Die ewige Schrauberei

  • Genau. Mein G hat auch eine solche LiMa und einen Akku mit bummelig 100 Ah. Nicht verwechseln, die LiMa wird mit Leistung angegeben, der Akku mit Kapazität.


    Heute hab' ich den Stabi montiert und für die Wasserabläufe in meinem Schweller-Rechteckrohr Abweiser angeschweißt. Bei meinem momentanen Vollzeitjob reicht es am Nachmittag nur noch für ein bisschen Fummelkram. Der muß aber auch erledigt werden bevor lackiert wird.

     


    Hergestellt sind die kleinen Biester aus Edelstahl weil ich erwarte, daß die immer blankgescheuert sein werden. Mal sehen ob sich das bewährt und die Ablaufstopfen im Schweller bleiben.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Genau, schonend wird ein Bleiakku ja mit 1/10 C geladen . bei einem 100Ah Akku wären das 10 A Ladestrom in 10 Stunden.

    Der Ladestrom wird begrenzt durch den Innenwiderstand der Batterie über den ganzen Ladeprozess.

    Der Generator schafft das allemal, zumal Bleiakkus immer fast vollgeladen betrieben werden.

    Der Generator lifert dir konstannt 600 W an Leistung. das sollte für das Radio und die Beleuchtung allemal ausreichen.

  • für den wellendichtring im achsgehäuse kannst du auch einen handelsüblichen wellendichtring


    38bis40 x 50 x 8 mit metallkäfig nehmen.

    Moin,

    ist das der Wellendichring durch den die Antriebswelle im Achsgehäuse geht? Vom Rad aus gesehen hinter der Antriebswellenmanschette und vor dem gelöcherten Lagerring im Achsrohr?


    Die sog. Achskopfmanschette aus dem Hause SKF habe ich gerade von meinem Haus- und Hofhändler Matthies als lagernde Ware bekommen. Der Satz beinhaltet die Manschette, Fett und die Schellen samt Sicherungsring. Genauso wie vor zig Jahren und ich bin froh darüber. Wie lange habe ich keine „homochinesischen Gelenke“ mehr abgeschlagen und wieder eingetrieben...

    Hab' ich im letzten Jahrtausend regelmäßig gemacht. Keine Ahnung wie die Leute die Manschetten bei Straßenfahrzeugen kaputtgefahren haben. Ich freu' mich 'drauf endlich wieder Molykotefett an den Händen zu haben :pinch:

    Papierdichtung und Kunststoffring sind beim Sternehändler geordert. Montiert wird nach Werkstatthandbuch Wolf Teil II.


    PS Die Liste der Sachen die nicht oder noch nicht instandgesetzt habe wird immer kürzer: Motor, Hinterachse, Lenkgetriebe 8)

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Der Wellendichtring von febest 50,25 x38,25 x 7,95 für das Achsrohr vor der Sinterbuchse trägt die Bezeichnung


    95GCY-40500808X Febest

    A0099972847


    der günstigste Lieferant: 18 EUR das Stück. bei MB ca. 42 EUR das Stück

    https://pkw-ersatzteile24.de/d…CY-40500808X&inc_subcat=1


    Es passt aber auch ein Wellendichtring 40 x 50 x 8 bzw. 38 x 50 x 8


    hatte mir die spasseshalber auch bestellt (2,39 EUR) und vermessen. Du musst dur darauf achten, das die ein wenig übermass haben wegen Presspassung

    Aussen Stahlkäfig . NBR 80 oder FPM

  • Was draufstand weiss ich nicht mehr.

    aber der war absolut identisch mit dem Wellendichtring von Febest oben, kein Unterschied.

    lass dich nicht durch die abbildung in dem Link täuschen, die Dichtringe sind in Farbe Form und Ausführung identisch.

    Schätze mal das war eine CS Ausführung. Hab die letztendlich auch verbaut.


    Hier der Herstellerlink zu dem Dichtring, eine exacte bemassung ist dort auch

    https://shop.febest.eu/de/%C3%…50x8-95gcy-40500808x.html



    bei ebay bietet einer sowas an......ist aber nur ein 40 x50 x 8 Wellendichtring FKM......viel zu teuer.

    https://www.ebay.de/itm/Wellen…c0fccd:g:pzwAAOSwOANcxyHP

  • Moin,

    danke für das Maß. Ich kaufe solche Sachen vor Ort ein. Das ist verlässlich und preisgünstig.


    Heute hab' ich die Alu-„Scheibenersatz“-Platten grundiert und den Basislack 8027 lederbraun stumpfmatt lackiert. Wenn das Wetter hält kommt morgen der seidenmatte Klarlack drauf. Hier ist der Lack noch nicht ganz durchgehärtet, deshalb die dunklen Stellen.


    Dann noch ein bisschen Lärm gemacht.

    An alle, die eine Rücksitzbank verbaut haben, also in der Mehrheit G-Besitzer. Ich weiß nicht ob die Dänen, Niederländer, Österreicher und Schweizer so etwas haben. Die Auflage an den Radläufen innen beim Modell mit 2400 mm Radstand:


    Wenn die Schweißnähte richtig üppig mit Dichtmittel ab Werk zugekleistert sind, wie auf diesem Bild mit dem Drehlagerblech hinter den Vordersitzen


    kann es sein, daß darunter alles verfault ist


    Diese Stelle ist durchgegammelt weil Dreck und Feuchtigkeit zwar eindringen, aber durch zugekleisterte Sicken nicht mehr herauskommen konnte. Die Schweißnähte sind an diesen Blechen bei meiner Kiste die reine Katastrophe. Da hatte einer vom Werk das Schweißen geübt.X( Die graue Rostschutzgrundierung war nämlich zwischen den Blechlagen des Radhauses und des Konsolenblechs noch gut sichtbar vorhanden.

    Auf der rechten Seite sieht es von außen rostfrei aus. Dort ist auch nicht so viel Masse aufgetragen.

    Gruß Jens


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  • Am besten hätten die die sache durch vernünftige Löcher offen gelassen.

    Die schweizer mit längssitzbänken haben das nicht. Aber in die Rinne vor dem Radkasten sollte man vielleicht ein Loch Bohren und das nach Aussen aufdornen.


    Die Wellendichtringe sind übrigens keine Stino-Ware. Die Bauform ist CS und die Dichtlippen sind entweder NBR 80 oder Viton/FKM.

  • Moin,

    so, das Radhaus ist wieder (mehr oder weniger) zu. Die Nähte noch durchschweißen und beiputzen. Dann ist auch diese Gammelecke für die Zukunft vorbereitet.


    So sah es zu Beginn aus als das Seitenteil weggeschnitten war:


    Und das ist das, was ich daraus gemacht habe:


    Von unten ist diese Ecke nicht mehr zerklüftet sondern glatt.

    Gruß Jens


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  • Moin,


    Steyr-Daimler-Puch und Daimler-Benz waren für die Entwicklung zuständig.


    Die Gelände-Fahrzeug GmbH" (GFG) war bis 1981 für die Produktion zuständig, dann hat Daimler-Benz den 50%-Anteil den Grazern verkauft. Seit diesem Zeitpunkt sind alle als MB verkauften Fahrzeuge im Lohn gefertigt.


    Die aktuelle GFG hat nichts damit zu tun, die haben einen Vintage-Namen gekrallt.

  • Bist du jetzt einmal rum mit dem "entgammeln"?


    Beste Grüße

    Moin,

    so weit ja. Ich ersetze aber noch den linken Schweller, genau wie auf der rechten Seite, aus Gründen der Symmetrie.

    Den hatte ich, genau wie rechts, vor 6 Jahren instandgesetzt, da der G an den Schwellerenen immer wieder aufgebockt wurde. Daß ich dort tiefer eingreifen muß war schon damals klar.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Ich glaube, Du hattest die hinter linke Ecke noch nicht erneuert?

    Hier gibt es 2 nette links mit Bildern von Blecharbeiten am G in den Ecken/ Schweller.

    Vielleicht kannst Du dort noch eine Kleinigkeit mit den Augen klauen. Die Blechführung wurde dort an der Ecke hinten auch etwas geändert.

    Tolle Sanierungsdoku und schönes Handwerk!

    Solche gut dokuementierten Sanierungen halfen mir auch extrem bei der G-Suche mich vor ähnlichem zu bewahren.

    Danke

    http://www.kurth-classics.de/m…ell-restaurationsprojekt/

    http://meister-lott.de/mercede…l-hinten-rechts-ersetzen/

  • Moin,

    links habe ich vor 2 Jahren erledigt, guckst du hier.

    Ich frickel da nicht herum, sondern versuche die Schwachpunkte gänzlich zu ändern und damit neuen Rostbefall zu verhindern. Was bei Stahlblechen nicht wirklich von Dauer ist. Nur kann sich bei meiner Version des Umbaus der vom Rad hochgeschleuderte Dreck nicht in irgendwelchen hintersten Ecken einnisten und den Rostneubefall so unterstützen.

    Mir reicht es wenn die äußere Form erhalten bleibt. Man darf eben nicht vergessen, daß der G ein „Kind der 70er“ ist und nach damaligem Erkenntnisstand einerseits technisch, andererseits kostengünstig gebaut wurde. Was die Kisten neu kosteten und immer noch kosten ist kein Beleg für aufwendige Produktion, sondern das Funktionieren der Werbestrategen. Fahrzeugkäufer, damals wie heute, wollen eben glauben ein Qualitätsprodukt zu erwerben. Das hält aber auch nicht ewig.

    Gruß Jens


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    Einmal editiert, zuletzt von JottKa ()

  • wenn du die arbeiten von jens genau verfolgt hättest, dann ging es nicht um eine restauration,sondern um eine vernünftige reparatur und änderung der vorgegebenen situation.

    kannst du als konsequenz der schäden ansehen um die sich jens gedanken gemacht hat.

  • So ist es. Kurth-Classics macht Restaurationen unter Erhalten der Originalsubstanz und vesucht das bestmöglich zu konservieren.


    Das mach' ich nicht. Ein H-Kennzeichen aus Kostengründen brauche ich nicht, denn mein Fahrzeug läuft als Zugmaschine bereits mit wenig Steuern (Nutzlast) und die Versicherung wird mit jedem unfallfreiem Jahr weniger.

    Gruß Jens


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  • hab mir auf youtube jetzt mal die restauration eines defenders angeschaut.

    "Nepomuks Reise"

    2 Jahre, 2 Junge Leute, keine Vorahnung aber sehr viel Enthusiasmus und Ausdauer.....

    Das Ergebnis ist schon sehr gut.

    Die haben viel recherchiert geplant und investiert...aber bei den Fahrzeugen sind Ersatzteile kein Problem.

    Der defender leidet irgendwie an mangelnder Blechmasse die rostet.

    Ist ein must see..


    Auch interessannt sind beiträge über den Defender "Nachfolger?!" Ineos Grenadier...sollte man sich auch mal angucken.

    Da hat Magna mitgemischt Technik ZF und BMW wird in Wales aufgelegt und soll erschwinglich werden.

    Hoffentlich bekommt der G auchmal ein ähnliches Pendant.

    aber das gehört eigentlich nicht zum Thema