Bremsen-Modifikation B522

  • Wie einige wissen, fahre ich seit geraumer Zeit sehr weiche Beläge mit hohem Reibwert auf allen meinen Autos. Nun hatte ich immer wieder das Problem, daß nach Standzeit die Bremsen beim Anbremsen mit einem gewaltigen Schlag blockierten. Mich wunderte, daß weder Munga, noch B2000 die Probleme hatten, immer nur der B522.


    Das Ganze gipfelte nun darin, daß bei feuchter Witterung das Fahrzeug nicht mehr in Gang zu setzen war, bis ich die Backen komplett zurückstellte. Also im Standgas ohne jegliche Bremse in die Garage getuckert...


    Die Bremsen haben derart zugebissen, daß sich vorne schon ein Belag verabschiedete.


    hinten links war durch die Schläge sogar das Radlager gelockert. Die Kontermuttern waren derart verspannt, daß sie nur per Schlagschrauber zu öffnen waren.


    Des Rätsels Lösung war bei genauerem Hinsehen schnell gefunden und noch schneller gelöst.

    Wie man sieht, liegen die Backen unten schon aneinander und die (beim 522er eh viel zu schwache) Rückholfeder ist vollkommen wirkungslos.

    Also die Federn wie beim B2000 nachgerüstet. Geht erfreulicherweise ohne Ausbau der Backen.


    Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Endlich ruckfreie, extrem starke Bremsen. Auf dem Prüfstand dann mal locker mit entspanntem Tritt 750daN erreicht :thumbsup:

  • Hallo Heinz,


    Mit „normalen“ Belägen habe ich das früher auch so gemacht. Aber die hier sind ne andere Hausnummer, habe teilweise die Räder blockiert über die Wiese geschoben und bei der ersten bremsung hatte man Angst, dass die Achsen danach hinterm Auto liegen.

  • Super, Arne, auf die Idee muss man erst mal kommen.


    Da muss ich dann wohl auch mal beigehen. Denn ich habe beim 522er das gleiche Problem, besonders im Winter.

    Da ich ja noch alte Beläge draufhabe, ist es allerdings nicht so schlimm, dass ein Achsabriss erwartet werden müsste, aber nervig ist es schon.


    Gruß Jozi.

  • die originale vom b2000, hatte davon genügend griffbereit.

    Zitat


    Welchen Bohrumgsabstand hast du gewählt?

    nicht gemessen, einfach die feder auf gleiche (gefühlte) spannung wie oben gebracht. mit der bremsfederzange kann man das ganz gut einschätzen.

  • Hey Arne,

    das ist eine sehr gute Idee. Ich kenne das Phänomen natürlich auch seit Jahrzehnten als Blockade der Vorderräder bei der ersten bis dritten Bremsung in langsamer Geschwindigkeit. Das nervt. Und manch ein ungeübter Beifahrer war kurz vor dem Herzinfarkt......


    Frage zu den Belägen: ich sehe, Du hast nach wie vor genietet und nicht die Beläge aufkleben lassen. Hast Du die weicheren Beläge nach Muster mit Bohrung anfertigen lassen? Wer macht das ? Ich habe noch für 1x rum Originalbeläge, danach muß ich mich auch anderweitig bemühen.


    Bremswerte: Die besten Werte ever hatte ich beim TÜV vor ca. 10 Jahren, als ich sowohl das Hydrair überarbeitet, neue Radbremszylinder eingebaut und neue (alte) Beläge auf allen Backen hatte und natürlich war alles top eingestellt. Eine Achse erbrachte die Zahl 950 (unglaublich!!), die andere 850 . Der dicke Blaue bremste super, so kannte ich das noch garnicht. Welche Achse welchen Wert hatte weiß ich nicht mehr. Das war jedenfalls ein schöner Tag. Ansonsten liege ich generell bei gut eingestellten Bremsen bei 650-750.


    Kann man die kleine Feder unten an den Bremsbacken eigentlich irgendwo einfach bestellen/bekommen ? Paßt da was vom B2000 ?


    Allen Lesern wünsche ich ein frohes neues Jahr und allzeit gute Fahrt.

    Michi