WLAN über 500m übertragen

  • Hallo zusammen,

    da IT Themen für mich leider böhmische Dörfer sind, benötige ich hier einmal euer Fachwissen.

    Ausgangssituation: Wir haben ca. 450-500m von der Hofanlage entfernt eine Wassermühle in der Landschaft stehen, welche nicht mit öffentlichen Medien erschlossen ist. Freies Sichtfeld besteht.

    Diese soll mit Alarmanlage und Überwachungskamera ausgestattet werden, auf welche ich online zugreifen kann.

    Bekommt man WLAN über diese Distanz zuverlässig mit einer Antenne übertragen, oder ist es leichter vor Ort etwas mit Handy Datenkarte zu installieren, was natürlich laufende Kosten verursacht?


    Danke für euren Input,


    Gruß und frohes Neues,

    Simon

  • Die Alarmanlage habe ich bereits, ist eine Friedland Global Guard, welche primär über WLAN läuft und optional mit einem GSM Modul ausgestattet ist.
    Was ist eine USV? Edit hat es mir gerad verraten, die Alarmanlage ist standardmäßig mit Akkus ausgerüstet, das passt also.


    Rein für die Alarmanlage würde die Datenkarte vollkommen ausreichen, da ich aber auch auf die Kameras zurückgreifen will, der Gedanke mit dem WLAN.
    Will nämlich an ein Storchennest, welches jetzt aufgestellt wird, neben den normalen Kameras auch dort eine Kamera installieren, und wenn es besiedelt werden sollte, wäre es ja nett, auf diese auch zugreifen zu können.

  • Eine USV stellt die Stromversorgung bei Netzausfall sicher. Die Alarmanlage hat ggf eine Pufferbatterie eingebaut - deine WLAN „Bridge“ ja eher nicht.


    Wie gesagt, Alarmanlage sollten immer über 2 Wege angebunden sein.


    Klar kann eine IP-Kamera da aufgebaut werden, da kann man dann auch tolle Zeitraffervideos etc erstellen.

  • Hallo.

    Ich habe vor 15 Jahren unser Wohnhaus im Neubaugebiet mit WLAN Richtfunk mit schnellem Internet versorgt über 1km Luftlinie, da das Netz vor Ort nur 1 Mbit hergab.

    Damals mit 2 LinkSys WRT54 Routern und 2 Richtantennen und einer alternativen Firmware. Investition ca 500€.

    Lief dann ca. 5 Jahre bis man bei uns das Telefonnetz ausgebaut und 30Mbit gelegt hat.

    Das Ganze zu installieren udn konfigurieren bedarf natürlich etwas knowhow und Kenntnisse in der Netzwerktechnik.

    Ich würde mal bei einem IT-Dienstleister in der Gegend anfragen, ob er dort SUpport geben kann

  • Hallo Simon,


    wenn der Strom der Mühle von deinem Haus kommt kann es eventuell funktioniert auch mit DLAN funktionieren. Da gibt es Sets mit 2 Geräten zum Einstecken in die Steckdose mit denen du dein Netzwerk erweitern kannst ohne neue Kabel zu legen.

    Damit habe ich meinen Stall der ca. 200m entfernt ist angebunden. Das hat mit Geräten von Devolo geklappt. Mit den AVM Powerline-Adaptern ging es damals nicht (ca. 2 jahre her).


    Schönen Gruß

    Harald

  • Die ganzen Übertrager in der Stromleitung sind alle nicht so toll.

    Das größte Problem ist dass die Kabel als Antenne funktionieren. Wir hatte hier Probleme mit den Autoschlüssel und deren Funktion.

    Die Bundesnetzagentur hat gemessen und die Powerline-.Anlage beim Nachbarn stillgelegt.


    Da werden alle möglichen Frequenzen wild in die Gegend gefunkt.

    Dieser Beitrag besteht aus 100% wiederverwendbaren Buchstaben und Wörtern aus weggeworfenen Emails. So braucht er wenig bis keine neue Buchstaben, und ist vollständig Digital abbaubar.

  • Hey zusammen, danke für eure Ideen, die Mühle ist energietechnisch über einen anderen Bauernhof erschlossen, Kabel legen fällt aufgrund zu kreuzender Straße und fremder Flurstücke ebenfalls raus. Wir warten aktuell auf die Erschließung mit Glasfaser und dann werden wir es mal mit Der Antenne probieren.

  • Hallo Simon,


    da muß ich Till recht geben. Wenn ich dein Problem richtig nachvollziehe, willst Du die Mühle an das 500m entfernte Haus anbinden. Das heißt, Du könntest ein Netzwerkkabel legen, was hier unpraktikabel ist oder Du ersetzt das durch eine Richtfunkstrecke, was bedeuten würde, an den WLAN-Router eine Richtantenne anzuschließen und auf die Mühle auszurichten. Da würde dann ein weiterer Router/WLAN-Repeater mit einer gleichen Richtfunkantenne stehen, das Signal von Haus aufnehmen und da verteilen.

    Das hat weder was mit UMTS oder Glasfaser des Providers oder mit dem Vertrag zu tun, das ist nur internes Netzwerk.

    Inwieweit das Telekommunikationsgesetz davon betroffen ist, wenn Grundstücksgrenzen überschritten werden, lasse ich dabei erstmal dahingestellt.

    Wie oben schon erwähnt - Ubiquiti hat da interessante Sachen (benutzen wir für HamNet)

  • Moin,


    Leider werden in diesem „Geschäft“ immer Begrifflichkeiten verwechselt:


    Antenne = WWAN Router, LTE Router

    Das könnt ihr aufbauen und dann über euer Netzwerk die Terrabytes schieben - ich betreibe ebenfalls ein größeres Netzwerk mit lokalen Installation aber auch mit einer Bridge und auch Internet VPN-Strecken in andere Lokationen - das macht schon Spass.

  • Hallo Till,


    vermutlich meinst Du Simon in #16.

    Falls Du mich meinst - ich komme aus der Funktechnik und wenn ich von Antenne spreche, meine ich auch nur die nackte Antenne als solche ohne Bezug auf das daran angeschlossene Gerät.

  • Hi,

    klar sehe ich den Funker ;) ich meine natürlich #16 - das wird leider oft verwechselt. Oft auch: ich habe kein WLAN - wenn der Router offline ist oder umgekehrt such oft kein Internet verfügbar wenn die WLAN Verbindung nicht aufgebaut ist. Da sollte man sich schon genau ausdrücken - sonst wird die Fehlersuche mit Dritten schwierig.


    Dann mal los: komme über die 600 ;)