Erhaltungsladegerät

  • Nabend


    Frage an die Elektriker: Ich habe ein Nortec Erhaltungsladegerät das bei 25,2 Volt einschaltet und bei 27,6 Volt ausschaltet. Wenn die Spannung wieder auf 25,2 Volt gesunken ist sich wieder einschaltet und das Spiel beginnt von vorne. Es wird konstant mit 0,4 A geladen. Gerät funktioniert eiwandfrei und die Kontrollleuchten machen auch was sie sollen. Nun kann ich meine Batterien 24 h oder länger angeschlossen lassen aber die Spannung steigt maximal auf 25,26 Volt und nicht auf 27,6 Volt. Ist das normal? Was ist da los?

    Batterien sind neu, 63 AH, 610 A. Sie sind eingebaut und werden uber die Nato-Dose geladen.

  • Batterien sind neu, 63 AH, 610 A.

    Moin,

    bist du dir sicher mit den 610 A?

    Kommt mir extrem viel vor.


    Hat aber auch eigentlich nix mit deiner Frage zu tun.

    Hast du schon mal die Spannung direkt an den Batterien (einzeln!) gemessen?


    Und, wenn die Batterien neu sind, warum willst du dann laden?
    Natoknochen raus und gut ist. Die Batterien müssen locker 2 Monate die Ladung halten so das es für einen Start reicht.
    Und wenn du doch mal laden willst, dann warte wenigstens bis die Spannung auf unter 24V gesunken ist.

    Mit dem ewigen nachladen machst du dir deine Batterien nur kaputt.

  • Moin,


    Es macht zivil keinen Sinn hier diese Geräte permanent angeschlossenzu haben - bei Behördeneinsatz werden die Barterien stumpf während der jährlichen Pflegearbeiten getauscht - das machst Du ja sicher nicht immer.


    Lade Deine NATO Blocks auf und kontrolliere alle 2-3 Monate und lade ggf nach. Das reicht völlig aus.


    Ich habe zivile Starterbatterien in meinem 461 und diese „ruhen“ im Winter immer 4-5 Monate jedes Jahr - ich lade nie nach und der Wagen startet immer tadellos - mittlerweile sind die Starterbatterien 6 Jahre alt - noch keine Anzeichen von defekt - und wenn, dann kaufe ich wieder frische Landmaschinen-Batterien, die eignen sich perfekt dafür.

  • Hallo,

    mit den 610A ist der Startstrom gemeint, das ist der maximale Strom, den die Batterie für 30s abgeben kann, bis die Spannung auf 9V abgesunken ist.

    Bei 27,6V schaltet das Ladegerät ab und bei abgeschaltetem Ladegrät sinkt die Spannung dann immer. Eine maximal volle Batterie hat ca. 13,2V (2,2V pro Zelle), zwei Batterien in Reihe dann 26,4V. Maximal voll bekommt man zwei Batterien aber nur mit einer Ladeschlußspannung von ca. 28,8V über mindestens 1h und dann gast sie auch. 25,3V im Leerlauf ohne Ladung sind OK.

    Problem ist immer, wo man die Spannung misst, normalerweise sollte man direkt an den Polen messen.

    Gruß Stefan

  • Es macht zivil keinen Sinn hier diese Geräte permanent angeschlossenzu haben - bei Behördeneinsatz werden die Barterien stumpf während der jährlichen Pflegearbeiten getauscht - das machst Du ja sicher nicht immer.

    Moin,


    also Starterbatterien werden bei unserer Feuerwehr erst dann getauscht, wenn die platt sind, nicht einfach jährlich. Und das die an der Dauerladung angeschlossen sind, liegt daran das die ganzen Taschenlampen, Funkgeräte, Messgeräte, Wärmebildkamera usw. dauerhaft geladen werden.

    Und bei den Behörden wo ich bis jetzt gearbeitet haben, wurden auch keine Starterbatterien stumpf getauscht, sondern auch erst bei Defekt.


    Diese kleinen AGM-Akkus (Bleiflies) die in Schaltschränken als kleine Pufferbatterie bei Stromausfall dienen, wurden regelmäßig getauscht.


    Bei den Ladegeräten gibt verschiedene Typen:

    A. Einmal die, die einfach den Ladenstrom zurückfahren(wenn Akku voll ist) und die Spannung von ca 13.0v halten und fertig. Solche haben wir in der Feuerwehr.


    B. Die modernen Geräte machen solche Ladezyklen wo abwechselt Strom und Spannung hin und her schwankt und dadurch soll die Sulfatierung vermindert/verhindert werden und der Akku soll länger leben.


    An meinem ILTIS hängt im Winter Gerät B

    (Absaar EVO 6.0 158002 Automatikladegerät 12 V, 24V 6A 3A)


    ------


    Zu deiner Frage:

    Kann es sein dass das Ladegerät nur beim ersten Anschließen einmal bis 27.6v hoch lädt, dann runter auf 25,26 fällt und dann evtl im 15min Takt nur pulsartig mal 27,6v gibt, so zum auffrischen.


    Oder: 0,4A Ladestrom kommt mir wenig vor, kann das sein dass das nur für Akkus 30Ah-65Ah ausgelegt ist. Das es einfach mit den 2 ILTIS-Akkus überfordert ist. Was gibt deine Betriebsanleitung her?

  • es macht durchaus sinn, bei fahrzeugen, die wenig gefahren werden, ein dauerladen mit refresher(pulser) funktion zu betreiben, da die batterien sonst relativ schnell ihre kapazität verlieren und getauscht werden müssen. habe diese erfahrung privat ( bagger und rasenmäher) und beruflich mit unseren schulungsfahrzeugen machen können. neue batterien häufig nach kaum mehr als einem jahr hinüber. seit dem ich ctek dauerlader an jedem fahrzeug hängen habe, erreichen die batterien eine lebensdauer von 4 bis 6 jahren


    gruss

    hermann

  • Hallo

    Wir haben auch an jedem Fahrzeug ein Ladungs-Erhaltungsgerät.

    Na, ja am Duster und T4 nicht weil die täglich gefahren werden. Aber an jedem anderen.

    Die Traktoren bekommen auch noch welche, wenn Sie fertig gemacht sind.


    Wir haben damit nur gute Erfahrungen gemacht in den letzten Jahren.


    Fast alle über die Schweinenase.


    Grüße Birgit

  • Und ich habe an keinem Fahrzeug (Gabelstapler, wird nur ganz selten benutzt; T3 und Iltis, fahren über den Winter eigentlich nie) kein Erhaltungsladegerät und die Batterien sind alle älter 7 Jahre.

    Wahrscheinlich sind die sogar eher 10 Jahre alt, aber um das zu sehen müßte ich sie ausbauen. Ich weiß aber das ich seit Umzug in die neue Halle die Batterien noch nie gewechselt habe.


    Fazit: Soll jeder so machen wie er meint.

    Meine Erfahrung: Hält man die Batterie immer auf Voll, dann vergißt sie das sie bei Halbvoll eigentlich auch noch funktionieren kann. Sprich die Bandbreite wird immer kleiner.

  • Nun kann ich meine Batterien 24 h oder länger angeschlossen lassen aber die Spannung steigt maximal auf 25,26 Volt und nicht auf 27,6 Volt. Ist das normal?

    Das passt so, wie Stefan schon geschrieben hat.

    Die Batterien sind voll und das Ladegerät muss "nichts mehr reindrücken"

    Somit erhält es dann nur die Spannung.

    Meine Batterien lade ich nach und vor der Saison (04-10) einzeln auf.

    Meistens springt das Ctek Gerät (7A) nach wenigen Minuten auf Grün um.

  • Ich habe hintereinander zwei schweineteure Exide-Gel-Motorrad-Batterien mit so einem

    Erhaltungsladungsgerät gehimmelt. Die Akkus haben jeweils genau zwei Winter an

    dem Ladegerät mitgemacht, und nach dem zweiten Winter waren sie am Arsch.

    Reproduzierbar. Die dritte Gel-Batterie hat nie eine Erhaltungsladung bekommen,

    was sie dankbar mit jahrelangem Leben quittiert hat.

    Seither hänge ich keine Batterie mehr an so ein Teil.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Der erste Satz Batterien hat bei mir 10 Jahre gehalten, bei eher seltener Fahrzeugnutzung, ohne Erhaltungsladegerät. Das Fahrzeugs steht in einer unbeheizten Garage. Im Rahmen der größeren Instandsetzung standen die dann zwei Jahre unbeachtet in der Ecke. Das führte wohl letztlich zum Exitus.
    Wichtig ist halt u.a., dass keine Spannung an nur einer Batterie abgegriffen wird. Hinsichtlich des frühreren Batterietodes der rechten Batterie wurde im anderen Forum gemutmaßt, dass dies auf die höhere thermische Belastung durch die unter der Batterie verlaufende Abgasanlage zurückzuführen ist.
    Daher wurde zum jährlichen Seitentausch geraten.

    Auch ein später verbauter Balancer (wurde hier schon diskutiert) zog letztlich zu viel Ruhestrom. Hier empfehle ich, diesen nur bei laufendem Motor zu betreiben.

  • komisch, dass man bei diesem thema so unterschiedliche erfahrungen machen kann. vielleicht aber liegt es an unterschiedlichen definitionen von " wenig benutzen" .


    wenn ich eine normale blei säure batterie mit vielleicht 5% selbstentladung pro monat aus dem vollen ladungszustand für 10 monate nicht benutze, dann verliert sie ca. 50% und wir haben dann eine entsprechende menge bleisulfat auf beiden platten, die dann zum sulfatieren neigen. lade ich dann nicht nach, wird sich die kapazität einer eigentlich neuen batterie dann sehr schnell verringern, so jedenfalls meine erfahrung mit oben schon beschriebenen fahrzeugen.

    bei wirklich sehr selten benutzten kfz ( schulungsfahrzeugen, feuerwehr etc. ) ist m.E. ein guter dauerlader daher ein unbedingtes "muss".

    eine ständig voll geladene batterie über einen dauerlader, vorausgesetzt, er lädt mit entsprechend ausgelegter ladekennlinie, kann m.E. dann keinen schaden nehmen.


    aber ich lerne gerne was dazu.....


    gruß


    hermann

  • Moin,


    mit einen 10A Erhaltungsladegerät schaffe ich natürlich, eine Rasenmäher / Motorrad - Batterie die nur 8-12AH hat, auf dauer kaputt zu laden. Für solche Fälle gibt es Geräte mit 0,1-0,5A. Einige Erhaltungsladegeräte melden da beim anschließen direkt schon Störung, wenn das Verhältnis nicht passt.

    Ladegerät und Batterie müssen passen, dann gibt s da auch keine Probleme.


    Ob das nachladen überhaupt erforderlich ist, hat ja ganz andere Faktoren.


    Ein Gabelstapler mit einer großen Batterie drin, ohne irgendwelche Krichstöme oder evtl sogar mit Hauptschalter, und wenn er dann läuft, eigentlich keine Verbraucher hat, außer Bremslicht und dabei dann wegen der Hydraulik auch noch Motordrehzahlmäßig im Mittelfeld läuft und die Lichtmaschine in dem Bereich natürlich vernüftig Strom macht, hat dann auch eine volle Batterie.


    Ein Feuerwehrauto, das im Leerlauf aufer Straße absperrt und alles an Beleuchtung/ Umfeld- & Geräteraumbeleuchtung an hat, was Hella zu bieten hat (kein LED). Zieht sich die Batterien einfach leer, weil die Lichmaschine im Leerlauf (800 U/min) kaum Ampere leistet.


    Das nachfüllen von dest.Wasser muss man auch beachten. Bei billig Batterien leider oft nicht mehr möglich.

  • Eine Blei-Säure oder Blei-Gel Batterie kann man mit richtiger Erhaltungsladung nicht "kaputtladen".


    Voraussetzung ist, dass das Ladegerät überhaupt was taugt und man für den Batterietyp und die Kapaziät der Batterie das passende (Erhaltungs-)Ladegerät verwendet.


    Und einen Effekt, der die "Bandbreite" einer Blei-Batterie in der beschriebenen Weise verringert, kann man getrost in das Reich der Fabeln verweisen ...

  • Unsere Erfahrung mit Ladungserhaltung:

    Alle Fahrzeuge von November bis März nicht in Betrieb, bei allen Betriebspausen an der Erhaltungsladung.


    MAN 630: gebrauchte Batterien (Alter unbekannt) seit 6 Jahren eingebaut, Zustand einwandfrei

    KHD Jupiter: gebrauchte Batterien (Alter unbekannt) seit 8 Jahren eingebaut, wenig gefahren, Zustand gut

    Munga: neue Batterien seit 8 Jahren eingebaut, wenig gefahren, Zustand einwandfrei

    Peugeot P4: Batterien Alter unbekannt, bei Einbau vor 4 Jahren praktisch klinisch tot, wird wenig gefahren, mitlerweile Batterien auch bei tiefen Temperaturen wieder einwandfrei.

  • ...mit einen 10A Erhaltungsladegerät schaffe ich natürlich, eine Rasenmäher / Motorrad - Batterie die nur 8-12AH hat, auf dauer kaputt zu laden. Für solche Fälle gibt es Geräte mit 0,1-0,5A. Einige Erhaltungsladegeräte melden da beim anschließen direkt schon Störung, wenn das Verhältnis nicht passt.

    Ladegerät und Batterie müssen passen, dann gibt s da auch keine Probleme.

    Ja ne, is klar. Ganz blöd bin ich auch nicht :T

    Das Ladegerät war speziell für Motorrad--Gelbatterien

    ausgelegt, mehrfacher Testsieger und sicher kein billiger

    Krempel. Die Batterien waren trotzdem so tot, wie es

    Batterien nur sein können. Woran das letzendlich lag, weiß

    ich nicht. Ganz definitiv war aber die Gelbatterie ohne

    Erhaltungsladung halt nicht nach zwei Jahren im Eimer.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Moin,

    handelsübliche "Voltmeter" von z.B. Feinkost Albrecht oder Lidl hohnt Dich für ummem Zehner sind nur bessere Schätzeisen.

    Wenn das genau werden soll muss anderes Gerät eingesetzt werden (Fluke, etc).


    apropos Kaltstartstrom: Mein Erstkontakt mit den gewickelten Bleisäurebakterien von OPTIMA hatte ich vor Jahrzehnten in zwei Detroit Diesel 4-53 Hydraulikaggregaten der Awacs-NATO in Geilenkirchen. Die waren in dem Equipment sicher schon 5 Jahre verbaut und bis die Vebeg mal in die Pötte kommt weitere zig Monate rumgestanden.

    Die können bautechnisch nicht sulfatieren weil gewickelt - ich hab die aufgeladen und gut ist. Sind hier immer noch im Einsatz, die Pole muss ich mal nachgiessen.

    Kaltstartabgabestrom 1100A - damit bekommt man problemlos einen M1 angeworfen.

    Die Amis haben die Optima-RED (nur 50Ah ! mit NSN) in vielen Geräten im Einsatz, ich vermute, dass es zwei Qualitäten vom Hersteller gibt.

    In den kleineren "Böschungshobeln" (Munga, Wolf, Iltis) würde ich die fahren und bei passender Gelegenheit den KAT´s und Leo´s Starthilfe leisten :-))


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Panzerhaubitze M109G infiziert.

    Heute leb ich damit - kein Az kann mir helfen - mit der Idee einen 12V92TAB umgekehrt ins Heck eines KAT 4x4 einzubauen um damit die road of bones zu befahren.

    Wo bin ich also nicht besser aufgehoben als wie hier?


  • Ich habe zu diesem Thema mal mit einem Exide-Techniker telefoniert. Der sagte mir, dass es kaum ein handelsübliches Erhaltungsladegerät gibt, welches den Ansprüchen derer Batterien entspricht. Nahezu alle laden nur bis zur Ladeschlussspannung und lassen die Batterie dann wieder fallen. Damit dieser Batterietyp aber wirklich voll wird, und das ist ab und an nötig, muss die Ladeschlussspannung über einen ziemlich langen Zeitraum noch gehalten werden (wie lange habe ich hier schonmal irgendwo geschrieben und auch welches Ladegerät die Lösung war/ist). Von Cetek riet er aus den genannten Gründen kategorisch ab!

    Meine 110AH Exide Batterie lädt mein Ladegerät manchmal zwei Tage bis es voll anzeigt!

  • Hallo und Guten Morgen,


    Wir benutzen in der Firma "NUR" CTEK`s , haben damit seit über 15 Jahren

    (da kannte die Firma hier wahrscheinlich noch niemand.....) noch keine Probleme gehabt,

    nicht bei Blei/Säre , AGM oder GEL - Batterien....

    Es ist aber so wie Kristian schrieb, daß die Ladeschlussspannung übern längeren zeitraum gehalten werden sollte.


    z.b.: bei meinem KAT habe Ich die 4 originalen GEL Batterien von 2011 drin, die klemme Ich wenn er länger steht

    immer ab, und lade die Batterien "Einzeln" mit einem 10A CTEK , erst nach ca. 11 Tagen geht die letzte Lampe des Ladegeräts an,

    die damit signalisiert daß die Ladeschschlussspannung erreicht ist....


    Aber Ich denke es ist wie bei vielem eine "Glaubensfrage und Persöhnliche Erfahrung"


    Gandalf  

    es kann ja auch sein, daß das Ladegerät kaputt war....





    Grüße Markus



    Meine Pünktlichkeit drückt aus, daß mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene...