Land Rover Serie IIa Ambulanz - Restauration

  • Ich habe die Kupplung mit einer passenden Nuß zentriert. Schöner ist natürlich ein Stück Getriebewelle oder ein Zentrierdorn...

    Bei Kupplungsteilen auf jeden Fall Markenware verwenden! Für alles wo man schlecht rankommt oder was lange dauert kaufe ich

    grundsätzlich nur das gute Material. Bei allem anderen kann man auch mal mit dem Britpart-Zeug experimentieren :mech:

    Zum Thema Getriebe gibt es eine sehr schöne Seite ( falls Du die noch nicht kennst) :

    Klick


    Der Motor sieht übrigens richtig gut aus- fast zu schade zum Einbauen :daumenhoch:

  • Es geht mit großen Schritten voran... Heute die Buchse in der Schwungscheibe erneuert, Kupplung und Anlasser montiert und den Motor endlich vom Motorständer befreit. Bin echt zufrieden und finde der Motor ist sehr gut geworden. Wenn er jetzt noch vernünftig und ruhig läuft bin ich happy! Am Wochenende wird er angeflanscht und wenns zeitlich passt wird die elektrik für den ersten Probelauf vorbereitet :top:




    Christian: Danke für den Tip, so ähnlich habe ich das ganze auch gemacht. Ist die Kupplung so zentriert genug oder noch zu ungenau?

    Natürlich kenne ich die Seite, da konnte ich allerdings nichts genaues rausfinden..




    ....und keine Restauration ohne zwischenfälle--:pfeif: Unglücklicherweise ist mir der Kran umgekippt.. eine kombination aus schäden in der Bodenplatte und den ausleger zu weit raus.. Beim Rangieren ist es dann leider passiert und der Schwerpunkt war durch das Wackeln zu weit vorne. Ich musste den Ausleger allerdings soweit raus fahren um den Motor vernünftig vom Ständer zu bekommen. Alles was unglücklich gelaufen aber Holztür sein Dank ist nicht eine Schramme am Motor :H:




    Aber am Ende wird alles gut und der Motor hat seinen provisorischen Abstellplatz auf der Palette gefunden.




    Dann wurde es auch Zeit für Feierabend und ein kühles Bier. :bier:



    Ich freu mich wie hulle den Motor das erste mal zu starten. Im Oktober hab ich den Motor auf den Ständer gehoben und ständig dran gewerkelt. Denke das Ergebnis lässt sich sehen.


    Grüße, Kappes

  • Schönes Ergebnis! Und Glückwunsch, dass beim Unmfall nix weiter passiert ist!


    Ob die Kupplung ausreichend zentriert ist, merkst Du beim Einbau, wie gut es flutscht. Nach der ersten Kupplungsbetätigung ist sie ja dann sowieso zentriert.


    Einen guten Zentrierdorn kann man auch mit Isolierband herstellen: ein Stück Rundmaterial und darauf stramm mit Isolierband zuerst den Pilotlagerdurchmesser drauf wickeln und danach im entsprechenden Abstand den Durchmesser der inneren Kupplungskeilnutverzahnung. Das ist tatsächlich ziemlich genau und der Motor flutscht!

  • Weiter gehts..


    Habe letzten Freitag den Motor rein gehieft. Das war alleine ne ziemlich beschi**ne Arbeit. Das Ding ist Bockschwer und die ganzen Risse in der Bodenplatte machen das rangieren echt schwer weil die rollen sich immer in den Rissen festsetzen. Nach einigem hin und her rangieren konnte ich den Motor dann irgendwann mithilfe meines Nachbars an das Getriebe flanschen. Jetzt ist er drin und mit neuen Motorlagern für den ersten Testlauf fest verschraubt.


    Habe mir kurzerhand einen zentrierdorn auf der Arbeit drehen lassen. Damit ging es dann wunderbar. Die Kupplung flutschte relativ gut drauf, nur die Buchse im Schwungrad war sehr "spack". Musste das Getriebe was anheben damit es letztendlich ging. Problem war dass der Motor schief am Kran hing und ich den Motor auch von unten auf einer Seite anheben musste und in eine richtung ziehen musste.












    Dann habe ich den Kühler, den ich als eine "Einheit" ausgebaut hatte wieder montiert.


    Gestern wollte ich dann nach der Arbeit "mal eben" den dreiteiligen Auspuff montieren. "mal eben" endete dann in einem Himmelfahrtskommando. Das alte Hosenrohr vom Krümmer hatte ich beim Motorausbau bereits demontiert und ging auch ohne größere Probleme von statten, da der vorbesitzer den Auspuff umgebaut hatte und der größtenteils unter dem Rahmen her lief. Ich habe den erstmal günstigen provisorischen Auspuff von britpart genommen mit dem "orignalen" Abgasverlauf. und mein Gott, wer hat sich das ausgedacht? Na klar kann ich verstehen dass bei einem Geländewagen der Auspuff geschützt sein muss eber der Auspuffverlauf ist echt abenteuerlich. Vom Krümmer geht es erstmal runter und dann 2x 45° nach hinten. Da war schon das erste Problem in Form einer Quertraverse vom Rahmen.. Erst habe ich Probiert den Auspuff irgendwie durch die schmale öffnung oberhalb der Traverse zu bekommen, was aber aufgrund der Länge und gebogenen Form vom Auspuff nicht möglich war und der sich ständig verkantet. Dann habe ich gesehen dass die Traverse mit 4 schrauben am Hauptrahmen verschraubt ist. Mir ging ein Licht auf und dachte "ja super, nur grad die Traverse abschrauben und schon kannst der Auspuff in seine Position".:idee:

    Erstmal waren die Schrauben von 50 Jahre Rost befallen und nur Bockschwer mit viel Mühe zu lösen. Als ich dann mit einigen Hammerschlägen die Traverse nach unten klopfte, hab ich gesehen, dass das KOMPLETTE Getriebe auf der Traverse montiert war. Alsoo durfte ich das Getriebe mit einem Wagenheber abstützen, die Getriebehalterungen mit 50 Jahre alten Schrauben irgendwie lösen und dann die Traverse entfernen. DANN konnte ich endlich das Hosenrohr in seine Position bringen und fixieren. Weiter ging es mit dem Mittelstück, welches durch ein Loch einer Traverse im Rahmen läuft.. Auch hier dachte ich dass es jetzt unkompliziert wird, da es nur ein kurzes Stück ist. Leider waren die Auspuffflansche etwas zu dick um sie durch das Loch im Rahmen zu bekommen.. Also flex genommen und etwas Material weg genommen vom Flansch (war genügend vorhanden) und dann passte das Mittelstück letztendlich auch rein. Der Endtopf ist an 2 stellen fixiert die auch von 50 Jahre alten Schrauben gehalten werden. Nach mühseligen versuchen mit Schlüssel und Ratsche hab ich mich dazu entschlossen den Rest mit flex und dremel zu erledigen. Man kam kaum vernünftig an die Schrauben dran und musste auch da ziemlich murksen.. Ich hoffe man erkennt es auf den Bildern.









    Letztendlich habe ich heute den Auspuff komplett fixiert und jetzt fehlt nur noch die provisorische verkabelung, damit ich den Motor am Wochenende hoffentlich das erste mal aus seinem Dornröschenschlaf holen kann.


    Habe noch fragen an die Land Rover experten (die ja hier zum Glück in Massen vertreten sind :yes:)


    -Wo sitzt orginal bei der Serie der Anlassschalter bzw. Magnetschalter für den Anlasser?

    -Der Auspuff liegt im Loch der Traverse gegen den Rahmen. Hätte den Auspuff gerne relativ mittig in dem Loch ohne Berührungen. Habe schon versucht den etwas zu richten allerdings ohne erfolg. Wo setze ich hier am besten an, damit ich den Auspuff zentrieren kann? Am Endtopf? Hat hier jemand erfahrungen? Das Ausrichten der Anlage ist beim Landy leider nicht sooo einfach.



    Am Wochenende wird dann hoffentlich die Bude eingenebelt :bier:


    Grüße, Kappes

  • Soo..


    Keine großen Worte, seht selbst:






    Hat ei bisschen gedauert bis der Motor lief. Musste noch gut was die Zündung und das Gemisch/Standgas einstellen, bis dann alles letztendlich vernünftig lief. Aber dann lief der Motor wie ich finde wie ein Uhrwerk und ich bin happy!


    Waren noch zwei kleinere Undichtigkeiten an der Kühlwasserleitung, die sich aber sehr schnell beheben ließen. Ansonsten keine zwischenfälle. Habe das Gemisch nicht nach WHB eingestellt, da er so nicht lief sondern nach Gehör.. Zuerst natürlich die Zündung korrekt eingestellt. Hab jetzt eine "frei gewähle" Gemischregulierung gewählt und muss in nächster Zeit mal nach den Kerzen schauen. Für das erste aber in Ordnung!


    Beim ersten start lief der Motor nur mit vielen Fehlzündungen und ging aus wenn kein Gas gegeben wurde und lief im Standgas garnicht.


    Das Gefühl wenn er nach der ganzen Arbeit dann Anspringt und vernünftig läuft ist echt... :thumbsup: Was sagen die Kenner: Wie läuft der Motor vom Klangbild? Der Auspuff röhrt ordentlich.. ist aber auch nur ein günstiger Ersatzauspuff.


    Eine Frage habe ich: Der Vergaser nimmt sehr verzögert das Gas an, woran kann das liegen? Klar ist das kein modernes Auto, finde es allerdings sehr gewöhnungsbedürftig träge.. Liegt das an der Gemischregulierung? Und nach der Leistung muss ich auch mal schauen ob sich Zündung und gemisch weiter optimieren lassen. Hab die Zündung jetzt irgendwo zwischen 3-6° stehen und konnte noch ein Gasgestänge auftreiben und montieren. Alles in allem hat sich die Arbeit gelohnt und ich bin sehr glücklich! Die Verkabelung ist natürlich auch nur provesorisch da der Motor im Laufe des Jahres auf den neuen Rahmen kommt, sobald das Getriebe fertig ist. Als nächstes kommt aber erstmal der Sani-Aufbau runter.


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    Nächste Woche wird dann erstmal eine kleine Pause eingelegt, dann gehts weiter mit dem San-Aufbau.


    Grüße, Kappes

  • Letztes Wochenende habe ich damit verbracht, den Ambulanz-Aufbau fürs Abheben vorzubereiten. Dabei musste ich unterm Fahrzeug einige Schrauben am Rahmen Abschraubenflexen. Die Schrauben waren allesamt schön mit Muttern gekontert und von 50 Jahren Rost überzogen. Dementsprechend kann man sich vorstellen wie die Arbeit den ganzen Tag unterm Auto in den verwinkelsten Ecken war.

    300 Flüche, 20 Dremel-Trennscheiben, 5kg Rost und 1l Schweiß später waren dann (hoffentlich) alle Schrauben am Unterboden gelöst. Zwischenzeitlich habe ich nochmal die Ventile nachgestellt und die Zündung nicht nur statisch, sondern auch dynamisch mit Stroboskoplampe eingestellt und der Motor läuft jetzt noch ruhiger und besser. Gemäß Werkstatthandbuch läuft der Motor jetzt bei 95-Oktan Benzin auf 6° v. OT. Es ist schon echt praktisch, dass Auto wieder auf eigener Achse rangieren zu können.




    Leider gibts nirgendwo eine manual in der steht, wo der Aufbau überall fixiert ist.. Demnach muss alles nach Sichten gefunden und gelöst werden, was bei dem Fahrzeug nicht immer einfach ist.. Die Schrauben am Unterboden sind wie bereits erwähnt alle gelöst, die am Scheibenrahmen habe ich die Tage auch abgemacht. Der Vorbesitzer hat einige der Schrauben am Scheibenrahmen vorbildlich abgeflext und überlackiert. Werde mal schauen wie ich die raus bekomme wenn der Aufbau ab ist. Dann habe ich per zufall noch 4 versteckte Schrauben an der Sitzkiste gefunden, wo der Aufbau am Rahmen fixiert ist. Die Befestigungen sitzen genau zwischen Rahmen, Tank und Koffer in einem 4cm breiten Spalt den man NICHT einsehen kann. Werde am Wochenende mal die Sitzkiste ausbauen und gucken dass ich die 4 Schrauben gelöst bekomme. Wird sicher wieder eine Tagesfüllende Aufgabe:thumbsup:


    Ich weiß dass Land Rover nicht besonders viel hier im Forum vertreten ist aber hat irgendjemand eine Ahnung von den Befestigungspunkten des Ambulanz-Aufbau oder kennt einen der einen kennt oder hat evtll mal ein nützliches Dokument darüber gesehen?




    Dann habe ich auf der englischen Beifahrerseite noch ein auf die Spritzwand aufgenietetes Blech entdeckt und entfernt und bin froh, dass ich die bereits restaurierte Spritzwand hier stehen habe..




    Ebenfalls bin ich froh dass ich den neuen, verzinkten Rahmen für die Ambulanz bereits hier stehen habe und hab nochmal auf Übereinstimmungen der Bohrungen usw. geprüft. An dem Rahmen sind noch kleinere Anpassungen zu machen, aber nichts wildes.






    NEbenher habe ich noch mein Teilelager geprüft und eine kleine Inventur aller Teile gemacht. Wenn alles passt kommt die nächsten Wochen im laufe des Aprils der Aufbau runter und es geht ans Getriebe!


    Soweit der Zwischenbericht.


    Viele Grüße, Kappes:schweißen:

  • Heute gings weiter..


    Weiter Verschraubungen im Innenraum für den San-Koffer abgeschraubt... oder eher abgebrochen-ausgebohrt-abgeflext (bitte eins aussuchen). Ich hab jetzt schon ein Lieblingswort namens Kontaktkorrosion... Als ich alle Schrauben innen über der Scheibe entfernt hatte konnte ich Anfangen die Sitzkiste auszubauen, die mit gefühlt 2000 Schrauben fixiert ist und alle schön mit Muttern an den unmöglichsten Stellen gekontert.. :T Da merkt man schon was für ein "Luxus" es ist am Iltis zu schrauben. Man erkennt leider anhand der Bilder nicht wie viel Arbeit die "kleinen" Schritte Teilweise sind.. Rost und CO. KG und blöd positionierte unzugängliche Schrauben erledigen den Rest.


    letztendlich habe ich es dann geschafft die Sitzkiste und die Bodenplatten auszubauen und es wurde luftig im innenraum


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    Endlich auch mal ein uneingeschränkter Blick auf die nächste Baustelle.. Das inkontinente Getriebe.


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    Den rest des Tages habe ich dann damit verbracht die Türen aus der rostigen Spritzwand zu schrauben ÄHHH ich meinte bohren..


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    Wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche müssten alle Schrauben vom Aufbau gelöst sein... Scheibenrahmen muss erstmal zusammen mit dem Aufbau runter da ich den Scheibenrahmen sonst nicht entfernt bekomme. Heizungsschläuche habe ich auch schon vom Aufbau gelöst und die Sicherheitsgurte entfernt. Jetzt fehlen nur noch die Kabel und dann sollte, wenn Gott so will, alles lose sein und der Aufbau nächstes Wochenende runter gehoben werden können. Den Kabelbaum nach hinten muss ich allerdings erst noch suchen gehen. Jemand tips wie ich das am schonensten und besten bewerkstellige? Mir graults auch schon davor den aufbau iiiiirgenwann wieder passgenau aufs chassis zu bekommen. Mein Plan war einen bekannten Bauern mit Traktor und Frontlader zu fragen, dass Auto auf die Wiese zu fahren und da dann stückchen für stückchen versuchen das ganze anzuheben. Entweder wird er dann erstmal provisorisch auf der Wiese gelagert oder noch lieber direkt auf einem alten anhänger fahrgestell, wenn ich auf die schnelle eins organisiert bekomme.


    Man merkt auf jedenfall, dass der Aufbau FEST für das Auto verbaut worde und nicht auf die schnelle demontiert werden soll.. Mal eben ein paar Schrauben lösen und abheben ist nicht und man kann die verschraubungen nur über umwege lösen, wenn man dann weiß wo sie sitzen.


    Soweit der Zwischenbericht! :daumenhoch:


    Grüße Kappes

  • Tapferen Arbeit! Beim Ambulanz wurde der Koffer bei Marshalls damals 'einzigartig' aufgebaut! Versteckte schraube/befestigungen - die hast du schon kennen gelernt. Kumpel von mir in Holland hat das auch gemacht: man muss alles selber herausfinden. Hilfreich koennte die NL Armee Handbuecher sein, aber die hast du bestimmt schon gefunden in die Datei Abteilung der Facebook Marshall Gruppe?


    Ich bin hier zwar zwecks mein Tempo LR angemeldet, aber eine 109-er 2a Ambulanz, damit hats bei mir angefangen :-D


    Beste gruesse, Ronald

  • Mini-Update:


    Am Wochenende habe ich eine Rangiermöglichkeit für den Ambulanz-Aufbau nachhause geholt. Von den Abmessungen ideal um den Aufbau drauf zu stellen und an allen Ecken kleine Kurbelstützen zum abstellen. Damit bleibt der Aufbau dann nicht einfach fix im Garten stehen, sondern kann bei Bedarf in die Werkstatt rangiert werden. Nichts dolles, aber für meine Zwecke allemal in Ordnung! Wenn am Wochenende dann ein freundlicher Bauer aus dem Dorf zeit hat, werde ich den Aufbau runter heben und auf dem Anhänger fixieren.



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    die schrauben sind normalerweise nicht gekontert.

    die sind normal mit u-scheiben verschraubt.............

    Das Glück hatte ich leider nicht..


    TempoLR : Danke für deine Rückmeldung! Ja genau die kenne ich schon und habe glaube ich alles gefunden. Ist schon ein schönes kompaktes Fahrzeug ;\D


    Viele grüße, Kappes

  • HILFE!!


    Brauche mal Rat und Tat von Erfahrenen Schraubern.


    Ich beobachte beim Motor seit einer weile folgende Geräusche:




    Es geht um das "klopfen" im Motor. Klingt im ersten Moment nach Pleuellager aber das schließe ich aus (dazu gleich mehr). Bei den ersten Testläufen kam das Geräusch garnicht. Das erste Video ist bevor ich mich an die Fehlersuche gemacht habe und das zweite Video ist kurz danach.


    Ein paar Fakten:

    -Das Geräusch taucht besonders bei kaltem Motor auf und wird weniger wenn der Motor warm ist.

    -Drehzahlabhängig

    -Zylinderkopf in korrekter Reihenfolge mit erforderlichem Drehmoment angezogen. Natürlich mit neuer ZKD.

    -Zündung wurde umgebaut auf elektrische Zündung und wurde nach WHB dynamisch für 95 Oktan auf 6° v. OT eingestellt. Standart Zündkurve.

    -Bin mir nach wie vor unschlüssig, ob ich die richtigen Zündkerzen drin hab, da ich nicht weiß ob ich einen 7:1 oder 8:1 verdichteten Zylinderkopf habe. Habe momentan die für die 7:1 Verdichtung drin, da das die Verdichtung laut Motornummer sein müsste.. Kopf kann aber trotzdem ein anderer sein.

    -bis her nur 1-2 kurze fahrten von 2-3 km gemacht und sonst nur im Stand laufen gelassen oder kurz rangiert

    -Ausreichend vorgegebenes Öl 15W40

    -frisches Öl, alle Kanäle usw. gesäubert

    -Zündkerzen und Kabel neu

    -Öldruck vorhanden

    -Geräusch ist schlecht zu lokalisieren, kommt vermutlich aus dem Bereich Zylinderkopf

    -Ventile sind mehrfach geprüft und auf das angegebene Maß eingestellt worden

    -Geräusch ist "schleichend" mit der Zeit aufgetaucht.

    -Ventile, Kipphebel und Stößel sind korrekt montiert, sitzen nach Plan und Ventile wurden neu eingeschliffen.


    Ich hab vorgestern auf die Fehlersuche gemacht und versucht mit einem Schraubenzieher am Ohr das Geräusch zu lokalisieren. Das ist gar nicht einfach weil es sich gleichmäßig durch den ganzen Motorblock verteilt. Steuerkettengehäuse und Wasserpumpe sind es meiner Meinung nach aber nicht.


    Was mir aber aufgefallen ist:

    Ich hab die Ventile nochmals eingestellt und die Zündkerzen raus gedreht. Die Zündkerzen hatten alle ein gleichmäßiges "normales" Zündkerzenbild und waren nicht nass o.Ä. - Hab den Motor dann mal ohne Kerzen drehen lassen und aus Zylinder 3 kam ordentlich Benzinnebel, wobei bei den anderen nur "Luft" kam. Hab den dann mal eine weile drehen lassen bis nichts mehr kam. Zündkerzen wieder rein und dann lief er ohne das Klopfen ganz normal!


    Habe mal grob in die Zylinder geleuchtet und konnte da keine Auffälligkeiten feststellen. hab den Motor dann laufen lassen ohne Probleme. Am nächsten Tag dann nochmal probiert und wieder das klopfen (Video 2) - etwas schwächer wie beim ersten mal. Im kalten Zustand deutlich zu hören, bei warmen Motor verschwindet es.


    Meine Theorien:

    -ZKD defekt am Steg (drückt abgase hin und her) oder Wasser im brennraum -> Benzin-Wasser-Nebel aus Zylinder 3

    -Falsche Zündkerzen für falsche Verdichtung drin -> Benzinreste im Zylinder wegen unzureichender Verdichtung

    -Andere Ursache für Benzinreste im Zylinder 3 (?)


    Kann mir aber schlecht vorstellen dass die ZKD schon durchgeschossen ist.. möglich kann es aber sein.

    Fakt ist aber dass kein Qualm aus dem Auspuff kommt, was ja bei Wasser im Zylinder so wäre (?). Die Geräusche stammen meiner Meinung nach von unverbrannten Flüssigkeiten (Wasser/Benzin) aus Zylinder 3 zu kommen. Heute prüfe ich das ganze nochmal.


    Bevor ich den Kopf wieder runter mache wollte ich mal bei den Experten nachhören, was ich zuerst mit weniger Aufwand prüfen kann (hab leider kein Endoskop) oder vllt hat jemand die Erfahrung was es sein könnte und hatte mal ähnliche Symptome.. Den Motor auf der Deponie zu entsorgen ist keine Option :H:



    Übrigens ist der Aufbau jetzt runter. Ein bebildeter Bericht folgt in kürze!


    Viele Grüße, Kappes:bier:

  • Moin

    Hast du die Rollen und Gleiter vom Ventiltrieb kontrolliert als du den Kopf unten hattest.

    Lass den Motor mal ohne Ventildeckel laufen und kontrolliere ob Öl von den Kipphebel abfließt.

    Wenn nicht ,hast du schon fortgeschrittenen Verschleiß in den Haupt /Pleuellager und schreien nach überhohlung.

    gruss nobi

  • Es sollte eher nicht in einem Strahl Herumspritzen sondern über den Rücken der Kipphebel ablaufen.

    Wenn da jetzt wirklich viel in den Kopf gefördert wird ,könntest du mal die Hohlschrauben der Ölleitung beim 4.Zylinder kontrollieren.

    Eine davon ist eine Drossel ca,1,5 -2mm Bohrung .

    Entweder Drossel nicht verbaut,oder aufgebohrt weil kein Öl am Kipphebelgelege ankam.

    Resultalt wäre eine Unterversorgung der Kurbelwelle was zum Exetus führt.

    gruss nobi

  • Schrauben der Ölleitung sind die orginalen und oben kommt auch schön an jedem kipphebel das Öl raus gelaufen und tropft dann unten schön ab.


    Habe die Zündung von 6° vor OT mehr richtung 3° vor OT bzw. 0° gedreht um sicher zu gehen dass die Zündung nicht zu früh steht. Leider ohne Erfolg.. Hab dann auch testweise mal die Zündkerzen für den 8:1 Zylinderkopf eingebaut aber auch das ohne erfolg.. Wollte morgen mal bei laufendem Motor ein Zündkabel nach dem anderen abziehen um zu gucken ob sich etwas ändert wenn ein Zylinder ohne belastung ist. Dann mal kompression messen und zur not den Zylinderkopf oder Ölwanne runter.


    Noch jemand ideen was ich prüfen könnte?


    Grüße

  • Trotz des Motorproblems geht es mit dem Bericht weiter:


    Endlich war es soweit - der Aufbau kam runter! 4 Kurbelstützen unter die Ecken des Aufbaues gestellt und langsam angehoben. Es knackte ein paar mal ordentlich und der 50 Jahre fest verbaute Aufbau wurde das erste mal vom Fahrzeug gelöst. Auto raus gefahren, Anhänger drunter und dann raus gefahren. Ohne den Aufbau sieht der Landy schon garnicht mehr nach so viel Auto aus :thumbsup:








    Und ich bin froh, dass ich den verzinkten Rahmen besorgt habe.. der orginale ist größtenteils Blätterteig und wurde an einigen stellen echt unfachmännisch geschweißt..








    Ich hoffe dass ich die Ursache der Klopfgeräusche bald finde und mich wieder auf die restauration fokusieren kann. Nach wie vor bin ich um jeden Rat, jede vorgehensweise und erfahrung dankbar.


    Viele Grüße, Kappes

  • Endlich wieder Zeit für ein Update,


    leider konnte ich die letzten Tage nicht am Landy weiter machen, da noch andere Arbeiten anstanden. Die Bodenplatte musste dringend instandgesetzt werden und generell hab ich die Aktion genutzt um die Werkstatt nochmal in Ordnung zu bringen!


    Heute hab ich dann nochmal Zeit gehabt und konnte das Getriebe endlich ausbauen. Kein großer Akt an sich.






    Den Patienten habe ich auf seinen für die nächste Zeit vorläufigen Aufenthaltsort gelegt.


    img]https://up.picr.de/38440305dq.jpg[/img]



    Und ich war ganz erstaunt als ich gesehen hab, dass die Getriebe tatsächlich silber sind! Dachte immer "Oil-black" wäre der Standart Farbton für Land Rover Getriebe..:yes::verrueckt:



    Jemand eine Idee wie ich die Hartnäckige Ölpampe am effektivsten vom Alugehäuse bekomme? Klebt selbst mit Drahtbürste und Bremsenreiniger ordentlich am Gehäuse..


    Jetzt werden erstmal für 400€ Lager, Simmeringe, Leitungen und Dichtungen für das Getriebe bestellt und dann wird alles in seine Einzelteile zerlegt. Alle Lager, Buchsen, Dichtungen und Simmerringe kommen neu. Der Rest nach Bedarf.


    Nächste Woche gehts weiter.


    Grüße, Kappes:bier: