Motorhaube verstärken und begehbar machen

  • bin für jede Anregung dankbar

    Moin,

    jetzt ist es zwar zu spät, aber ich hätte das ganze mit einer GFK-Haube ausgeführt. Die Verbindung deiner Verstärkung mit der Haube wäre dann noch kraftschlüssiger, und die Haube ist recht preisgünstig.

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    ...könnte man irgendwie die Kotflügel des FK20-Anhängers nachfertigen?

    Bei dem Anhänger sind doch Standard-Kotflügel von Dunlop montiert. Warum den Aufwand betreiben wenn's die Dinger für kleines Geld gibt?

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Oh das ist wirklich günstig. Beim Lackieren entsteht immer das Problem den richtigen Farbton und Vergilbungsgrad zu treffen, sonst kann man gleich alles machen.

    Danke recht schön für den link. Vielleicht backe ich mir dann daraus etwas zusammen, wenn mir das andere Ergebnis nicht gefällt:thumbsup:

  • Hallo Till, das Problem ist leider etwas komplexer. Mit dem stumpmatten Lack habe ich schon öfter lackiert und als Schreiner geht das auch ganz gut, da ich schon etwas Erfahrung mitbringe. Nur letztendlich gefällt mir mein etwas zerbeultes Blechfahrzeug sehr gut und deshalb möchte ich eigentlich keine Fremdbauteile verbauen, wenn es noch nicht nötig ist. Deshalb muss die alte Haube drauf bleiben und das Gesamtkunstwerk wie ein Denkmal geschützt werden. Hört sich verrückt an, ist aber mein Ziel. Andererseits möchte ich eben auch gerne lässig mal auf der Haube sitzen ohne sie weiter zu zerstören und dazu brauche ich eine möglichst leichte und unauffällige Konstruktion im Hintergrund oder hier Untergrund. Wenn das nicht klappt verkaufe ich eben die Form wieder und die Platte findet wahrscheinlich auch irgendwo einen Liebhaber. Die Idee diese an eine andere Haube zu laminieren finde ich auch recht gut, da die GFK Haube wirklich günstig ist. Naja mal sehn wie mein Experiment weiter verläuft.Morgen gehts vielleicht schon weiter.

    Vielen Dank für Eure Anregungen:thumbsup:

  • Hi,


    ich verstehe es - ich würde auch ungerne eine andere Haube verbauen. Ich bin jedoch kein Hauben-Sitzer. Entweder lege ich mir 2 Dielen auf die Blache und mache dort einen Mittagschlaf oder ich sitze halt auf dem Boden ;)

  • Die GFK Haube ist ja sehr preisgünstig.

    Ich bin kein Laminierfachmann. Ich habe nur große Industrieböden und Wände mit Kunstharzbeschichtungen überzogen, bisschen Modellbau, bisschen Klärwerkswände mit GFK beschichtet, bisschen Teichfilterbau...


    Arbeitsschutz ist hier ganz wichtig. Brille, Maske, Einweganzug, Hautschutzcreme und vor allem Harzfeste Handschuhe.

    Speziell die Härtekomponenten sind sehr aggressiv. Nicht essen, trinken oder rauchen während der Arbeiten.#

    Absolute Allergiegefahr etc...ich kenne da einige, die das auf die leichte Schulter nahmen...


    Ich pers. bevorzuge immer lösemittelfreies Epoxydharz zum laminieren. Polyesterhatz stinkt mir zu sehr.

    Es soll auch wohl so sein, daß wenn die Haube zum Beispiel in Polyester gebaut wurde, dann sollte man dort auch mit Polyester weiterarbeiten und nicht mit Epox. Also im Harzsystem bleiben. Ist aber ggf. Hörensagen.



    Gelcoat hat luftseitig aushärtendeine leicht klebrige Oberfläche für weiteren Schichtaufbau etc.


    Topcoat ist die Endbeschichtung und hat dann eine nicht klebrige Oberfläche luftseitig.

    Weil Du ja als letzte Schicht auf die offenen Waben eine Lage Fasermatte aufklebst, wird überschüssiges Harz über die Waben nach unten laufen.

    Vielleicht kannst Du ja ein wenig des Harzes, was Du auf die Waben aufträgst, mit einem Stellmittel (weißes Pulver) andicken und dann das Gewebe rüberlegen.


    Die letzte Gewebelage dann nett mit Harz eintränken (Rolle, Gummieschieber).

    Etwas andrücken geht auch. PE-Folie hält nicht auf dem GFK.

    Diese PE Folie über das frisch laminierte GFK Folie drauf, was weiches, flexibles zum Druck verteilen (Filz, Gummi), dünne Sperrholzplatte und beschweren.


    Zum Schluss wenn Du magst TopCoat drüber. Das kannst Du auch einfärben.


    Meine Haube hat auch ALu- Riffelblech draufgenietet. Hat der Vorbesitzer gemacht...ich weiß somit leider nicht 100% wie es darunter aussieht...

    Mir pers. wäre die glatte Haube außen original auch lieber. Oder ich würde generell mit Einnietmuttern in der Haube arbeiten oder nur aufkleben.

    Das Wabensandwich ist eine gute Idee. Vielleicht kannst Du noch die originalen "Metall Spannbänder" welche die Haube von unten Stützen so modifizieren, daß sie noch zusätzlich gegendrücken.


    Viel Spaß

  • Hallo Thorsten, du scheinst ja doch schon eine Menge Erfahrung mit dem Material zu haben. Hätte ich dich mal früher gefragt:rolleyes:

    Könnte ich die Gelcoatschicht auch lackieren eventuell mit DD Lack oder ist die Oberfläche zu glatt. Ich habe leider kein Topcoat, möchte aber keine klebrige Oberfläche haben.

    Ich hoffe das wird was. Habe heute das Gewebe drauf laminiert. Bin sehr gespannt. Könnte ich in die Gelcoatschicht auch noch ein Gewebe einbringen?

    Vielen Dank für deine Hilfe,

    Bodo

  • das Gelcoat wird zum Topcoat wenn man ein Wachs zumischt.

    Dann ist die Oberfläche nicht mehr klebrig aber glatt

    Entfetten wegen der Wachsrückstände mit Silikonentferner und anschleifen für die Endlackierung.

    Kurz vor dem lackieren entfetten..


    Oder Du färbst das Topcoat ein und bist fertig.

    In das Topcoat kommt kein Gewebe mehr rein. das ist die Endbeschichtung.


    Du kannst aber Morgen kurz anschleifen und noch eine Gewebelage rüber wenn es sein muss....

    Vielleicht reicht es eigentlich so jetzt aus und es wird nur schwerer....

    Da ist nur Zugbeanspruchung drauf.

    800gr Gewebelage??

    Das reicht.


    Spannender wird der Rand.

    Du bekommst verm. das Gewebe nicht 90grad umgelegt.

    Zu steif..und verharzt .


    Du kannst aber z.B. die jetzt obere Gewebelage mit z.B. 3...4 mm Überstand über der Wabe absägen.

    Die Kamte kannst Du mit einer Harzmischung plus Stellmittel plus Glasfaserschnipsel auffüllen und verschleifen.


    Oder besser aus der Form raus....Ober und Unterlage mit 3mm Überstand absägen.

    Dann Platte senkrecht stellen...nur obere Kante auffüllen

    Anziehen lassen..

    90 grad drehen....nächste Kante


    Du kannst dem Harz auch ein Tröpchen Beschleuniger zugeben.

    Dann wird es schneller fest....Vorsicht..nicht zuviel anrühren.


    Harz anmischen...Löffel Stellmittel...Glasfaserschnipsel

    Für GFK sägen gibt es spezielle Stichsägeblätter von Bosch z.B.


    Statt der Glasfaserschnipsel gehen glaube ich auch Baumwollflocken.. ..

    Lässt sich besser schleifen.


    Wenn der Rand fertig und angeschliffen ist...

    Topcoat rauf.

    Letzten GFK Krempel hatte ich bei 3..2. 1.harzprofi 24 oder so gekauft.

    Die haben alles da...


    Vorsicht .. nur Hobbyerfahrungen.....

  • Da sprechen die Profis.


    Mal ne Frage,

    warum muss die Motorhaube begehbar sein ?

    Bei einem Unfall sollte die auch ein gewisses Mass an Verformungsenergie aufnehmen.


    Wenn die schon zusätzliche Last aufnehmen kann, wohin wird die Kraft abgeleitet ?


    Im Prinzip sehe ich da zunächst die haubenscharniere und den Schlossträgerbereich.

    Sollte man vielleicht noch eine Abstützung auf die Verbindung Stehwand / Kotflügel vorsehen...


    Ich find die Ausführung von Thorsten sehr professionell in Planung und Ausführung.


    Interessannter wäre eine Komplette Motorhaube in laminiertem KFK, ist bestimmt noch stabiler und leichter

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Ich habe selber so ein Sandwich noch nie laminiert. Aber ein Freund hat mal so ähnlich ein Kitesurfboard selber gebaut.

    Ist prinzipiell nix anderes....

    Das Prinzip ist auch dort immer das gleiche....Kern aus Schaum, Wabe oder Holz plus Ober- und Unterlaminat.

    Was ein solches, "dünnes" Brett an Belastungen aushält, ist enorm...


    Hier findest Du als Beispiel die "Zuschlagstoffe", Glasfaserschnipseln Baumwollflocken.. Verdickungs (Thixotropier)mittel

    http://www.ebaystores.de/phd-2…_F%C3%BCllstoffe&dS=true&


    Farbpasten in RAL zum Einfärben des Topcoats

    http://www.ebaystores.de/phd-24?keyword=cross_Farbpaste&


    Da hatte ich mal gekauft gehabt. Gibt aber zig Bezugsquellen....


    Wenn man auf der letzten Laminatschicht ein sog. Abreißgewebe drüber legt....hat man eine schönere Oberfläche, die gleich fertig fürs Topcoat ist.

    NAch dem aushärten wird die einfach "abgerissen", weil sich das Gewebe nicht mit dem Harz verbindet.

    Bei sehr einfacheren Geschichten nahm ich da PE Baufolie.....


    Mach das Topcoat nicht zu dünne beim auftragen. 0,2-0,3mm.....dicker geht immer.

    Und schön sorgsam die Harz und Härter abwiegen.


    Ich würde das Topcoat in RAL einfärben und fertig.

  • 800gr Gewebelage ist drauf. Ich denke die Platte kommt morgen oder übermorgen aus der Form und dann werde ich die Kante mit der Kreissäge begradigen und auffüllen, wie du vorgeschlagen hast. Das gibt einen sauberen Abschluss und die Größe passt auch noch. Das Gelcoat wird eingefärbt. Könnte ich mir auch selbst ein paar Flocken schnipseln aus der Matte? Müsste doch eigentlich gehen, da ich eine gute Schere mit Microzahnung verwende? Was meinst du?

    Friedrich: die Motorhaube möchte ich nur besitzen und sie soll optisch und vom Material möglichst so bleiben wie sie ist.

    Klingt komisch, aber jeder hat so seinen Fetzer. Aber dadurch entsteht die Motivation etwas Neues zu lernen :-)

  • Das Kreissägeblatt kannst Du ggf. hinterher wegwerfen. Das brennt weg....GFK...

    Mit Hartmetallzähnen hält es länger. Für feine Holzarbeiten....schärfen lassen.

    Ich hatte auch mal versucht GFK mit Stichsägeblättern aller Arten zu sägen...nach 15cm ist so ein Blatt zahnlos...

    Nur die speziellen für GFK hielten länger durch und es war ein erträgliches Arbeiten.


    Schleifen und sägen von GFK...Maske..Brille, ggf. Absaugung.

    Ich bin ja oft so... etwas schlampig in Sachen Arbeitsschutz... aber bei diesem Material bin ich sehr vorsichtig ....geworden.


    Das Abreißgewebe hätte auf das frische Laminat raufgemusst.

    Noch eine 800g Lage würde ich dort nicht auflaminieren.


    Paraffin kann man dem Gelcoat zusetzen, damit es klebefrei als Tpcoat aushärtet. Wachs war etwas falsch.


    Wenn das Gewebe richtig gut und ordentlich aussieht, dann kann man auch nur klares Topcoat drüber rollen.

  • Sind zwei bis vier Schnitte mit 100cm Länge. Ich habe nur hartmetallbestückte Sägeblätter. Womit könnte ich diese Platte sonst zuschneiden? Metallsägeblatt?

    Oder zerstört die Faserstruktur, wie ein Schnittschutz auch dieses Blatt?

    Ich freue mich auf deine Erfahrungen?

  • Ich hatte nur eine Stichsäge im Einsatz.

    Ob Holz oder Eisenblatt..egal. Die glühen schnell weg.

    Die für GFK waren mit HM Zähnen bestückt.


    Das Sägen macht nat. nur Sinn, wenn das Gewebe mit Harz dort durchtränkt und fest ist.


    Musst Du probieren und ggf. ein stumpfes HM Kreissöfeblatt hinterher in Kauf nehmen.

    Das kann man wieder schärfen...

  • Also...

    Wenn ich mir alle Informationen anschaue und den Preis einer GFK-Motorhaube betrachte - warum sollte man sie nicht auf Maß zuschneiden und mit Nieten als zweite Schicht innerhalb der eigentlichen Motorhaube ausstatten - waren die bei Mercedes erhältlichen Kits nicht viel anders als diese Art von Option - nur eine Schnapsidee, aber ein sicherer, schneller und effektiver Weg, die gleiche :/

    Ich sollte diese Option für meinen Wolf sicherlich in Betracht ziehen8]

  • Es besteht natürlich die Gefahr, daß beim sägen das Laminat von der Wabe abgerissen wird am Rand.

    Vielleicht füllst Du vorher den Rand wie von mir beschrieben mit Epox, Stellmittel und Baumwollflocken.


    Dann ist das dort schon einmal etwas sicherer und der Rand wäre schon ferig.

    Das Epox mit Baumwollflocken am Rand macht der Säge keinen Ärger. Es sind eher die Glasfasern.