Der Kübel kriegt 'nen Anhänger

  • ... die Dinger nennen sich Silentbuchsen, gibt es z.B. hier in diversen Größen.

    Ich denke auch, daß in diesem Fall der Bolzen in der Innenbuchse drehbar sein

    sollte, denn wenn durch eine feste Verschraubung die Federbewegung der

    Blattfedern als Drehbewegung in den Gummi eingeleitet wird, wird dieser ja

    nicht nur durch die daraus resultierenden Scherkräfte im Gummi schnell

    verschleißen, sondern dürfte auch als zusätzliche Feder wirken ... hmmm

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Andreas hat das aber schon sehr gut rübergebracht.

    Ich hab nicht mit 2 Lagern gerechnet.Die Feder wird länger,

    gibt das weiter an Gummi 1,was mit Gummi 2 verbunden ist,

    was dann das etwas ausgleicht und dann nicht starr ist.

    Danke nochmal für die Erklärung.


    Silentbuchsen hat auch man als Motorlager,da hat man zwar auch

    mehrere, aber nicht so das 2 Gummis nacheinander sind.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hi, hi!


    Da alles jonglieren nichts half, habe ich sozusagen Nägel mit Köpfen gemacht und die Flex angesetzt:



    Dann habe ich auch die verstellbare Deichsel abgesägt (aber recht großzügig, kürzen kann man ja immer) und mit ein paar Punkten provisorisch angeschweißt. Da konnte man auch gleich mal gucken, wieviel Stützlast zu erwarten ist, schwer ist das Ding ja.



    Aber, siehe da: Es geht. ~15 Kilo sind vollkommen okay. Noch fehlt ja der Aufbau. Und zusammen mit der endlos langen Deichsel wird das erstklassig fahren und sich auch super rangieren lassen.


    Um einen Eindruck vom Aufbau zu gewinnen habe ich nur drei Gewindestangen angeschraubt und die Haube einigermaßen in Position geschoben.




    Ich kann das Endergebnis schon vor mir sehen, das wird supi :H:. Und ich liebe die Deichsel, das sieht klasse aus :*.


    Der Aufbau kann dann bis kurz vor das Gelenk der Deichsel gehen. So ungefähr bis zu dem Halter für den Stecker. Das sind dann knapp 1,50 m. Führe ich das Heckabschlussblech dann noch als Klappe aus, kommen noch fast 50 cm dazu. Ergibt bummelig 2 Meter in der Länge, der Plan mit dem Miniwohnwagen könnte tatsächlich aufgehen :-D.


    Eigentlich wollte ich ja ein originales Frontabschlußblech kaufen und das als Heckklappe umbauen. Aber das kostet mittlerweile dreihundert Euro =O, geht‘s noch? Dann nicht.

  • Schaut sehr gut aus.. Aber das mit Deichsel schneiden und neu zusammenschweißen treten wir mal lieber nicht breit..


    So mancher Sachverständige könnte da nervös werden....8]

    Gruß Olli


    Echte Männer sammeln Punkte nur in Flensburg, nicht bei Payback ! 8]

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  • Hallo,


    ich wollte nochmal was zu den Silentbuchsen, insbesondere zu #49 anmerken. Wenn ich da mittels Bolzen und Mutter etwas anschraube, ist es doch erstmal mit dem Mittelrohr der Silentbuchse fest verbunden. Andernfalls dürfte doch die Mutter gar nicht fest angezogen sein, weil sonst keine Bewegung möglich wäre. Das würde dann doch schon selbstsichernde Muttern oder Kontermuttern erfordern. Das ist aber auf den Fotos so nicht erkennbar. Ich habe jetzt mal im Handbuch des M416 nachgesehen, da ist am feststehenden Ende der Feder die Silentbuchse in einem U-Förmigen Blech festgeschraubt und dürfte sich ebenfalls eher nicht mitdrehen (zumindest nach einer gewissen Nutzungszeit). Das andere Ende, entspechend der hier behandelten Situation, ist da etwas anders gestaltet und hier nicht unbedingt übertragbar, da hier ein U-förmiges Teil anstelle der hier verwendeten Bolzen und Bleche verwendet wird. Da ist dann an der Buchse ein Schmiernippel dran, so daß eine Beweglichkeit gegeben sein dürfte.

    Daher möchte ich dann doch davon ausgehen, daß zumindest an einem Ende der Feder ein Teil der Drehbewegung auch innerhalb der Silentbuchse stattfinden dürfte. Es handelt sich ja nicht gleich um Winkel von 90 Grad ö.ä. sondern nur um ein paar Grad, verteilt auf insgesamt drei Drehpunkte pro Feder, so daß das tragbar sein dürfte.

  • Bevor du die Deichsel wieder zusammenschweist solltest du ein Innenrohr zur Verstärkung einschweißen. Und das am besten mit Fotos dokumentieren. Erspaart dir vielleicht Ärger beim TÜV und auf der Straße.

    "Banning Guns because criminals have too many ist like castrating yourself because your neighbor has too many kids!"
    (Clint Eastwood)

  • Ich mache noch mal bessere Bilder von den Befestigungen der Feder. Ich habe auch noch gar nicht so richtig geforscht :pfeif:. Aber ein Passbolzen ist das. Mit Gewinde beidseitig. Fotografiere ich auch noch mal.


    Die Deichsel ist ja nur provisorisch zusammengeheftet, selbstverständlich lasse ich mir da eine Verstärkung drehen. :engel:.


    kristian b : Soll das heißen, das Blech ist vakant und günstig? Das wäre natürlich traumhaft =).

  • Ich jabe mal ein bisschen gemessen.


    Das ist der Bolzen. Der ist schwache 68 mm lang (ohne die Gewinde)



    Die Buchse in der Feder kommt auf bummelig 54.



    Und die Bleche sind 6 und ‚nen Keks.



    Die Bleche stecken also auf dem Bolzen. Es gibt auch keine Schmiernippel an der ganzen Achse. Sieht so aus, als ob sich die Bleche auf dem Bolzen drehen. Oder sie sind aufgeschrumpft (ich glaube eher nicht). Oder das ist alles selbstgebaut. Aber so richtig einen Reim kann ich mir immer noch nicht machen.


    Ich fand ja die Festklemmthese, so daß sich der Bolzen im Innerohr des Gummimetallagers dreht eigentlich auch am Schlüssigsten. Aber scheinbar ist das nicht so. Das ließe sich ja auch nicht so richtig gut fetten. Aber daß sich die Bleche auf dem Bolzen drehen sollen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.


    Darum habe ich mal in alten Fachbüchern nachgeguckt. Stichwort „Silentblock“. Zuerst in „Das Kfz-Handwerk“ (Obering. Fiebelkorn, Ind. und Handelsverl. Bremen, 1951):



    Und noch im „Trzebiatowski“ (Fachbuchverl. Dr. Pfanneberg & Co., 1952)



    Scheinbar soll das Gummi die ganze Arbeit machen. Das war ja einfach, hätte ich auch gleich nachgucken können. Habe ich nicht dran gedacht.

    Was meint ihr, liege ich da richtig hmmm? Wie die Laschen fest sein sollen ist mir immer noch nicht klar.


  • Die Bleche werden nicht geklemmt, geht doch genau auf. 68 - 12,5 = 55,5mm, die Buchse hat 54mm, also bleibt immer Spiel für die Bleche.

  • Die Bleche werden nicht geklemmt, geht doch genau auf. 68 - 12,5 = 55,5mm, die Buchse hat 54mm, also bleibt immer Spiel für die Bleche.

    Ja, aber in beiden Fachbüchern steht ja daß die Drehbewegung vom Gummi aufgenommen wird. Das verwirrt mich etwas. Wenn die Bleche vom Gehänge nicht mit der inneren Buchse verklemmt sind, drehen sich die Bleche ja auf dem Bolzen. Das kommt mit komisch vor, wie lange soll das denn halten? Und die Bleche sind ja auch Teil der Achsführung. Wenn die Spiel haben, leiert das doch ruckzuck aus.


    Teilweise sind die Bleche scheinbar auch selbst gebaut. Der Anhänger ist wohl ein DDR-Eigenbau und lief jahrelang als Transporter für Pferdemist. Da waren bestimmt einige kreative Geister zugange. Ich dachte auch erst, die Federn wären vom Trabant. Aber es scheint nicht so.


    PN wg. des Blechs schicke ich morgen :-).

  • Au, weia.


    Das war ja wieder mal nix mit dem technischen Verständnis:*:, aber nun habe ich es auch begriffen. Ich habe bei Henning-Autofedern in Hannover gefragt und sie haben mich sehr nett aufgeklärt.


    So soll das:



    Also bildet die innere Hülse zusammen mit den Blechen für das Gehänge und dem Bolzen eine Einheit. Außen sitzt der Silentblock fest im Federauge. Die Drehung beim Einfedern wird komplett von den Gummis aufgefangen. Haben wir das auch geklärt, wieder was gelernt =).


    Daß das laut meiner halbherzigen Messungen so aussah, als ob die Bleche nicht geklemmt sind, ist auf eine Kombination von Messfehlern und vergammelten Teilen zurückzuführen :wacko:.

  • So schnell ist der Sommer rum. Guten Abend, allerseits :winky:!


    Das gute daran ist, daß alles im Garten fertig ist und jetzt wieder gebastelt werden kann. Darum geht es am Anhänger weiter. Da laut eines Helmut Kohl zugeschriebenen Ausspruches das Fundament die Basis jeder Grundlage ist, habe ich jetzt den Bodenrahmen gebaut. Als Schablone diente der zukünftige Deckel:



    Anschließend habe ich diesen Rahmen in einer endlosen Meßorgie auf das Fahrgestell praktiziert. Es läßt sich wirklich nicht gut messen an dem Ding. Damit hinterher nicht alles total schief ist, habe ich vorsichtshalber die Deichsel als Urmeter genommen und die ist rund... Aber letztlich hat es doch geklappt:



    Dann mußte der Rahmen auch schon wieder gekappt werden, damit die Räder angebaut werden können. Zunächst lieber etwas knapp, wer weiß wie die Radkästen gestaltet werden. Sicher hätte man sich auch Zeichnungen machen können, aber wo ist da die Herausforderung ^^?



    Zumindest konnte das Ganze nun an den Kübel gehängt werden, ich war schon ganz gespannt :B&C:.




    Das weiß zu gefallen. Um nun die Radkästen fertigzustellen, habe ich mir einen Radkastenplatzhalter aus Brettern gebaut:



    Die Maße und Winkel habe ich in Etwa dem hinteren Kotflügel des Kübels entliehen. 15 cm Freigang im Radhaus sind zwar reichlich bemessen, aber dann ist das Gesamtbild vielleicht schöner.


    Nach dieser Schablone habe ich den Bodenrahmen dann endgültig abgeschnitten und die Lücken geschlossen:



    Als Nächstes stehen die Radkästen auf dem Zettel. Mal gucken, ob ich morgen Zeit habe. Montag kommen die Handwerker und bauen Fenster und Jalousien ein und ich muß noch Platz schaffen... Der Termin steht auch erst seit drei Monaten, wer kann schon ahnen das es schon soweit ist :pfeif:.

  • Doch noch was geschafft, heute =). Ich habe den Radkastensimulator unten abgesägt damit man einfacher Maße abnehmen kann und mit den Radkästen angefangen.




    Aber ohne Zeichnung war jetzt endgültig nichts mehr zu bestellen. Ich wollte die Radkästen nicht einfach scharfkantig machen, das behagt mir nicht. Aber mit Radien und schiefen Winkeln kann man das nicht mehr über den Daumen peilen, darum habe ich das Zeichenbrett aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.



    Außerdem habe ich mir eine Radienschablone mit r=60 angefertigt. Der Radius kommt mir noch öfter unter bei diesem Projekt, da lohnt sich der Aufwand.



    Und schließlich habe ich mir noch so etwas wie eine Klopfform zurechtgeraspelt. Auch für den 60-mm-Radius. Ist aber nur weiches Holz, richtig draufdreschen kann man nicht, aber reicht für kleine Korrekturen.



    Nach den ganzen Vorbereitungen habe ich die Wand für den Radkasten entworfen. Mannomann, lang’ ist‘s her daß ich etwas komplett aus einer Tafel Blech gebaut habe. Die Berechnungen zogen sich etwas hin... ;D}.


    Nicht ganz so lange hat das Machen an sich dann gedauert. Ist sogar recht ansehnlich geworden. Ich hatte ja fest damit gerechnet den ersten Versuch für die Schrotttonne zu bauen, aber man kann das Produkt tatsächlich benutzen.



    Sieht zwar nicht wie tiefgezogen aus, aber da es nur der Radkasten ist, kann ich es mir schöngucken. Nur die Sicken sind mit Ansage nicht besonders gut gelungen. War mir aber fast vorher klar daß das nicht so toll werden würde. Halten, kurbeln, führen, alles gleichzeitig und dann mit nicht auf dem Boden festgeschraubter Maschine... was habe ich erwartet?


    Aber es ist schon erstaunlich, wie sehr das auf einmal nach einem richtigen Aufbau aussieht. Ich freu‘ mich :H:.


    Dann habe ich die Wand mithilfe einiger Streben rechtwinklig ausgerichtet und das restliche Blech berechnet. Ist auch schon angerissen, aber noch nicht ausgeschnibbelt.


  • Echt? Wie tief geht denn der Anschlag?


    An einer Drehmaschine bin ich dran. Die ist zwar nicht sonderlich groß, aber dafür sollte es reichen. Und sie ist für Linkshänder, eigentlich Grund genug sie zu kaufen :-D.

  • N'abend!


    Ein bißchen bin ich vorangekommen in den letzten Tagen:



    Den zweiten Teil des Radkastens ausgeschnitten und im Radkastensimulator gebogen. Anschließend die Rundungen angeformt.



    Und die beiden Teile verheiratet. Ist recht gut gelungen, die Sicke ist auch gerader. Ich muß jetzt nur wieder die endlose Naht schweißen. Aber das kenne ich ja noch vom Kübel :-D.



    Auf der anderen Seite habe ich einen anderen Ansatz ausprobiert und die gesamte Rundung dem senkrechten Teil des Radkastens zugeschlagen. Die Ecken werden jetzt etwas schwieriger zu machen sein, aber die Rundung ist auf Anhieb recht gut gelungen. Und ich kann den Rest des Radkastens einfach auf Überlappung mit dem Punktschweißgerät anbauen. Wenn man das anständig abdichtet passiert auch nichts. Wenn es fertig ist, werde ich bewerten was einfacher war. Besser aussehen wird wahrscheinlich trotzdem die linke Seite, weil sie keinen Überlappflansch haben wird. Mal gucken.



    Wird aber trotzdem noch ein bißchen Arbeit...