Schaltgetriebe für M.A.N. 630 - Lagerbestand N.O.S.

  • Hallo Emma-Fahrer,


    aus einer Lagerauflösung kann ich Schaltgetriebe für die Emma anbieten. Die Getriebe sind alle unbenutzt und waren bis heute in einer Halle in den original Transportkisten (Herstellung 9/1973) der Bundeswehr gelagert.


    Da das Lager aufgelöst wird, sind die Getriebe preiswert zu haben. Pro Stück 350,0 € VHB. Verkauf nur an Selbstabholer! Kein Versand, Verladehilfe kann gestellt werden. Lagerort ist Hamburg. Abholung nur nach Terminabsprache.


    Hier Bilder für Interessierte:

    multi-board.com/board/wcf/index.php?attachment/53307/


    Fragen beantworte ich gern.


    Schönen Gruß


    24-volt

  • Wenn man die Schalthebelmimik vom alten Getriebe übernimmt, soll dieses Getriebe angeblich auch beim Mercedes LG 315/46 passen

    (Mercedes 5 Tonner GL)


    VG

    Eddi


    PS.: Ich habe Anfang der 2000er Jahre noch 750 EUR für solch ein neues Getriebe bezahlt... ;,(

  • Ich hab Ende der 90er 600 € für ein neues Jupiter-Getriebe bezahlt ;-)

    Edith sagt: Blödsinn, damals hatten wir noch D-Mark... also 600 Dee-Emm ^^

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Hallo,


    PS.: Ich habe Anfang der 2000er Jahre noch 750 EUR für solch ein neues Getriebe bezahlt... ;,(

    Das verstehe ich nicht.


    In der Zeit von 2000 bis 2010 gab es doch eine 'Getriebeschwemme'.

    Da habe ich eine ganze Reihe von Ak6-55 incl. Nebenabtrieben für 300,- EUR per Stück gekauft.

    (Die letzten sogar incl. Frachtkosten von Dieselmot.)


    Eins habe ich dann umgebaut auf 3 Nebenabtriebe (und das zweite Spendergetriebe verschrottet).


  • Dann habe ich wohl ungünstig eingekauft.... X/

  • Moin Eddi,


    heul nicht...selbst 750 € für eine LKW-Getriebe (!) sind nicht zu teuer!8]


    Gruss Pit

    Moin Pit,


    Du hast ja recht. Wenn man bedenkt, wieviel Aufwand die Herstellung eines AK 6 - 55 einmal mit sich brachte, sind 750 EUR in der Tat nicht Zuviel.


    Bei einem anderen Thread ging es ursprünglich um die preisgünstige Beschaffung von Peilstangen für den Unimog 404.


    Im weiteren Verlauf des Threads hat ein anderer Forums-Teilnehmer die Sache perfekt auf den Punkt gebracht :

    Wir Besitzer von deutschen Militärfahrzeugen sind gegenüber anderen Oldtimer-Besitzern unendlich verwöhnt (und z.T. auch verdorben), da wir es für selbstverständlich halten, neuwertige Ersatzteile zum Bruchteil der tatsächlichen Beschaffungskosten, jederzeit und wahlweise bei etlichen Militärteilehändlern kaufen zu können. Wir lebten Jahre- oder gar jahrzehntelang im völligen Überfluss.

    Es war billiger (und einfacher) ein Neuteil zu verbauen, als das (noch brauchbare) Altteil aufzuarbeiten. Das Gebrauchtteil hat natürlich kaum jemand aufgehoben.


    Jetzt, nach jahrelangem dekadentem Konsumrausch, werden die Ersatzteile knapper und die Preise steigen naturgemäß (entsprechend dem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage). Bei einigen Fahrzeugbesitzern kullern nun die ersten Krokodilstränen.


    Ich könnte es z.B. nicht über´s Herz bringen, ein neues 300 EUR AK 6 - 55 in den Schrott zu werfen, nachdem ich mir die Nebenabtriebe abgeschraubt habe. Auch wenn ich bereits 5 Getriebe in Reserve hätte, würde ich dieses 6. hinzulegen oder zur Not verschenken, damit es noch irgendeinen Nutzen hat. Die Verschrottung ist m.E. immer der allerletzte Schritt. Das hat bei mir auch etwas mit Respekt und Wertschätzung gegenüber den Konstrukteuren und Arbeitern zu tun. Ich bin halt von der Kriegsgeneration erzogen worden, die den Mangel sehr wohl kannte. Da wurde nichts weggeworfen, was noch irgendwie brauchbar ist. Das soll jetzt keine Kritik an TDV sein.


    Ich habe z.B. noch 5 oder 6 gebrauchte Unimog 404 Getriebe rumliegen, obwohl ich noch 2 flammneue, eingeschweißte und in Kisten verpackte habe. Diese ganzen Getriebe werde ich vermutlich meinen Lebtag nicht aufbrauchen können, dennoch kann ich sie nicht einfach wegwerfen.


    Wir leben aktuell immer noch in einer Art spätrömischen Dekadenz. Ich fürchte, das könnte sich irgendwann einmal rächen und dann ist das Heulen und Jammern groß...


    Es würde mich freuen, wenn die hier angebotenen MAN 630 Getriebe einem sinnvollen Zweck zugeführt werden und NICHT im Hochofen landen... ;,(


    Außerdem sage ich immer : "Leben und leben lassen", man muss nicht alles auf den letzten Euro runterhandeln. Die inzwischen allgegenwärtige "Geiz ist geil" Mentalität mag ich nicht. Die wenigsten sind darauf angewiesen, alles immer unter Preis zu kaufen...


    Viele Grüße in den Kreis Wesel ,:)

    Eddi

  • Respekt und Wertschätzung gegenüber den Konstrukteuren und Arbeitern zu tun. Ich bin halt von der Kriegsgeneration erzogen worden, die den Mangel sehr wohl kannte. Da wurde nichts weggeworfen, was noch irgendwie brauchbar ist

    Ganau so! :daumenhoch:

    Das wird oft vergessen, oder einfach nicht anerkannt. Die Konstrukteure dieser Zeit verstanden noch Ihr Handwerk !

  • Diese ganzen Getriebe werde ich vermutlich meinen Lebtag nicht aufbrauchen können, dennoch kann ich sie nicht einfach wegwerfen.

    Das ist wirklich löblich - ich versuche auch so zu handeln. Aber nicht jeder hat den Platz, den man dafür haben sollte.


    Aber vielliecht denkt der ein oder andere bei der Diskussion hier nach: Bevor man etwas defektes wegwirft, erst mal hier nachfragen, obs jemand anders haben möchte.

  • Eddi hat mich hier inhaltlich sehr gut zitiert - wobei ich glaube es kommt auch langsam in den Köpfen von immer mehr Leuten an, die später in die Materie eingestiegen sind.

    Die, die es schon seit Jahrzehnten nicht anders kennen, tun sich da wohl noch am schwersten mit.


    Was man hier in dem konkreten Fall auch beachten sollte, ist dass es sich um Getriebe in der höchsten Ausbaustufe handelt. Nebenabtrieb vorne, Nebenabtrieb hinten, H-Schaltung und NEU, nicht lieblos überholt. Mehr geht nicht (abgesehen davon, dass es kein Schnellgan ist)!!! Leider nun ausgepackt...

    Ursprünglich mal für die Kipperemma mit Vorbauseilwinde und hinten angeflanscher Hydraulikpumpe vorgesehen. Lässt sich aber auch in Kofferemmas ohne all dieses Schnickschnack einbauen.


    Von daher preislich schon wirklich attraktiv.

    Hätte ich nicht selber schon zwei neue Getriebe in Reserve liegen (eins in identischer Ausführung), würde ich da nicht lange zögern.


    Wer sich ein bisschen mit dem Thema befasst, kann vermutlich auch erahnen, woher die jetzt angebotenen stammen...



    Überholte 404 Getriebe, verschweißt in Kiste, gab es um 2002 rum für ca 250 Euro hinterhergeschmissen. Heute kosten sie deutlich über 1000 Euro, inzwischen Tendenz zu 2000 Euro.

    NEUE, nicht überholte schon Tendenz zu 3000 Euro.

    Hier finden sich nun auch vermehrt Leute, die gebrauchte Getriebe aufkaufen und sich dran begeben diese zu überholen (hier muss man allerdings wissen, dass 404 Getriebe auch im Unimog 411 verbaut wurden). Der Run auf neue Getriebe-Einzelteile, die früher kein Mensch haben wollte, hat längst begonnen.

  • Hallo Eddi,


    da ticken wir gleich...Jäger und Sammler...


    Mein zuhause gleicht mittlerweile auch einem BW-Depot...C:


    Ich hoffe, wir sehen uns in der Lützow-Kaserne...mal persönlich schnacken...:laola:


    Gruss nach Münster!:thumbsup:


    Gruss Pit


    Apropos: im Unimog-thread sagtest du sinngemäss, das Münsterland sei topfeben...


    Was ist mit Billerbeck und drumherum?;\D:dev:


    Auch wir linksrheinschen Anwohner haben Hügel...z.B. die Sonsbecker Schweiz...:thumbsup: