PKW im Schlepp

  • der Herr Kollege hat das Rad von hinten neu erfunden und aufgezäumt:

    Durch schlichtweg Umdrehen der Schleppschere treten wohl größere Lenkwinkel am gezogenen Fahrzeug auf.

    Aber funzen wird das wie gewohnt.

    Gruß

    Benedikt


    zwei Zugpunkte am ziehenden Fahrzeug, da scharweinlich massiger wie die A-Klasse Gehhilfe und der abgebildete rote Raffhaken mittig am Geschleppten , fertig ist das Geschiebe.

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Panzerhaubitze M109G infiziert.

    Heute leb ich damit - kein Az kann mir helfen - mit der Idee einen 12V92TAB umgekehrt ins Heck eines KAT 4x4 einzubauen um damit die road of bones zu befahren.

    Wo bin ich also nicht besser aufgehoben als wie hier?

  • Kenn das in dieser Weise nur zum bugsieren von Panzern.

    Denke aber auch das es funktioniert.

    Nur durch den langen Hebel der Deichsel werden Schlingerbewegungen des Zugfahrzeug wesentlich stärker auf das A-Auto übertragen als bei der herkömmlichen Art mit A Frame.

    Versuch macht kluch:thumbsup-blue:

  • Hallo,


    die Andockpunkte beim KAT sind folgende:




    Hier ist schon mal der Gabelschuh für die Schleppschere eingebolzt.


    Weil unser KAT-Kipper hinten nur einen sehr kleinen Überhang hat,

    ist der Drehpunkt auf der Kugelkopfkupplung am Mercedes an einer ähnlichen Stelle,

    als wie bei Amerikanischen Wohnmobilen mit langem Hecküberhang.

    (Dort schwenkt das Heck ähnlich weit aus.)

    Zum Lenken der Vorderräder beim A170 brauche ich nur die Horizontal-Bewegung an der Front.

    Und die ist immer gleich, egal wie lang die Schleppschere ist.

    Deswegen kann man die Schleppschere hier auch andersrum benutzen.


    Selbstverständlich kommen weder die 30 to-Alu, noch die 60 to-Stahl-Ausführung von Ringferder zum Einsatz.

    Es wird eine Light-Variante für 3,5 to, die aber die gleiche Außengemetrie wie die Bundeswehrausführung hat.


    Dann kann man auch mal einen Wolf, oder einen Iltis ankuppeln.


    Nachfolgend mal die Gabelschuhe von Ringfeder aus Alu (für die 30 to - Schere).

    O.K., es war ein wenig aufwändig Ringfeder zu überreden mir die Origilanzeichnung zu überlassen.



    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    2 Mal editiert, zuletzt von TDV ()

  • Hallo,


    der KAT1 hat vorne und hinten unterschiedliche Zugösen.


    Vor ca. zwei Jahren habe ich mal alle möglichen Kombinationen vermessen.


    Hier wird ja hinten die Schleppschere per Bolzen befestigt.

    Unser KAT hat da normalerweise rundrum die Zughaken eingebolzt.

    (Baugleich mit M113-Zugankern - Bolzendurchmesser 1 Zoll)


    Alle Maße und Zuordnungen habe ich mal zusammengetragen.

    Wer eine diesbezügliche Frage hat, kann sich gerne melden.

    Eine Kuriosität kann ich aber schon vermelden:

    Die Zuganker vom Leo passen nirgens.

    Das Musterexemplar, was ich besitze, ist für jedwede Radfahrzeuge ungeeignet.

    Die Augen der (Deutschen)Abschleppseile passen aber auf alle Zughaken.

    (Egal ob MTW, Leo, oder KAT)


    Nachfolgend ein Foto von unserem KAT mit eingebolzten Zughaken und der Zugöse:




    Beim Magirus sieht es dann so aus.

    (O.K. die oberen Abschleppösen sind nachgerüstet.)

    (Da, wo die 2,50m Zivil-Abschleppstange eingebolzt ist.)



    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    2 Mal editiert, zuletzt von TDV ()

  • Hallo,


    mein Magirus fährt ja zusätzlich zu der zivilen 40mm-Abschleppstange noch zwei weitere Abschleppstangen spazieren.


    A) Bundeswehr Abschleppstange 2,00 m mit zwei NATO-Ösen.


    B) Meine (Patent)Universal-Abschleppstange.


    Bei B) kann man alles mit allem kombinieren, und zusätzlich auch noch eine Kröpfung einstellen.


    Alles mit allem bedeutet: 40 mm / 50 mm / NATO / GOST / Schweiz / K80 / Italien / Franzosen / PKW-Kugelkopf.

    In jedweder Kombination.

    Ich habe seinerzeit mal die Bruchlast ausgerechnet.

    Die liegt etwa so bei 50 to Schadfahrzeug.

    Mit meiner 8 to Winde schere ich zweimal ein.

    Dann sind es 16 to Zugleistung.

    Rollfähigkeit 0,5 unterstellt, kann ich also 32 to Schadfahrzeuge bergen.


    Naja, und dann liegen in der Gerätebox noch die neumodischen Andock-Verschraubungen: Mercedes / Scania / MAN /


    Aber der Mercedes A170 CDI wiegt ja nur 1,1 to.

    Das ist für alle unsere Bergefahrzeuge nur ein Fliegenwicht.


    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    2 Mal editiert, zuletzt von TDV ()

  • Danke, die Erklärung hätte ich nicht mehr vor Augen :amb:

    :engel:

  • Moin,


    für 550,- gibts im Auktionshaus auch gerade einen "Hund":


    https://www.ebay.de/itm/Abschl…transporter-/292799027486


    Zitat:

    "Ich habe etwas im Internet recherchiert und folgende Daten zur Abschleppachse gefunden. Keine Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Urheberrecht an Text und Bild wird eingehalten

    Auszug aus STVO
    § 10 FZV / § 64b StVZO:

    Bei Verwendung einer Abschleppachse, muss an dieser während der Leerfahrt das Kennzeichen des Zugfahrzeuges als Wiederholungskennzeichen (ohne Siegel und HUPlakette)angebracht sein.

    § 22a Abs. 1 Nr. 6 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO):

    Abschleppeinrichtungen wie Abschleppachsen, Abschleppstangen und Abschleppseile unterliegen nicht der Bauartgenehmigungspflicht.

    § 30 StVZO:

    Bei Verwendung einer Abschleppachse muss diese so gebaut und ausgerüstet sein, dass niemand geschädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt wird. Wichtig ist die sichere Befestigung aller Teile die der Gefahr des Verlierens während der Fahrt ausgesetzt sind.

    § 31 StVZO:

    Bei Verwendung einer Abschleppachse muss diese so beschaffen sein, dass die Verkehrssicherheit der miteinander verbundenen Fahrzeuge nicht leidet. Der Fahrer des schleppenden Fahrzeuges muss geeignet sein. Die Verantwortung hat dafür der Fahrzeughalter.

    Quelle: Wikipedia
    Abschleppachse / Abschlepphund

    Eine Abschleppachse ist eine Sonderform des Anhängers, die verwendet wird, um ein leichtes Kraftfahrzeug abzuschleppen.

    Aufbau

    Die Abschleppachse ist ein meist sehr schmalspuriger einachsiger Anhänger ohne Plattform. Mittig über der Achse ist eine drehbar gelagerte Traverse montiert, dessen Enden so ausgeformt sind (z. B. Mulden oder ein rechteckiger Rohrrahmen), dass sie als Aufnahme und Fixierung der Räder eines (abzuschleppenden) Fahrzeuges dienen können.

    Funktion und Verwendung

    Durch diese Abschleppvorrichtung sind das ziehende und das gezogene Fahrzeug mittels der Zugdeichsel des Anhängers miteinander verbunden. Durch diese Bauart wird das gezogene Fahrzeug durch Einhängen der beiden Vorderräder auf feste Distanz zum Vorderwagen gehalten. Bei Erfordernis können statt der Vorderräder die Hinterräder eingehängt werden. In dem Fall muss aber die Lenkung fixiert werden (hohe Gefahr eines unkontrollierten Schlingerns des abgeschleppten Fahrzeuges).

    Im Gegensatz zum Abschleppseil und zur Abschleppstange müssen bei Verwendung einer Abschleppachse weder die Bremsen noch die Lenkung des zu ziehenden Fahrzeugs intakt sein.

    Rechtslage

    In Deutschland ist die Abschleppachse als Abschlepphilfe zulassungsfrei, somit nicht zugelassen für den Fahrzeugtransport über längere Strecken, sondern nur als Notmaßnahme im Falle des Liegenbleibens bis zur nächsten geeigneten Werkstatt. Andernfalls werden zusätzliche technische Maßnahmen am Anhänger notwendig sowie erweiterte Führerscheinpflichten für den Fahrer des ziehenden Fahrzeuges. Zu beachten ist die geänderte StVZO vom Januar 2010 (Wegfall des § 18).

    Biete eine gebrauchte neu aufgebaute Abschleppachse, Abschlepphund, Nachläufer für PKW.

    Der Anhänger ist zulassungsfrei. Das abgeschleppte Fahrzeug muss keine Zulassung besitzen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber einer Abschleppstange.

    Der Tragrahmen wurde mit 5 mm Vierkantrohren verstärkt, verschweißt. Die Radaufnahmen wurden komplett neu geschweißt und verstärkt. Die Räder, die Seilwinde und das Stützrad sind neu.
    Die Auffahrrampen (s. Bild 3 - montiert auf dem Rahmen) sind natürlich mit dabei

    Es wurden mit dem Teil unter anderem

    ein AUDI A6 2,5 TDi, ein Mercedes W280SE, mehrere BMW geschleppt bzw. zum Lackierer oder in die Werkstatt gebracht.

    Die Abschleppachse wird nicht mehr benötigt. Ein Test mit einem Fahrzeug ist jederzeit möglich."



    Gruß fux

    Bilder

    Orthographie und Interpunktion des Beitrags sind frei erfunden.
    Jegliche Ähnlichkeit mit früheren oder derzeit gültigen
    Rechtschreibnormen wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

  • ... anstatt Eigenbau ...

  • Für 200 € letzten Winter bei Ebay Kleinanzeigen gekauft :-)

    Die Achse läßt sich per Hydraulik absenken, die Radaufnahmen auf einem Schlitten nach hinten ziehen. Das abzuschleppende Fahrzeug mit der Winde in die Aufnahmen ziehen, dien Schlitten wieder hochziehen und die Achse anschließend wieder in Fahrstellung hochpumpen.

    Hersteller ist die Firma Sedelmayer. Prima Prinzip, zulassungsfrei und recht praktisch.

    multi-board.com/board/wcf/index.php?attachment/58698/

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Da im Gesetzestext von abschleppen die Rede ist, heißt das wohl alle Einschränkungen des normalen Abschleppens auch. 50km/h, nur zur nächsten Reparatur Möglichkeit usw.


    Das macht für mich den Sinn einer solchen Achse nutzlos

  • Naja... Autos vielleicht nicht :engel: Aber der Polo hat schon ganz andere Sachen abgeschleppt ;-)
    Das ist eine Schleppachse ähnlich der von Fux gezeigten. Stammt aus den 60ern und hat zwei U-förmige Aufnahmen für die Vorderachse. Vermutlich damals fürs Abschleppen von Fahrzeugen mit Drehstab-Vordeachse (Käfer, Bus, Typ 3 usw.) verwendet.

    Außerdem verwende ich die Teile nur fürs Abschleppen, d.h. kürzere Entfernungen und geringere Geschwindigkeit (und nicht für das Schleppen über größere Entfernungen). Da ist das mit der ungebremsten Anhängelast bei vorsichtiger Fahrweise nicht so schlimm.


    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Hallo,


    höchstwahrscheinlich war die Polizeiaktion illegal.


    Die STVZO samt der klaren Regelung des §33 gilt nur für inländische KFZ.
    Die Deichsel weist eine Auflaufeinrichtung auf, und auf der englischen Seite sieht es auch so aus als würde die Bremsanlage des geschleppten Autos angesteuert. Damit fällt die Begründung "Bremsüberlastung" weg.
    Grundsätzlich gelten die Zulassungsvorschriften des Herkunftslandes:
    http://www.svr.nomos.de/?id=1496
    Die STVO zieht zwar auch für Ausländer, aber das Gespann war ja nicht grundsätzlich betriebsunsicher (§23 STVO),
    vorausgesetzt die Auflaufbremse war angeschlossen und funktionsfähig.

    Weil ja nun Polizisten keine Ingenieure sind, haben sie leider die in GB übliche Bremsansteuerung vom Zugfahrzeug

    auf das Schleppfahrzeug unterschlagen.

    Wenn sich der Brite einen vernünftigen Rechtsanwalt nimmt, wird das zuständige Amt ziemlich alt aussehen.

    Es war ja einwandfrei eine Auflaufbremse - mit Handbremshebel und eingehängtem Abreißseil.



    ...

  • Vielleicht solltest Du das ganze mit Deinem Eigenbau einfach mal ausgiebigst selber testen. Inklusive Teilnahme an Verkehrskontrollen und ähnlichem.
    Du kannst uns ja auf dem laufenden halten was Du da so erlebt hast. Und es wäre bestimmt interessant zu erfahren wie das Ergebnis der Aussage "Ihre Aktion ist jetzt illegal!" bei einer gegebenenfalls stattfindenden Begegnung mit kontrollierenden Beamten aussieht.

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Hallo,


    die Lehrgangsunterlagen der Polizei sind ja ziemlich ausführlich.


    Alles mögliche wird beleuchtet.


    Wichtig für den Briten ist aber nur der folgende Satz:


    Zit.:"

    Sollte der (Ausländische)Fahrzeugführer/-halter eine (Ausländische)Bescheinigung mitführen, welche den Anhängerbetrieb zulässt,

    ist dies auch in Deutschland nicht zu beanstanden!"


    Das bestätigt meine Rechtsauffassung.


    Die Worte in Klammern sind von mir zur Verdeutlichung hinzugefügt.


    ...

  • Moin,


    die Sache hat bei Licht betrachtet ja noch EU-Sprengstoff.


    Das hatte ich bisher noch gar nicht 'gecheckt'.


    Also auch hier ein Evolutionsprozess.


    Der § 33 STVZO benachteiligt Deutsche Autofahrer in der EU.


    Also ein Diskreminierungstatbestand.


    Da können findige Juristen ja vielleicht die Streichung vom § 33 erwirken ?


    Das könnte dann ja einigen Fahrzeug-Verbringern helfen.



    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    3 Mal editiert, zuletzt von TDV ()

  • Hallo,



    mit dem Projekt 'Schleppschere mit Frontkupplung' am A170 habe ich wohl in ein Wespennest gestochen.



    Heute kam eine e-mail von Mercedes-Benz.


    Ich möge doch bitte meine diesbezüglichen Patent- und Gebrauchsmusterschutzunterlagen schicken an:


    Mercedes-Benz Customer Assistance Center Maastricht N.V. Gelissendomein 5, 6229 GK Maastricht , Netherlands.


    Man würde es dann in der Entwicklungsabteilung weiter bearbeiten.


    Also Nachhilfe für MB war eigendlich gar nicht beabsichtigt.

    Ich wollte auch nie in die Konstruktion von PKW's einsteigen.



    ...