Veteranenabzeichen der Bundeswehr verfügbar

  • Ich glaube das ganze Missverständnis besteht darin, dass das Veteranenabzeichen - wie Til schon schrieb - zeigen soll:

    "Ich habe ehrenvoll gedient"

    Veteranenabzeichen = Ehrenzeichen = "Danke, das Du für die Bundesrepublik Deutschland gedient hast" ???! :?:


    Wiki schreibt:

    Das Veteranenabzeichen der Bundeswehr ist ein Abzeichen, welches für den aktiven und ehemaligen militärischen Dienst verliehen wird.

    Es soll Veteranen in der Öffentlichkeit repräsentieren, als Anerkennung für treuen Dienst an der Gesellschaft.

    Ehemalige Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr können das Veteranenabzeichen beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr beantragen.


    Verleihungen werden meiner Meinung nach anders durchgeführt. Es spiegelt nur die derzeitige Bundeswehr unter von der Leyen und AKK wieder.

    würdelos versendetes Stück Kleinmetall

    :/


    Würdevoll und Respekt, das scheinen andere Armeen deutlich besser drauf zu haben !


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    Gruß Dirk

    Wolf 250 GD "Lang" + Menzi Militär-Anhänger Bj 64.
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  • Ja, aber mal realistisch betrachtet: Die theoretische Zielgruppe dieses Abzeichens umfaßt

    mehrere Millionen ehemalige Bürger in Uniform. Wie soll da jeder mit einem (tatsächlichen

    oder auch nur virtuellen) Schulterklopfen bedacht werden? Regelmäßige Verleihungsveranstaltungen

    in jeder Kaserne Deutschlands? Schon aus logistischen Gründen wäre das nur mit einem enormen

    Aufwand möglich, den die BW aktuell vermutlich eher weniger stemmen könnte.

    Schön und sicher auch machbar würde ich allerdings eine personifizierte Verleihungsurkunde finden.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Ich bin auch für große, pompöse Verleihungsveranstaltungen!

    Ernstgemeinte Danksagungen müssen kein (kaum) Geld kosten !


    Verleihungen könnten im Rahmen der Reservistenarbeit durch geführt werden.

    Ja, aber mal realistisch betrachtet: Die theoretische Zielgruppe dieses Abzeichens umfaßt

    mehrere Millionen ehemalige Bürger in Uniform. Wie soll da jeder mit einem (tatsächlichen

    oder auch nur virtuellen) Schulterklopfen bedacht werden? Regelmäßige Verleihungsveranstaltungen

    in jeder Kaserne Deutschlands?

    Das sollte man dann vorher bedenken ! Aber so, dann sollte man es lieber lassen.



    Gruß Dirk

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  • Würdevoll und Respekt, das scheinen andere Armeen deutlich besser drauf zu haben !

    Aber beim Nörgeln macht uns wohl keiner was vor....

    Schön und sicher auch machbar würde ich allerdings eine personifizierte Verleihungsurkunde finden.

    Zumindest bei Zeitsoldaten gibt es zum Ende der Dienstzeit eine Entlassungsurkunde.

    Bei GWDL hängt das allerdings von der Einheit ab, ob so etwas ausgestellt wird.

    Jetzt also nocheinmal?

    Verleihungen könnten im Rahmen der Reservistenarbeit durch geführt werden.

    Da macht aber noch lange nicht jeder anspruchsberechtigte mit.

    Ich bin z.B. zwar beordert aber kein Mitglied im Reservistenverband.

    Das sollte man dann vorher bedenken ! Aber so, dann sollte man es lieber lassen.

    Ob das die beste Lösung ist...?

    Seien wir doch froh, dass überhaupt etwas passiert.

    Jetzt wurde das ganze erstmal angestoßen und künftig kann ja viellicht jeder den Pin zum Ende der Dienstzeit mit seiner Urkunde bekommen.

    Dann wäre es irgendwie rund.

    Aber rückwirkend ist es immer etwas schwieriger.

    Oder wäre es besser gewesen, zu sagen: Ab jetzt bekommt jeder den Pin und alle, die früher Dienst geleistet haben, haben leider Pech gehabt?

    Man kann es sicher nicht allen Recht machen.

    Grüße von der Küste! Til


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  • ich Verstehe immer noch nicht die ganze Diskussion über Sinn und Unsinn des Veteranenabzeichen... vor allem nicht in dem Kontext zu der Info von Semjon ganz am Anfang;


    Wer es möchte... soll und darf es beantragen.

    Wer es nicht möchte und damit den Untergang der Bw sieht... soll es lassen.

    Wer lieber ein EK I bzw. EK II möchte - die Zeiten sind vorbei, und dies hat auch nichts mit dem jetzigen Veteranenabzeichen zu tun.


    Zur Info: Veteranen anderer Nationen kann und sollte man nicht miteinander vergleichen. Selbst da gibt es massive unterschiede.

    z.B. wurde ein schwarzer WW2 Veteran in den USA auch anderst behandelt als ein weißer Kamerad. usw. usw...

  • Was denkt Ihr denn so alle, wie der richtige Rahmen wäre, einem ein solches Abzeichen zukommen zu lassen?

    Im Zuge der Abschaffung der Reservistenkordel hätte man eine gute Möglichkeit gehabt, ein wirkliches Veteranenabzeichen einzuführen.

    Und zwar mit Besitzzeugnis und Trageerlaubnis zur Uniform. Im Original, als Spange und in einer grünen Version für's Flecktarn.


    Verliehen werden sollte es im würdigen Rahmen, wie es so schön heißt. Für Beorderte während der Reservistendienstleistung (früher Wehrübung), für unbeorderte in der freiwilligen Reservistenarbeit auf einer DVag (dienstl. Veranstaltung).

    Anspruchsberechtigte, die weder beordert sind, noch sich in der freiwilligen Reservistenarbeit engagieren und dennoch das Abzeichen empfangen möchten, können Ihren Anspruch gegenüber ihres zuständigen LKdo am Heimatort geltend machen. (Nachdem die Anspruchsberechtigten durch das BMVg informiert wurden). Der FwRes wäre in der Lage einen würdigen Rahmen zu schaffen und das Abzeichen bei einem Sammel- oder Einzeltermin zu verleihen und auszuhändigen. ,:)

  • Also so als Aussenstehender der noch nicht lange dabei ist und neutral noch keinen persönlich kennt, interpretiere ich aus all den Postings folgendes:


    1. Kritikpuntk am Veteranenabzeichen ist, dass man mehr Würdigung für Reservisten will.

    2. Kritikpunkt am Veteranenabzeichen ist der Wunsch sich von Wehrdienst- und Ersatzdienstleistenden abzuheben.

    3. Kriitikpunkt am Veteranenabzeichen ist, dass man mehr möchte als eine Anstecknadel. Pauken, Trompeten, Dankungen, Tragerecht usw.

    4. Kritikpunkt am Veteranenabzeichen ist irgendwelcher persönlicher Groll und bei manchem klingt es fast nach Neid, "der eine Lametta hat bekommen, aber ich nicht".


    Mein Vorschlag: EInen Schritt zurück treten und kurz drüber nachdenken was das Ding soll:

    Es soll der breiten Masse von Leuten danken, die für die BRD einen Teil Ihres Lebens geopfert haben, mehr nicht.

    Seht es doch bitte auch nicht als mehr an.

    Nicht vergessen, Für Soldaten gibts Auszeichnungen, ebenso bei Feuerwehr usw.


    Da ich viel im Auto unterwegs bin hab ich mehr als einmal an einem Unfall als Ersthelfer geholfen, eine Person 20min reanimiert und habe Dinge erlebt die mir seit Jahren den Schlaf rauben. Gabs dafür nur ein Danke? Nö.


    Trotzdem freue ich mich über das Veteranenabzeichen weil es eben meine Zeit beim Bund würdigt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich freue mich, dass man mir mit einer Anstecknadel dankt.

  • Man hätte die Reservistekordel lassen können, als Zeichen, das man Reservist ist.


    Das Veteranenzeichen wäre für mich ein zusätzliche Auszeichnung für die Kameraden gewesen, die tatsächlich im Kampfeinsatz

    waren.


    Jetzt wird alles verwässert; der ehem. W 15er rennt jetzt auch damit herum...


    Keine Wertschätzung in meinen Augen.


    Gruss Pit

  • Die Kordel ist aber ein Bestandteil der UNIFORM.


    Das Reservistenabzeichen ist ein Bestandteil der ZIVILKLEIDUNG.


    Das Reservistenabzeichen soll, an der Zivilkleidung getragen, "ich habe ehrenvoll bei der Bundeswehr gedient" zeigen.


    Nicht mehr, nicht weniger.


    Für die Auslandseinsätze gibt es eine große Zahl eigener Einsatzmedaillen:



    Beste Grüße,


    Semjon

  • Die Kordel und das Reservistenabzeichen haben nun aber gar nichts miteinander zu tun.

    Es wurde zwar schon erwähnt, aber ich stelle es gerne nochmal klar:


    Die Kordel war Teil der Uniform und sollte "echte" Soldaten von Reservisten, also "Hobbysoldaten" unterscheiden.

    Ich habe das irgendwie als eine gewisse Art der Zurücksetzung empfunden, denn als etwas Positives.

    Nun gut. Gibt´s nicht mehr und ich vermisse das nicht, wenngleich das auch nicht wirklich ein Herzenswunsch von mir war, das abzuschaffen.


    Das Veteranenabzeichen steckt man sichausschließlich an den zivilen Anzug, um darzustellen, dass man der Bundeswehr nahe steht.

    Das habe ich schon auf Empfängen so gesehen und gab mir etwas Orientierung, wen man da vor sich hat.


    Eine Auszeichnung sollte das nie sein.

    Dafür gibt es Orden und Ehrenzeichen, die man tatsächlich an der Uniform tragen darf und ebenso am zivilen Anzug.


    Und warum soll nicht ein der Bundeswehr verbundener W15er das tragen dürfen? Verstehe ich nicht...


    Edit: Da war Semjon etwas schneller:^:

    Grüße von der Küste! Til


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  • Pit ,


    dem kann ich mich nur Wort für Wort anschließen. Die Kordel mag abgeschafft sein, bei mir bleibt sie dran! Ich bin heilfroh, dass mich heute mit Anfang 60 nicht mehr jeder für einen aktiven Soldaten hält, der über jedes Detail in der Armee von Berufs wegen Bescheid wissen muss. Auch wenn wir uns dank immer längerer Dienstzeit so langsam den Blücherschen Verhältnissen des frühen 19. Jahrhunderts annähern, ist es für mich okay als Ehemaliger erkennbar zu sein. Anders herum hätte es für mich mehr Sinn gemacht: Wer in einer RDL zeitlich befristet aktiv ist, nimmt die Kordel eben ab (oder das "R") und sonst, also "a.D." oder "d.R." ist sie eben dran.


    Gruß, Wolf

  • Moin,


    dass die Kordel abgeschafft wurde, ist doch keine Idee der Bundeswehr, sondern ist das Ergebnis einer Initiative des Verbands der Reservisten der Bundeswehr e.V. - also der Interessenvertretung der Reservisten!


    Für zahlreiche Reservisten ist diese Nachricht ein Grund zur Freude. "Dass wir Reservistinnen und Reservisten zukünftig nicht mehr durch die Reservistenkordel von aktiven Soldatinnen und Soldaten zu unterscheiden sind, ist ein wichtiges äußeres Zeichen dieser Wertschätzung und ein klares Signal der Anerkennung unserer Leistungen als Reserve", freute sich Oberst d.R. Oswin Veith MdB, Präsident des Reservistenverbandes. "Auf politischer Ebene ist das ein großer Erfolg für die Reserve. Damit wird es auch äußerlich keine Unterscheidung mehr in Soldaten erster und zweiter Klasse geben."

    Beste Grüße,


    Semjon

  • Moin zusammen,


    ich persönlich sehe mich (noch) nicht als Veteranen und mache mir deswegen auch heute keine Gedanken über das Veteranenabzeichen.

    Da ich seit 1982 als Reservist immer aktiv war, habe mich auch zum Teil selbst für Einplanung gekümmert,

    werde ich mir erst wieder Gedanken machen wenn ich die Altersgrenze 65 mit Jahren erreicht habe, ist aber noch ein paar Jahre hin.


    Zu der schwarz/rot/goldenen Kordel, die hat nichts mit Kennzeichnung von Reservisten, in dem Sinn Reservist zu tun.

    Als Reservist in einem Dienstverhältnis (früher WÜ, jetzt RD und DVag) war ich noch nie zu Unterscheiden von einem Aktiven Kameraden an Hand der Uniform. Beim DA der Marine war das ja etwas anders, das war fest ein "R" aufgenäht.

    Die "Reservistenkordel" musste nur getragen werden, wenn man in keinem Dienstverhältnis stand. Grob gesagt, man war Ziviler Uniformträger!

    Bei uns waren das bei VVag oder wenn man eine Dauertragegenehmigung für den DA hatte.

    Die Auflage mit dem größten Gewicht war für mich, "das Ansehen der Bundeswehr ist zu wahren", da hab ich mich dran gehalten.

    Jetzt ist die Kordel weg und die beiden Hübschen hängen bei an der Pinwand. Vielleicht hängt in ein paar Jahren auch das Verteranenabzeichen daneben.


    Nichts für Ungut, so sehe ich meine persönliche Situation. Ich denke immer, jeder wie er es mag, leben und leben lassen.


    Viele Grüße aus Uheim

    Uwe

  • Till, wenn da kein Zusammenhang besteht, warum hat man die Kordel dann abgeschafft?

    Eigentlich war das noch nicht einmal zeitgleich, da die Pins schon länger "im Schrank lagen" und erst jetzt mit der Ausgabe begonnen wurde.

    Es ist nur ein Zufall, dass das ungefähr zeitgleich passierte.

    Semjon hat es schon sehr gut beschrieben

    Hätte beides parallel doch wunderbar gepasst!

    Hätte! Hat aber nicht;-)

    Beim DA der Marine war das ja etwas anders, das war fest ein "R" aufgenäht.

    Für mich war das R tatsächlich ein Ärgernis. Das ließ sich nicht so einfach mal überstreifen, wie die Kordel.

    Von daher profitieren die Marine-Uniformträger tatsächlich in besonderem Maße vom Wegfall der Kennzeichnungen

    Grüße von der Küste! Til


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  • Hallo Leute,

    mir wird das Rumrede über letztendlich: Wer hats verdient, wer nicht, langsam zu viel. Als ich zum Barras kam, hatte ich genau 2 Möglichkeiten als tauglich 2: BW oder verweigern und Urinkellner. Die Zivildienstleistenden in den Krankenhäusern, den Pflegeheimen, Altenheimen, Rettungsdiensten und dergleichen habe genau so viel für diesen unseren Staat geleistet, wie die, die bei der Bundeswehr waren. Vor allem haben die äußerst billig die Personalknappheit, die auch damals schon in diesen Einrichtungen imminent war, ausgeglichen. Mir ist ein Fall bekannt, das ein Zivi als OP-Pfleger eingesetzt wurde ohne die dafür erforderlich Pfleger Ausbildung, was auch in den 70ger Jahren eigentlich unzulässig war. Die Krankenhäuser hatten zum Teil gar keine andere Möglichkeit, als das auszunutzen. Diese Zivis waren hochmotiviert, im Gegensatz zu vielen Wehrpflichtigen, deren Kasernendasein (siehe Das Boot) nur aus Gammel 1, Gammel 2 Gammel 3 bestand. Ich schreibe hier über den Zeitraum von 1974 bis 1980, den ich recht gut überschauen kann, weil, viele annähernd Gleichaltriege da ihre Dienst geleistet haben. Andererseits gab es auch Truppenteile, die waren jeden Tag auf dem Blutacker und haben sich schier zu "Tode" gerödelt, während andere Einheiten in der gleichen Kaserne nicht wussten, wie sie den Tag rumbringen sollten.

    Für mich in der Instandsetzung Erhaltungsstufe 3 war das eher nichtzutreffend mit Gammel 1 bis 3, weil ja die Prüfgruppe ständig die eintreffenden Schadfahrzeuge annehmen musste oder im Prüfauftrag bei den zu unterstützenden Einheiten unterwegs war, neben den aus der Kaserne anfallenden Schadfahrzeuge, die zur Prüfung anstanden.

    Ich plädier also dafür, das auch die Zivis , zumindest aus dem genannten Zeitraum, einen Anspruch auf eine Anerkennung für den damalig geleisteten Dienst verdienen. Sie haben dem Vaterlande genau so gedient, nur halt ohne Waffe.

    Grüße

    Wolf

    O.K., das gibt jetzt wieder einen Shitstorm....

  • Moin Wolf,
    natürlich haben die Zivildienstleistenden auch ihren Beitrag geleistet.

    Aber:

    - keine Kasernierung

    - kein Haar- und Barterlass

    - keine Gefahr für Leib und Leben

    Ich finde das kann man nicht vergleichen.

    Übrigens war das keine Auswahlentscheidung: Es heißt Wehrpflicht.
    Also: Alle gehen im Normal- oder Regelfall zur Bundeswehr.
    Nur im absoluten Ausnahmefall - also für die, die aus Gewissensgründen absolut keine Waffe in die Hand nehmen können - gibt es den Ersatzdienst.
    Nur meine EUR 0,02.

    Beste Grüße,
    Semjon

  • Semjon, ich gebe dir da teilweise recht.

    Keine Gefahr für Leib und Leben? Ein Ersatzdienstleistender kann sich während des Dienstes im Krankenhaus durchaus mit Krankheiten infizieren, die tödlich sind. Feuerwehrler oder Thwler im Ersatzdienst können im Einsatz oder Übung durchaus tödlich verunglücken. Alles schon dagewesen. Dagegen ist der Dienst im Wachbatalion vergleichsweise sicher. Nur mal so als Beispiel. Auch der Ersatzdienstleistende hat alles in allem ein Jahr erhebliche finanzielle Einbußen gehabt, also quasi umsonst gearbeitet als Dienst an der Bevölkerung. Das verdient meiner Ansicht nach genauso Anerkennung. Ich persönlich werde keinen Antrag auf ein Stück Blech stellen, nur um zu zeigen, ich habe mal gedient, zolle mir Respekt, sorry, habe ich echt nicht nötig. Die Kohle für das Ding und den Verwaltungsaufwand sollte lieber für Wehrbeschädigte und deren Angehörige verwendet werden, ist in meinen Augen sinnvoller.....

  • Moin Schmiddla,


    ich verstehe Deinen Punkt! Aber:


    90% der Abiturienten meines Jahrgangs (1988) haben sich für den zivilen Ersatzdienst aus "Gewissensgründen" entschieden, weil es einfacher und bequemer war. Gründe: siehe oben.


    Die Gefahr für Leib und Leben ist beim Prospekte verteilen im Naturschutzpark Lüneburger Heide eher gering - beim Gefechtsschießen vielleicht doch ein wenig höher.


    Das was ich persönlich als Marineinfanterist an "Härte" in der Bundeswehr erlebt habe, ist sicher nicht mit irgendeiner zivilen Tätigkeit vergleichbar.


    Also: wenn der zivile Ersatzdienst genau so anstrengend und gefährlich war, warum wollten denn meine Kameraden alle NICHT zum Bund?


    Beste Grüße,

    Semjon

  • Gegenfrage, warum hast du dich für die Bundeswehr entschieden? Bei mir war das so, ich habe bei einem großen Rüstungsbetrieb gelernt, war dort dann auch in der Munitionsfertigung und Erprobung. So kann ich auch mit gutem Gewissen schlecht verweigern. Ich muss auch zugeben, ich hatte bei der Luftwaffe auch viel Spaß und als Lfz Wart einen recht verantwortungsvollen Job. Aber deswegen werde ich mir garantiert kein Stück Blech an die Jacke nageln, damit mir jemand Respekt zollt. Den verdient man sich, ganz ohne Lametta.....

  • Moin Schmiddla,

    ich habe mich für die Bundeswehr entschieden, weil ich mich damals ehrlich gefragt habe, ob ich eine Ausnahme bin.

    Denn die Regel war ja: Wehrpflicht für alle - es sei denn, man kann keinen Menschen töten.
    Ich war damals wie heute der Meinung, dass ich das kann.

    Also hab ich meine Pflicht erfüllt. Die Wehr-Pflicht.

    Mittlerweile bin ich Fregatte und hab 811 Wehrübungstage...
    Beste Grüße,
    Semjon

  • Hallo Semjon,

    1988 zur Bundeswehr und Marineinfanterie, warst du dann in Großenbrode an der Marineküstendienstschule? Als Luftwaffensoldat (Fernmeldesektor A) hatten wir immer Hochachtung vor den 76igern.

    In meinem Abschlußjahrgang 1986 sind fast alle zur BW gegangen, entweder als Wehrpflichtiger oder SaZ.

    Gruß Stefan