Deutschland nach Corona - Bevölkerungsschutz stärken!

  • Darf ich das hier schreiben? Wenn nicht, einfach löschen. Danke!


    In der derzeitigen Krise zeigt sich, wie verwundbar Deutschland ist:


    - fehlendes Personal in Krankenhäusern.

    - zu wenig Intensivbetten.

    - Zu wenig medizinische Ausrüstung (Geräte und Schutzkleidung).

    - keine eigenen Kapazitäten zur Herstellung wichtigster Medikamente und Geräte.


    Vorschlag für Maßnahmen:


    - Ausbildung in Krankenpflege für alle jungen Leute. Dazu Einrichtung eines einjährigen (?) Pflichtdienstes. Danach regelmäßige Einberufungen zur Nachschulung.

    Die Absolventen übernehmen im Katastrophenfall die Tätigkeit der professionellen Krankenpfleger/-Schwestern. Die Profis sind vollzählig in Intensivmedizin zu schulen und werden im Bedarfsfall dorthin versetzt.


    - Bereithaltung von großen Out-of-the-Box Krankenhäusern mit vollständiger Ausrüstung. Dazu reservierte Flächen ausweisen zur Aufstellung derselben. Übungen, Schulung und Weiterbildung dazu.


    - Verpflichtende Rückverlagerung der Produktion von Medikamenten, Schutzkleidung und medizinischen Geräten nach Deutschland oder mindestens nach Europa. Dazu staatlichen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit erlauben und durchsetzen, ggf. mit Kapitalbeteiligung des Staates an entsprechenden Firmen.


    Frage: Wie können wir das (oder Ähnliches) den Politikern nahebringen?

  • Hallo Jochen,


    grundsätzlich gebe ich Dir recht.

    Es wäre sicher allen geholfen, wenn man, anstatt eine neue Dienstpflicht zu erfinden, einfach erstmal wieder den Ursprungszustand der Wehrpflicht einschließlich Ersatzdienst wieder herstellen würde.

    Das würde schon weiterhelfen.

    Als nächstes wären die Pflegeberufe attraktiver zu machen, was zumächst ersmal bedeutet, das Schulgeld dafür abzuschaffen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und das Einkommen zu erhöhen.


    Inwieweit es realisierbar ist, Krankenhäuser vorzufertigen, lasse ich erstmal dahingestellt. Bei der Bundeswehr gibt es ja das MERZ, das auch auf Schiffen verbaut werden kann. Davon könnte man in der Tat einige auf Lager legen. Das würde auch den Beschaffungspreis in Abhängigkeit der Stückzahlen senken.


    Zur Rückverlagerung von Produktionskapazitäten nach Europa bzw. Deutschland gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Das ist mir auch schon lange ein Dorn im Auge.

    Was allerdings noch wichtiger wäre, wär ein Umdenken der Politiker:

    Ein Krankenhaus dient nicht zum Geldverdienen, sondern zur Wiederherstellung der Gesundheit der Menschen! Hier würde ich sogar eine Verstaatlichung akzeptieren.

  • Das alles sind Dinge die es überwiegend schonmal gab!

    - Zivildienstleistende

    - Ausbildung von Schwesternhelferinnen

    - ZS Sanitätslager

    - Hilfskrankenhäuser


    Alle diese Maßnahmen und Einrichtungen wurden weitgehend mit dem Ende des Ost- West Konfliktes abgeschafft. Es war mal da, zu teuer, wurde für unnötig empfunden!

    Die Politik gibt für alles mögliche Geld aus. Vor allem werden Gelder in andere Länder verteilt. Hier wird Geld erst locker gemacht wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

  • Diese Diskussion zu führen, ohne ins Politische abzudriften, wird schwierig.

    Eine der wichtigsten Punkt in meinen Augen: die Privatisierung des Gesundheitswesens

    rückgängig machen. Wohin das führt (oder schon geführt hat...), wird uns dieser

    Tage mehr als deutlich vor Augen gehalten: Die räumlichen, logistischen, personellen

    und materiellen Kapazitäten für Ausnahmesituationen wie die Aktuelle sind nicht

    mehr existent. Ein großer Teil unseres Katastrophen-/Zivilschutz ist quasi im Eimer.

    Wenn vor zehn, zwanzig Jahren jemand vorhergesagt hätte, daß Europa wegen einem

    nicht arg heftigen (verglichen mit dem, was das breite Spektrum der Virenpalette sonst

    noch so aufzubieten hätte...) Pandemiefall im Jahre 2020 aus China (!!) mit Hilfslieferungen

    versorgt wird, hätte man ihn ausgelacht.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



    Einmal editiert, zuletzt von Gandalf ()

  • Zur Zeit des Kalten Krieges gab es nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz allein in der alten Bundesrepublik für den Kriegs- und Katastrophenfall eine Reserve von 221 sogenannten Hilfskrankenhäusern mit einer Gesamtkapazität von 80 000 Betten. Auch in der DDR gab es ähnliche Vorkehrungen.

    Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurden diese Einrichtungen 1997 abgeschafft.


    Und die fehlen uns jetzt.

    Vielleicht finden sich ja noch ein paar Politiker die sich daran erinnern können.

  • Tja, neben der "kaputtgesparten" Bundeswehr ist der Bevölkerungsschutz ein weiteres Opfer der Friedensdividende und der Ökonomisierung aller Lebensbereiche...


    Ach ja .... ich bin beìleibe kein Fan von J. Span. Aber dss Gemecker der Firma für Schutzausstattung in der Presse ist reine Stimmungsmache. Denn vor drei Monaten hätte kein "Supply-Chain-Manager", weder im öffentlichen noch im privaten Gesundheitsbereich mal eben Bestände an diesen Dingen aufbauen dürfen ohne seinen Job zu riskieren. Da gib es definierte Mengen, bestellt wird bei Unterschreitung von Mindestgrenzen bis zum definierten Max. Bestand. für mehr gibts kein Budget, keine Freigabe und auch keinen Lagerplatz. Und dass die Beschaffung nur nach Ausschreibung möglich ist steht auch im Kleingedruckten...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D


    Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!

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  • zwei dieser hilfskrankenhäuser haben wir hier bei uns vom thw aus technisch gewartet. bis in den 90ern waren sie noch voll eingerichtet, 2002 habe ich dort zum letzten mal die generatoren angeworfen, was wir bis dahin regelmäßig gemacht haben.

    als ich neulich die -ja noch existierenden- bunkeranlagen bei bekannten erwähnt habe, machten die große augen nach dem motto "sowas gab es hier?". alles in vergessenheit geraten, wie der ganze zivilschutz.


    anderes beispiel:

    hier in den ortschaften sind sie jetzt mit feuerwehrautos rumgekurvt und haben durchsagen gemacht. da frage ich mich doch, wieso wurde kein 1minütiger dauerton per sirene ausgegeben?! wahrscheinlich, weil niemand mehr den dauerton deuten kann...

  • Diese Diskussion zu führen, ohne ins Politische abzudriften, wird schwierig.

    Jupp, stimme ich dir zu,

    aber vielleicht gelingt es ja.


    Generell ist aber gegen einen Gedankenaustausch nichts einzuwenden.


    Wird's politisch oder gar polemisch ist sicherlich schnell Schluss


    Also bleibt sachlich und zuhause

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Das Thema Dienstpflicht für junge Menschen in Deutschland ( Männer und Frauen ) geht ja inzwischen auch schon wieder durch die Medien .Bei uns war jedenfalls heute Morgen ein entsprechender Artikel in der Zeitung .


    Ich wäre sehr dafür, so ein Jahr, oder einen anderen Zeitraum, einzuführen. Neben dem Umstand, dass sich alle bereits aufgezählten Defizite in unseren

    Gesundheits-und Sozialsystemen dadurch zumindest entspannen würden, könnte jungen Leuten wieder ein gewisses Gefühl der Verantwortung vermittelt werden.

    Meiner Ansicht nach sollte das nicht nur in der Wiedereinführung der Wehrpflicht bestehen, sondern könnte alternativ in einem "Wahlfach" bestehen .

    Das könnte neben Diensten im Gesundheitssystem , z.B auch eine Hilfe in der Landwirtschaft oder sonstiges sein .


    Grüße

    Guido

    Heavy Metal auf Rädern ... :u-1300:

    Einmal editiert, zuletzt von Wido ()

  • zwei dieser hilfskrankenhäuser haben wir hier bei uns vom thw aus technisch gewartet. bis in den 90ern waren sie noch voll eingerichtet, 2002 habe ich dort zum letzten mal die generatoren angeworfen, was wir bis dahin regelmäßig gemacht haben.

    Ach ja ... was noch dazu kommt ist der sich in allen Lebensbereichen breit machende Wunsch nach rechtlicher Sicherheit, der in den vergangenen 20 Jahren zu immer komplexeren Vorschriften führt: Arbeitsschutz, Brandschutz, Umweltschutz oder auch das Veranstaltungsrecht - um nur einige zu nennen - sollen in Alltag des 21ten Jahrhunderts sicherstellen, dass egal was passiert auch glasklar geregelt ist wer Schuld hat und in der Haftung ist ...


    Dies führt nicht nur im BW Bereich dazu, dass viel ausgemustert wird (z.B. der U1300 KrKw darf nicht mehr regulär als KTW eingesetzt werden weil Liegenhalterung etc . "outdated" sind ) weil es nicht mehr gängigen Normen entspricht, sondern auch dazu, dass solche Bauten wie die Notkrankenhäuser aus den goldenen 60ern mit all ihren Einrichtungen nicht mehr regelkonform betreibbar sind*. Der Aufwand diese "auf Stand" zu bringen ist wahrscheinlich höher als ein Neubau. Und dieser wäre in den Dimensionen in der Welt vor Corona finanziell nicht durchsetzbar gewesen. Ob danach wird sich zeigen...


    Jens


    *P.S.: Bevor jemand meckern will: Erstmal in sich gehen und überlegen ob Ihr im Häuslichen Umfeld oder "auf Arbeit" auf all die Fortschritte verzichten wollt... wieder ohne Möglichkeit der Gegenrede ohne PSA in unbekannter Chemiebrühe planschen oder ohne all die Helfer schwere Lasten bewegen...

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  • Meiner Ansicht nach sollte das nicht nur in der Wiedereinführung der Wehrpflicht bestehen, sondern könnte alternativ in einem "Wahlfach" bestehen .

    Das könnte neben Diensten im Gesundheitssystem , z.B auch eine Hilfe in der Landwirtschaft oder sonstiges sein .

    :daumenhoch::daumenhoch::daumenhoch:

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  • diese ganzen Maßnahmen hätten die Politiker von damals nicht einfach abschaffen dürfen. Es hätte eine Anpassung erfolgen müssen. Die Idee der Hilfskrankenhäuser in Verbindung mit Schulzentren war ja grundsätzlich gut. Das teure daran war eben der Bunker.


    Ich möchte mal behaupten das so eine Art freiwilliger Zivildienst der heutigen Hipster Generation gut tun würde. Ein Wehrdienst ganz zu schweigen.

  • Ja, aber wer in Deutschland hätte in den 2000er Jahren denn das Geld locker machen wollen um neben "dem Aufbau Ost" auch noch diese Art von Infrastruktur neu zu errichten und den Unterhalt zu finanzieren ? Das unter den o.g. ökonomischen Bdingungen, wo man auch aus dem regulären Gesundheitswesen (...dem öffentlichen Gemeinwesen insgesamt)...) in der Zeit jeden Euro herausgespart hat?? Zum Wohle des Kapitalmarktes, an dem auch viele Kleinsparer auf einmal Anteile hielten ....


    Und das so ganz ohne Anlass wie einen potentiellen Feind von außen, so anscheinend völlig sinnfrei wie eine Feuerversicherung??


    Und wenn jetzt wer "Bankenrettung" und "Griechenland" sagt...diese Ausgaben machen sich grade bezahlt, nicht nur, dass z.B die Griechen einen Großsteil des Geldes brauchten um hochverzinste Kredite bei "uns" zu bedienen, die Kohle also gleich wieder zurück kam, nein, erst die Folgen der 2008er Krise haben zu der Situation geführt, dass die Regierung sich jetzt xxx Mrd.€ sogar mit negativen (!!) Zinsen leihen kann um den Laden am laufen zu halten...


    Jens

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  • Moin,

    auch interessant:

    https://www.msn.com/de-de/nach…ge-aussteiger/ar-BB11z27W


    Paßt nicht ins Konzept. Aber etwas Hoffnung ist ja noch.

    Wie immer in Krisen jeglicher Art ist im Vorteil, wer geistig flexibel/handlungsfähig bleibt.


    Mein Vorgesetzter scheint mir etwas aufgeschlossener zu sein.

    Mein Angebot, wo ich am sinnvollsten Einsetzbar wäre, wenn die Hütte brennt,

    ist zumindest aufgeschrieben worden.


    Gruß

    Klaus

  • Der BundesBär


    Hallo Jens,

    es hat ja niemand gesagt, daß alles in den 90er und 2000er Jahren hätte neu gebaut werden müssen. Es hätte schon gereicht, den Status Quo einfach nur zu behalten und den Unterhalt soweit sicherzustellen, daß nichts verkommt. Da hätte man überhaupt nicht dran rühren müssen.

    Für Investitionen in derartige Dinge ist ja grundsätzlich immer kein Geld da, selbst wenn die Einnahmen noch so sprudeln.

    Sicher gelten die genannten Vorschriften wie Arbeitsschutz usw, aber wenn plötzlich Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit aufgehoben werden können, kann das eigentlich kein Argument sein. (Wie die Bw damit umgeht, zeigt die abgelaufene AU in Afghanistan...)

    Im Übrigen wird ja staatlicherseits auch die übrige Daseinsvorsorge genauso vernachlässigt. Man versucht dem Bürger immer zu suggerieren, daß frei wirtschaftende Unternehmen alles billiger und besser könnten, aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn es wird ja die Tatsache übersehen bzw. ignoriert, daß die "Auftragnehmer" ja das Ziel haben, Gewinn zu erwirtschaften. Die Leistung bleibt dabei regelmäßig auf der Strecke. Was ist denn an der Privatisierung von Post oder Bahn wirklich zum Nutzen des Kunden bei rausgekommen, außer daß die Zahl der Anbieter gestiegen und die Qualität gesunken ist? Ich hab das an anderer Stelle hier im Forum ja auch schonmal gesagt - wenn ich etwas selbst mache und Geld sparen will, ist es eine Michmädchenrechnung, wenn ich mir dann zum Outsourcing jemanden hole, von dem ich weiß, daß er Geld verdienen muß. Das kann dann nur auf Kosten von Leistung bzw. Qualität gehen.


    Erstaunlich finde ich, daß z.B. plötzlich Mitarbeiter Laptops für Home Office in die Hand gedrückt kriegen, obwohl ihnen letztes Jahr noch gesagt wurde, das ginge ja überhaupt nicht, weil zu teuer. Schlagartig konnte das Land S-H Infrastruktur für die zuhause Arbeitenden bereitstellen, wo es doch anscheinend unmöglich ist, eine Schule mit schnellem Internet auszustatten...

  • Im Übrigen wird ja staatlicherseits auch die übrige Daseinsvorsorge genauso vernachlässigt. Man versucht dem Bürger immer zu suggerieren, daß frei wirtschaftende Unternehmen alles billiger und besser könnten, aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn es wird ja die Tatsache übersehen bzw. ignoriert, daß die "Auftragnehmer" ja das Ziel haben, Gewinn zu erwirtschaften. Die Leistung bleibt dabei regelmäßig auf der Strecke. Was ist denn an der Privatisierung von Post oder Bahn wirklich zum Nutzen des Kunden bei rausgekommen, außer daß die Zahl der Anbieter gestiegen und die Qualität gesunken ist?

    Hm, nimm´s mir nicht übel, aber das seh ich - zumindest teilweise - eine Spur anders .

    Was war denn früher, wenn du in die Postfiliale gingst, um eine Briefmarke zu kaufen : da saß an EINEM Schalter ein gelangweilter, genervter Beamter, der dich von oben herab behandelt hat, weil ER war ja Beamter und du nur irgend ein Sterblicher .....

    die Schlange vor dir war meist so lang, das du für den Erwerb der Briefmarke ruhig mal ein Zeitfenster von einer halben bis dreiviertel Stunde einplanen konntest .


    Es gibt sicher Dinge, die in staatlicher Hand ganz gut aufgehoben sind, aber so pauschal, wie Du es darstellst, würde ich das nicht unterschreiben .

    Private Firmen müssen - eben WEIL sie im Wettbewerb stehen - eine Leistung erbringen. Eine staatliche Institution kann sicherlich funktionieren - in der Praxis tut sie das aber meist nicht, wenn da Menschen arbeiten, die ihre Kohle so oder so bekommen - ob sie sich nun den Ar*** aufreissen oder nur anwesend sind .


    Wenn man solche Dinge in staatliche Hände legt, dann bitte den Beamtenstatus abschaffen. Polizei und Feuerwehr - da geht das in Ordnung .


    Alle anderen sollten kündbare Mitarbeiter sein, wie in der Privatwirtschaft - dann kann´s vielleicht funktionieren .

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  • dd1lm ....ich sagte eigentlich exakt das, was Du wiederholst .... die Mahner und Realisten, die auch die Feuerversicherung empfehlen, haben immer gesagt, dass Privatisierung und Ökonomisierung nicht alles besser macht. Und dass man nicht immer Weltmeister sein muss....

    Die breite Masse hat aber lieber Spass und findet es gut, dass nicht für so'n Blödsinn Geld rausgehauen wird. Und will Arbeits- und Verbraucherschutz ....ohne auch mal die Kehrseite zu sehen. Und ohne die aktuelle Pandemie würde auch noch 100 Jahre kein Verantworlicher so was in Frage stellen....


    Alleine der Aufriss, der jetzt juristisch erforderlich ist Sofortbeschaffungen ohne Vergabeverfahren zi machen....


    Jens

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  • Wido: guter Punkt! Ein wesentliches Argument in den 90ern die ganzen Schnarchvereine :dev: zu Privatisieren.... nur hat man vergessen Vorkehrungen zu treffen, dass das Pendel nicht zu weit in die Gegenrichtung schwingt ...gen Manchesterkapitalismus... ala USA: Gesundheitssystem als Profitquelle....


    Jens

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  • @ Jens :

    ich sage nicht, dass Privatisierung alles perfekt macht . Das Pendel schwingt sicher oft zu weit in die Gegenrichtung, um bei dem Vegleich zu bleiben .

    Man kann auch gesellschaftlich relevante Branchen unter eine gewisse staatliche Kontrolle stellen, um genau das zu verhindern .


    Gruss

    Guido

  • So meinte ich das auch. Man kann ja durchaus auch in Staatsbetrieben die allgemeinen Regeln der Betriebswirtschaftslehre beherzigen ohne gleich alles dem Profit zu opfern....


    Jens

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  • Also ich finde die Schlange bei der Post heute nicht kürzer als früher - im Gegenteil. Da sitzen jetzt nämlich nur noch ein oder zwei Leute, wo früher fünf oder sechs Schalter besetzt waren...

    Gleiches gilt für die Fahrkartenschalter der Bahn.


    Davon abgesehen halte ich etwas mehr staatliche Einflußnahme in gewissen Bereichen (z.B. dem Gesundheitswesen)schon für erforderlich - damit sind wir dann z.B. bei Jochens Argument, daß die Pharmafirmen genötigt sein müßten, wieder hier zu produzieren.

  • Dieses Land hat sich viel zu viele Baustellen geleistet. Dabei aber vergessen das es auf dem eigenen Boden genug zu finanzieren gibt. Man kann solche Dinge wie Post- Fernmeldedienste und auch eine Bundesbahn nicht privatisieren. Sowas merkt man doch erst in der Krise. Ein Unternehmen was Gewinne einfahren muss ist nicht krisensicher. Wo wir das noch heftiger merken ist doch gerade das Gesundheitswesen.