Lack fällt vom Auto...

  • Hallo,


    ich muß Euch mal mit einem Problem konfrontieren, das bei Militärfahrzeugen wohl in der Form nicht auftritt. Ich will es aber auch nicht in der Polo-Abteilung posten, weil es möglicherweise auch andere Fahrzeuge betrifft:

    Seit letztem Februar hab ich ja einen Polo 6N2, Bj. 2001, in rot. Dieser hatte auf dem Dach schon einige kleine matte Flecken. Diese wurden im Laufe der Zeit immer größer und mittlerweile hab ich festgestellt, daß sich die oberste Lackschicht, offensichtlich Klarlack, löst. Nachdem ich dann vor ein paar Tagen in der Waschstraße war und die Vorreinigung mittels Hochdruckreiniger stattgefunden hat, waren die Flecken dann doppelt so groß. Heute hab ich dann sogar eine Wasserblase von etwa 15mm Durchmesser unter den Klarlack gefunden.

    Bisher hat sich der Effekt auf das Dach beschränkt, aber heute vormittag fand ich dann eine Stelle auf der Motorhaube, die ich mit einem Zusammenstoß mit einem sturmbedingt herabfallenden Ast in Verbindung bringen könnte.

    Hat jemand eine Idee, wie ich den Verfall stoppen kann bzw. wie ich denn mein Dach wieder halbwegs ansehnlich gestalten kann? Letzteres insbesondere vor dem Hintergrund, daß die Flächen ohne Klarlack nun auch unterschiedlich ausgeblichen sind. Aufpolieren und neuen Klarlack drüber?


    VG

    Andreas

  • Hallo Alexander,


    mir würde ja schon weiterhelfen, wenn ich das irgendwie stoppen könnte.

    Nebenan ist ein Karosseriebauer mit Lackiererei, da hab ich mal gefragt, die würden das Dach schleifen und neu lackieren, aber wollen dafür über 600,- haben. Für das ganze Auto hab ich nur ein Viertel davon bezahlt, daher rechnet sich das nicht.

    Kann man sowas auch in Eigenarbeit machen? Und wenn ja, kann mir das jemand erklären? Ich muß zugeben, daß ich Farbarbeiten jeglicher Art äußerst ungern mache.


    VG

    Andreas

  • Und es wird weitergehen. Nichts kann es stoppen.

    Ich habe die gleichen Erscheinungen bei meinem 124er Daimler Benz.

    Die erste Blase hat mich auch etwas geärgert. Aber, hey, da war das Auto 25 Jahre alt. Also, was soll`s ?

    Jetzt mach ich mir den Spass, bei jedem Kärchern die Blasen größer zu machen.

    Und wenn er dann 29,5 Jahre alt ist, dann verpasse ich ihm `ne Ganzlackierung, damit er für`s H-Kennzeichen wieder schön aussieht.


    Ich bin übrigens auch kein gelernter Lackierer, habe es irgendwann einfach mal gemacht, und mit jedem Auto wurden die Ergebnisse besser.

    Die Vorarbeiten sind das aufwendigste. Anschleifen und abkleben. Jede Nachlässigkeit hier beeinflusst das Endergebnis.

    Nimm keine wasserlösliche Farbe !!! Spar dir, bei dem Wert des Autos, den teuren Acryl-Lack, in der Preisklasse tut es auch ein vernünftiger Kunstharzlack.

    Und dann : Einfach machen !


    Gruß Jozi.

  • Am einfachsten ist es wohl den ganzen toten Lack abzuschleifen. Dann 2K Epoxygrundierumg drauf und anschließend mit mattschwarzem Lack lackieren. Mattschwarz, weil man da nicht so sieht, wenn die Lackierung unregelmäßig ist. Beim 6N ist die Dachfläche ja schön sauber abgegrenzt.


    Es gibt das alles auch aus Spraydosen, bei dem kleinen Dach sollte das noch gut funktionieren. Die Dosen gibt es auch in der passenden Farbe, aber das ist schwieriger schön zu kriegen.


    Ich nehme meist den Epoxy-Grundierfüller und „Kroma“ von Normfest. Die sind wirklich gut. Das Kroma ist, obwohl 1K, wahnsinnig zäh und UV-beständig. Und lässt sich erstklassig lackieren. Aber ansonsten sollte jeder Lackhändler da was haben.


    Wichtig ist halt entfetten, entfetten, entfetten. Und ein Tag der warm und pollenfrei ist =)

  • Auf Deinem Polo ist ein 2K Lack und da gehört auch 2K Lack wieder drauf.

    Natürlich "kann" man da auch 1K drauf machen, das ist aber quasi so als ob Du "irgendein" Öl in Deinen Motor kippst.

    Wird sicher auch irgendwie funktionieren - oder auch nicht...C:


    Die 600,- kannst Du Dir sparen. Anschleifen, entfetten mit Silikonentferner, Abkleben, 2 Schichten Grundierung, 2 Schichten Basislack, 2 Schichten Klarlack und fertig.


    Für das Dach wirst Du ungefähr 2 jeweils Spraydosen Grundierung, Basislack und Klarlack benötigen.

    Können wir Dir alles mischen, da wir jetzt auch 2 Autolackmischbänke haben.

    Wenn Du mir den Farbcode verrätst (oder den Fahrzeugdatenträger per Mail als Bild sendest) schau ich auch gerne ob wir den Farbton als Einschichtlack mischen können (sofern es sich nicht um einen Effektlack handelt). Dann brauchst Du keinen Klarlack und es wird noch einfacher.

  • Also, den Normfest 1K Lack habe ich nur erwähnt, weil er nachgewiesenermaßen funktioniert und sich idiotensicher (nicht persönlich gemeint, Andreas) verarbeiten lässt. Diese Basislack/Klarlack-Sache macht vielen Leuten Schwierigkeiten, die nicht so geübt im Lackieren sind.


    Und glänzender Klarlack (oder überhaupt glänzender Lack) bleibt ja relativ lange klebrig, das sorgt meist für einen Haufen Einschlüsse, gerade auf so horizontalen Flächen.


    Klar ist es besser, das alles mit richtigem Lack zu machen, ich will auch niemanden zum Pfuschen überreden. Aber Andreas schrieb ja, lackieren wäre nicht so sein Ding :engel:. Ein Polo-Dach lässt sich bestimmt auch mit einer 20-Euro-Minijet-Kopie aus dem Baumarkt relativ ansehnlich lackieren, wenn man ein bisschen Erfahren/Talentiert ist.


    Auf mattschwarze Dächer muß man natürlich auch stehen. Wenn man das häßlich findet, ist es sowieso keine Option.


    Aber dann kann man gleich ein paar sportliche Rallyestreifen anbringen, wie wir es bei diesem 24er gemacht haben 8)


  • Sofern es sich um einen Effektlack handelt, muss mit Basislack und anschließendem Klarlack gearbeitet werden.


    Glanzlacke bleiben zwar grundsätzlich etwas länger offen, dem kann man aber mit einem schnell trocknenden Klarlack, z.B. Mipa CX3 welcher auch bei Raumtemperatur extrem schnell anzieht, entgegen wirken.

    Bei diesem Projekt ist das aber wohl total zu vernachlässigen, evtl. Schönheitsfehler ließen sich ja ohnehin später herauspolieren (Vorteil von Glanzlackierungen).

  • Hallo

    Na 2001 ist auch kein Neuwagen mehr

    Wenn Dich der Rappel packt machs wie Ich, einfach den Hobel in 1 K gewalzt und gepinselt ( geht natürlich nur wenn man komplett Schmerzresistent ist )

    Ansonsten wie Jay Dee und Munin meinen :%:-O0-):thumbsup:

    Gruß Götz

  • man kann auch 2k unilack verarbeiten und nass in nass klarlack überlackieren.

    D.h. Unilack anziehen lassen und dann klarlack drüber.

    Geht auch mit olivmatt und klarlack matt.hat den vorteil,das der lack unempfindlicher wird und die karre nicht so schnell matt wird bei hochglanzlacken.

    Und ich ziehe lacke mit verdünnung und härter jedem wasselack vor.

    Oltimerfahren ist wie Heiraten................

    Man(n) weiss was kommt,und macht es trotzdem................:dev:

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  • Hallo,


    nachdem ich nun wieder da bin, wollte ich mich erstmal für den ganzen Input bedanken. Ich sehe mcih nun darin bestärkt, mich selbst mit einer neulackierung des Daches zu beschäftigen.

    Jay_Dee Ich werde am Wochenende mal nach dem Fahrzeugdatenträger bzw. der Lacknummer forschen. Dar Rot ist ähnlich dem oben abgebildeten Porsche (früher hieß das bei VW wohl mal Marsrot).

    kradschütze Es ist richtig, daß ich für das Auto nur 150,- EUR bezahlt habe, aber der Wert dürfte trotzdem höher liegen. Letztlich bin ich nur zu dem Auto gekommen, weil es mir leid tat: Die Vorbesitzerin ist nicht durch den TÜV gekommen und ihre Werkstatt hat sie mit einem astronomischen Kostenvoranschlag derartig verrückt gemacht, daß sie das Auto eigentlich entsorgen wollte. Da hab ich eingegriffen und gesagt, bevor er auf den Schrott geht, nehme ich ihn. Letztlich hab ich vor dem TÜV dann nur eine Inspektion gemacht und einen neuen Satz Winterreifen gekauft, dann war alles gut. Seit ich mit dem Auto auch mal längere Strecken gefahren bin, kommt auch die EPC-Kontrolleuchte nicht mehr.


    VG

    Andreas

  • so bin ich an ein honda logo gekommen.190€ zum tüv gefahren,ohne

    Irgendwas zu machen---plakette!

    So konnte ich meinen Sohn mit einem eigenen Auto versorgen.........

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