Die ewige Schrauberei

  • Moin,

    jetzt finde ich ein wenig Zeit ein paar weitere Arbeiten an meinem G zu dokumentieren.

    Da ich ohne Radlaufverbreiterungen unterwegs sein möchte musste ich den ausgeschnittenen Radlauf links auf „normal“ zurückbauen. Von Benzschrauber hier aus dem Forum habe ich ein entsprechendes Radlauf-Reparaturblech erhalten und das passen ausgeschnitten, für das Schweißen gekantet, eingeschweißt und beigeputzt.






    Dann habe ich meine seit geraumer Zeit in der Ecke stehende GFK Haube montiert. Vorher mussten noch ein paar Bohrungen gesetzt werden. Dort hab' ich Tankbefestigungsgummis von einer HD Sportster montiert um die Haube flexibel zu haben. Wenn man das starr montiert könnte das GFK Risse bekommen.





    Gleich geht's weiter mit Blecharbeiten...

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Das war ein Tauschgeschäft mit dem Lieferanten meiner Kotflügel aus GFK. Er bekam die nicht passenden Teile für einen geplanten Umbau auf die 463er Schnauze zurück und im Gegenzug hab' ich die Haube bekommen. Nebeneffekt sind bestimmt 20 kg weniger Gewicht.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Blecharbeiten am Seitenteil rechts, der Anfang.

    Bedingt durch die Demontage der Radlaufverbreiterungen konnte ich massive Durchrostungen feststellen. Ist ja nichts neues bei unseren Geräten.

    Nach der Entfernung der Außenhaut konnte ich, außer den erwarteten Stellen, noch weitere Schäden diagnostizieren. Einer davon war weniger schön.


    Der Ist-Zustand


    Das Blech auf Höhe der Scheuerleiste


    Die Kante von Radlaufblech, Innen war nur wenig zu sehen. Ein bisschen Rost in der Fuge zum Türrahmen, mehr nicht


    So hab' ich die Blechreste im Bereich der Punktschweißungen entfernt


    Das hier ist weniger schön. Rahmenrohrdurchrostung. Aber reparabel.


    Was vom Tage übrig blieb


    Das Seitenwandblech für € 100,- aus dem Zubehör paßt


    Für morgen ist die Entfernung großer Teile des Schwellers angesagt. Wenn alles gereinigt ist geht es an's Zusammenbraten :schweißen:

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • wenn du da schon mal rangehst.

    Die schweizer haben in den hinteren Radkästen teilweise Pu-Platten verbaut. Die sind an Blechlaschen verschraubt.

    Das verhindert ein zumodern mit Dreck in Richtung Rückwand.Bei meinem G ist da alles Jungfreulich.

    Vielleicht wäre das auch eine Innovation für dein fahrzeug.

    Wäre bereit ein Schnittmuster zu erstellen.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Das war ein Tauschgeschäft mit dem Lieferanten meiner Kotflügel aus GFK. Er bekam die nicht passenden Teile für einen geplanten Umbau auf die 463er Schnauze zurück und im Gegenzug hab' ich die Haube bekommen. Nebeneffekt sind bestimmt 20 kg weniger Gewicht.

    Hi, wie geht das? Die Blechhaube wiegt nur 19kg... Viele Grüße Marcus

  • Genau so ist es.

    Die Blechhaube hatte die Schalldämmatte mit den Blechstreifen. Das Teil hat Gewicht.

    Ohne die Matte ist's weder draußen noch drinnen lauter geworden, auch ohne Antidröhn oder Schallschluck. Apropos Schluck...:bier: Auf das Tagwerk!

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin,

    die Passgenauigkeit ist so, wie man sie aus Tiefziehformen die nicht mehr den Kriterien von DB entsprechen, erwarten kann. Man muss die umgebördelten Kanten nacharbeiten, denn hier werden die Formen am stärksten belastet und verschleißen. In der Fläche passt es perfekt. Die Blechstärke entspricht dem Original, es fehlt der schwarze Konservierungslack.

    Alles Sachen die man in den Griff bekommt.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • wenn du da schon mal rangehst.

    Die schweizer haben in den hinteren Radkästen teilweise Pu-Platten verbaut. Die sind an Blechlaschen verschraubt.

    Das verhindert ein zumodern mit Dreck in Richtung Rückwand.Bei meinem G ist da alles Jungfreulich.

    Vielleicht wäre das auch eine Innovation für dein fahrzeug.

    Wäre bereit ein Schnittmuster zu erstellen.

    Moin,

    vor 2 Jahren, als ich das linke Seitenteil erneuert habe, wurde im gleichen Zug der Radlauf geändert.





    Diese Maßnahme und der Einbau der Innenkotflügel aus Kunststoff haben hier verhindert, daß sich Dreck festsetzen kann.

    Rechts ist das ein bisschen schwieriger weil hier der Tankstutzen mit Schlauch plus diverser Entlüftungsschläuche verläuft. Aber die typischen „Dreckfangnester“ werde ich zu verhindern wissen. Das wird alles ein bisschen glatter gestaltet.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Wie schätzt Du das ein: Ich habe ordentlich Fluid Film in die großen (Zurr?)-Löcher an den Seitenwänden reingesprüht. Kommt das an den von Dir gezeigten Problemstellen an oder sollte man dort von unten noch in irgendwelche Hohlräume?

  • Du solltest auf jeden Fall die Schweller fluten, auch die Querträger zum Kardantunnel hin. Sowohl die großen wie auch die beiden kleineren dazwischen. Von hinten sind pro Seite 2 mit Klebeband verschlossene und mit Steinschlagschutz überzogene Löcher. Dort wären Gummistöpsel besser.

    Fotos davon



    Dieses ca 10mm Loch meine ich. Dieses ist bei cm 20 vom Querträge an der A-Säule aus gemessen in Richtung Heck, das 2. ist bei cm 79/80 (Radstand 2400 mm, kurzer G). Und zwar genau im Winkel wo das Bodenblech an den Schweller stößt. Dort ist jede Menge Gummizeugs aufgetragen. Das verhindert aber nicht bei älteren Fahrzeugen, daß dort Wasser eindringen kann. Ich werde dort Gummistopfen verwenden.

    Eine andere Stelle, die gern vernachlässigt wird, ist die B-Säule an der der Sicherheitsgurt angeschraubt ist, bzw beim Wolf der Überrollbügel montiert wird. Hier stößt der hintere der beiden größeren (Karosserie-)Querträger an die Säule.



    Den Hohlraum unter der Heckklappe und die Rücklichttöpfe nicht vergessen. Das sind richtig heftige Gammelstellen.



    Auch wenn der Wolf dort die runden Rückleuchten hat sieht es bei der Demontage der Blechverschlüsse genau so aus. Eventuell hat deiner etwas weniger Sand ;P

    Gruß Jens


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  • Was sehe ich da auf dem Oberen Foto? Ich habe den G gerade nicht hier und kann das Bild aus der Erinnerung nicht versorgen. Von wo nach wo hast Du da fotografiert?


    Lampen waren schon draußen, alles jungfräulich dahinter. Ich habe auch keinen Sand in Erinnerung, obwohl unter der Plastikleiste im Innenraum an der Fahrertür ordentlich Schlamm war.

  • Moin,

    das obere Foto zeigt den aufgeschnittenen Schweller. Lediglich der obere Teil, der an das Bodenblech stößt, ist noch vorhanden. Vorder- und Unterseite sind nicht mehr da...

    Das Foto zeigt das Innere.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Machst du den Längsträger von der B-Säule zur Heckstehwand auch neu ?

    Das Ding ist ja im Bereich des Radkastens immer der Umwelt ausgesetzt ?

    Auf der linken Seite hast du ja das innere Stehblech des C-Qwerträgers auch erneuert.


    Ich muss schon sagen, du machst dir viel Arbeit und gibst dir ne Menge Mühe.


    Alle Achtung.

    ich würde mir das nicht zutrauen,

    Das Anbringen des Seitenteils ist bei deinen Arbeiten ja wirklich nur der kleinere Teil der Aufwendungen.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • So, Mittagspause.

    Aller Gammel, bis auf Kleinigkeiten, abgeschnitten und geputzt.



    Der neue Schweller, ein Rechteckrohr 100 x 60 x 3, ist angeheftet.

    Die Ausschnitte habe ich gemacht, damit (Schwitz-)Wasser bis nach unten durchlaufen kann. Außerdem spart es Gewicht.;-)



    Dann angeheftet, von außen



    und von innen



    Dort kann man auch eins der angesprochenen Löcher sehen. Deren Funktion ist mir rätselhaft.


    Und weil's so schön ist habe ich noch ein durchgerostetes Rahmenrohr entdeckt. Das hatte ich schon länger vermutet und mit leichten Hammerschlägen fiel der Rost ab



    Das Ersatzteil hatte ich schon ein paar Jahre fertig vorbereitet liegen. Jetzt kommt es endlich zum Einsatz. Das ist hochfestes nahtlos gezogenes Rohr und die Becher für die Auflagegummis gibt's beim Sternehändler. Zussammenbraten muß man das aber selbst.



    Nach dem Futtern wird weiter geschweißt. Und wenn ich mich weiter nach hinten durchgearbeitet habe fällt mir bestimmt ein wie ich den Radlauf umgestalte. Im Original ist das eine blechmäßige Frechheit der Karosserieplaner.

    Gruß Jens


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  • du machst dir wirklich viel Arbeit und hast dann ein konstruktiv neues fahrzeug.


    die löcher sind vielleivht ablauf oder belüftunglöcher für tauchlackieren


    schneidest du das rohr am rahmen ab und setzt das neue ein,oder nimmst du das alte rohr komplett raus

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Ich schneide das Rohr an den Rahmenlängsträgern ab, schleife die außenliegenden Nähte ab, schlage den Rest raus und schweiße das neue Rohr wie das Original ein. Dabei muß man auf die Einhaltung der exakten Höhe achten Ich montiere die Gummis, die beiden Plastikkonen mit dem in den Gummis liegenden Rohr samt Bolzen vor und gebe soviel Druck von unten dagegen, daß die Gummis genauso wie vorher belastet werden.

    Erst dann wird geschweißt.


    Ich habe, wenn das erledigt ist bis auf die hinteren Karosserieauflagen alles neu oder überarbeitet. Vorn mußte ich nur entrosten und neu lackieren.

    Wie man sieht habe ich ein G³ erwischtt: Gewaltige Gammel Gurke C:

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Ich besuche regelmäßig den KÜS. Dort achten sie auf sicherheitsrelevante Teile. Meine Schweißungen entsprechen den Vorschriften. Mein spezieller Ing gibt mir immer wieder Tips was ich noch verbessern könnte. So soll es sein!

    Gruß Jens


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