Veteranenabzeichen der Bundeswehr verfügbar

  • Zum Ursprungsthema:

    Wow bin etwas erschrocken wie manche hier wegen dem Ding so abgehen.

    Ich war beim Bund, hab meine Pflicht getan und hab das Veteranenabzeichen bestellt und werde es auch tragen.

    90% der Menschen wird das Abzeichen nicht auffallen und von den restlichen 10% werden 9% nichts dazu sagen.

    Tja und Diskussionen jeglicher Art von dem letzten 1% werde ich überleben.


    Warum muss denn immer alles kaputt geredet werden *kopfschüttel*

    Wie mit allem: Wer will soll doch, wer nicht will, muss nicht, aber soll es bitte niemandem schlechtreden. Leben und Leben lassen :)


    Fachfrage:
    Wie lange hat das beu euch gedauert vom Antrag bis zur Zustellung? 6 Monate?

  • Warum muss denn immer alles kaputt geredet werden *kopfschüttel*

    Wieso wird hier etwas "kaputt geredet", wenn völlig zu Recht auf die unmögliche Art und Weise der Verleihung dieses Pins hingewiesen wird (Versand im offenen Umschlag, kein Besitzzeugnis, nicht mal ein personalisiertes Anschreiben)?
    Wieso wird hier etwas kaputt geredet, wenn völlig zu Recht darauf hingewiesen wird, dass dieses Abzeichen nur wieder dazu dient, die tatsächlichen Mängel in der Bundeswehr zu vertuschen?

  • Bei der Anzahl der Anspruchberechtigten wird es kaum möglich sein, den Pin jedem in würdevollem Rahmen zu überreichen.:pfeif:

    Interessant wäre schon, wie viele bislang beantragt wurden.

    Sicher sind da einige Personen bei der Bundeswehr gut mit der Bearbeitung beschäftigt...



    Mich stört aber auch der insgesamt negative Tenor der Diskussion und ich sehe das ähnlich wie Falk.


    Wenn es den Pin nicht gäbe, wäre der Zustand der Bundeswehr weder besser, noch schlechter. Derartige Vergleiche sind doch absurd.

    Vertuscht wird damit auch nichts.


    Wie so oft tut sich die Bundeswehr mit manchen Sachen schwer. Sie hat aber auch gut mit der alltäglichen Realität zu tun und muss derzeit manches ausbaden und wieder etablieren, was durch falsche politische Entscheidungen verdorben und zerstört wurde. Zum Teil nur, damit sich Politiker profilieren können.

    Der Pin ist der zweite Schritt in Richtung einer längst überfäligen Veteranenkultur, nach der Definition des Begriffes Veteran für die Bundeswehr.

    Durch frustrierte Ablehnung und Verschwörungstheorien trägt man sicher nicht dazu bei, dass sich die Veteranenkultur schnell positiv entwickelt.


    Natürlich darf jeder dazu seine Meinung haben und auch äußern, aber es schadet nichts, das einmal zu reflektieren.


    Wie wäre es, die Schaffung des Veteranenbegriffes und den Pin erstmal als einen Anfang anzunehmen, sich persönlich als Reservist und Veteran ehrenamtlich einzubringen und in der Struktur die Entwicklung zu fördern?


    Wenn ständig gegen solche Entwicklungen angestänkert wird, muss man sich nicht wundern, wenn die Politik glaubt zu erkennen, dass es für eine Veteranenkultur keinen Bedarf und kein Interesse gibt. Ob das wirklich hilfreich wäre?:no:


    Wie ich persönlich mit dem Pin umgehe:

    Ich habe ihn noch nicht beantragt, weil ich derzeit keine konkrete Verwendung für mich persönlich erkennen kann.

    Ich werde es aber wohl tun und die Schatulle mit dem Pin in meine kleine Effektensammlung integrieren.

    Das ist für mich nicht zeitlich drängend und es macht mir nichts, damit noch etwas zu warten.

    Ich denke aber, es zeigt Interesse an einer sich entwicklenden Veteranenkultur, wenn man das Teil annimmt, auch wenn man es nicht tragen möchte.

    Über die Anzahl der beantragten Abzeichen kann die bearbeitende Stelle erkennen, wie viele ehemalige Soldaten Interesse an der Veteranenkultur haben.

    Wenn es sehr wenige sind, kann es sein, dass entschieden wird, keine weiteren Bemühungen in diese Richtung mehr zu unternehmen.

    Wollen wir das wirklich?

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    Einmal editiert, zuletzt von Navigator ()

  • Nachtrag zu meinem obigen Post:


    Da man ja mit gutem Beispiel voran gehen soll, habe ich eben das Abzeichen beantragt.

    Es kostet kaum Zeit, kein Geld (noch nicht einmal Porto, wenn man den Antrag per EMail einreicht:engel:), nimmt kaum Platz weg und zeigt der Bundeswehr Interesse an der Sache.


    Denkt darüber nach und zeigt auf diese Weise auch Unterstützung für das Projekt "Veteran".


    So, genug der warmen Worte:^:

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Verschwörungstheorien trägt man sicher nicht dazu bei, dass sich die Veteranenkultur schnell positiv entwickelt.

    .....

    Wie wäre es, die Schaffung des Veteranenbegriffes und den Pin erstmal als einen Anfang anzunehmen, sich persönlich als Reservist und Veteran ehrenamtlich einzubringen und in der Struktur die Entwicklung zu fördern?


    Wenn ständig gegen solche Entwicklungen angestänkert wird, muss man sich nicht wundern, wenn die Politik glaubt zu erkennen, dass es für eine Veteranenkultur keinen Bedarf und kein Interesse gibt. Ob das wirklich hilfreich wäre?

    1. Welche Verschwörungstheorien habe ich ich aufgestellt?
    2. Nachdem ich 25 Jahre aktiv gedient habe, dann im Rahmen des Personalstärkegesetzes ausgestiegen bin (worüber ich heute noch sehr froh bin) und dann noch jahrelang mob-eingeplant als Feldjäger-Stabsoffizier und Verkehrsstabsoffizier in einem größeren Stab war, dort regelmäßig meine Wehrübungen geleistet habe, finde ich den Vorwurf, mich "ungenügend" eingebracht zu haben, einfach lächerlich.
    3. Das Benennen von Mißständen ist kein "anstänkern". Ich ändere keinen einzigen der von mir am Zustand der Bundeswehr in meinen Beiträgen oben kritisierten Punkte. Ich könnte inzwischen noch eine Reihe weiterer Dinge anführen, wenn ich an unsere aktuelle Verteidigungsministerin und ihr Verhalten denke.

    Grüße
    Jörg

  • Es war nicht beabsichtigt, irgendwen persönlich anzugehen.

    Ich habe die Entwicklung über 5 Seiten beobachtet und meine Einschätzung zum Besten gegeben.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Mich haben nach 12+ Jahren der Spieß und die Unteroffiziere der Kp verabschiedet. Das hat mich wirklich gefreut.

    Mein unmittelbarer Vorgesetzter war aber der Brigadekommandeur. Der hat nicht mal angerufen.


    Den Anstecker können sie behalten und das Wort "Veteran" genauso für den Auslandsversehrten wie den W9-Sporthallenwart zu benutzen finde ich furchtbar.

  • Navigator :


    Danke Dir, Til!


    Ich überlege nun schon mehrere Wochen, ob ich mir den Pin bestelle. Einerseits fand ich gut, daß sich die BW überhaupt mal Gedanken macht, wie sie so etwas wie Corpsgeist unter den Ehemaligen schaffen könnte. Andererseits habe ich mich ein wenig (wie scheinbar viele) an der Art und weise gestoßen, wie die „Verleihung“ vonstatten geht.


    Und natürlich fand ich auch meinen Beitrag als W12 eigentlich nicht wirklich Auszeichnungswürdig. Ich habe bei der Bundeswehr weiß Gott keinen anstrengenden oder gefährlichen Dienst geleistet. Obendrein gab es zu dieser Zeit (1993/94) gar keine ernsthaften äußeren Bedrohungen. Naja, nicht meine Schuld daß für ein paar Jahre der Weltfrieden in Reichweite schien...:-D


    Privatmeinung: In Deutschland wird immer alles dafür getan, jegliche Emotion aus Allem rauszupressen, was die Nation betrifft. Sei es den Nationalfeiertag zu einem bloßen Verwaltungsakt herabzustufen, sei es das Veteranenabzeichen als „Muster ohne Wert“ und scheinbar meist sogar ohne persönliches Anschreiben zu versenden. Bitte: Ist absichtlich ein wenig überspitzt formuliert.


    Aber Deine Sätze haben mich überzeugt:

    Zitat

    Ich denke aber, es zeigt Interesse an einer sich entwicklenden Veteranenkultur, wenn man das Teil annimmt, auch wenn man es nicht tragen möchte.

    Über die Anzahl der beantragten Abzeichen kann die bearbeitende Stelle erkennen, wie viele ehemalige Soldaten Interesse an der Veteranenkultur haben.

    Du bringst es auf den Punkt. Darum bestelle ich das Veteranenabzeichen jetzt auch und stelle meine kleinlichen Bedenken mal hinten an :-). Ich kann nicht immer darüber klagen, die Bundeswehr wäre untätig und wenn sie dann tätig wird daran rumnörgeln daß sie es natürlich wieder falsch macht.


    Danke nochmal :thumbsup-blue::thumbsup:

  • Den Anstecker können sie behalten und das Wort "Veteran" genauso für den Auslandsversehrten wie den W9-Sporthallenwart zu benutzen finde ich furchtbar.

    Du übersiehst m.E. dass der Begriff der größte gemeinsame Nenner ist und es richtig war, ihn zu wählen, um das Thema "Veteranen" und vor allem Veteranenversorgung nicht weiter wegen der kontroversen Begriffsproblematik zu blockieren.

  • Vorschlag: Wäre es nicht sinnvoll die Diskussion in zwei Threads zu verschieben?

    1. Veteranenabzeichen: Wann, was, wo, wie?

    2. Bundeswehr: Mängel, Missstände, Verschwörungen



    Für mich sieht es so aus, als ob an dieser kleinen Geste viele Emotionen entzündet werden. Emotionen die auf einer generellen Unzufriedenheit mit der Bundeswehr Struktur und Führung basieren. Das passt aber nicht so ganz zum Ursprungsthema.

  • Falk :

    Thema Nr. 2 ist nicht Thema des Militärfahrzeugforums und wird keinen eigenen Thread bekommen. Da ist sich das Team einig, wie ich hier ohne Rückfrsgen behaupten kann.

    Leider kommt das aber immer mal wieder durch.

    Die Nähe der Militärfahrzeuge zur Bundeswehr bringt das wohl mit sich.

    Aber erwünscht sind solche Diskussionen hier nicht, da der Schwerpunkt auf der Militärtechnik und -ausstattung liegt.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Du übersiehst m.E. dass der Begriff der größte gemeinsame Nenner ist und es richtig war, ihn zu wählen, um das Thema "Veteranen" und vor allem Veteranenversorgung nicht weiter wegen der kontroversen Begriffsproblematik zu blockieren.

    Größter gemeinsamer Nenner ja. Aber ich denke auch, daß es kein Fehler gewesen wäre,

    das Abzeichen zumindest etwas zu staffeln - z.B. Gold, Silber, Bronze o.ä. Die höheren

    Auszeichnungen für die, die auch wirklich was geleistet habe, und Bronze für normale "Standard-

    Soldaten", wie ich sie jetzt mal flappsig nennen will, so wie ich einer war. 10 Monate GWDL,

    schon nach den ersten drei Tagen so die Schnauze voll von der Idiotie in dem Laden, daß ich

    meine vorab unterschriebene Verlängerung sofort nach der GA widerrufen und danach nie auch

    nur einen einzigen Gedanken an eine eventuelle Reservistentätigkeit verschwendet habe.

    Auf der anderen Seite Leute wie ein Sportkamerad von mir, Jahrzehnte dabei, davon viele

    Jahre in einer Kampfeinheit an vorderster Front, zig bestätigte Abschüsse, jetzt nur noch

    ein nervliches Wrack, hochgradig PTBS. So jemanden würde ICH als verdienten Veteranen

    bezeichnen. Und solchen Leuten gebührt eine andere Kategorie.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Vielleicht ist das Veteranenabzeichen nicht dafür gedacht verdiente Soladaten auszuzeichnen. Dafür gibt es ja schon Strukturen.

    Für mich ist das Veteranenabzeichen ein Versuche das schlechte Ansehen von Soldaten in der Bevölkerung zu verbessern, indem man

    die Basis einfach massiv vergrössert. In andern Ländern wie die USA haben Soldaten ein hohes Ansehen.

    Soldaten die in Auslandseinsätzen sind und dort Ihre Haut zu Markte tragen müssen, für die ist das Veteranenabzeichen m.M.n auch nicht gedacht.