Leuchten: (kann man ordentlicher lösen, meiner Meinung nach)


    Ältere Seitwärt-Variante:




    Seitwärts Variante 2:


    Seitwärts Variante 3:


    Viel Erfolg!


    Pitter




    NB: wegen Kugelkopf hatte man das hier z.B. so gelöst :


  • Hallo Pitter,


    danke für die Bilder. Da ich schon öfter welche mit den runden Hella-Zweikammerleuchten gesehen habe, scheint das ja für einen Belgier authentisch zu sein. Darüber hab ich nämlich auch schon nachgedacht und da hätte ich auch noch welche...

    Ich muß nur nochmal erproben, die drei Funktionen Blinken, Rückleuchten und Bremsleuchten darin zu implementieren, ohne auf die Tarnbeleuchtung verzichten zu müssen oder die zusätzlichen Bremsleuchten verwenden zu müssen. Mir schwebt da schon eine Idee vor... :idee:

    Wäre Deine Zugdeichsel wirklich so zulässig? Ich hätte ja wenigstens ein Zugmaul für Rundmaterial genommen.


    Aufgrund der großen Anteilnahme gleich die nächste Frage nach Vorschlägen:


    langes Nummernschild unter die Heckklappe mit Beleuchtung rechts und links

    oder

    langes Nummernschild auf der Heckklappe mit Beleuchtung darüber

    oder

    zweizeiliges Nummernschild (ggf. die schmale hohe Motorradvariante, wenn sie zwischen die Streben der Klappe passt) auf der Heckklappe

    oder

    andere Vorschläge?


    Hallo Til,

    ich hab vorhin auf der Suche nach einem Schaltplan irgendwo die Bemerkung gefunden, daß die gekröpfte Zugstange Bestandteil der Genehmigung ist, den Anhänger an den Renault zu hängen. Du darfst ihn gerne ausleihen, wenn er fertig ist /und ich eine gekröpfte beschafft hab)...


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    hier mal meine Variante mit seitlichen Rundleuchten und langem Nummerschild. Die Kennzeichen-Beleuchtung sitzt seitlich in den 2 -Kammer-Hellaleuchten drin, die dann so ausgerichtet sind, dass beide zur Mitte in Richtung Kennzeichen leuchten.



    Vielleicht hilft es ein wenig mit der Entscheidungsfindung. Übrigens ist meiner ein belgischer Schmidt.


    LG; Michael

  • Hallihallo!

    Die Zugdeichsel lag so in einem Anhänger direkt von der Armee, den ich besichtigt hatte. Der Armee ist da egal, ob das zulässig ist. "Was? Die Karre soll hinter einem Kangoo laufen? Okay, gib mir 10min!" :thumbsup:


    Nee hier in Belgien könnte man wahrscheinlich wirklich damit fahren. Anhänger unter 750kg müssen bei uns nicht angemeldet werden und brauchen kein TÜV. Dürfte bei euch schwieriger sein. Aber ging mir nur drum zu zeigen, wie das evtl aussehen könnte. :-)




    Die original Position für's Kennzeichen ist in der unteren linken Ecke der Heckklappe. Meistens ist dafür dann an der linken Lichtleiste irgendwo eine Kennzeichenbeleuchtung angebracht.


    Gruß

    Peter

  • Hallo Til,

    ich hab vorhin auf der Suche nach einem Schaltplan irgendwo die Bemerkung gefunden, daß die gekröpfte Zugstange Bestandteil der Genehmigung ist, den Anhänger an den Renault zu hängen. Du darfst ihn gerne ausleihen, wenn er fertig ist /und ich eine gekröpfte beschafft hab)...

    Da gibt es ein Problem:

    Mein Zughaken sitzt so hoch, dass die Räder des Anhängers kaum die Erde berühren werden.:dev:

    Trotzdem Danke!:thumbsup:


    Mal eine ganz andere Lösung:

    Seitlich lassische Leuchten anbauen (die französischen) und mit Verkabelung versehen, die an alte Mil-Kfz passt, die 24V und Zweikreis haben. Mit mil. Stecker.

    Dann an die Rückwand die folgenden Leuchten und dazwischen ein normales 52cm-Kennzeichen: http://www.anhaenger-beleuchtu…ba8e6f085c54e6e429bf77ab1

    Das dann mit normaler 13poliger Verkabelung für zivile Fahrzeuge.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Hallo Til,


    die Leuchten hatte ich auch gesehen, aber da der Anhänger seine Dreiecke auf den Kotflügeln hat und die auch noch gut sind, hab ich das erstmal verworfen.

    Die Zugstange soll dann ja auch nach oben gekröpft eingesetzt werden...


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ist eine Art Wohnkabine wie man sie von Pick-Ups her kennt. Anbei noch ein Foto von einem Treffen kurz nach Ankunft. Mittlerweile wurden die Spanngurte getauscht in schwarze Gurte.



    Bei weiteren Fragen dazu sollten wir aber auf PN wechseln. Ich möchte den eigentlichen Inhalts-Thread nicht zu sehr stören.


    LG; Michael