Motor springt nicht mehr an

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich letzten Monat ohne Probleme durch den TÜV mit meinem Kübel gekommen bin und ich Ihm dann zur Belohnung einen neuen Satz Reifen spendiert habe,

    hat er jetzt einfach seinen Geist aufgegeben ;,(


    War vor zwei Wochen mit Ihm bei schönem Wetter unterwegs, dann kurz vor Ende des Ausflugs ein Scheppern aus dem Motorraum.

    Gleich abgestellt und nachgeschaut, nix offensichtliches gesehen.

    Wollte dann weiterfahren, aber er ließ sich nicht mehr starten, also abschleppen lassen.


    Beim starten klackt es, aber das "Orgeln" wie bei ner leeren Batterie oder wenn kein Sprit kommt, kommt nicht.

    Im ausgekuppeltem Zustand läßt er sich Rollen.

    Batterie habe ich geladen und auch eine neue eingebaut, ohne Erfolg.

    Die Kontakte bin ich auch soweit mal duchgegangen, konnt aber auch nichts finden.


    Der Motor (ausgekuppelt) läßt sich leider nicht mit der Kurbel drehen, deswegen befürchte ich das Schlimmste :schwitz:, da ich erstmal nicht davon ausgehe,

    das der Motor soviel Kompression aufbaut, dass der sich nicht mehr drehen läßt.


    Am Freitag kommt mein Junior, dann wollen wir uns das mal gemeinsam anschauen.


    Deswegen wären wir für jede Tipps und Tricks aus Eurem Erfahrungsschatz dankbar um die Fehlersuche effizienter zu gestalten.


    ,:)


    Vielen Dank


    Andy

  • Moin,

    tut mir leid, aber das hört sich nicht gut an!:noe: Ich würd mal auf Kolbenfresser tippen oder Kurbelwellenlagerschaden! Allerdings lief beim Kurbelwellenlagerschaden der Motor bei mir noch, bis ein Kolben aus dem Block guckte.:staun:

  • Der Motor (ausgekuppelt) läßt sich leider nicht mit der Kurbel drehen,

    dann auch nicht mehr mit dem Anlasser 'draufgehen'!


    Ventildeckel öffen - noch alle da (und geade)? Nockenwellenschrauben vorsichtig (!) und gleichmäßig (!) lösen - kommt ein Schaft 'weiter' raus, liegt der abgerissenen Teller im Brennraum.


    Denke, der Motor muss raus ...

  • Hallo,


    nachdem es am Fr. geregnet hat und ich nicht so mit Platz in meiner Garage gesegnet bin,

    habe ich vorhin mal die Ventil-Deckel abgemacht und die,

    Ventildeckel öffen - noch alle da (und geade)? Nockenwellenschrauben vorsichtig (!) und gleichmäßig (!) lösen - kommt ein Schaft 'weiter' raus, liegt der abgerissenen Teller im Brennraum.

    ich denke hier waren die Kipphebelschrauben gemeint, gelöst.


    Es kam mir hier nix entgegen und die Federn sitzen "stramm"


    Somit wird es wohl eher Richtung Kolbenfresser gehen :/


    Andy

  • So, nachdem heute das Wetter besser war, habe ich mal die Zündkerzen herausgeschraubt

    und festgestellt, das die Elektrode aufsitzt bei Zylinder 1 und 3.


    Zylinder 1:



    Zylinder 3:



    Jetzt schaue ich mich mal nach einem Endoskop um.


    Andy

  • :staun: Sind die vom Kolben flachgeschmiedet? Das kann bei den gegenüberliegenden Zylindern eigentlich nur ohne Hauptlager passieren, oder? Oder haben die Pleuellager gleichzeitig das Zeitliche gesegnet? Da würde ich den Motor aber mal öffnen.

  • Der hat ja wohl irgendwas durchgekaut. Komisch, daß das gleichzeitig auf beiden Seiten passiert. Aber jetzt ist wirklich der Zeitpunkt gekommen, den Motor mal aufzumachen. Es hilft nix, der ist ja schnell raus :yes:

  • Moin,

    du kannst das natürlich erst mal selber feststellen, in dem du den Zylinderkopf abnimmst.

    Oder den Auspuff, dort sollten Reste vorhanden sein.

    Dann kannst du den Ventilen mal gehörig die Meinung sagen.

    Jedenfalls denen, die noch heile sind.


    Der Kolben hat ja mächtig was auf den Deckel bekommen.


    So sah das damals bei meinem Einzylinder aus:









    Aber bei meiner hatte ich ein Loch im Kolben.Nimm erstmal den Auspuff ab, dann kannst du weitersehen.


    Gruß Rudi

    Oldtimer fahren ist wie fliegen.
    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)


    Das Glas ist nie halbleer sondern immer halbvoll. (Denke immer Positiv)

  • Moin!


    Rudi hat natürlich recht. Aber in Anbetracht der Tatsache daß der Motor schnell ausgebaut ist, würde ich den ausbauen. Einfach alles geht dann zehnmal besser, weil man es dann nicht in affenmäßigen Zwangshaltungen unter dem Auto machen muß. Außer Du hast eine Hebebühne. Aber in dem Fall ist der Motor natürlich noch schneller draußen... ;\D

  • Rausnehmen und zerlegen würde ich den natürlich auch gerne, mein Junior ist Kfz-Mechaniker und als gelernter Fernmeldehandwerker hat man damals auch U-Stahl schruppen dürfen, handwerklich ungeschickt bin ich auch nicht und neugrig wie es darin jetzt aussieht bin ich auch.


    Aaaaaaber, jetzt kommen meine "drei Probleme":


    1. Der Platz:

    Ich habe zwar eine Garage und einen Kellerraum, der Platz reicht aber für ein vernünftiges arbeiten an einem Projekt dieser Größenordnung nicht aus.

    Eine 2. Garage anzumieten veruche ich schon seit Jahren, aber bei uns im Stuttgarter Raum ist es garn nicht so leicht etwas zu bekommen und wenn es mal was zu einem vernünftigen Preis gibt, dann ist es schneller weg, wie man glaubt. Zum Preisvergleich auch mal, mein Neffe wohnt in Ostholstein, der hat dort eine Einzelgarage für 20€/Monat gemietet. Bei uns kriegste hierfür nicht einmal ein Außenstellplatz für einen Anhänger, fangen in der Regel bei 25€an.


    2. Das Werkzeug und die Ersatzteile:

    Zerlegen ist sicher der einfachste Teil. Aber was kommt danach? Ersatzteilsuche, Lieferung, ggf. Oberflächenbearbeitung und unter Umständen Spezialwerkzeug, Prüfstand...

    Sicher, kann man sich das leihen aber woher? Forum sicher, in der Nähe? Wann ist es verfügbar, wie lange und wenn das Werkzeug kaputt geht...


    3. Zeit:

    Bis zum Kübelgeburtstag muß er fertig sein, habe mich da ja schon im Januar 2018 angemeldet. Sollte sicher reichen, sollange die Punkte 1 und 2 erfüllt werden.


    Deswegen habe ich mich für folgendes entschlossen (der, die, das eine oder andere wird sicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: viel zu teuer, kann man doch selber...) Ich will aber eine für mich vernünftige Lösung:


    Werde mir eine Fachwerkstatt für luftgekühlte Motoren suchen und dort einen "frischen" Motor einbauen lassen.

    Vorteil hier natürlich auch die Gewährleistung bzw. Garantie , Ein- und Ausbau sowie Funktionstest. Wird sicher etwas teurer.

    Auf jeden Fall lasse ich Bilder vom Schaden machen.


    Bisher habe ich jemanden in der Mitte von Deutschland gefunden, falls jemand eine Fachwerkstatt im Nordöstlichem Großraum Stuttgart kennt, wäre ich für Infos dankbar.


    Viele Grüße


    Andy

  • es wird niemand was dagegen sagen wenn du den Motor machen läßt.


    das mach ich auch nicht anders, so hab ich in letzter Zeit den T2, den T3 und den W460er Motor in ner Fachwerkstatt bei mir um die Ecke machen lassen.

    Da kann ich aber auch immer rüber und mal gucken wie weit die Knechte sind. :lol:




    1. Der Platz:

    Ich habe zwar eine Garage und einen Kellerraum, der Platz reicht aber für ein vernünftiges arbeiten an einem Projekt dieser Größenordnung nicht aus.

    Eine 2. Garage anzumieten veruche ich schon seit Jahren, aber bei uns im Stuttgarter Raum ist es garn nicht so leicht etwas zu bekommen und wenn es mal was zu einem vernünftigen Preis gibt, dann ist es schneller weg, wie man glaubt. Zum Preisvergleich auch mal, mein Neffe wohnt in Ostholstein, der hat dort eine Einzelgarage für 20€/Monat gemietet. Bei uns kriegste hierfür nicht einmal ein Außenstellplatz für einen Anhänger, fangen in der Regel bei 25€an.


    Ostholstein?

    ja, da gehen die Preise noch,

    als Vermieter (wenn man damit seine Halle finanzieren möchte hat das aber auch Nachteile.) :dev:

    so bekomme ich für einen Hallenteil, mit eigenem Tor in das man problemlos 6 Autos (wenn die nicht ganz so groß sind:-D) stellen kann

    und nach oben reichlich Luft für einen Zwischenboden ist, "nur" 70€/Monat

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Hallo Andy,

    Dein Sohn ist KFZ-Mechaniker. Zumindest Aus- und Einbau des Motors bekommt Ihr mit nem Rangierwagenheber und durchschnittlichem Hobbywerkzeug hin. Selbst wenn Ihr das noch nicht gemacht habt, ist der Motor in 2-3h ausgebaut, auch in einer einfachen Garage. Auffahrrampen erleichtern die Arbeit, gute Böcke oder ein paar Balkenstücke genügen aber auch.


    Gerade wenn der Motorblock noch der originale ist, würde ich den versuchen zu erhalten und nicht irgendeinen neuen Block einbauen (lassen).


    Nun könntest Du überlegen, die Arbeit doch komplett außer Haus zu geben, wenn der Motor so schnell ein- und ausgebaut ist, kann das ja auch die Werkstatt machen... Der Vorteil des Selbstausbaus wäre, dass Ihr die ganze Verblechung selber entfernen und selber aufarbeiten könntet. Außerdem wird die Auswahl der Motorenbauer größer, da Du den Block per Spedition hinsenden könntest und nicht das ganze Auto durch die Republik kutschen musst.


    LG,

    Kristian

  • Nimm doch erst mal den Auspuff ab.

    Das sollte dir auch in der kleinsten Garage gelingen.

    War die Zündkerze heile?

    Es muss ja gar nicht so schlimm sein.

    Den Zylinderkopf fahre ich heute auch noch.

    Klar, ein wenig bearbeitet schon ( geglättet) aber er tut seinen Dienst!


    Die Arbeiten kannst du auch am Straßenrand ausführen , nicht schön weil du jede Menge Meinungen erhältst, aber trotzdem.


    Gruß Rudi

    Oldtimer fahren ist wie fliegen.
    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)


    Das Glas ist nie halbleer sondern immer halbvoll. (Denke immer Positiv)

  • Hallo,


    ich würde den Motor auch erstmal ausbauen. Suche Dir dann nen Ersatzmotor, den erstmal einbauen und fahren.

    In der Zeit könnt Ihr in Ruhe den Motor auf ner Werkbank in der Garage zerlegen. Dann kann weiter geschaut werden.

    So groß ist der Motor nun auch nicht.


    Gruß Lars