Der Kübel kriegt 'nen Anhänger

  • Also:


    - Kübelfront geht nicht, der soll gerade werden obenrum. Einfach ein Auto umstricken will ich auch gar nicht, da gehen 12 auf ein Dutzend.

    - Zwei Hauben mache ich nicht, das finde ich unförmig. Aber nicht die schlechteste Idee, zugegeben.

    - Wohnwageneigenschaften stehen im Lastenheft ganz, ganz, ganz weit unten. Das wird nur gemacht, wenn ich es so hinknobeln kann, daß es nicht kacke aussieht.

    - Heckleuchten werden auch vom Kübel übernommen, da baue ich kleine Gehäuse rechts und links des Heckabschlußblechs. Nebel und Rückfahr kommen Extra irgendwie und -wo.


    Und Sicken aus Holz? Bei aller Liebe, aber da schneide ich mir lieber die Pulsadern mit meinem Gesellenbrief auf :dev:. Ein bisschen Handwerkerehre ist noch über.


    Wenn es zu dieser Wohnwagensache kommen sollte, werde ich eher das vordere Teil ein bischen verlängern und das Mittelteil hinten als Klappe ausführen. Dann kann man das Zelt so gestalten daß die Füße auch noch im Trockenen liegen. Oder ein Vorzelt dranknöpfen.


    Vorher steht aber sowieso der erwähnte Gang zum TÜV an. Dann kann ich mir Gedanken um die Feinheiten machen. Und mal ein Platzhaltermodell aus Sperrholz, Pappe oder so bauen, dann wird man sehen. In meiner obigen Skizze ist mir der Wagenkasten z. B. zu hoch bzw. zu kurz. Das sieht von der Seite unförmig aus. Und die Achse sitzt da auch zu weit hinten. So bekäme man u. U. Probleme mit der Stützlast.

    Ich muß aber sagen, ich freue mich wieder über die lebhafte Diskussion :thumbsup:.

  • Moin,

    ich nenne AH 48 und AH 83 mein Eigentum.

    Meine Initialen sind halt A. H. Da kann ich nun nix dran ändern.

    Ansonsten habe ich viel mit VW (6 Stk), sähe aber auf einem Audi und Skoda doof aus.

    Bei uns fährt eine alter BW T3 herum.


    Der hat A-FD 18. So alle zwei Wochen ist er an Hakenkreuz überpinseln.

    "Banning Guns because criminals have too many ist like castrating yourself because your neighbor has too many kids!"
    (Clint Eastwood)

  • ... muß mal in meinen Bilder von den Kübeltreffen sehen, ob ich noch was besseres finde ...

    Bilder

    • kah.jpg

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  • Ich meinte, das man die Kotflügel original läßt. Scheinwerfer-Öffnungen glatt machen, Rückleuchten rein.. Und die Schnauze zeigt dann nach hinten.. Und natürlich ohne Scheibe...<X

    Gruß Olli


    Echte Männer sammeln Punkte nur in Flensburg, nicht bei Payback ! 8]

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  • Wenn man die Form als Ausgangsposition nimmt und das ganze in etwas länger anfertigt so daß die Proportionen noch stimmig sind könnte ich mir das ganz nett vorstellen. Oben könnte man ja einen einseitig aufklappbaren Deckel so wie ein Hubdach konstruieren.
    Es gab ja auch seitlich öffnende Hubdächer, ich glaube von Dormobil oder so...

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • ... der vom Lorenz sieht optisch schon recht gelungen aus ... :daumenhoch:


    Frage ist, was mit dem Anhänger hauptsächlich machen willst. Falls mehr als Show, also auch mal Grünschnitt wegbringen, wäre es evtl. auch ne Überlegung wert, bei entsprechender Gelegenheit ein gebrauchtes Dachzelt draufzupacken. Wäre dann ne flexible Lösung für mehrere Einsatzgebiete ...


    z.B.:

    https://www.t4-wiki.de/wiki/Datei:DachzeltHaenger2.jpg


    https://www.offroad-forum.de/v…8210d1b6ce525d760d3bca0e3



    Gruß fux

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  • Guten Abend, miteinander!


    Heute ging es tatsächlich mit dem Projekt weiter, wer hätte es gedacht?


    Das Fahrgestell ist aus der Scheune geholt worden, wie immer mußte dazu alles ausgeräumt und anschließend wieder eingeräumt werden. Aber falls man plötzlich... ich will es mal Heimgebundenen Sonderurlaub nennen :dev: - hat, will man ja was um die Hand haben.


    Die Crew begutachtet skeptisch das Objekt


    Dann habe ich das rotte Holz entfernt. Zur Abwechslung brauchte man sich mal nicht um Corona zu sorgen. Hantavirus oder der Fluch des Pharao wären wahrscheinlicher im Holz zu finden gewesen... :-O


    Die Heckflachte mußte abgesägt werden...


    Anschließend stand das Fahrgestell in seiner ganzen Pracht vor mir. Zeit, sich Gedanken um die Details zu machen. Hinter der Achse ist alles grob zusammengebrutzelt und muß eh' weg. Wahrscheinlich bleiben nur Blattfedern und Achse über.


    Ein Klecks Farbe und neue Bretter hätten es vielleicht auch getan.

    Schweißkünstler am Werk. Das U-Stahl hätte sowieso abgemusst.


    Da hätten die Kobolde im Kopf aber sowas von randaliert...


    Zur Probe habe ich auch noch die Deichsel aufgelegt. Das wird ganz schön lang. Vielleicht kürze ich das Mittelteil noch. Die gute Nachricht ist, daß die Spurweite bis auf ein paar Zentimeter mit der des Kübels übereinstimmt.


    Na, das baut sich doch wie von selbst.

    Mit dem Aufbau muß man ein wenig knobeln. Wo der Zollstock zuende ist, endet die Haube wenn man sie an der originalen Stelle der vorderen Bordwand anlegt. Ein bisschen länger soll der Kasten nach vorne ja werden, das sollte gut passen.


    Vielleicht muß die Achse noch nach vorne rutschen.


    Das einzige was einigermaßen vorsichtig ausgebaut wurde, waren die Verschlüsse der Heckflachte. Die sind ganz bezaubernd. Nur: Wahrscheinlich werden sie der Kondensationskeim des nächsten Anhängerprojekts, was nützen einem die schönsten Verschlüsse, wenn kein Anhänger drangeschraubt ist :-D?



    Als nächstes säge ich alles Unnütze vom Fahrgestell ab, baue mal grob die Achse mit der Deichsel zusammen und fahre mit Fotos zum Ingenieur. Wenn ihm gefällt, was er sieht, geht es ans Eingemachte. Ein Paar rattenscharfe, gut erhaltene, uralte Diagonal-M&S-Reifen habe ich auch schon in Aussicht =).

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

    Das Restaurierungstagebuch auf BoxerStop

    Einmal editiert, zuletzt von Munin ()

  • Kurzarbeit? Nein. Da sage ich lieber nichts zu, sonst krieg‘ ich wieder Puls... egal.


    Nächste Woche bin ich daheim. Aber da ich die Wohnung renoviere, muß ich mal gucken was die Woche geht. Und das rechte Vorgelege muß schon wieder abgedichtet werden, die Trommel ist schon wieder mit Öl geflutet :cursing:. Diesmal habe ich mir aber einen Kfz-Meister zur Hilfe gerufen...

  • Guten Abend, zusammen!


    Die Haube hat sich wieder angefunden. Und der Frühjahrsputz ist erledigt. Dann kann man ja wieder fummeln. Ich habe zwei Kübelfelgen mit gut erhaltenen M+S-Reifen abgefegt. Das Profil ist sehr hübsch. Natürlich steinalt, aber nicht rissig und noch relativ weich. Es war auch eine Felge mit einem gigantischen Conti-Reifen im Angebot, aber leider war kein Zweiter vorhanden. Die habe ich zuerst angebaut.




    Links der Conti. Man sieht es auf dem Bild nicht, aber der war vom Durchmesser nochmal 5-6 cm größer als der rechte Reifen. Gigantisch. Und dann das supergeile Profil. Schade daß das nur einer war.


    Dann muß der Anhänger als erstes höhergelegt werden. Zwei Tage Muttern einweichen und Löseversuche später sind fast alle Muttern ab. Man hätte natürlich auch einfach alles abflexen können, aber erstmal will ich versuchen alles was geht zu retten. Wenn da wieder irgendeine nicht zu bekommende Paßschraube verbaut ist, will ich lieber ein bisschen fummeln. Und natürlich entpuppen sich die Muttern der Achsbriden später als M14x 1,5. Gut daß ich die gerettet habe, sonst hätte man wieder Feingewindemuttern besorgen dürfen. Außerdem soll ja - bis ich grünes Licht vom TÜV habe - kein Geld ausgegeben werden. Die Bolzen in den Federaugen gehen schon mal nicht mehr raus: festgerostet. Nur einer kommt. Hinten lässt sich eine Mutter gar nicht lösen, darum säge ich das Verbindungsblech des beweglichen Schäkels ab. Das war sowieso aus 2 dünnen Blechen selbergebastelt, nicht schade drum. 12 der 16 Muttern der Achse (8x Befestigung, 8x Kontermutter) lassen sich mit erheblicher Mühe abschrauben, aber vier sind wie verschweißt. Da hilft nur noch der 125-mm-Schlüssel. Ich schleife sie ab und dann spricht der Meißel. Selbstverständlich dresche ich mir dabei dermaßen auf den Daumen daß mir schwarz vor Augen wird, aber irgendwann sind auch die ab. Die Briden putze ich und mache die Gewinde gängig und dann kann höhergelegt werden. Das Ergebnis weiß durchaus zu überzeugen, mir ist es hoch genug.



    36 Stunden eingeweicht und trotzden war es ein Kampf. Die hier gingen gar nicht ab.




    Da helfen nur noch grobe Methoden.



    Hier half nur noch der Winkelschleifer. Die obere Schraube ging nicht ab und die Bolzen sind hoffnungslost fest. Egal, war sowieso selbstgebaut.



    Aber irgendwann war alles ab und es mußten nur noch die Herzbolzen umgedreht werden.


    Jetzt kann man sich langsam Gedanken um den Aufbau machen. Da habe ich ein wenig mit der Haube und der verstellbaren Deichsel rumprobiert, aber die zündende Idee fehlt noch.



    Von der Höhe schon sehr gut.



    Primitive Stellprobe der Haube. So ganz ist es das noch nicht und die verstellbare Deichsel baut sich auch irgendwie nicht von selbst ein. Aber das Leitkreuz passt :thumbsup:.


    Eine Frage habe ich zu den Schäkeln: Da sind Gummimetallager drin, die werden wahrscheinlich nicht heile rausgehen. Wie ist das denn bei Blattfedern? Dreht sich das Gehänge, oder wie man das nennen will, nur im Gummi? Oder rotieren die Bolzen im Lager? Mit Blattfedern kenne ich mich nicht so gut aus.



    Bilden Bolzen und Bleche eine Einheit und klemmen die Hülse des Gummimetallagers fest?


    Morgen geht es an die Hinterachse des Kübels, damit man endlich mal fahren kann. Und dann versuche ich mich wahrscheinlich an der Deichsel.

  • Die Blattfedern übernehmen doch die Federung,der Rest müsste starr sein.

    Kannst das ja mal umdrehen und dran rütteln,dann weisst du bescheid.

    mfg

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo,


    das ist eben nicht starr. Beim Einfedern werden die Federn gerader und damit länger. Daher wird das oben abgebildete Blech hin- und hergeschwenkt und rotiert um die Schrauben der Buchse. Bei meinem Belgier sitzt die Gummibuchse fest, die Schrauben sind auch fest angezogen, so daß ich davon ausgehe, daß die Drehbewegung nur im Gummilager stattfindet.

  • Normalerweise bestehen diese Buchsen aus einem Innen- und einem Außenring mit dazwischen einvulkanisierter Gummischicht. Der Außenring sitzt stramm (eingepreßt) in seiner Aufnahme, der Bolzen sollte sich im Innenring bewegen können (im Idealfall ist er gut gefettet). Wenn Innen- und Außenring beide fest in ihrer Aufnahme sitzen dürfte sich die Gummilage früher oder später durch die ständige Bewegung beim Einfedern entweder an der Vulkanisierung lösen oder insgesamt auflösen.
    Hier mal ein Bild so einer Buchse:

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  • Don Lorenzo : Der eine Bolzen, der sich ausbauen liess, hat auch eine sehr deutlich geschliffene Oberfläche. Das sah nach Passung aus. Danke Dir für die Info. Der Hebel den die Bleche bilden kam mir auch für eine reine Drehung im Gummi reichlich lang vor.


    Da werde ich mal messen und gucken, wo ich neue Buchsen bekomme. Wenn es soweit ist.