Land Rover Serie IIa Ambulanz - Restauration

  • Hi Nobi,


    Beläge habe ich selbstversändlich alle an die trommeln eingestellt.


    Beim entlüften habe ich auch leicht mit dem Schraubenschlüssel auf die Leitungen geklopft um die luft da raus zu treiben.


    Und das Thema mit der Kupplung werde ich heute nochmal prüfen, habe aber alles eigentlich 1:1 wieder so eingebaut.


    Gruß

  • Moin,


    da kann ich nobi voll zustimmen. Auf dem letzten Bild erscheint es z. B. so, als ob der Umlenkhebel an der Gabel des Nehmerzylinders eine andere Form hat, wie der alte Hebel. Die Kröpfung, die ich glaube zu sehen, könnte evtl. der fehlende Weg zum Ausrückring sein.

    Lässt sich der Nehmerzylinder evtl. von vorne in die Aufnahmebohrung schieben? Dann hättest Du die Flanschdicke quasi als "Hub" gewonnen.


    Gruß


    Hermann

  • hermann: Die Hebel müssten eigentlich die gleichen sein, werde aber später nochmal prüfen. wirkt nur anders weil der alte was weiter unten steht. Ob ich den von der anderen seite aus Montieren ist sicher möglich aber ja eigentlich auch nicht sinn der Sache.


    SIGGI109: Habe auch das geprüft und meine Bohrung für den Hebel steht auch vertikal, sollte also auch passen.


    Gruß

  • Hatte mal das Problem mit einer Zubehör Kupplung, bei der die Mitnehmerscheibe zu dick war.

    Somit wurde die Automatenfeder weiter vorgespannt und die Betätigung für das Ausrücklager war auch viel weiter Richtung Motor gewandert,was natürlich auch zu einem Großen Leerweg führte.

    Betätigungsstange verlängern funktionierte zwar aber die Kupplung trennte nicht sauber.

    Haben dann U scheiben zwischen Automat und Schwungrad gelegt und nach 1500 km wieder entnommen.dabach war alles gut.

    Mach mal bild vom Automaten mit stellung der Ausrückhebel.

    gruss nobi

  • Das Problem mit der Bremse hatte ich beim Piglet auch. Ähnliche Ausgangslage wie bei Dir, alle Teile neu- allerdings ein Zweikreissystem.

    Hier mal der Link zu meinem Problem mit einigen guten Lösungsansätzen:

    Bremse entlüften

    Letzten Endes hat es dann nach einigen Litern durchgepumpter Bremsflüssigkeit ( mit einem Überdruckentlüftungsgerät) funktioniert.

    Das grundsätzliche Problem ist die unglückliche Leitungsführung an der Vorderachse.

  • Moin Kevin,


    hatte bei meiner Ambu the same Problem. Bremse entlüfter war nicht machbar.

    Lösung war:

    Pedalweg einstellen, Einstellung des "Stössels" am HBZ.

    Danach war alles paletti ;-)


    Viel Erfolg weiterhin.


    Cheers


    Matt

    Es gibt nur sehr wenige Probleme, die sich nicht mit der richtigen Anwendung von Explosivstoffen lösen lassen 8-)

  • Also...


    Thema Kupplung: Ich habe den 2. Abgebildete Automaten aus Siggis Post, allerdings in der Mitte mit "Aufnehmerplatte". Genau die war auch vorher in dem Motor den ich gekauft habe und bin auch so als ich den Motor erneuert hatte schon ohne Probleme gefahren und gekuppelt auf dem alten Chassis und die selbe Kupplung war auf dem gleichen Getriebe mit dem Dieselmotor verbaut. Also hier keine Probleme.


    Meine Vermutung: Ich habe vom Ausdrücker das Kugellager erneuert. Nach 3 Fehlbestellungen für das neue Lager habe ich dass lager dann außen und innen selbst gemessen und eins aus dem Zubehörhandel gekauft. das war allerdings ein kleines stück schmaler als das alte, wodurch hier das material zum ausdrücken fehlt, da die Gabel dagegen drückt. Hatte alles nach WHB eingestellt aber ohne erfolg, es fehlte einfach der Weg.


    Habe jetzt eine zweite ausdrückstange vom Nehmerzylinder genommen und gut 3cm verlängert et voila, er kuppelt wie ne eins und kann vernünftig eingestellt werden. Dann ging es natürlich auf die erste Probefahrt (ohne große Bremswirkung) raus :H:




    Getriebe schaltet Top! Macht keine Geräusche und Läuft ruhig, das Overdrive macht auch einen Prima job und macht das fahren nochmal angenehmer (von der Drehzahl). Das sind die Momente die den ganzen Frust wieder gut machen. :yes:


    Also problem Kupplung (erstmal) gelöst.


    Jetzt zu den Bremsen:


    Also... ich werde bald bekloppt. Ich hänge jetzt schon die zweite Woche dran die Bremsen zu entlüften und einzustellen... Habe mir jetzt ein relativ günstiges Druckentflüftungsgerät gekauft womit ich über einen ersatzreifen Überdruck in einen Behälter aufbaue und der die Bremsflüssigkeit ohne Pedalpumpen durch das system pumpt.. Auch Eezibleed genannt.


    Habe mich dann nochmal durch sämtliche LR Foren gelesen zu dem Thema..


    Bin das ganze heute nochmal angegangen wie folgt:


    -Bremssteller komplett zurück gedreht um Luftansammlungen im RBZ zu vermeiden.

    -Pedal nach WHB eingestellt

    -Bremsstößel am HBZ nach WHB eingestellt

    -Eine evtll. undichte Bremsleitung erneuert

    -Alle entlüftungsnippel vernünftig zugedreht




    und dann das Druckentlüftungsgerät angeschlossen. War natürlich alles dicht und mit vorgegebenem Druck gearbeitet. Ich muss auch sagen für die 20-25€ klappt das Ding echt super und allemal besser als mit dem Pedal zu Pumpen!




    Bin dann bestimmt 5-6 mal von hinten links, über hinten rechts, nach vorne links und vorne rechts gegangen und habe dort die Entlüfternippel geöffnet. Geschätzt nochmal 1-1,5l Flüssigkeit durchgejagt (DOT3).

    Es kam auch die ersten male richtig schön viel Luft mit raus und ich hatte mich schon gefreut. Dann nachdem ich alles entlüftet hatte und keine wirklichen Blasen mehr kamen (habe mit sanftem Pedalpumpen etwas nachgeholfen), habe ich den Landy aufgebockt und die Bremsen wieder an die Trommeln gestellt, bis diese schleifen aber trotzdem freigängig drehen.


    Also ist theoretisch der Weg von den Belägen an die Trommel möglichst klein und der RBZ muss nicht mehr viel ausfahren..


    Voller skeptischer Vorfreude aufs auto gesetzt und ich konnte das Pedal beim ersten mal wieder locker bis ans Blech drücken..... :bye:

    ABER: Beim zweiten/dritten mal Pumpen habe ich echt einen vernünftigen guten Druckpunkt! Ungefähr bei der Hälfte oder 3/4 des Pedalwegs aber ich komme nicht bis ans blech und er hält den druck. Nur hätte ich das ganze gerne beim ersten mal pumpen... :heul:


    Wo liegt hier der Fehler... ALLES von der Bremse ist neu.. Leitungen dicht, alle RBZ dicht, Trommeln, Beläge, RBZ, HBZ neu (TRW).. Ich verzweifal langsam.. Das ist ein einfaches einkreis System ohne BKV. Es kann doch nicht so schwierig sein die Bremse da gangbar zu bekommen?!


    Habe im Landy Forum noch gelesen dass man die RBZ zusammendrücken soll, oder die Beläge prüfen soll ob diese "schräg" an die Trommel gehen und und und..

    Oder ist hier doch nur immernoch Luft in der Leitung und ich muss weitere 5l durch das kleine System jagen? Als HBZ hab ich schon die "einfacheren" zu entlüftenden CV-Typ HBZ. Den kann man leider nicht eigenständig entlüften.


    Also wie Christian sagt noch mehr bremsflüssigkeit durchjagen? Oder ist das ein anderer Fehler, dass erst beim 2. mal Pumpen der druck da ist? Beim ersten mal wie gesagt locker bis zum Bodenblech, wenn nochmal getreten wird ist druck bei hälfte da und konstant. wenn ich dann 2-3 Sekunden los lasse und wieder pumpe gehts wieder ab zum Bodenblech.. Aber eigentlich dürften die RBZ nicht zu viel weg zur Trommel haben, dass ich die erst mit mehrmaligem Pumpen zum anliegen bekomme.. wie gesagt die Trommeln waren schon "gut" am schleifen, aber noch gut drehbar.


    HILFEEE hmmm


    Anbei natürlich noch ein paar Bilder..





    Verzweifelte Grüße, Kappes

  • Moin Kevin,


    hast du denn schonmal versucht den Fehler mittels Girling-Klemme einzugrenzen?

    Aus meiner leidigen Erfahrung kann ich sagen, du kannst noch 100 Liter durchjagen.....da wird sich nix ändern......

    Cheers

    Matt

    Es gibt nur sehr wenige Probleme, die sich nicht mit der richtigen Anwendung von Explosivstoffen lösen lassen 8-)

  • Hi Matt,


    Noch nicht, habe zur Zeit noch keine Klemme und wollte jetzt auch nicht unbedingt mit Schraubzwinge und Zange an die Leitungen gehen.


    Werde heut nochmal die Trommeln aufmachen und schauen ob da alles korrekt ist und die Beläge nicht "schräg" in der Trommel sitzen. Habe etwas die Befürchtung, dass hinten evtll. falsche Beläge montiert sind. Das sah mir beim letzten mal was komisch aus weil die Gummimanschetten der hinteren RBZ die Staubschutzmanschette eingedrückt hat. Die überholte HA habe ich vom Vorbesitzer so fertig übernommen und mich damit nicht weiter auseinander gesetzt.


    Ich schaue bei meinem alten Rahmen hinten auch mal die Trommel auf und gleiche beides mal ab...


    Kann mir vorstellen dass die Beläge nicht richtig anliegen und dadurch mehrmals gepumpt werden muss..


    Werde berichten, Gruß

  • So,


    Was soll ich sagen? Es fährt, es lenkt, es kuppelt und es BREMST!


    Konnte mich leider nicht direkt um den Landy kümmern die Tage da ich den Iltis noch über den TÜV bringen musste und dafür noch ein paar arbeiten notwendig waren. Der Iltis hat am Freitag ohne Mängel TÜV bekommen und ich konnte mich danach direkt dem Landy widmen. :H:

    Also erstmal die Bremstrommel am alten Chassis abgemacht und bei mir am neuen, um zu prüfen ob bezüglich des RBZ und der Beläge alles in Ordnung war. Auch die Bremstrommeln habe ich ausgemessen und "leider" war hier alles im soll.. Also hab ich mich erneut ans entlüften gegeben.. Leider ohne erfolg. Wie gesagt der Bremsdruck kam erst quasi an der Bodenplatte und war erst beim 2. mal pumpen da. Luft konnte es also defintiv nicht mehr sein. Hatte ja das Pedal und die Stößelstange am HBZ nach WHB eingestellt und konnte mir das ganze nicht erklären.. Habe dann alle trommeln runter gemacht und geguckt was passiert wenn ich das Bremspedal trete. Dabei ist mir aufgefallen dass die RBZ erst anfangen auszufahren, wenn das Pedal kurz vorm Bodenblech ist. Da war mir was komisch und meine einzige Schlussfolgerung war, dass der Kolben vom HBZ "zu weit weg" beginnt die Flüssigkeit durch die Leitung zu Pumpen. Dann habe ich diesmal nicht nach WHB, sondern nach Gefühl die Stößelstange vom HBZ weiter rein geschraubt und voila! Bremsdruck ist da und bei der hälfte des Pedalwegs ist der gewünschte Druck vorhanden. Dann die RBZ nochmal nachgestellt und nach ersten Bremsversuchen während des fahrens jaulten dann auch das erste mal die Reifen bei der Vollbremsung.

    Die Feinjustierung der bremse kommt dann die Tage dran.


    Das Gefühl wenn es dann endlich mal geklappt hat lässt allen Frust vergessen!


    Dann kann ich mich jetzt endlich den Kotflügeln widmen und diese aufarbeiten, lackieren und montieren. Anschließend kommt die Motorhaube, die Sitzkiste und der Scheibenrahmen..:yes:


    Glückliche Grüße, Kappes

  • Ach und dann noch eine Frage:


    Ich werde die nächste Zeit viele Teile bearbeiten, auf denen ein bitumenartiger schwarzer unterbodenschutz drauf ist. Hat jemand eine idee wie ich den am besten "zuhause" und möglichst effektiv runter bekomme? Hatte den schon bei den Tanks ab gemacht und selbst mit der Zopfbürste eher naja zum entfernen...


    Gruß

  • Mit `nem Negerkeks lässt sich solch U- Schutz auch gut wegkriegen. Aber die sind teuer und schnell aufgebraucht, wenn du sie über Kanten ziehst.

    Und in Ecken kommst du damit auch nicht. Dann muss wieder der Spachtel ran.

    Alternativ und schneller wäre, die Teile Eisstrahlen zu lassen.


    Gruß Jozi.

  • Wie schon mehrfach erwähnt, bei CSD Scheiben korreliert der Preis mit der Haltbarkeit. Aber Kanten mögen sie alle nicht.


    Wenn Du im Freien arbeiten kannst, ist Heißluftfön + Spachtel am schnellsten.

    .........und anschließend dem rest mit diesel oder benzin abwaschen ! ! !


    ABER GUT LÜFTEN DABEI . :rolleyes: und nicht rauchen.............. :]:mimimi:

  • Hoi Kevin,


    freut mich das du den Bremsdruck hinbekommen hast.


    Ich habe den noch optisch guten, nicht rissigen und ausgehärteten UB-Schutz an einigen Stellen draufgelassen und ordentlich mit Owatrol eingejaucht.

    Da kommt dann bei mir wieder Schutz auf Bitumenbasis an einigen Stellen drupp….is ja orischinool :-D

    Setzt natürlich voraus, dass du weiterhin diese Art von Schutz nutzen möchtest.

    Hat natürlich auch Nachteile...…

    Ansonsten handeln wie schon beschrieben.


    Cheers


    Matt

    Es gibt nur sehr wenige Probleme, die sich nicht mit der richtigen Anwendung von Explosivstoffen lösen lassen 8-)

  • Update:


    Nachdem was Matt geschrieben hat habe ich mir echt überlegt: warum die Arbeit machen den ganzen Unterbodenschutz zu entfernen? Es gab für mich auch keinen Grund, warum der runter sollte. Nachdem ich erfolglos veschiedene Soda/Eis/ Glasperlenstrahler angefragt hatte und keiner bereit war die Teile zu strahlen habe ich jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und den Unterbodenschutz drauf gelassen.


    Ich werde Schadhafte U-Bodenschutz-Stellen noch grob säubern und anschließend mit gleichem Schutz wieder nachbessern.


    Also gings an die Demontage der Kotflügel..




    und anschließend ans Schleifen, schleifen, schleifen..... Bei mindestens 5 Lackschichten von gefühlt 2mm dicke eine längere Prozedur..





    Und anschließend ans lackieren 8]






    Heute konnte ich es mir nicht nehmen lassen und habe eine erste Anprobe vollzogen. Das Fahrzeug bekommt endlich wieder ein gesicht :laola:





    Werde die Tage die Kotflügel im ausgebauten Zustand fertig vormontieren und muss dafür noch eine ladung Kleinteile abschleifen, lackieren usw. Da hatte ich nach den Kptflüheln und 2 Tage schleifen keine lust mehr drauf. Dafür muss ich noch ein paar verschiedene Bleche Nachbauen. Kontaktkorrosion ist immer wieder ein Thema bei Land Rovern..



    Dann habe ich noch die Türdichtung von der Einstiegsleiste runter geholt und was soll ich sagen... ROST :nono:



    Und dann noch zwei kleine Bleche gemacht um die Futterluke für den Beifahrer zu schließen.. und gleichzeitig die Karosseriemuttern für die Kotflügel in der Spritzwand montiert.


    Wiedermal brauche ich euren Rat:

    Leider lackiere ich mit einem Handelsüblichen Baumarktkompressor. Ich weiß, eigentlich zum lackieren nicht geeignet aber für kleinere Flächen und militärfahrzeuglacke funktioniert der prima. Lackiere ausschließlich mit den Lacken von Militärlacke, habe auch die relativ gute Lackierpistole für ca. 50€ und habe Druckminderer mit Wasserabscheider am Kompressor verbaut. ABER irgendwann fängt der Kompressor an und spuckt mir Kondenswasser mit durch die Pistole. Das ist immer sehr sehr ärgerlich, da es mir immer kleine Wassertropfen auf den LAck bläst, die Düse gelegentlich verstopft und das lackierergebnis dadurch nicht ganz zufriedenstellend wird..


    Was kann ich hier machen um das Kondenswasser vorzubeugen? Habt ihr irgendwelche Tips? Das ist echt mehr als nervig wenn man trotz der ganzen vorarbeit nicht vernünftig lackieren kann. Grundsätzlich lasse ich vorher immer das Wasser aus Kompressor und Abscheider ab. Leider ohne großen erfolg..


    Grüße, Kappes

  • Hier fällt mir nur ein, einen größeren Abscheider zu verwenden und diesen ans Ende Deines Druckluftschlauches zu hängen. Danach noch ein kurzes Stück zur Pistole.


    Hintergrund: Der Kompressor wird sehr heiß, der Tank zumindest warm. Warme Luft speichert mehr Wasser, welches der Abscheider nicht abscheidet. Beim Ausströmen der Luft aus der kleinen Düse entsteht Kälte, weil die Luft sich plötzlich entspannt (endotherme Reaktion) und kann das Wasser nicht mehr halten.


    Du brauchst also VOR dem Abscheider eine Kühlschlange. Ob da ein langer Druckluftschlauch genügt, ist fraglich. Du könntest ihn (5m oder so) in ein Wasserfass mit kaltem Wasser legen, das sollte helfen.

  • Hi Kevin,


    hast du denn auch eine Möglichkeit den Kompressor selbst zu entwässern?

    Hier mal eine kleine Motivation......


    Denke bitte an das Owatrol-Öl. Da es recht teuer ist, kann ich dir nur empfehlen, dass du dir ein ähnliches Gebräu selbst anmischt.

    Oder aber raus mit der Knete und kaufen ;}




    Cheers


    Matt