Schutzleiste aufarbeiten

  • Hallo,


    da ich meinen Wolf zukünftig mit grüner Karosse und schwarzen Anbauteilen bewegen möchte (habe hier im Forum schöne Beispiele gesehen), musste ich die Schutzleisten rundum aufarbeiten. Zuerst habe ich diese abgeschliffen, erst 120er, dann 240er und zum Schluss mit 400er Schleifpapier. Danach habe ich einen Probelauf mit normalen 1K Sprühlack gemacht, war aber mit dem Ergebnis in sofern nicht zufrieden, dass bei Druck auf die Gummileisten der Lack wie befürchtet Risse bekam. Dann habe ich mir Sprühfolie von Raidhp geholt und insgesamt 6 Lagen auf die Leisten aufgebracht.


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    Das Ergebnis hat mich überzeugt, die Leisten sehen aus wie neu und sind absolut unempfindlich gegenüber Druck und kratzen mit dem Fingernagel. Wenn sich das auf Dauer bestätigt kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Mal sehen wie es nach den ersten Kontakt mit Büschen, Dornen und Ästen aussieht.


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    Um alle Leisten mit 6 Lagen zu versehen braucht man 1,5 Dosen á 400ml.


    Gruß Lupus

    Wer glaubt, führen zu können, ohne dass Ihm die Leute folgen, geht nur spazieren.

  • Das ist interessant, danke für den Tip.


    Mein Wolf hatte gefühlt 10 verschiedene Farbschichten auf den Leisten die bei jedem Kontakt Risse bekommen haben und auch stellenweise

    abgeblättert sind. Da er auch einfärbig Grün werden sollte wollte ich die Leisten auch rein Schwarz haben.


    Ich habe sie dann sandgestrahlt was auch phänomenal gut funktioniert hat.

    Das geht natürlich nur wenn der Gummi drunter nicht porös geworden ist.


    lg Richard

  • Das Ergebnis sieht erst mal gut aus. Und klingt laut Beschreibung auch dauerelastisch.

    „Neue Besen kehren gut“ wie man so sagt.

    Da auf der Dose „wiederablösbar“ steht, bin ich ebenfalls auf die Beständigkeit gespannt.

    Interessantes Produkt, danke für den Tip.

  • Ich hab das erst mal ganz einfach gemacht. hab stellenweise Lackreste abgekratzt ,dann mit Bremsenreiniger und aceton abgerieben.

    Anschliessend haben die dann eine dünne Schicht Silikonfett abbekommen. das sieht auch ganz gut aus.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

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  • Heute hab ich eine Nagelneue Schutzleiste aus Polen bekommen und zwar für vorne am Kotflügel.

    optisch sieht das Ding aus wie original, ist aber anscheined aus Pu....

    Aussen Mattschwarz lackiert. werde mal ergründen wie das aufgebaut ist, Die Löcher für die Schrauben sind gebohrt .

    War für kleines Geld bei Allegro.Pl zu bekommen.


    Werde bei Gelegenheit ein Foto einstellen.

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  • Hier die Bilder


    Die Leisten sind aus PU-Schaum aber noch flexibel und leichter wie original. optisch identisch.

    Anscheinend hat man die originalen abgeformt und in Pu nachgefertigt.

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  • War für kleines Geld bei Allegro.Pl zu bekommen.


    Die Leisten sind aus PU-Schaum aber noch flexibel und leichter wie original. optisch identisch. Anscheinend hat man die originalen abgeformt und in Pu nachgefertigt.

    Hallo Friedrich, danke für die Fotos, das sieht wirklich gut aus, kannst Du das Angebot direkt hier verlinken ? Da ich leider nicht Polnisch spreche /schreibe, finde ich es nicht auf der Seite :-( DANKE !

  • ich kann auch kein polnisch. dafür gibts den Google übersetzer.

    Und Freunde aus Polen, die haben das letztendlich dort bestellt.

    Du kommst aber auch weiter wenn du die Original MB-Nummer angiebst.Ich hab noch nicht rausgefunden wer die produziert .

    Man müsste auch mal in Rumänien und Bulgarien suchen.

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  • Ich habe mir auch neue Leisten gegönnt, Lohnerhöhung sei Dank.

    Eine hintere ging bei mir gar nicht mehr ab, so verrostet waren die Schrauben.


    Eine feldmäßige Instandsetzung habe ich bei der anderen gefunden. Da hat einer wohl etwas Langeweile gehabt.

    Ich denke mal hier wird es für so Schmuddeldinger kein Interesse geben?

    Hab se mal bei eBay rein getan, mal schauen, ob die überhaupt was bringen:streb:

  • Heute hab ich mal eine rostige Leiste von vorne auseinandergenommen..A460..862)

    Das Ding war nach einem Rempler genau wie der Kotflügel mehrfach verknickt. Wurde dann gerichtet .


    Neben dem ganzen Rost ist mir aufgefallen das selbst intakte Bereiche nicht aufvulkanisiert waren.

    Eingelegt hat man da eine 20mm x 5mm x 1,5 U-schiene verzinkt. Das hatte Jens ja schon geschrieben.

    Aber zwischen den Bohrungen waren noch weiße Reste eines Klebstoffs von ca. 8 cm Länge zu erkennen.

    Die Schiene wird also nur gehalten von diesen Klebestellen und der Gummideckschicht. Vollflächig schien da keine Verbindung zu sein.

    Ich hätte demzufolge auch einen Y-Y Schnitt längst der Mitte ansetzen können . Die Schiene hätte man dann auch entnehmen können.

    Dann das ganze penibel gereinigt , eine neue Schiene eingelegt und verklebt . Ähnliches Material allerdings aus 2- 2,5 mm .

    Aber das wurde ja auch schon geschrieben. Die Deckschicht wieder umgeklappt und auch verklebt.

    Vorteil. die Gummileiste hält allein durch den Anpressdruck der Befestigungsschrauben und der Klebung auf der Edelstahlschiene.


    Wenn man erstere Lösung ausgewählt hat, dann besteht die Möglichkeit links und rechts quer zu der Edelstahlschiene ca. 5mm tiefe Sacklöcher zu setzen.

    Mit 30 mm 2mm lange Edelstahlschweissdrahtabschnitten ließe sich dann die Schiene mit dem Gummi verklemmen.


    Würde das auch mit Kaltvulkmasse gehen ? Oder ist da dieser Pu-Kleber 1. Wahl bzw. welchen Pi-Kleber nimmt man da


    Lange Rede kurzr Sinn , das werd ich ausprobieren.

    :pfeif:

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  • "PU- Kleber" wie z.B. Sikaflex 221 oder 221i habe ich etliche Kisten auf EPDM-Folie/ Gummi mal verarbeitet. Es ging da aber bewusst nur um "fixieren".

    Für die Haltbarkeit generell ist es wichtig aufrauhen, entfetten und ggf. mit einem Primer (Gibts auch von SIKA) zu arbeiten.


    Eigentlich wie immer, wenn man ordentlich kleben will. Die Variante" olle Rostschiene" komplett raus, VA rein und PU sieht sehr ordentlich aus.

    Danke Jottka!

    Jetzt habe ich einen weiteren Punkt, an dem ich meinen G mal auf Korrosionsschäden überprüfen kann.

    Vielleicht findet ja jemand dazu passende "VA-Profile" im Netz.


    Die Verbindung Gummi und Stahl findet man auch an manchen Silentblöcken. Da gammelt der galv. verzinkte anvulkanisierte Stahl gerne weg.

    Unter dem Kühler unten, Halterung Kühlermaske unten.....

  • Das sind ja schon mal vernünftige Erfahrungswerte.


    (Im freien handel gibts Silentblöcke aus Gummi/Edelstahl. Unten am Kühler müssen nicht unbedingt Silentblöcke verarbeitet werden.

    Das geht dort auch mit Gewindehülsen oder Stehbolzen und aufgelegten Gummischeiben.)


    Als material für diese Schienen wären auch Kunsstoffprofile denkbar. Im Grunde genommen haben Sie ja nur die Aufgabe die über 30 Jahre alten

    und immer noch sehr flexiblen Gummileistem zu stabilisieren. Den Halt der Leisten könnte man auch durch Klemmung in den Bohrlöchern erreichen.

    Denkbar sind da kegelabschnittförmige Hülsen oder etwas übermassige Scheiben .

    es gibt da bestimmt noch mehr Ideen.


    recht günstig könnte sowas sein


    https://www.ebay.de/itm/Flachs…id=p2386202.c100677.m4598

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    :wolf:


    :barett-sch:

  • Friedrich und ThorstenC :

    Nur zu, ihr beiden Experten ;-) , was hält euch davon ab eure Theorien in die Tat umzusetzen?!

    Von der Veröffentlichung irgendwelcher Links wird die Reparatur auch nicht besser oder schneller, da braucht es Praktiker und Entschlusskraft.


    Friedrich : Du hast die Achsreparatur so gut hinbekommen, mach' das auch mit den Scheuerleisten. Viele Wege führen nach Rom, und am Schluß kann man sehen was am besten geht.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Hallo Jens,

    da geb ich dir vollkommen recht.

    Deinen Level in der Handhabung von Blech kann man nur bewundern, da werd ich niemals hinkommen.

    Material hab ich bestellt. Bei dem Kleber bin ich mir noch unschlüssig, da ich damit absolut keine Erfahrung habe.

    Ich dachte auch schon mal über die Verwendung von flexiblem Kleber auf Cyanacrylatbasis nach .


    Was hast du denn verwendet ?

    Bei Sika hab ich die verschiedensten Systeme angeschaut.

    Weicon bieet einen 2K Kleber an der zur befestigung von Gummi auf metallflächen verwendung findet, wo konstrultiv keine Dichtungsnuten vorgesehen sind.

    Und dann gits da noch Truflex Pang Pangit A+B Kaltvulkmasse

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    :wolf:


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  • Was hast du denn verwendet ?

    Ganz gewöhnliche einkomponentige Klebe- und Dichtmasse auf Polyurethanbasis aus der Kartusche. Damit klebe ich auch nichttragende Karosseriebleche an bzw dichte die Nähte damit ab. Dauert zwar etwas bis dickere Schichten durchgehärtet sind, klebt aber mördermäßig gut und ist danach nicht wabbelig wie z.B. Silikon.

    Es muß nicht immer SikaFlex sein.


    Wenn sich das irgendwann lösen sollte, was ich aber nicht erwarte denn eine Scheuerleiste muß keiner Belastung widerstehen, mach' ich es neu und nehme etwas anderes zum Kleben.


    „Versuch macht kluch!“, wie wir im Norden sagen.;-)

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin.

    Wenn neue oder alte Schutzleisten montiert werden, sollte man die Kunststoffclips im Blech und die Schrauben satt mit Wachs oder Fett einsetzen.


    Wasser läuft von aussen dort gerne nach Innen durch Blech.


    Ich habe an diesen Stellen Innen ein paar folgenlose Pfützen gesehen.