Bremsen HA kreischen und blockieren fast bei den ersten Bremsungen nach Losfahrt

  • Hallo Zusammen,


    bei den ersten Metern nach dem Losfahren kreischen regelrecht die HA-Bremsen beim Betätigen des Bremspedals (ich meine hauptsächlich rechts). Ich muss auch bei den ersten Bremsungen auf den ersten Metern äußerst vorsichtig - sachte - das Bremspedal betätigen, wenn nicht, blockieren die HA-Räder (wieder überweigend rechts). Die Erhöhung des Bremspedaldruck läßt bei den ersten Metern extrem schwer dosieren. Nach ein paar Bremsungen und ca. 500m Fahrweg ist dann alles wieder normal. Bremspedaldruck läßt sich gut dosieren und keine kreischen von der HA. Steht der Wolf dann wieder ein paar Stunden, gleiches Problem.

    Ich habe dann entdeckt (anderer Thread: ALB Regler), dass das Gestänge am ALB gebrochen war. Also neues Gestänge geordert (A 460 430 01 92). und eingebaut. Gewindelänge wie beim alten Gestänge eingestellt. Leider hat diese Aktion das Problem nicht gelöst. Jetzt bin ich etwas ratlos. Die verdächtige rechte Bremse (HA) habe ich kontrolliert und schaut für mich ordentlich aus (siehe Bilder). Wenn das ALB die Ursache ist, dann hätte ich doch ständig das Pronblem und wäre nicht nach ein paar Bremsungen und etwas Fahrweg gelöst.

    Momentan behelfe ich mir, indem ich bei den ersten Metern Gas gebe und gleichzeitig auf die Bremse trete, damit verschwindet relativ schnell das Kreischen.

    Könnt Ihr mir bitte konstruktive Tips geben?



    Danke und Grüße

    Dietmar

  • Ich hab bei meinem 230ge genau das selbe, hätte vermutet das es am ALB liegt, aber das dürfte es ja wohl nicht sein.

    Bin gespannt ob jemand eine Lösung dafür hat, auch wenns kein großes Problem darstellt da es nicht lange anhält.

  • Moin Dietmar,

    Hast Du die Beläge gewechselt? Sehen neu aus... Wurde anschliessend alles richtig eingestellt? Die Trommel sieht blau aus... scheint zu heiss geworden zu sein und ist möglicherweise ausgeglüht. Das würde das Quietschen erklären.

    Trommelbremsen sind ein schwieriges Thema...

    Gruss, Tom

  • Das ist beim G nicht unüblich wegen der hinteren Trommelbremsen. Gerade bei dem feucht/kalten Wetter da draußen.
    Das passiert weil das Material auf der Reibfläche der Trommeln leichten Rost angesetzt hat der in diesem feuchten Wetterüber nacht beginnt minimal aufzuquellen und so den Reibwert der Trommel extrem erhöht bis er nach der ersten Bremsung weggeschliffen ist.


    Wenn die Bremse da extrem zum Blockieren neigt hat das meistens mit einem nicht richtig funktionierenden Bremsnachsteller zu tun.


    Wenn die Bremsbacken zu weit weg sind von der Trommel haben sie eine deutlich höhere Selbstverstärkung kombiniert mit der rostigen Trommel führt das halt zum Blockieren.


    Stell mal die Bremsen händisch mit Hilfe einer Fühlerlehre nach. Das wirkt wunder.


    lg R

  • Das gleiche hatte ich bei meinen 230iger auch. Bremsen augenscheinlich in ordnung. Also nachsteller ausgebaut und gereinigt und neu gefettet. Wieder eingebaut und Bremsebeläge noch kurz angeschlifdfen und gem.Vorgaben eingestellt.

    Das Problem war danach bei mir weg. Hatte nichts mit ALB zu tun, dann würden beide Räder blockieren.

  • Beläge vor ca. 2 Jahren erneuert (fahre nur 1tkm/a). Probleme erst seit diesen Sommer.

    Werde nochmal Nachsteller unter die Lupe nehmen. Glaube aber ehrlich gesagt nicht daran.


    Das ALB auf Funktion testen ist doch gar nicht so einfach...


    Woher die kreischenden Geräusche kommen ist für mich immer noch ein totales Rätsel!??

    Kein Dauerzustand...>> Nachbarn !!!!

  • Kann eigentlich nur an der Trommel liegen. Was mich wundert (Bilder) ist das nach 1 Jahren die Schrift auf den Belägen noch zu lesen ist:/. Notfalls kannst du mit Trommel mal in eine Werkstatt gehen und fragen was die davon halten. Muss ja nicht MB sein.

    Gruß

  • Wurden die Radbremszylinder auf Leichtgängigkeit geprüft?


    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Moinsen.

    Ich kenne die Ankerplatte beim Wolf nicht. Das vorweg.


    Wie sieht die Ankerplatte im Bereich der Auflage der Bremsbelagträger aus? Bei den Ankerplatten die ich kenne gibt es dort eine eingenietete Auflage. Wenn die verschlissen ist, geht der Belag nicht mehr frei oder sitzt verkantet. Auf den Fotos kann man die Lage der Bremsbelagträger zur Ankerplatte nicht wirklich erkennen. Sitzen die Beläge tatsächlich rechtwinklig? Bei der Bremstrommel scheint mir das Tragbild zudem einseitig zu sein.

    Ist die Bremstrommel vielleicht zu gross für die Belagdicke?

    Da würde ich mal ansetzen.

    Belagträger ausbauen und in die Trommel legen. Liegen die Beläge überall gleichmässig an oder haben sie einen zu kleinen Aussendurchmesser?

    Eigentlich gehören neue Beläge passend zum tatsächlichen Trommeldurchmesser überdreht, finde ich.


    Grüße

    freddy

  • Sitzen die Beläge tatsächlich rechtwinklig?

    Was meinst du damit?

    P.S: Die Bremsbacke (Träger + Belag) sind komplett und Original von MB. Keine Reparatursatz (einzeln).


    Auf den Fotos kann man die Lage der Bremsbelagträger zur Ankerplatte nicht wirklich erkennen

    Was meinst du damit?

    Ist die Bremstrommel vielleicht zu gross für die Belagdicke?

    Alles Original MB-Teile. Sollte eigentlichen passen.

  • Ich würde da nicht lange fackeln und die Radbremszylinder ersetzen, wenn ich das offen habe (knapp 20 Euro pro Seite)

    Ist der Radzylinder (Nr.23) ein Komplettteil (incl. Druckbolzen, Schutzkappe, etc.) oder rein nur der Zylinder?

    Es gibt ja noch einen Reparatursatz (Nr.41). Der kostet schon ca. 21€?


  • Der rechte Druckbolzen steht doch schief in der Trägerplatte????



    Wie kann das passieren?

    mmhm - kenne die Wolf Bremse zwar nicht - schau Dir mal die Nut im Druckbolzen an. Möglich, dass die gar nicht senkrecht zur Bolzenrichtung verläuft sondern leicht geneigt. Dann wäre der Druckbolzen um 180° verdreht eingebaut!?


    Gruß

    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Panzerhaubitze M109G infiziert.

    Heute leb ich damit - kein Az kann mir helfen - mit der Idee einen 12V92TAB umgekehrt ins Heck eines KAT 4x4 einzubauen um damit die road of bones zu befahren.

    Wo bin ich also nicht besser aufgehoben als wie hier?

  • MB baut keine Radbremszylinder. ;\D

    Die sind u.a. von FTE.

    FTE R1791.7.1 ;-)


    Andere Hersteller:

    - ATE 24.3217-1109.3

    • A.B.S.: 42833X
    • BOSCH: 0 986 475 033
    • BREMBO: A 12 440
    • DELPHI: LW41791
    • FERODO: FHW4041
    • HELLA: 8AW 355 531-401
    • LPR: 5308
    • MAGNETI MARELLI: 360219230371
    • METZGER: 101-324
    • NK: 803314
    • TEXTAR: 34009800

    Preislich zwischen 20 bis 50€, alles dabei.


    Oh, schon wieder zu langsam ..... :frust:

    Deutsch ist wirklich eine schwere Sprache. :wacko:
    -Tagsüber: ...................... - Abends:
    Der Weizen. ------------------ Das Weizen.
    Das Korn. --------------------- Der Korn.
    :saint: :lol: