Vergleichende Tabelle 0.25t gl. Lkw. Munga - Goliath - Porsche 17.4.1956 mit Bildern

  • Hallo Zusammen,


    hier die vergleichende Tabelle 0.25t gl. Lkw. Munga - Goliath - Porsche von 17.4.1956. Die Tabelle wurde an alle Mitglieder im Auschuss für Verteidigung geschickt.

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    https://up.picr.de/36087497ik.jpg


    Aus der Tabelle wird die Präferenz zum Munga deutlich, auch wohl wegen genügend hoher Fertigungskapazitäten (wie auch beim Goliath), während bei Porsche diese erst noch geschaffen werden musste.


    Bilder

    Die Bilder sind ohne Datum oder Untertitel.



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    Warum dieser abschliessende Bericht 2 Jahre früher als der "Zwischenbericht" datiert ist, ist mir ein Rätsel.


    LG Hans

  • Hallo Leute,

    interessant ist doch, das beim Vergleich zwischen Munga, Goliath und Porschekübel im ersten Bild als 3tes Fahrzeug ein Willy's abgelichtet ist.

    Wenn ich als Sachverständiger für den KFZ-Verkehr die 2 Seiten lese, kann ich nicht anders, als darin ein verstecktes Votum für den Munga zu erkennen durch bewusste, technisch aber nicht begründbare Formulierungsunterschiede. Es hätte auch damals bekannt sein müssen, das ein Allradantrieb zu Schwierigkeiten führen muss, wenn der nicht abschaltbar ist oder kein Längsdifferential hat, wenn keine Abschaltbarkeit gegeben ist. Die Mehrkosten für ein Verteilergetriebe sind sicherlich geringer (irgendwo dokumentiert mit 600 DM pro Fahrzeug) als der durch die 'Nicht Abschaltbarkeit des Allradantriebes' erhöhte Reifenverschleiß, auf die Lebensdauer betrachtet. Also kein 'Life Cycle Management' erkennbar.

    Auch ist nicht erkannt worden, das der Zweitaktmotor trotz grundsätzlich einfacher Konstruktion nicht zukunftsträchtig war. Und das bei einem relativ komplizierten Zündsystem mit Sonderteilen für die 24 Volt Anlage. Serie war damals 6 Volt.

    Zugegeben, der 2-Takt Direkteinspritzer von Goliath war eine nicht erprobte Konstruktion und wurde auch nicht weiter verfolgt. Der 4-Takter von Porsche war eigentlich der Motor der Wahl, wenn auch für heutige Begriffe recht leistungsschwach, damals aber normal für den Hubraum.

    Ideal wäre eine weitere Entwicklungszeit von etwa 2 Jahren gewesen, um die Vorteile der 3 Konzepte zusammen zu führen und derweil die in großen Mengen verfügbaren Willy's zu nutzen, die sowieso eingeführt waren, weil das neue Fahrzeug noch keine 'Luftabsetzbarkeitsfreigabe' hatte. Es wäre also egal gewesen, dass die BW statt ein paar hundert ein paar tausend Willy's billig kauft und mit der Einführung eines eigenen Fahrzeuges z.B. bis 1960 gewartet hätte. Oder alternativ gleich auf die Erfahrungen mit z.B. des Willy's und den Konzepten der 3 Fahrzeuge zu warten und dann ein neues Fahrzeug zu entwickeln, das dann wirklich was taugt (Äh, nix gegen die Mungagemeinde). Dann wäre vielleicht was besseres dabei herausgekommen als der Iltis als Nachfolger des Munga, der ja auch nach Zugeständnis von Audi auch nur eine Weiterentwicklung des Munga war. Den Zuschlag bekam Audi auch nur, weil es denen damals wirtschaftlich nicht so toll ging, soweit es die Literatur hergibt (auch das soll kein Angriff auf die Iltisgemeinde sein).

    Der Mercedes G stand damals im Wettbewerb gegen den Iltis, der dann auch 10 Jahre später eingeführt wurde, langsam, Stück für Stück und nach vielen Sonderwünschen des BWB. Aber darüber will ich hier schweigen.

    Grüße

    Wolf

    N.S.: Interessant bei den Munga-Bildern sind die US-Amerikanische Black Out Marker Lamps und der eigentlich z.B. für Dänemark gefertigte Notek Tarnscheinwerfer sowie die 5 Zoll Hauptscheinwerfer statt der später verwendeten 7 Zoll Hauptscheinwerfer. Die Schlussleuchen waren wohl auf Grund der Größe der Löcher wohl eher auch WWII statt der Ersatz für die US-Rückleuchten von z.B. ILO oder Bosch und habe mit den späteren Hella Einheitsrücklichtern auch nicht viel gemeinsam.