CB-Funk im Koffer einer Hercules K125/ K180

  • Hallo zusammen,


    ich habe da eine etwas "verrückte Idee" .... ;}

    Und zwar haben wir in unserem Iltis, in unserern Mungas, ... und sonstigen Mil-Fahrzeugen CB-Funk eingebaut. Allerdings nicht in meiner Hercules K125 V2.

    Als übergangslösung habe ich ein Stabo SH 7000 dabei, um bei Ausfahrten mitfunken zu können.

    Allerdings schwebt mir vor, ein Stabo XM3082 in den Koffer einzubauen.


    Hat jemand soetwas schonmal gesehen oder sogar selber gebaut?


    Mein Plan:

    Das Stabo XM3082 mit einer Batterie in den Koffer einbauen. Die Sprechgarnitur über einen Stecker im Koffergehäuse zur Jackenkragen und genauso auch eine Antenne (die allerdings maximal 60cm lang sein sollte) durch das Koffergehäuse führen, bzw. direkt auf dem Koffer festgeschraubt sein soll.

    Die Batterie wird nicht von der Hercules versorgt, sondern einfach so mit im Koffer sein. Drum dachte ich an eine Ladebuchse, ebenfalls im Koffergehäuse, an der ich die Batterie zuhause einfach einstecken und laden kann.

    -> Der Vorteil bei dem Ganzen: Der Koffer kann auch komplett autark verwendet werden.

    Die Koffer gibt es ja noch günstig zu erwerben und ich müsste lediglich 3 Löcher bohren:

    - für die Buchse vom Stecker von der Sprechgarnitur

    - Die Antenne druchführen, bzw. befestigen

    - Ladebuchse für die Batterie.


    Natürlich muss man das Funkgerät vorher einschalten und auch den Kanal vorher wählen. Der Koffer ist aber wasserdicht (was ich natürlich auch beibehalten möchte) und von daher wär die ganze Technik darin trocken und geschützt verstaut.


    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen, bzw. welche Antenne empfehlenswert ist, bzw. welchen Kabel, welche Kabellänge, ...


    Ansonsten werde ich einfach mal einen Protoyp bauen :yes:


    Grüße aus dem sonnigen Bayern,


    Korbinian

  • Hallo Korbinian,


    das ist eine interessante Idee.

    Grundsätzlich sollte das so möglich sein, wie Du Dir das vorstellst. Allerdings sehe ich da mindestens zwei Probleme: Das Funkgerät ist ein 12-Gerät, die Hercules (zumindest meine) hat aber nur eine 6V-Anlage. Damit dürfte eine simple Ladeeinrichtung entfallen. Alternative: zwei 6V-Akkus zum Laden parallel (wenn die etwas unterdimensionierte E-Anlage der Hercules das schafft), zum Betrieb am Funkgerät in Reihe geschaltet.

    Das andere Problem ist die Antenne: die Antennenlänge ist ja grundsätzlich von der Frequenz bzw. Wellenlänge abhängig und die beträgt bei CB-Funk bekanntlich 11m. Hier solltest Du nach einem passenden Antennentuner suchen. Als Antennenkabel wird normales 50-Ohm Kabel verwendet, hier dürfte RG-58 völlig ausreichen. Die Länge ist unkritisch, zumal ich hier mit einer Länge von nicht mehr als einem Meter rechne.

    Als Steckverbinder würde ich die auch bei den BOS-Geräten bzw. SEM-Anlagen verwendeten U-77-Steckverbindungen verwenden. Die sind wasserdicht. Bei entsprechender Beschaltung/Anpassung könnte man auch originales Zubehör verwenden.

    Theoretisch könnte man auch mit dem SEM 25/35 in FM CB-Funk machen, aber aufgrund des Kanalrasters sind die Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Es gab mal eine Anleitung zur Modifikation, um das SEM 35 durchstimmbar zu machen. Inwieweit die Nutzung ohne Lizenz dann legal ist, lasse ich mal dahingestellt.

    Bei Fragen zur Funktechnik kannst Du Dich gern melden.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    vielen Dank für die schnelle Antwort.


    Meine Hercules habe ich auf 12V umgebaut.

    Ich möchte die Batterie im Koffer aber auch gar nicht über das Bordnetz laden. Darum ja einen 12V Akku im Koffer, den ich dann zuhause über die Ladebuchse wieder aufladen kann. Von der Stromaufnahme am Funkgerät, bzw. der Kapazität des Akkus mach ich mir da keine Sorgen. Der sollte nen Tag lang ohne Probleme durchhalten.


    In meinem Munga (24V Bordnetz, Funkgerät auf 12V) fahre ich das gleiche Stabo XM3082 mit der originalen Bundeswehr Antenne https://www.surplus-elektronik…50-Meter-Staebe::111.html).

    Mit 5,00m Koaxial-Kabel (https://www.amazon.de/gp/produ…_asin_title?ie=UTF8&psc=1) komme ich auf eine Stehweille von 1,3.

    Funktioniert seit dem Einbau in allen unseren Fahrzeugen (3x Munga, 1x Iltis, 1x Jupiter) hervorragend.




    Ich würde ja den gleichen Funkaufbau wieder für die Hercules verwenden, allerdings ist die Antenne von knapp 3m etwas ungeeignet für die Montage auf der Hercules :-P

    Von daher bin ich auf der Suche nach einer passenden Antenne mit ca. 60cm. Länger sollte sie nicht sein.


    Grüße

    Korbinian

  • Hallo Korbinian,


    bei Koaxkabel sollte die Länge des Kabels eigentlich keine Auswirkungen auf die Stehwelle haben. Um Verluste gering zu halten, sollten sie aber so dick wie möglich und so kurz wie möglich sein. Deshalb würde ich die Kabel auch grundsätzlich selbst auf Maß bauen.

    Mit der SEM-Antenne sollte das gut funktionieren, da sie ja für den selben Frequenzbereich gedacht ist (ab 26 MHz). Ggf. könnte man für die niedrigen Frequenzen einen Stab mehr einsetzen. Verwendest Du den originalen Antennenfuß MP-65? Dann wäre auf einen guten Massekontakt der Abschirmung am Antennenfuß zu achten. Ansonsten könnte man den amerikanischen Antennenfuß AB-15 nehmen. Der sieht fast genau so aus, hat unten aber schon eine passende PL-Buchse.

    Im CB-Bereich kenne ich mich nicht so gut aus (mache beruflich eher Seefunk, bin auch Funkamateur), denke aber, daß es für den Frequenzbereich schwierig sein dürfte, mit einer derartig kurzen Antenne sinnvoll Betrieb zu machen.

    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas,


    bei unseren Fahrzeugen haben wir lange rumprobiert, bis das ganze Zusammenspiel gepasst hat.

    Im Endeffekt kam dabei raus:

    -genau 5m Kabel (wie oben im Link)

    - SEM-Antenne (volle Länge mit 3 Elementen) mit dem MP-65 Fuß

    - Kabelabschirmung auf Fahrzeugmasse

    -> ergibt Stehweille von 1,3.


    Wir haben sämtliche Parameter mal testweise verändert, die Stehwelle wurde nie besser.

    In unserem Fall sind jetzt 20km kein Problem. Super Verständigung. Egal ob zwischen den XM3082 untereinander oder den SH7000.


    Ja, mir ist durchaus klar, dass eine kürzere Antenne nicht von Vorteil ist. Aber mit knapp 3m Antenne auf der Hercules?!?! Naja eher unvorteilhaft.

    MIt einer Antennenlänge von ca. 60cm könnte ich mich noch anfreunden.


    Ich denke, ich werde es einfach mal ausprobieren.

    Noch ganz ohne Koffer, Batterie und die ganzen Spielereien :yes:


    Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe.


    Falls ich weiterkomme und es funktioniert, melde ich mich hier wieder :thumbsup:


    Grüße

    Korbinian

  • Hallo,

    als Antenne könntest du eine normale CB Funk mobilantenne nehmen. Kostet um . 30 Euro. Reichweite mind. um 10 km.


    Alternative ein gutes CB Handfunkgerät zb. das Alan 42 Multi neuste version (D4).

    Es ist dort auch möglich eine externe CB Mobil Antenne anzuschließen, einmal durch Austausch der Gummi Antenne , oder über einen Adapter der anstatt des Akkus genommen wird.

    Evtl funktioniert der Betrieb auch mit 6 volt ?

    Der Vorteil bei einem hfg in der Jacke ,

    Headset, Einstellungen etc . einfacher einzustellen als im Koffer verbaut.

    Zb.

    Cb Funkgerät im Koffer verbaut mit Headset verbunden,und bei Fahrt ist die rausch Sperre zu klein eingestellt , also offen.

    Dann mußt du anhalten und den Koffer öffnen.

    Denke ein hfg in der jacke ist da praktischer ,und externe antenne ist dann immernoch möglich.

  • Hallo,

    als langjähriger Motorradfahrer muss ich auch mal meinen Kommentar zu dem Thema abgeben.


    Funk auf dem Motorrad funktioniert nur sicher, wenn man eine Sprachsteuerung benutzt oder eine Sendetaste in Fingerreichweite montiert.


    Mikro und Lautsprecher gehören in den Helm. Am bequemsten ist eine Übertragung über Bluetooth. Ich habe die Kabellösungen probiert und war nicht zufrieden damit. Besonders wenn Du die Funke in der Jackentasche hast, ist das ein saumässiges Kabelgedöns. Schnell mal vom Mopped absteigen ist da nicht. Hab damit einige Steckverbindung ruiniert. Das gilt auch für fest eingebaute Funken mit Kabelconnect zum Helm.


    Der Vorschlag mit dem Alan 42 Multi klingt ganz gut, ist aber unter den o.g. Gesichtspunkten nicht gut umzusetzen. Ich hab die Handquetsche selbst. Antenne geht gut anzuschließen über den normalen Antennenausgang. Aber übeleg mal, wie dick und steif Antennenkabel sind. Das wird richtig unhandlich in der Jackentasche plus Anschlusskabel für Headset und Strom. Sprachsteuerung hat das Alan nämlich nicht. Dafür gibt's im Zubehör verschiedene Headsets, z.T. auch mit Kehlkopfmikro. Der Kfz Adapter verlangt 12 V. Laden und externe Stromversorgung gleichzeitig ist nicht möglich, da der Kfz Adapter anstatt des Batteriekastens montiert wird.


    Aus Sicherheitsgründen würde ich mir eine richtige Motorrad-Funkanlage mit Bluetooth Übertragung zum Headset besorgen.


    Sobald man für die Bedienung die Hand vom Lenker nehmen muss , wird's gefährlich.


    Gruß


    Bernd

    Wenn De glaabst ess gehd ned mehr, kimmt von irschendwo en kalde Schobbe her! :bier: