Mercedes G Klasse W460 Kauf / Vorstellung des Wagens

  • Ich kannte mal einen Ingenieur von Chemetall, der für VW einiges machte. Insofern gehe ich davon aus, dass er sich mit der Thematik Materialgefüge gut auskannte. Jedenfalls waren seine Alus gepulvert und pries mir das damals auch an.


    Pulver auf Stahl hat immer die Gefahr,, dass wenn einmal Rost darunter kommt, der Rost unter der Beschichtung wesentlich stärker entlang kriecht, als bei einer klassischen Lackierung.

  • Moin,


    wie auch immer - die Alu felgen sind thermisch behandelt, wer hier noch mit pulverbeschichtet führt erneut Energie zu, das Scheibenrad wird "glasiger". Ich kann nur dringend dasvon abraten. Wer schon mal Scheibenräder gesehen hat die brechen, der kann sich ausmalen was passiert wenn die Festigkeit noch zusätzlich geschwächt wird.

  • .. man lernt ja Nie aus, aber das was ich jetzt gerade im vorigen Post gelesen habe, ist definitiv nicht richtig.


    Ich bin Jahrgang 1962 und mit einem Lackierbetrieb, gegründet 1969, den meine Eltern betrieben haben aufgewachsen. Dass Felgen (Metalle) in irgendeiner Form „glasig“werden im Zusammenhang mit Pulverbeschichtung bzw.. Lackierung, ist ja eine ganz neue Form von wissenschaftlicher Erkenntnis.
    Das ist jedenfalls nicht richtig.
    Ist ein Stahl ausgeglüht, wie zb nach einem Fahrzeugbrand, dann mag sich die Materialstruktur mit ziemlicher Sicherheit verändert haben, aber nicht im Zuge der Erwärmung im Falle der Pulverbeschichtung bzw. Einbrennlackierung. Hier wird kein Material zum glühen gebracht.
    wäre das wirklich so, dann wäre Pulverbeschichtung bzw. Einbrennlackierung für Alu bzw. Stahlfelgen längst verboten worden.
    Beste Grüße

    Gunnar

  • Ich bin hier nicht scharf drauf das letzte Wort zu haben, aber auf die Dissertation bin ich gespannt.


    Es gibt Unterschiede in der Festigkeit von Aluguss- und geschmiedeten Alufelgen. Guss kann Lunker haben. Geschmiedete normalerweise nicht. Aufgrund der unterschiedlichen Struktur, sind geschmiedete Alufelgen wesentlich fester in der Struktur.

    Ich kenne einen Betrieb der Alufelgen pulverbeschichtet in großem Stil. Da werde ich mal nachfragen.

    Was ist denn mit Motorenteilen aus Alu?


    Beste Grüße

    Gunnar

  • Hallo,

    ich vermute mal, die Befürchtungen zielen auf das Auslagern von Al-Legierungen. Die Festigkeit wird durch "übersättigte" Mischkristallstrukturen erreicht, wobei weitere Energiezufuhr die Umkristallisation beschleunigt und so die Gitterverspannungen (= Festigkeit) reduziert. die Menge an Energiezufuhr beim Pulverbeschichten ist m.E. aber unkritisch klein. Da wird ja nicht stundenlang geglüht....

  • Moin,


    eine Dissertation wird es nicht geben - ich habe aber einen Experten an der Hand der genau diesen Prozess für die OEM begleitet. Alufelgen werden thermisch gehärtet, d.h. die Felge es wird auf eine bestimmte Temperatur (abhängig vom Material) gebracht und dann schnell abgekühlt- dies erzeugt eine gewünschte Spannung in der Felge. Das Rad ist dann belastbarer als vorher. Erwärme ich das Rad nun wieder über eine bestimmte Temperatur: die Festigkeit wird wieder gelöst. Eventuelle spätere Erwärmungen für eine Oberflächenveredelung sind hier eingerechnet. Wenn ich also später wieder erwärme, dann verliere ich hier Festigkeit. Ein Rad ist danach sehr elastisch wie Gummi. Die Temperaturen die zulässig sind, werden in Fenstern angegeben:


    <140 Grad unbegrenzt, 160 Grad 2Std und 180 Grad 1 Std maximal (diese Werte sind frei erfunden, zum besseren Verständnis)


    Ich hoffe ich konnte euch nun aufklären. Da niemand die Spezifikation der 1. Härtung kennt wird es halt schwierig. Ich selbst werde Felgen nur lackieren oder selbst pulvern wenn ich hier die Temperatur selbst im Blick haben kann.

  • Alufelgen werden thermisch gehärtet, d.h. die Felge es wird auf eine bestimmte Temperatur (abhängig vom Material) gebracht und dann schnell abgekühlt- dies erzeugt eine gewünschte Spannung in der Felge. Das Rad ist dann belastbarer als vorher. Erwärme ich das Rad nun wieder über eine bestimmte Temperatur: die Festigkeit wird wieder gelöst.

    Genau das ist mit "Auslagern" gemeint.....

  • Dass sich da was ändert, der Meinung bin ich auch. Aber, dass da 4 rollende Zeitbomben an der Achsen tickern, glaube ich weniger. Es sind doch bestimmt zig tausende Alufelgen gepulvert worden. Wenn es so kritisch wäre, dann würde hier ein generelles Verbot bestehen.

    Fahrzeuge mit ein wenig mehr Leistung z.B. AMG usw. Fahren nun auch etwas schneller (250, 300km/h aufwärts). Da lassen viele wegen ein paar Schrammen die Felgen regelmäßig (aber nicht denken jede Woche) pulvern oder noch besser Aluschweißen. Das müsste ja alles sehr weit ab des Erlaubten im Keller vom dritten Hinterhof erfolgen.

    Wie dem auch sei; Ich würde/werde weiterhin pulvern lassen. Auch meine Stahlfelgen. Denn Rostaufblühungen sollte man erkennen und gefahrenlos beseitigen können. So eine Stahlfelge (vom G) besteht ja nicht aus 0,5mm Stahl minderster Qualität.

  • Moin,


    ja die AMG-Fahrer - meist keine Asche für den Sprit und auch bei der Wartung - naja ich schreibe nun besser nix.


    Edit: ob einer Asche für sein Auto hat erkennst bei der Service-Annahme schon ob der Tank auf Reserve ist...

  • Moin,


    ja die AMG-Fahrer - meist keine Asche für den Sprit und auch bei der Wartung - naja ich schreibe nun besser nix.


    Edit: ob einer Asche für sein Auto hat erkennst bei der Service-Annahme schon ob der Tank auf Reserve ist...

    Aber immerhin bringt er den Wagen in eine richtige Werkstatt. =)


    Ich habe meinen G das letzte Mal im vergangenen Jahr getankt. :lachuh:

  • Moin,


    ja - nur weiß man auch bei der Annahme, dass die Rechnung für den Service, Reifen und kleine Reparaturen gleich bei Abholung fällig wird...


    Edit: ich habe meine Autos auch letztes Jahr getankt, alles noch voll. Somit kann ich noch paar Tausend km fahren...

  • Moin,


    ich kann es ja schon schreiben - die Oberflächenvergüter übernehmen keine Haftung.

    Ist heutzutage Gang und Gäbe. Hat mit der Erhitzung von Felgen weniger zu tun , als mit dem, was Felgen im Vorfeld schon erlebt haben und ein Beschichter für so etwas nicht in Regress genommen werden möchte.
    Trotz allem ist die Erwärmung egal ob im Zuge der Beschichtung oder der Lackierung im klassischen Sinne nicht mit so hohen Temperaturen verbunden, die eine Schwächung des Metalles hervorrufen könnteN.

    Da ist sandstrahlen schon eher schädlich. Eine Dissertation wäre für mich der wirkliche Beweis gewesen.
    Es grüßt ins G-Menge

    Gunnar

  • Hmm, letztendlich ist der Fahrzeugführer für die Verkehrssicherheit seines fahrbaren Untersatzes verantwortlich. Wenn aufgrund (wissentlich herbeitgeführter) Materialveränderung allerdings Unbeteiligte zu Schaden kommen sollten würde ich mir Gedanken um meine Einstellung zu technischen Tatsachen machen...


    Es ist doch ganz einfach: Ihr wünscht etwas das physikalisch aus gutem Grund nicht machbar ist, macht es aber aus optischen Ansprüchen dennoch, dann müsst ihr für die Konsequenzen auch einstehen.


    Das ist das Manko an Foren. Irgendeiner verbreitet Schwachsinn und viele laufen damit als der Weisheit letzter Schluß los.


    Mein Lieblingsspruch ist dann immer: „Fresst Scheiße, Milliarden Fliegen können nicht irren.“

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“