Munga 4 San mit RKL

  • Servus!


    Also nun zu meiner Frage hmmm

    Gab es den Bw Munga 4 San mit RKL?

    Ich finde einfach keine Fotos davon. Alle sind ohne Blaulicht ausgerüstet. Sicherlich ist der Munga ein Rüstsatzträger und ich habe auch die SoSi und RKL am Munga dran.

    Im Internet finde ich jeden San Munga mit RKL aber originale Fotos leider nicht.

    Habt ihr vielleicht beweißfotos?

    Irgendwo muss es doch herkommen oder ist es nur ein Trend?!hmmm


    Gruß Sven

  • Nach meiner Beobachtung ist das mit der RKL mehr ein Trend. Es gab wenige Munga 4 mit RKL beim Bund. Dort waren häufiger Munga 8 mit RKL und Tonfolge als Feldjäger eingesetzt. Oft sind die "restaurierten" 4er mit RKL in oliv als ex. LSHD/BGS identifizierbar....

    Verstehe nicht warum das jeder meint zu brauchen. Mein LSHD hatte die ab Werk, deshalb hat er die nun auch wieder. Wäre es ein "normaler Munga" hätte ich die weggelassen.


    Ist inzwischen ja langweilig, weil es jeder meint haben zu müssen.


    Gruß

    Seba

  • @Seba, da gebe ich dir recht. Bin am überlegen, ob ich die Sonderanlage mit RKL wieder abrüste.

    Was mich halt interessiert ist, warum mein F91/4 die Löcher für eine Sosi Anlage hat und ebenso die Löcher für die RKL Halterung.

    Laut Munga IG lief er bei den Versorgungsbataillon (Geb) 226.

    und beim Kauf des Mungas waren Rotkreuzkennungen drauf. hmmm


    Gruß Sven

  • Es gab wenige Munga 4 mit RKL beim Bund. Dort waren häufiger Munga 8 mit RKL und Tonfolge als Feldjäger eingesetzt. O

    Bei den Feldjägern liefen F 91/4 mit Blaulicht nur von Ende 1959 bis etwa 1964. Siehe beigefügte Bilder. Vor 1959 hatte kein Feldjägerfahrzeug Blaulicht, weil die entsprechende Änderung der StVZO noch nicht vorhanden war. Nach 1964 fuhren im Feldjägerdienst fast nur noch F 91/8, die wenigen F 91/4 mit Blaulicht waren dann vor allem an der Schule in Sonthofen eingesetzt.
       

  • Guten Abend, Sven,


    Du darfst bei dieser Frage nicht vergessen, dass (d)ein Auto ja nicht die ganze Dienst-Zeit über nur bei einem einzigen Verband geblieben sein muss. Bei mir war es zwar ein Munga 8, aber der Anfang war immer der gleiche: Rüstsatz-Varianten wurden parallel zur Nutzung der Munga 4 und 8 ja erst entwickelt, waren also ab Werk gar nicht bestell bzw. lieferbar. Ist auch bis heute noch so. Lediglich die Vorrüstungen bestimmter Baugruppen (vor allem Elektrik) wurden/werden irgendwann in die Produktion übernommen. Den Rest rüstet die Truppe später in dafür bestimmten Instandsetzungspunkten selbst ein bzw. um.


    Dann kamen also diejenigen Kfz, die als Rüstsatzträger ausersehen waren, in die Versorgungsbataillone (der Brigaden) - wir sprechen von der Heeresstruktur II - und bekamen dort in den 3. (le Inst) Kp'n ihre vorgesehenen Rüstsätze. In Deinem Fall wird es eine Verkehrswarnanlage gewesen sein, so wie bei mir auch. Das heißt aber natürlich nicht, dass das Auto dann auch im VersBtl 226 geblieben ist, sondern dass es, nun mit Rüstsatz, zu seinem vorgesehenen Truppenteil in derselben Brigade überführt wurde. So war das in meinem Fall, beim VersBtl 366 auch.


    Zu der Frage nach den Rotkreuz-Kennzeichen in Verbindung mit der Verkehrswarnanlage am Munga 4 nur mal folgende Überlegung. Ich gebe Dir Recht, dass es so gut wie kein Bildmaterial dazu gibt.

    ABER: Der Munga 4 war das erste und lange Zeit einzige geländegängige Führungsfahrzeug der Bundeswehr. Damit waren also auch die Zugführer bzw. Kompaniechefs der zugegeben wenigen Krankentransportbataillone in den drei Korps und den Krankenkraftwagenzügen der Divisionen ausgerüstet. Alleine in meiner Grundausbildungs-Kaserne in Wetzlar lagen zwei komplette solche Bataillone mit Lkw FORD 3t gl Krkw eingelagert. Wenn alle diese Lkw mit Blaulichtern und Sondersignalanlagen ausgerüstet waren, nur das vorne weg fahrende Führungsfahrzeug nicht, käme das bei einer Kolonnenfahrt schon sehr unglaubwürdig rüber. Führungsfahrzeuge gab es immer und überall grundsätzlich zu wenige. Also wurden diese nicht eingelagert sondern im "V-Vall" - hoffentlich !! - "beigestellt".


    Glücklich schätzen kann sich hier wohl der, der seine taktischen Zeichen Stück für Stück so abtragen kann, dass er die Versetzungen seines Fahrzeugs zwar nicht vom Datuj her, aber vom Standort her nachvollziehen kann.Die Munga-IG kann hier immer nur den Startpunkt liefern.


    Gruß, Wolf

  • Guten Abend, Wolf :-)


    Das ist natürlich sehr interessant. Danke schonmal für deine Informationen! Leider war es bei meinem Munga nicht mehr möglich, andere Taktische Zeichen zu erkennen. Also ist es nach deiner Aussage möglich gewesen, das Führungsfahrzeuge im San mit Verkehrswarnanlagen und blauer RKL ausgestattet waren.


    Falls irgendjemand ein Original Foto hat, bitte diese Informationen weiter geben.


    Ich habe hier z.b. ein Foto, wo man die "Verkehrswarnanlage" sieht.

    Könnte die Halterung mit einem blauem Blinklicht versehen sein oder doch nur ein Zusatz/Suchscheinwerfer?


    Gruß Sven


  • Guten Morgen, Sven,


    aber bitte Vorsicht! Lass Dich nicht in eine falsche Richtung verleiten. Genau deshalb habe ich diese Bilder nicht gebracht. Es ist ein Munga 4 aus der Truppenerprobung des "Rüstsatzes Sanität". Natürlich hätte der in jedem Falle als "Behelfskrankenwagen" auch eine Verkehrswarnanlage gehabt. Doch Du suchst ja genau nicht diese Fahrzeuge sondern die Munga 4 OHNE Tragenhalterung, aber mit Verkehrsawarnanlage.


    Der M4 hat diesen Rüstsatz ja nie serienmäßig bekommen, aber erprobt wurde er. Eingeführt wurde der RS dann gleich auf dem Munga 8. So erging es meinem.


    Mein Ansatz ist nun der, zu überlegen, wo denn ggf. Munga 4 - außerhalb der Feldjägertruppe, dazu hat Prospero dankenswerterweise alles gesagt - mit Verkehrswarnanlage und Rot-Kreuzmarkierungen im Einsatz gewesen sein können. Und da fällt mir nur die Sanitätstruppe selbst ein mit den Krankenkraftwagenzügen der Krankentransportkompanien oder Sanitätsbataillone. Aber das ist nur logisch gedacht von mir. Vielleicht hatten sie in der Realität dann doch nur handelsübliche Auto Union 1000 oder VW Käfer.


    Das zu meinen Überlegungen.


    Gruß, Wolf

  • Ihr solltet überlegen, wo besondere Eile geboten und damit eine Verkerhswarnanlage nötig sein könnte.


    Zur Kenntlichmachung von Kolonnen eines KrKw-Zuges dienen auch die üblichen Flaggen. Blaulicht ist dafür nett, aber nicht entscheidend.

    Es sollte das einzelne Fahrzeug betrachtet werden.

    Ohne Tragenhalterung ist besondere Eile nur bei Ärzten in einer Art Notarztfunktion denkbar.

    Vielleicht mal in Richtung Fliegerarzt gucken? Der Truppenarzt oder Standortarzt braucht sowas eher nicht.

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Moin

    Also das mit dem Fliegerarzt könnte schon sein aber leider auch hierzu keine Fotos gefunden. Der VW 181 hat hier auch keine RKL.

    Selbst wenn meiner eine Feldtragenhalterung hätte, dazu gibt es auch keine Fotos von :no:

    Ich möchte gerne nicht einfach was dran haben, was es nicht Original gab, obwohl es schick aussieht :-D

    Bin halt von vielen San Mungas ausgegangen, die so gerüstet sind.


    v8monster war dein Munga San mit RKL beim kauf schon ausgestattet? Hast du eventuell ne Idee oder einfach selbst nachgerüstet? hmmm


    Gruß, Sven

  • Es gibt dafür eigene Halterungen zumindest für die Feldjäger Schilder.

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Ist im Ersatzteilkatalog aufgeführt, sollte es bei der Munga Ig noch geben.


    mfg Patrick

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  • Es gibt dafür eigene Halterungen zumindest für die Feldjäger Schilder.

    Aber nur für den F 91/8.
            
    Man beachte auch die unterschiedliche Anbringung der Schilder. 3 x oberhalb des Astabweiserbügel, 1 x darunter, direkt vor dem Kühler.

    Beim F 91/4 war der Schriftzug "Feldjäger" mit schwarzen Buchstaben auf einem weißen Band direkt unter der Windschutzscheibe auf das Blech schabloniert.

       

    Apropos - anfangs hatten die Feldjägerfahrzeuge keine Beschriftung, diese wurde anscheinend erst ab Mitte 1958 angebracht. Das Bid ist vom April 1958.

  • Die frühen Munga 4 hatten noch keine Lüftungsklappe im Scheibenrahmen, deshalb war die Kennzeichnung Direkt auf dem Rahmen.

    Später kam dann die Ausführung mit Klappe, welche dann am sowohl am Munga 4, als auch am Munga 8 Verwendung fand.


    Fliegerarzt kenn ich jetzt vom Munga nicht, wohl aber Schilder mit der Aufschrift ``Panzer´´ oder ´``Kolonne´´.


    An meinem Munga 4 (StKp- PzGrenBrig 17) wurde nachträglich bei der Truppe eine Gelbe RKL angebracht um bei Kolonnenfahrt absichern zu können.

    (Truppenintern angebrachte Löcher für den Schalter und die Kontroll-Leuchte im Armaturenbrett abweichend von den Löchern ``ab Werk´´).

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Moin Sven,


    das ist aber ein übler Murks! Es gibt haufenweise Beispiele von vermischten Rüstsätzen, leider sogar bei der Munga-IG.


    Hier dürfte das Basisfahrzeug ein RS-Träger "Sanität" sein, wie er halt als Hilfs-Krankenwagen im SanTrp jeder Kompanie zu finden war. Den Stützbügel über der Pritsche hinten kenne ich allerdings nur vom RS-Träger "Leichtgeschütz". Der hat hier ganz sicher nichts zu suchen. Mit dem - hier fehlenden - RS "Sanität" (Krankentragenhalterung) hat der Bügel jedenfalls nichts zu tun.


    Gruß, Wolf