Das Leben im Felde in Napoleonischer Zeit

  • Die Bayern waren mit Napoleon verbündet,anderswo zb in Madgeburg benutzen

    die den Dom als Pferdestall.Da gabs die Geschichte das die denen 10000 Wolldecken

    geben sollten.Hatten die aber nicht,da hat ein Unternehmer die herstellen lassen

    und hat dann auch sein Geld,diesmal von der Stadt selber, nicht bekommen hat und pleite

    ging.Napoleons Motto,Der Krieg ernährt sich selbst.Das rächte sich dann ,als die Russen

    mit dem System "verbrannte Erde" rauskamen.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallöle,


    an dem Beitrag finde ich interssant, daß diese Einquartierungen überhaupt so geregelt waren und das von allen Armeen, ob Freund oder Feind so praktiziert worden ist. Diese Regelung mit den Zetteln find ich schon erstaunlich. Im Allgemeinen könnte man annehmen, daß da halt nichts geregelt war und die reine Willkür geherrscht hätte.


    Ob die Herbergsgeber dann für ihre Zettel tatsächlich eine Wiedergutmachung in Form von Geld oder Naturalien bekommen haben, das stand dann freilich auf einem anderen Blatt. Oder Zettel, gell.


    Servus der murkser

  • Solche Regelungen gab es teilweise schon während des siebenjährigen Krieges, damals wurden "Kriegskommissare" ernannt, die solche Fragen zu regeln hatten. Auch gab es genaue Vorschriften was dem Soldaten an Naturalverpflegung durch den Quartiergeber zu verabreichen war. 1809 waren z.B. täglich (umgerechnet auf heutiges Gewicht) 750 gr. Brot, 280 gr. Fleisch, "Zugemüs" und 1 Krug Bier mit ca. 1,2 Liter vorgesehen. Diese 750 gr. Brot täglich ziehen sich dann bis zu den Anfangsjahren der Bundeswehr in den Verpflegungssätzen durch.

    1866 bei den Preußen war die Verpflegung noch deutlich reichlicher:
    930 gr. Brot,
    350 gr. Fleisch oder 175 gr. Speck
    300 gr. Hülsenfrüchte oder 120 gr. Reis bzw. Graupen oder 1850 gr. Kartoffeln!
    dazu 0,1 l Branntwein, 1,15 l Bier, 45 g Rauchtabak oder. 6 Zigarren, bei Offizieren waren sogar ausdrücklich "gute Cigarren" vorgeschrieben.