Rahmenreparatur

  • Hallo,

    ich habe gerade einen 311er Wartburg auf der Bühne. Der hat Rahmenrisse an der Getriebekonsole. Links habe ich den Rissverlauf noch mit nem weißen Stift markiert.

    Nur den Riss ausschleifen und verschweißen halte ich für unzureichend und würde dem Gürtel gern noch Hosenträger zur Seite stellen. Wie sollten Verstärkungsbleche aussehen?

    LG,

    Kristian





  • Hallo Kristian

    Ich würde die Schweißnähte etwas wegschleifen das Blech richten und etwas breiter nachschweißen.

    Ohne Verstärkung.

    Wenn du Verstärkung aufsetzt fällt das mehr auf.Kann fragen beim TÜV hervorrufen.

    Die Nähte sind ja nicht gerissen bei dir sondern klassisch neben der Naht.


    Wenn das Auto vielleicht jahrelang mit eingerissenen Nähten gefahren ist fährt das mit gut nachgearbeitet problemlos genau so lange.

    LG Michael

  • Hallo,


    klassischer Fall.


    Risse in der WEZ.


    Ursachen:

    - Wechselbiegung

    - dünnes Blech

    - zuviel Kohlenstoff im Ausgangsmaterial


    Ich fürchte, der Rahmen ist am Ende seiner Lebensdauer angekommen.

    (Kalkulierte km-Leistung erreicht.)


    Das Ausschleifen der Risse ist zwar schön, beseitigt das Problem aber nicht.


    Ist das Profil dahinter ein Rechteckrohrprofil ?

    Wenn ja, kann die Innenabrostung jedwede Reparatur ad Absurdum führen.

    Dazu braucht man eine Inneninspektion.

    LInks endet die Verstärkung leider 30 cm von der Schadstelle entfernt.


    Wenn man Kehlbleche kantet und einschweißt, verlagert man das Problem nur um 15 mm.


    Das mit dem hohen Kohlenstoffanteil von DDR-Karosserieblech ist aus Blech-Kompensationslieferungen 1974 / 1975 bekannt.


    Also zuerst in das Recheckrohr schauen, dann kann man beurteilen, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt.


    Ohne Vorwärmung (obwohl dünnes Blech) ist hier jegliche Schweißerei sinnlos.

    Vielleicht muß man den Rechteckrohr-Längsträger per Heißluftgebläse aufwärmen.

    Mindestens aber auf 200 °C.


    Um dem Kohlenstoff Herr zu werden, müsste man ein Schweißverfahren ohne viel Wärme anwenden.

    Z.B. Laserschweißen.

    "Breite Nähte" sind hier grundfalsch, weil sie im Handumdrehen zur Aufhärtung des Grundmaterials führen.



    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    2 Mal editiert, zuletzt von TDV ()

  • Durch Hohlraumkonservierung ist der Rahmen von innen nicht angegriffen.

    Ich habe vor WIG zu schweißen.


    Wenn ich jetzt eine Verstärkung vorsehe und diese durch zusätzliche Lochpunktschweißung mit dem Rahmen verbinde, sollten die Kräfte doch besser verteilt werden, oder?


    Vorwärmen werde ich machen :top:

  • Hallo,


    Wartburg hatte ab Werk eine Tauchgrundierung, und einen eingespritzten Hohlraumschutz ?


    Das wusste ich nicht.


    Trotzdem muß man die Sanierungsstellen von innen anschauen.


    Eine Sanierung mit Lochblechen wäre eine Alternative zum Laserschweißen.



    ...

  • Hallo

    Verstärkung mit Blechen die durch Löcher verschweißt werden sind optimal.

    Ich hatte am K 1500 sehr viel am Rahmen geschweißt,der TÜV sagte mir das darf nur der Hersteller...wir sind dann davon ausgegangen daß es der Hersteller war.

    O8O


    Das Schweißen ansich ist ja nicht das riesen Problem...

    Sollte nur so unauffällig wie möglich sein gerade um Fragen auszuschließen..nicht alles lässt sich mit Unterbodenschutz vertuschen.

    :engel:

  • Hallo,


    Wartburg hatte ab Werk eine Tauchgrundierung, und einen eingespritzten Hohlraumschutz ?

    Nein, ab Werk nicht. Aber der seinem Fahrzeug zugeneigte DDR-Bürger erledigte dies kurz nach dem Kauf und erneuerte den Schutz immer wieder. So wohl auch bei diesem Auto.


    Also baue ich entsprechende Verstärkungen ,:)

  • WIG-Löten oder MIG-Löten würde ich in den Raum werfen... >Liegt bei ca 900°


    ..mind . O,8mm Spalt herstellen.. Optimal wäre , wenn es rückwärtig metallisch blank wäre.


    Damit die Wurzel hinten gut fließt.


    Das Blech oberhalb des Risses etwas reintreiben.. Dann kann mal die "Kehle" füllen und sauber verputzen.

    Gruß Olli


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    Einmal editiert, zuletzt von oliver.bohm ()

  • WIG-Löten:

    https://www.utopia-velo.de/index.php?id=205


    MiG-Löten:


    Kann nicht jedes Gerät. Bei Blech sollte das Gerät sollte unter 20-25Amp kommen!


    Was er da zeigt ist dann eher etwas halbherzig.

    Wir mußten stumpf einschweißen, nach Hersteller-Vorgaben.


  • Ich habe im WWW gelesen, das Manche es mit einem normalen MIG-Gerät auch nutzen konnten..

    Vielleicht geht es bei dicken Material.


    Allerdings mit Argon.. CuSi3 hab ich zwar da, aber kein Argon.

    Mein DDR-Benjamin wird es bestimmt nicht schafften. Was Moderneres vielleicht schon.


    Sonst schaff den vorbereiteten Rahmen zu einer Karosserie-Bude. Alles , was moderne Karossen repariert, braucht so ein Gerät für die hoch und höherfesten Bleche.


    (Spare noch auf einen MIG-MAG-Inverter, der Löten kann. Merkle Mobi-Mig 180K wäre das , was ich im Auge habe)



    Bezahlbares MIG-LÖT fähiger Schweißinverter gesucht.

    Gruß Olli


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