Land Rover Serie IIa Ambulanz - Restauration

  • Ich habe an der Hinterachse zwei Aeon Gummidämpfer die definitiv nachträglich verbaut wurden.

    Die Frage ist nur ob daß die Army gemacht hat (wovon ich ausgehe) oder einer meiner beiden Vorgänger.

    Da unsere Fahrzeuge gewichtsmässig ja quasi gleich sind dachte ich daß die Ambulance sowas auch verbaut hat.

    Aber dafür habe ich hinten keinen Stabi...

  • Werde ich die Tage mal nach schauen!


    So heute gabs wieder kleine Fortschritte. Ein Paar Teile wie Motorhalter, Ölleitung zum ZK und andere Kleinigkeiten montiert, den Krümmer lackiert und im Backofen bei 250° goldbraun gebacken und den Vergaser schonmal grob gereinigt. Habe für den Vergaser ein komplettes Überholkit hier liegen, dass nächstes Wochenende eingebaut wird.









    Grüße, Kappes

  • Habe dann noch zwei Fragen meinerseits:


    Erstmal zur Verdichtung vom Zylinderkopf - Ich weiß, es gibt Zylinderköpfe mit 8:1 und 7:1 Verdichtung. Erstmal bin ich anhand der Motornummer davon ausgegangen, dass ich einen 7:1 verdichteten Motor habe (904.....) - ABER: Mein Zylinderkopf hat den Steg, der auf einen 8:1 verdichteten Kopf hindeutet. Ich habe nachgesschaut ob ich die eingestanzte 8 habe, kann aber auf dem Steg nichts mehr erkennen.. Ich meine da Andeutungen zu sehen, dass eventuell mal was eingestanzt war, was durch Rostfraß jetzt nicht mehr erkennbar ist, kann aber auch sein dass ich mir da auch nur was zusammenreime. Der Kopf kann laut Serienblog auch mit dem Steg 7:1 verdichtet sein, wenn er keine Zahl eingeschlagen hat oder eine 7 eingeschlagen hat. Leider ist das bei meinem Kopf nur wildes Rätselraten da ich auch nicht weiß ob das noch der orginale Kopf ist.. Da die Verdichtung für die Wahl der Zündkerze wichtig ist, möchte ich mal nachhören ob es noch andere Merkmale gibt um die Verdichtung rauszufinden? Hab schon fleißig gegoogelt, aber nichts konkretes gefunden..


    Dann noch eine Banale frage: Womit reinige ich am besten den Vergaser? Hab da jetzt auch schon verschiedenes gehört mit sehr verschiedenen Meinungen. Der Vergaser hat außen wie innen hartnäckige Verkrustungen. Mit Zahnbürste und Benzin mechanisch nur sehr schwer bis garnicht weg zu bekommen. Klar wäre ein Ultraschallbad wahrscheinlich das effektivste, allerdings möchte ich es erstmal selber Probieren. Düsen, Dichtungen usw kommen eh neu. Den Vergaser am besten mal in Benzin für 24h einlegen oder besser Diesel, Verdünnung oder vergleichbares? Wäre hier über ein paar fachkundige ratschläge dankbar, da ich den Vergaser am Wochenende gerne wieder zusammenbauen möchte und ihn bis dahin gerne einigermaßen Sauber hätte.


    Viele Grüße, Kappes

  • Hi Ihr beiden, hab eben noch fix bei Pitter einen ultraschallreiniger organisiert und probier es mal damit. Erstmal warmes wasser, spüli und vollgas. Wenn das nicht hilft greife ich auf den Reiniger von Amazon zurück, der ist mir auch schon ins Auge gefallen, wusste aber nicht was ich davon halten soll.


    Und heut gabs dann Vergaser-Salat zum Abendbrot und Ultraschall-Tetris :pfeif:




    Halte euch mit dem Ergebnis auf dem laufenden. Neue Düsen, Dichtungen, Klappen, Pumpe usw kommen natürlich mit rein.


    Grüße

  • Ich nutze auch ein Ultraschallbad. Kann ich nur empfehlen. Ich würde aber nicht so viele Teile auf einmal "hineinstopfen". Als Reiniger kann man auch 5% Felgenreiniger zum Wasser zugeben, dann sollte man aber sehr vorsichtig mit chromatierten Teilen sein, die sind denn schnell blank...

    Habe einen Iltis Vergaser und Lichtmaschine damit fast in Neuzustand versetzt.

  • Passend zum Thema ist in der neuen Oldtimer Markt ein Artikel über Vergaserreinigung.

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • rouvi: Habe mittlerweile auch deutlich weniger Teile drin. Sieht auf dem Foto nur sehr Vollgestopft aus, obwohl es nur das Gehäuse Ober- und Unterteil ist mit ein paar wenigen Kleinteilen. Die Teile sind mittlerweile soweit sauber. Die Messingteile und den Benzinhahn habe ich mit 2,5% Säure (Zitronensäure) und Wasser auch wieder schön Glänzend bekommen. Nach 30 minuten abgespült und in Natronlauge gelegt um die Säure zu neutralisieren. Länger wollte ich die Teile nicht drin lassen um das Messing nicht unnötig zu beschädigen.


    Ansaugbrücke auf Abgaskrümmer montiert und Ansaugbrücke neu abgedichtet. Dabei neue Stehbolzen montiert. Die Papierdichtungen streiche ich grundsätzlich beidseitig dünn mit Hylomar ein. In kleinen Schritten geht es vorwärts. Langsam kribbelt es in meinen Fingern den Motor das erste mal zu starten :pfeif:





    Grüße, Kappes

  • Hallo,


    Gestern ist die neue Kupplung angekommen und wartet mit einigen anderen Teilen auf den Einbau.




    Membran für den Vergaser und Tankschalter komplett überarbeitet, gesäubert und zusammengebaut (das Ultraschallbad hat wunder gewirkt wenn ich überlege wie die Teile vorher aussahen)





    Dann den Vergaser wieder zusammengebaut, neu abgedichtet und neue Düsen eingebaut





    Dann das ganze auf die Ansaugbrücke montiert und entsprechend abgedichtet.



    Und den Motor wieder ein Stück weiter zusammengebaut.. Thermostat + gehäuse, Schwungrad, Riemenscheibe und Lüfter, Öleinfüllstutzen, Kleinteile und Benzinpumpe montiert.





    Das wars fürs erste wieder. Wenn alles gut läuft wird der Motor diesen Monat das erste mal gestartet. Ein Video folgt natürlich. Krümmer, Lima und Anlasser warten darauf eingebaut zu werden.


    Werkstattromantik.... :top:





    Grüße, Kappes

  • Hi Kristian,


    Danke für die Rückmeldung! Freue mich generell über Kommentare und Teilhabe. Das Motiviert weiter zu machen, Bilder hochzuladen und zu Berichten. :top:


    Kleines Update von heute:





    Krümmer und Lima sind jetzt auch dran. Morgen wird noch der elektrische Zündverteiler eingebaut, Schwungradgehäuse, Kupplung und Anlasser und wenn das nächste Paket da ist Benzinleitungen und Unterdruckschläuche.


    Dann kann der Motor auch schon wieder angeflanscht werden, die elektrik für den Probelauf umgeklemmt werden und der erste Testlauf kann starten! :thumbsup:


    Könnte evtll ein bischen Hilfe beim Einbau/Einstellen der elektrischen Zündung gebrauchen. Hat jemand bereits eine elektrische Zündung eingebaut?


    Grüße, Kappes

  • Hast Du solch einen 123-Verteiler bestellt? Die lassen sich ziemlich einfach einbauen und einstellen. Eine gute Anleitung ist dabei.

    Es gibt im Verteiler eine LED, welche bei OT gerade leuchten muss. Den Rest übernimmt dann die Zündkurve im Verteiler.

    Persönlich würde ich trotzdem immer nochmal mit der Zündlichtpistole abblitzen.

  • Bei meinem Verteiler ist es auch so daß die originale Halterung verwendet wird. Eine LED hat meiner aber nicht.

    Die gute BW Zündlichtpistole habe ich natürlich auch. Aber da ich beim Ferret auf Grund der technischen Gegebenheiten

    zum Einstellen damit einen Helfer benötige habe ich mir das Einstellen nach Gehör angewöhnt :&

  • Ich verwende bei Kupplungen mittlerweile nur noch original LR oder OE wie AP, Borg&Beck, etc.


    Das Pilotlager (Bronzebuchse) in der KW wird i.d.R. mit gewechselt. Die Druckplatte wird gleichmäßig über Kreuz angezogen.

    Der originale LR Kupplungszentierdorn von Churchill ist hilfreich, besser gehts m.E. jedoch mit einer alten (geg. abgeschnittenen) Getriebewelle.

  • Hi Carsten,


    Kupplung habe ich auch eine komplett von AP. Die Buchse fürs Schwungrad liegt hier auch schon und baue ich die Tage ein. Irgendwelche Tipps, wie ich die alte Buchse am schonensten raus bekomme ?


    Zwischenzeitlich wieder ein paar Kleinteile Verbaut, Unterdruckleitung befestigt, kleine Details und die 1-2-3 ignition eingebaut.


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    38044410nn.jpg


    38044411zj.jpg


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    Dann ist mir aufgefallen, dass meine Hauptgetriebewelle vorne in der Getriebeglocke (wo die Kupplung drauf kommt) in horizontaler und vertikaler richtung Spiel hat. Ist das "normal" oder was ist hier im argen? Habe noch ein weiteres, von LR werksüberholtes aber gebrauchtes Getriebe hier liegen, welches auch leichtes spiel hat.


    Dann eine weitere frage: woran erkenne ich äußerlich ein Vollsynchronisiertes Getriebe? Fahre zurzeit ein teilsynchronisiertes und meine mal gehört zu haben, dass man die optisch an einem detail auseinanderhalten kann. Weiß leider nicht mehr welches das war und konnte mit den Getriebenummern nichts nennenswertes rausfinden.


    Ich bin echt langsam gespannt, wie der Motor das erste mal laufen wird. Ich hoffe dass er nach kleinen einstellungen läuft wie eine Nähmaschine :H:


    Bis demnächst, Kappes

  • Hi Carsten,


    Kupplung habe ich auch eine komplett von AP. Die Buchse fürs Schwungrad liegt hier auch schon und baue ich die Tage ein. Irgendwelche Tipps, wie ich die alte Buchse am schonensten raus bekomme ?


    Dann ist mir aufgefallen, dass meine Hauptgetriebewelle vorne in der Getriebeglocke (wo die Kupplung drauf kommt) in horizontaler und vertikaler richtung Spiel hat. Ist das "normal" oder was ist hier im argen? Habe noch ein weiteres, von LR werksüberholtes aber gebrauchtes Getriebe hier liegen, welches auch leichtes spiel hat.


    Die KW-Pilotbuchse ist recht weich und lässt sich am Rand an beliebiger Stelle mit einem schlanken Schraubendreher bis hinten durch wegarbeiten, dann leicht zusammenfalten und entnehmen.


    Etwas horizontales Spiel ist völlig normal, die Welle wird ja später von der KW-Buchse geführt.

  • Sackloch? > Kernseife rein und mit einem knapp reinpassendem Dorn die Seife verdichten = ZACK ist die Buchse raus

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

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