Land Rover Serie 2.25 Diesel qualmt extrem

  • Grüße

    freddy

    Jepp,

    das wäre bei mir auch der nächste Arbeitsschritt; sollte da was im Argen sein, muß du den Motor zerlegen und in diesem Zusammenhang kannst dann auch gleich die Steuerung ersetzen.

    Gruß Gerald

    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben
    in der Gesellschaft eines Weisen verbringt,
    wird er die Wahrheit sowenig erkennen
    wie der Löffel den Geschmack der Suppe!

    (Dhammapada)

  • Bevor man die Steuerung aufwendig instandsetzt, sollte man sie erstmal überprüfen. Der Motor hat doch sicherlich Markierungen, über die man eine evtl. Längung der Kette erkennen kann. Eine Kette längt sich im übrigen eigentlich immer etwas, man muss dann halt entscheiden, ob es denn wirklich die Ursache für den unrunden Lauf sein kann.


    Ein unrunder Motorlauf deutet eigentlich fast immer auf Aussetzer eines oder mehrerer Zylinder hin:


    Deshalb zum dritten Mal mein Tip: Leitungen der Reihe nach aufdrehen............ Kostet nix und ist in ein paar Minuten erledigt!


    EDC geregelte Motoren testet man genauso, nur bequemer über den Diagnosetester


    Gruß


    Hermann

  • Moin,

    am Abgasbild und am unrunden Motorlauf war von Anfang klar, dass ein Zylinder nicht richtig mitarbeitet - Kolbenringe festgefressen, Honung im Eimer, Dieselzumischen ins Motoröl, daher auch kein Ölverbrauch.


    Ich verstehe nicht, wenn zudem eine tropfende, undichte, kaputte Düse auftaucht, dass nicht sofort die Kompression zumindest an diesem Zylinder besser natürlich an allen Zylindern durchgeführt wird - da diese Motometer Schätzeisen nur zur vergleichenden Messung der Zylinder untereinander wirklich tauchen.


    Das Rumgehampel mit Filterwechsel, Steuerketten Diskussion, Förderbeginn, etc. ist höchst unprofessionell.

    Sicher hat der Motor das Gequalme schon bei der Besichtigung in Engeland gezeigt - wo man den Kackstuhl getrost hätte stehen lassen sollen.


    Beim Landy setzt oft der Verstand aus - dies ist aber kein Alleinstellungsmerkmal!

    Opfer dieser Aussetzer findet man auch unter den Wolf- und Landcruiser/Buschtaxi- Fahrern.


    Viel Glück mit dem Böschungshobel.


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • Moin,

    Danke für die Blumen und zurück - nicht jeder hat Dein rhetorisches Geschick.


    Es gibt die neuen Motometer mit Schnellverschlusskupplung welche undicht sein können. Die Alten hatten Überwurfmutter-Verschraubung mit eben so sporadisch auftretenden Dichtigkeitsunzulänglichkeiten.

    Dann gibt es ungleich lange Adapterstücke, ganz Kurze und etwas Längere mit Gummiprömpel um auf kürzestem Weg zu messen, es gibt biegsame Panzerschlauchadaperstücke und es gibt diese auch mit dem fehlenden inneren Drahtseil, weil irgendein Tuppes den Sinn dieses Teils nicht verstanden und es rausgezogen hat.

    Dann gibt es noch Spezies, die eine Benziner-Version mit einem Diesel-Schaublatt bestücken und sich freuen, dass die Kompression vollen Anschlag hat und alle bei 45bar liegen.

    Das bedeutet, einen irgendwie gemessenen Wert mit den Angaben aus dem WHB zu vergleichen ist "Banane", eine undichte Schnellverschlusskupplung oder die fehlende Drahtseele im Meßschlauch nehmen sich 2-5bar Kompressionsdruck - so what?

    Also taucht eine Motometer Messung lediglich um die Spreizung der Meßwerte zu ermitteln.


    Über Wasser laufen gelingt mir noch nicht aber auf dem Schaublatt sehe ich einen "durchgesackten" Kompressionswert.


    Mach und berichte - sachte Ölkonrad auch immer!


    ymtc

    Benedikt

    (ein Ungelernter)

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

    Einmal editiert, zuletzt von Benedikt ()

  • Das, was Du beschreibst, kann durchaus vorkommen.


    Wenn es aber die Regel sein sollte, dann wären tausende durchgeführte Messungen, um die Verschleißgrenze abzutasten, bundesweit "Banane" und die Hersteller könnten sich die Angabe der Grenzwerte sparen.

    Ich besitze noch eins mit Verschraubung und das Gerät hat mir immer zuverlässig genug angezeigt, wenn ein Motor sein Lebensende erreicht hatte.


    Gruß

    Hermann

    ( Ich Unwissender brauche schon wieder Aufklärung: Was bedeutet "ymtc" )



    PS:

    Damit wir uns nicht missverstehen: Ich teile Deine Einschätzung der Vorgehensweise bei dem Landy voll und ganz, ich würde dem Hilfesuchenden das aber nicht öffentlich so "vor den LA...." knallen.


    Und die Sache mit dem "Profi" ist vollkommen ironiefrei und ernstgemeint!

  • moin Hermann,


    ich hab kein Problem geradeaus meine Meinung zu sagen - hab in der Sache gar nichts weiter zu verantworten, nicht die Anschaffung, nicht die Vorgehensweise, etc.

    Rumgekaspert wird in Deutschland viel zu viel - fängt im Buntentag an und hört im Bauleiterbüro vom Flughafen gleich nebenan wieder auf.


    Jetzt sind wir - als aussenstehende Forenmitglieder eben auch alle hier - mit in der Pflicht (sehe ich so, ist vllt. ´nen bischen altmodisch) das Kind aus dem Brunnen zu holen.


    Kann vor geraumer Zeit - durch Überhitzung/Materialermüdung - ein Stückchen vom Auslassventil eines Zylinders glücklicherweise in Richtung Auspuff abgegangen sein, kann auch sein, ein Druckhalteventil bzw. eine Rückstromdrossel hängt - eher nicht.

    Die Überführungsfahrt auf eigenen Rädern hätte ich dem Landy nicht angetan, verschlimmert die Situation und Laufenlassen im jetzigen Zustand ist auch nicht so prickelnd.


    Also bitte, bitte umgehend einen Kompressionstest machen, Danke.


    you make the call

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • is kla

    isch mainte den Jung, wo sain Taschengält nach engeland gebrachtet hat -

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. Damals lies mich ein Kamerad mit seinem flammneuen KAT 8x8 fahren.
    In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Haubitze M109G infiziert.
    Der 1192 seitige Inhalt des "Kraftfahrtechnischen Taschenbuch" ist - wie AndyE erwähnte - gerised auf 135x Seiten, die Füsik und Mammatik hat sich nicht geändert - alles geht mit einem Rechenschieber.

  • Hallo ihr beiden,


    danke für eure Erfahrungen und Einschätzungen. Vorweg: Ich bin 24 Jahre jung und habe nie etwas in Sachen KFZ / Mechanik / Elektrik gelernt und habe bisher alles durch nachlesen und "learning by doing" mithilfe von TDVs und Werkstatthandbüchern gelöst.


    Der "Kackstuhl" ist mit dem Aufbau selten und wird nicht zu hunderten im Internet angeboten. Das Fahrzeug steht bei mir schon seit langem auf der Wunschliste und als dann nach ewigkeiten mal einer drin war und der preis stimmte, hab ich nicht lange überlegt und zugeschlagen. Zugegeben, die Engländer haben eine andere auffassung von "guter Zustand" als wir hier und er wurde trotz telefonate besser beschrieben als er eigentlich war ("no issues!"). Trotz allerdem werden die Fahrzeuge nicht mehr und es gibt nichts das sich nicht lösen lässt. Natürlich ist es viel arbeit, die ich bereit bin über die Jahre zu investieren. Es ist keine komplizierte Technik aber mir fehlt bei solchen Arbeiten, besonders bei Dieselmotoren einfach die Erfahrung, die ich vielleicht hier durch andere "Leidensgenossen" bekommen kann, der das ein oder andere Problem schonmal gehabt haben könnten.


    Nachdem ich jetzt die ESD und die ESP geprüft habe, werde ich auch hin gehen und die Kompression messen. Ich bin zeitlich sehr eingeschränkt und kann auch nur eins nach dem anderen machen.

    Ich habe kein Problem wenn jemand grade raus seine Meinung sagt, allerdings sollte das auf gleicher Augenhöhe passieren und nicht von oben herab nach dem Motto: Wenn er sich so einen schrott kauft muss er sehen wie er klar kommt. Ich bin bemüht den Kackstuhl zu retten und bin nach wie vor über jeden vernünftigen Rat sehr dankbar.


    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.


    Danke & Grüße, Kappes

  • Hallo Kappes,


    irgendwann läuft er bestimmt wieder......!


    Und wie vorgeschlagen, bevor Du die Düsen wieder raus holst, Zylinderabschaltung durchführen, da siehst Du schon mal, wer Dich da besonders ärgert. Da die Düsen ja schon neu sind, bleibt dann nur die Kompression oder evtl. doch die Pumpe. Aber das weis man erst, wenn man die Systeme nach und nach ausgeschlossen hat. Jegliche unsystematische Rumprobiererei dauert meist länger und kann unnötige Kosten verursachen.


    Gruß


    Hermann

  • Hi Herman, das werde ich im Laufe der nächsten Wochen machen, allerdings bin ich in zwei Wochen erstmal mit dem Iltis in der Normandie und der landy dann erstmal auf Eis gelegt für die Zeit.


    Habe ich richtig verstanden: bei laufendem Motor die dieselleitung zur ESD lösen und gucken ob sich die Drehzahl ändert? Wenn ja, Zylinder in Ordnung und wenn nicht oder nur geringer Unterschied: zylinder „defekt“?


    Bitte korrigier mich wenn ich was falsch verstanden habe.


    Danke und Gruß, Kappes

  • Ja genau,


    so kann man rausfinden, welcher Zylinder defekt ist ( falls es denn nur einer sein sollte ).

    Ein Diesel läuft normalerweise, wenn er genügend Kompression hat, sowie Kraftstoff in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt und richtig aufbereitet. Die Aufbereitung müsste von der Düsenseite her schon mal o.k. sein.( ausser die Pumpe schwächelt) Bliebe also die Kompression:

    Daher zunächst mal Messung am auffälligen Zylinder oder besser alle, auch um entsprechende Vergleichswerte zu haben. Bei einem schlechten Zylinder macht man eine 2. Prüfung, nachdem man ihm ein paar Pumstösse Öl aus der Ölkanne auf den Kolben gegeben. Geht der Druck jetzt hoch, dann liegt das Problem am Kolben oder Laufbuchse. Wenn nicht, dann geht der Druck nach oben verloren.( Kopfdichtung , Ventile ) oder evtl. ein Loch im Kolbenboden.

    Aber mach erstmal und berichte, wies gelaufen ist

    Gruß


    Hermann

  • Zum "Schwimmen"


    bei den Serie Landy´s kann der Wechsel des Lenkungsdämpfers deutlich etwas bringen (den kann man ja leicht ausbauen und auf Funktion testen)


    aber auch die Reifen auf der VA (gerade auch sowas wie der auf der Motorhaube ) haben eine grossen Anteil am Geradeauslauf ,modernere Geländereifen sind da ein Unterschied wie Tag und Nacht.


    Ansonsten noch die Gummibuchsen /lager in den Augen der Blattfedern auf Verschleiss kontrollieren

  • 27Volti : Super, danke für die Infos. Hatte mir sowas aber schon gedacht. Die Reifen, die hinten drauf sind, sind schon einige Jahre alt. Habe jetzt 4 gute gebrauchte Michelin XCL ersteigert, die ich stattdessen für die Restauration drauf machen werde. Im gleichen Zuge mache ich die Spurstangenköpfe neu und lasse die Spur komplett neu einstellen.


    Die Blattfedern sehen auch sehr bedürftig aus und werden auch noch getauscht im Laufe der nächsten Zeit.


    Ich werde berichten. Danke & Gruß, Kappes