Veteranenabzeichen der Bundeswehr verfügbar

  • Hallo Stefan,

    genau richtig, ich war mehrfach in Großenbrode:


    Ich habe mich sogar danach mal mit einem Kameraden in der ehemaligen Marineküstendienstschule im "Hotel am Wind" eingemietet für ein Revival-Wochenende.



    Lohnt sich!


    Der Fernmeldeturm bei Seekamp steht auch noch.


    Beste Grüße,

    Semjon

  • Hallo Leute,

    ich möchte mich nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es gehören dann doch irgendwie Eier dazu, zu versuchen ein Kind aus einem schon brennenden Auto zu bergen. Viele Zivis haben weit gefährlichere Situationen für das eigene Leib und Leben erlebt als die meisten Wehrpflichtigen. Ich beziehe mich auf die bereits obengenannte Zeit zwischen 1976 und 1980.

    Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie die grade 18 oder 19 jährigen Ziwis als RTW Fahrer missbraucht wurden und von Opel Kadett (nur als Beispiel), plötzlich einen 4 Tonnen RKW fahren mussten, Klasse 3 machte es möglich. Wer das 18 Monate geschafft hat, ohne eine Karre zu schrotten (Und das kam damals oft vor.), der hat sicherlich ein Medaille verdient, weil, die außer fahren ja auch noch als "Billigsanitäter" mit Minimalausbildung eingesetzt wurden.

    Das alles geht heute zum Glück nicht mehr, du must mindestens Rettungsassistent sein, ehe du auf einem RTW tätig sein darfst.

    Wolf

  • Nochmal für alle, die das noch immer nicht verstanden haben::*:


    Es geht nicht um die Rettungsmedaille oder die Einsatzmedaille "Gefecht", sondern "nur" um das Veteranenabzeichen!X(


    Irgendwie bringt uns das Aufrechnen von Gefahren und Beschwerlichkeiten nicht weiter.

    Wenn Zivis eine Auszeichnung oder ein Zivi-Veteranenabzeichen wollen, ist das sicher nicht Sache des Verteidigungsministeriums, eine Zivi-Alternative zu erdenken oder auf eigene Abzeichen und Regelungen zu verzichten, nur weil andere auch (unbestritten) was geleistet haben.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Im Gegensatz zu den Zivis* fordert ein Gutteil der Soldaten eine verbesserte Veteranenkultur ein. Also nehmt es als Anfang, so wie es Til&Co. nun mehrfach hier geschrieben haben, und wenn man dann nicht alles zerredet, wird vielleicht was Großes draus...


    *war selber einer, kenne viele und bisher hat mich noch keiner mit ner Ordenidee/forderung oder nem Ziviveteranenklub überrascht. Für "uns" Zivis war der Dienst mit dem letzten Tag, der letzten Zahlung abgeschlossen, da dachte und denkt keiner an die Kameradschaft, etc. zurück und will für die geleistete Zeit nen Orden.

    Wenn ich nen Orden will, mach ich das Seepferdchen.

  • Nun ja, Kameraden,


    vieles liest man hier so mit, manches schluckt man, weil es den Widerspruch nicht lohnt, aber manches sitzt - bildlich gesprochen - auch nach einem Tag noch quer und lässt sich nicht einfach übergehen.


    Navigator hat es meisterlich auf den Punkt gebracht: Wenn es um die Anerkennung der Tätigkeiten der Zivis geht, ist das nicht Sache des BMVg und ursprünglich ging es hier mal um das Veteranenabzeichen für Soldaten.


    Das Vergleichen oder gar Aufrechnen von Diensten ist der Beginn eines Irrweges, führt in die Sackgasse und verbietet sich schon von der Sache her. Die Diskussion ist folglich fruchtlos.


    KaiserJeep : Wolf, ich schätze die allermeisten Deiner Beiträge als hochkompetent und das nicht nur, weil wir - zeitlich auseinander - im selben Standort Dienst getan haben, aber hier muss ich Dir doch widersprechen: Es geht nicht darum, ob man als "Zivi" Eier haben muss, um jemanden aus einem brennenden Auto zu retten. Es geht darum, dass genau das niemand von einem verlangen KANN. Und da liegt der Unterschied zum Soldaten: Er ist per Gesetz verpflichtet, sich auf Befehl in Gefahr für sein eigenes Leben zu bringen, der Polizist und Feuerwehrmann, vor allem aber der Zivi nicht. Ob das für 99 % aller Soldaten/innen jemals in ihrer Dienstzeit zutrifft oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Der Soldat MUSS, weil es das Gesetzt befiehlt, der Zivi nicht!


    Im Übrigen verweise ich auf die sogenannten Schichttortengrafik, die jährlich aktualisiert vom ehemaligen Bundesamt für den Zivildienst in Köln herausgegeben wurde. Aus ihr war stets ersichtlich, dass nur knapp 10% aller Zivis im Bereich ISB (Individuelle Scherstbehindertenbetreuung) eingesetzt waren, die zweifellos schwerste Form des Zivildienstes als Rund-um-die-Uhr-Pflege für Behinderte.


    Der sogenannte "Gammel-Dienst" ist beileibe keine Erfindung des Militärs. Alle politischen parteinahen Stiftungen, die ich als Jugendoffizier im Großraum Köln-Bonn über mehrere Jahre erlebt habe, hatten "Zivis" als billige "Muschkoten", um für den Seminarbetrieb zu sorgen. Nachdem die Unterrichtsräume hergerichtet waren, war noch Post holen und Nachmittags für den Kaffee zu sorgen angesagt. Den Rest des Tages gammelten sie rum. Sicher nicht zu verallgemeinern, aber das gab es eben auch. Die Kernfrage aber lautet: Warum konnten hier nicht ganz normale "Studentenjobs" ausgeschrieben werden, die sich gerne ein Taschengeld hinzuverdient hätten und es in nahezu allen (außer den technischen) Studiengängen auch noch studiennah hätten nutzen können? Weil es bequem war und weil es die Organisation unserer Dienste möglich machte.


    Bitte, bitte hört auf zwei Dinge mit einander zu vergleichen, die sich einfach nicht miteinander vergleichen lassen.


    So, Frust Ende!


    Gruß, Wolf

  • Mungaist,

    meine Intension war gar nicht, das die Zivis, egal, was sie mehr oder weniger freiwillig auf dem zugewiesenen Posten geleistet haben, sondern viel mehr auch um die Anerkennung deren Leistungen. Und viele haben mehr Leistung erbracht als sehr viele Wehrpflichtige, mal so rein von Arbeitsaufwand her betrachtet-.

    Natürlich ist mir klar, das jeder Wehrpflichtige im V-Fall sein Leben auf das Schlachtfeld trägt. Aber andererseits, das muss einem von vorne herein klar sein. Ich habe damals keine Kameraden erlebt, die das nicht irgendwie wussten, obwohl die meisten das irgendwie verdrängt haben oder durch lockere Sprüche übertüncht haben. Am Rande der Fulda Gap war das auch nicht so einfach die Lage zu ignorieren, auch wenn das weitestgehend verdrängt wurde, auch von den Vorgesetzten (Wobei ich heute soweit bin, das ich sicher annehmen kann, das die gar nicht verstanden haben, wo sie eigentlich ihren Standort hatten.). Die 12 PD war damals die Ko-Division zu 1 US CAV Division mit Hauptstandort Fulda, wenn das denn noch jemand weiß.

    Grüße

    Wolf

  • Kristian, ist doch gar nicht schlimm. Ich mag Diskussionen ja schon, solange sie sinnvoll sind.


    Und mit Wolf werde ich wohl auf der nächsten Schmidtenhöhe mal das ein oder andere Bier genießen müssen. Muss nur rechtzeitig von der Besucherkasse wegkommen.


    In diesem Sinne frohes schrauben, mit oder ohne Abzeichen!


    Gruß, Wolf

  • Ich habe heute auch Post von der Bundeswehr bekommen. Ich hatte am 15.08. das Veteranenabzeichen (oder Bundespin, je nach Gusto ;-)) beantragt. Der Vorgang hat also auch wieder 3 Monate gebraucht.

    Immerhin, der Umschlag war richtig verschlossen (nicht mit Musterbeutelklammern wie ein Kamerad weiter oben schrieb) und auch das beiliegende Schreiben war mit meiner Anschrift und mit persönlicher Anrede versehen. Anscheined wurde hier ein wenig nachgebessert.:daumenhoch:


    schönen Gruß...Stefan